Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Mittwoch

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 477.900(477.900 Gesamt - ca. 477.900 Genesene - 10.036 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.036
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 26,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 58.900 (89.491 Gesamt - ca. 3.557.600 Genesene - 89.491 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.491
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 20,8

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Markt für illegale Drogen widerstandsfähig gegen Corona  (12.12 Uhr)
  • Fast 47 Prozent der Deutschen mindestens einmal gegen Corona geimpft (11.20 Uhr)
  • Verwirrung um Strandbad-​Öffnung in Lindau (10.45 Uhr)

Das waren die Meldungen am Mittwoch. Morgen informieren wir Sie wieder an dieser Stelle über das Geschehen rund um die Corona-Pandemie in der Region. 

++ Corona-Inzidenz im Südwesten weiter rückläufig 

(19.30 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Mittwoch 26,0 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Dienstag hatte der Wert noch bei 27,0 gelegen. Am Dienstag vergangener Woche lag er deutlich höher, bei 45,1.

33 von 44 Stadt- und Landkreisen weisen eine Inzidenz unterhalb der 35er-Marke auf. Der Wert ist für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. Den höchsten Wert verzeichnete der Landkreis Tuttlingen (59,7), den niedrigsten der Kreis Emmendingen (7,2).

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 624 auf 497 217. Zehn weitere Menschen starben an oder mit Corona. Die Zahl der Toten stieg damit auf 10 046. Als genesen gelten 477 289 Menschen (plus 1050). Die (errechnete) Zahl der aktiven Covid-Fälle im Land, sank zum ersten Mal seit Oktober vergangenes Jahr auf unter 10.000.

++ Cannstatter Volksfest findet erneut nicht statt

(17.17 Uhr) Nach der Absage des Münchner Oktoberfests wegen des Coronavirus findet auch das Cannstatter Volksfest in Stuttgart erneut nicht statt. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit. Das zweitgrößte Volksfest in Deutschland war vom 24. September bis zum 10. Oktober 2021 geplant. Die „Bild“ hatte zuerst berichtet.

++ Regierung löscht Impf-Video mit Arzt wegen Äußerungen zu Israel

(14.55 Uhr) Die Bundesregierung hat ein in ihrem Auftrag erstelltes Informationsvideo zur Impfkampagne in arabischer Sprache wegen früherer Äußerungen des darin auftretenden Arztes zum Nahost-Konflikt aus dem Verkehr gezogen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte am Mittwoch in Berlin:

Als wir das Video ins Netz stellten, waren uns diese Dinge nicht bekannt.

Steffen Seibert

Man sei erst durch eine Medienanfrage auf die entsprechenden Äußerungen des Berliner Hausarztes zum Staat Israel aufmerksam geworden. Die Bundesregierung wolle mit diesen Äußerungen „auf keinen Fall in Zusammenhang stehen“.

Das Video aus der Reihe Impfwissen sei daraufhin entfernt worden. „Ich bedauere sehr, dass wir das nicht rechtzeitig ausreichend geprüft hatten“, sagte Seibert. Die internen Abläufe würden nun überprüft, um sicherzustellen, dass sich so etwas nicht wiederhole,

Die Bundesregierung werde auch weiterhin wichtige Informationen auf Arabisch und in anderen Sprachen veröffentlichen. Ziel sei es, auch Menschen zu erreichen, die der deutschen Sprache noch nicht ausreichend mächtig seien.

++ Digitaler Corona-Impfpass wird ab Donnerstag in Deutschland eingeführt

(14.35 Uhr) Vollständig geimpfte Menschen sollen in Kürze ihre Immunisierung mit einem digitalen Impfzertifikat über das Handy nachweisen können: Die Einführung dieses Digital-Passes in Deutschland starte bereits am Donnerstag, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums. „Der digitale Impfpass wird jetzt Schritt für Schritt ausgerollt und in den Apps verfügbar sein“, fügte er hinzu. Minister Jens Spahn (CDU) werde die Details am Donnerstag in einer Pressekonferenz erläutern.

Der digitale Impfpass soll es vollständig geimpften Menschen erlauben, ihre Immunität per Handy nachzuweisen, ohne immer ihr gelbes Impfbuch mit sich führen zu müssen. Dies kann etwa bei Restaurantbesuchen oder bei Kulturveranstaltungen nützlich sein, falls dort ein Impfnachweis verlangt wird.

Für den Digitalpass kann die bereits bestehende Corona-Warn-App genutzt werden, zusätzlich soll eine gesonderte App angeboten werden. Ab Juli soll der Digital-Pass auch für das grenzüberschreitende Reisen in der EU genutzt werden können.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch waren knapp 19 Millionen Menschen in Deutschland vollständig geimpft. Damit hätten sie Anspruch auf den digitalen Impfnachweis. Laut Ministeriumssprecher gibt es für sie drei Möglichkeiten, an einen QR-Code zu kommen, mit dem sie den Nachweis dann aufs Handy laden können.

Sie können den Code entweder in dem Impfzentrum oder der Arztpraxis bekommen, wo sie die Zweitimpfung erhalten haben. Außerdem können sie sich den Code auch per Post zuschicken lassen.

Die dritte Möglichkeit besteht darin, den Code in einer Apotheke zu erhalten. Bereits am Dienstag hatte der Apothekenverband mitgeteilt, dass die ersten Apotheken am kommenden Montag damit beginnen, den digitalen Impfnachweis auszustellen.

++ Tuttlinger Kreisimpfzentrum vergibt kaum Termine für Erstimpfungen

(14.10 Uhr) Seit Montag ist die Priorisierung bei der Impfreihenfolge entfallen. Auch im Kreisimpfzentrum (KIZ) Tuttlingen. Damit kann sich nun jeder um einen Termin bemühen. Nur: Der Impfstoff ist knapp. „Das Problem spielt sich bei den Menschen ab, die Termine suchen, aber keine finden“, sagt Bernhard Flad, Leiter des KIZ.

Egal, ob sich die Menschen über die Impfhotline 116117 Termine besorgen wollen oder über das Internet: Entweder ist besetzt oder im PC ploppt die Nachricht auf „Derzeit stehen keine Termine zur Verfügung“. Julia Hager, Pressesprecherin des Landratsamts Tuttlingen stellt klar: „Der von Bund und Land zur Verfügung gestellte Impfstoff reicht gerade einmal für die zur Zeit anstehenden Zweitimpfungen aus.“

Laut Bernhard Flad gab es am Dienstag nur sieben Termine für eine Erstimpfung. „In den nächsten Tagen können durch uns vielleicht 150 bis 200 Ersttermine in die Terminsoftware eingestellt werden“, sagt er. Eine Aufstockung des Impfstoffs sei in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Was die Arbeit im Tuttlinger Impfzentrum sonst noch erschwert und auf was die Betreiber hoffen, lesen Sie hier.

++ Abflauen der Corona-Pandemie macht Curevac zu schaffen

(13.10 Uhr) Das aktuelle Abflauen der Corona-Infektionszahlen verzögert die Zulassung des Impfstoffs, den das Tübinger Biotechnologieunternehmen Curevac entwickelt. Das teilte Unternehmenssprecherin Sarah Fakih am Mittwoch in Tübingen mit. "Der Grund, dass wir die klinischen Daten der Phase-3-Studie an die europäische Arzneimittelbehörde nicht so schnell liefern konnten wie geplant, ist, dass bisher nicht genügend Infektionen unter den Teilnehmern aufgetreten sind", sagte Fakih. Zuerst hatte unter anderem die "Augsburger Allgemeine" berichtet. Bislang sind in der Studie 59 Corona-Fälle aufgetreten. 160 werden benötigt.

Das Zulassungsverfahren hake daran, dass sich in den Kontrollgruppen der klinischen Studie aktuell zu wenige Probanden mit dem Coronavirus angesteckt hätten. "Wir sind zuversichtlich, dass wir die benötigten 160 Infektionen unter den knapp 40 000 Probanden in absehbarer Zeit erreichen", erklärte Fakih. Dies habe aber nichts damit zu tun, dass Curevac nicht genug Teilnehmer an den Studien habe, sondern dass sich darunter - wegen der abflauenden Ansteckungszahlen - zu wenig Menschen angesteckt hätten. Es müssten keine neuen Teilnehmer für die Studie gesucht werden.

"Wir hoffen, dass wir die letzten Daten unserer klinischen Studie bis Ende Juni bei der Ema vorlegen können", sagte Fakih. Wann die europäische Arzneimittelagentur die Daten auswerten und eine Zulassung vornehmen werde, sei schwer vorauszusagen.

Landesgesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hatte am Dienstag unter Berufung auf Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gesagt, dass nach der derzeitigen Situation möglicherweise erst im August eine Zulassung zu erwarten sei. Fakih: "Dazu können wir nichts sagen." Bisher hatte Curevac Ende Juni als Termin genannt.

In den aktuellen Plänen zur Belieferung von Ärzten und Impfzentren im Juni ist kein Impfstoff von Curevac einkalkuliert worden. Noch Ende Mai hatte es in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen.

++ Niederlande heben PCR-Testpflicht für Einreisen aus Deutschland auf

(13.00 Uhr) Die Niederlande nehmen die Einstufung Deutschlands als Corona-Hochrisikogebiet zurück. Damit entfällt von Donnerstag (10. Juni) an für Einreisende aus Deutschland mit einem Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden die Pflicht eines negativen PCR-Testes. Das teilte das NRW-Europaministerium am Mittwoch mit. NRW-Minister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) begrüßte die Entwicklung: "Die geforderten PCR-Tests waren für die Bürgerinnen und Bürger aufwendig und kostspielig. Das Grenzgebiet kehrt Schritt für Schritt zur Normalität zurück." Allerdings müssten Reisende und Pendler weiter vorsichtig sein, mahnte er. Deutschland gilt in den Niederlanden demnach nun als Risikogebiet.

In Deutschland umgekehrt gelten die Niederlande vorerst weiter als Corona-Risikogebiet. Wer nach mehr als 24 Stunden Aufenthalt in den Niederlanden etwa nach NRW einreist, muss sich deshalb über das Einreiseportal der Bundesregierung anmelden, einen negativen Test, Impfung oder Genesung nachweisen oder in eine zehntägige Quarantäne gehen. Für Berufspendler, Durchreisende oder Verwandtschaftsbesuche gelten Ausnahmen.

++ Ferienlager, Ferienprogramme und ähnliche Angebote können ab 1. Juli 2021 starten

(12.05 Uhr) Ferienlager, Ferienprogramme und ähnliche Angebote für Kinder und Jugendliche können ab dem 1. Juli 2021 starten. Eine Änderung der entsprechenden Corona-Verordnung kündigte Sozialminister Manne Lucha am Mittwoch in einer aktuellen Debatte des Landtags an. Auch für die Tagesangebote gibt es vor dem Hintergrund sinkender Infektionszahlen weitere Erleichterungen.

Monatelang konnten viele Angebote für Kinder und Jugendliche nur eingeschränkt stattfinden. Das ändert sich jetzt“, so Minister Lucha. „Wir werden die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit mit der kommenden Verordnung mutig, sicher und weitreichend öffnen. Was in diesem Sommer mit Schnelltests und Impfung möglich ist, machen wir auch möglich – und vertrauen hier auf das Engagement und die Umsicht der Projektverantwortlichen. Kinder und Jugendliche mussten während der Pandemie oft zurückstecken, deshalb sind weitreichende, aber auch sichere Öffnungen in diesem Bereich nur konsequent.“

In Stadt- und Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sollen auch Angebote mit Übernachtung außerhalb des eigenen Haushalts für getestete, genesene oder geimpfte Personen wieder möglich sein und bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 noch weiter ausgebaut werden können.

++ Markt für illegale Drogen widerstandsfähig gegen Corona

(11.46 Uhr) Der europäische Markt für illegale Drogen hat sich als widerstandsfähig gegen Störungen durch die Corona-Pandemie erwiesen.

Die Risiken für die öffentliche Gesundheit nahmen sogar eher noch zu, da mehr Stoffe mit teils sehr hoher Wirksamkeit und Reinheit registriert wurden, wie die EU-Drogenbeobachtungsstelle (EMCDDA) in ihrem am Mittwoch in Lissabon vorgestellten Europäischen Drogenbericht 2021 betonte.

Die Corona-Beschränkungen hätten den Straßenverkauf von Drogen 2020 nur zeitweise eingeschränkt.

Drogenverkäufer und -käufer nutzten inzwischen verstärkt verschlüsselte Nachrichtendienste, Social-Media-Apps, Online-Quellen sowie Post- und Lieferdienste. Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Drogenmärkte durch die Pandemie dauerhaft digitalisiert hätten.

++ Fast 47 Prozent der Deutschen mindestens einmal gegen Corona geimpft

(11.20 Uhr) In Deutschland sind inzwischen 46,5 Prozent der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.55 Uhr) haben 38,6 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. 18,9 Millionen Menschen (22,8 Prozent) sind vollständig geimpft.

Insgesamt sind demnach 56,6 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Am Dienstag wurden laut RKI 984 723 Dosen gespritzt.

Impfwillige können sich seit Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig stiegen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. 

++ Verwirrung um Strandbad-​Öffnung in Lindau

(10.45 Uhr) Die Verwirrung ist groß: Nachdem das Strandbad Eichwald erst an Fronleichnam die Badesaison eröffnet hatte, standen einige Besucher am Montag schon wieder vor verschlossenen Pforten.

Die Hintergründe lesen Sie hier.

++ Tierschützer: Corona-Ausbrüche auf 400 Nerzfarmen in der EU

(10.33 Uhr) Auf mehr als 400 Nerzfarmen in Ländern der Europäischen Union sind nach Angaben von Tierschützern Corona-Ausbrüche bekannt geworden.

Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes in Bonn waren dabei bis Mitte Mai in zehn EU-Staaten Millionen von Tieren betroffen.

Laut einer Aufstellung der Organisation wurde Sars-CoV-2 in Dänemark auf 290 Nerzfarmen nachgewiesen, in den Niederlanden waren es 69 und in Schweden 13.

In Griechenland habe es in 22 von 91 Nerzfarmen positive Testungen gegeben. Weitere Nachweise gab es laut Tierschutzbund in Italien, Litauen, Polen, Spanien, Frankreich und Lettland. Die Tierschutz-Organisation forderte ein Verbot der Zucht und Haltung von Pelztieren.

Als Reaktion auf die Coronavirus-Pandemie hatte Dänemark alle Nerze in den Nerzzuchtbetrieben des Landes töten lassen. Der radikale Schritt war damit begründet worden, dass das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe.

++ Corona-Warn-App zeigt auch digitalen Impfnachweis an

(10.07 Uhr) Der geplante digitale Impfnachweis in Deutschland kann künftig auch in der offiziellen Corona-Warn-App des Robert Koch-Instituts angezeigt werden.

Die Macher der Tracing-App veröffentlichten in der Nacht zum Mittwoch die aktuelle Version 2.3.2 in den App-Stores von Apple und Google.

Es kann jedoch einige Stunden dauern, bis das Update für alle Anwenderinnen und Anwender sichtbar ist. Die Ausgabe der digitalen Impfnachweise in Deutschland soll noch im Juni starten.

Menschen in Deutschland, die keine Tracing-App für die Anzeige eines digitalen Impfnachweises verwenden möchten, können auf die Smartphone-App „CovPass“ ausweichen, die keine Kontaktverfolgungsfunktion hat.

Außerdem wird der Impfnachweis auch ausgedruckt auf Papier ausgegeben. 

++ Corona-Fälle bei schwedischem Nationalteam

(09.40Uhr) Nach zwei Corona-Fällen in der unmittelbaren Vorbereitung verschärft Schweden die Maßnahmen um die Nationalmannschaft mit RB Leipzigs Mittelfeldstar Emil Forsberg. Täglich sollen Schnelltests bei den Spielern durchgeführt und die Anzahl von PCR-Tests soll erhöht werden.

Taktische und sonstige Besprechungen mit der Mannschaften werden in Kleingruppen durchgeführt in den größtmöglichen Räumen.

Der Sechs-Punkte-Plan, der am Dienstagabend bei einer Krisensitzung von den Verantwortlichen der Nationalmannschaft und der medizinischen Abteilung verabschiedet wurde, sieht auch vor, dass die Spieler nur noch zeitlich begrenzt behandelt werden sollen und dies - soweit möglich - im Freien gemacht werden soll.

Am Dienstag hatten die Schweden zwei Corona-Fälle vermeldet. Dejan Kulusevski war erst gar nicht mitgereist zur finalen Vorbereitungsphase in Göteborg. Nach dem dortigen Auftakttraining stellte sich dann aber auch noch heraus, dass der Test von Mittelfeldspieler Mattias Svanberg positiv auf das Coronavirus ausgefallen war. 

Die Schweden treffen am kommenden Montag in Sevilla auf Spanien, das auch bereits zwei Corona-Fälle vermeldet. Mehr lesen Sie hier

++ Psychischen Probleme bei Kindern wachsen unberechenbar

(09.15 Uhr) Der Tagesrhythmus ist hinüber, die Freunde fehlen und statt Unbeschwertheit machen sich Sorgen und Ängste breit: Die Psyche von Kindern und Jugendlichen ist durch die Corona-Pandemie auf eine harte Probe gestellt worden. 

Und nicht alle können diese meistern. Wo die größten Hürden liegen erklärt Psychotherapeutin Sylvia Strecker im Interview

++ Große Biberacher Firmen starten mit eigenen Impfaktionen

(08.12 Uhr) Nachdem die Impfpriorisierung am Montag gefallen ist, können diese Woche auch die Betriebsärzte damit beginnen, Mitarbeitennde in den Unternehmen zu impfen.

Wie der Start dort verläuft, wollte die SZ von einigen großen Biberacher Firmen wissen. Welche Strategien Boehringer Ingelheim, Liebherr und Vollmer beim Impfen ihrer Mitarbeitenden verfolgen lesen Sie hier.

++ Studie: Kinder im Südwesten büßen bei Ausdauer und Schnelligkeit ein

(07.31 Uhr) Kinder in Baden-Württemberg haben infolge der Corona-Pandemie und ausgefallener Sportmöglichkeiten bei Ausdauer und Schnelligkeit eingebüßt.

Bei Kraft, Beweglichkeit und Koordination hingegen sei das (noch) nicht der Fall, ergab das "Fitnessbarometer" 2021 der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg aus Stuttgart in Zusammenarbeit mit Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Die Ergebnisse passen zu anderen Studien. Es seien aber die ersten explizit für Baden-Württemberg, hieß es bei der Veröffentlichung am Mittwoch. Die Politik müsse diese Auswirkungen im Blick behalten sowie Turn- und Sportvereine weiter öffnen.

++ Gastronomen in Aalen: Immer häufiger gefälschte Corona-Tests im Umlauf

(07.00 Uhr) Für einen Kaffee oder ein Bier einen negativen Corona-Test vorzuzeigen, ist vielen Bürgern zu blöd. Deshalb sind nach Aussage von Gastronomen auch in Aalen viele gefälschte Tests im Umlauf.

Dabei gilt ein gefälschter Test als „Gebrauch eines unrichtigen Gesundheitszeugnisses“ - und das ist strafbar

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ 167 Corona-Fälle um den Mount Everest während zweiter Welle

(06.26 Uhr) In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms.

Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition.

Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

2020 hatte Nepal kurz vor Beginn der Everest-Hauptsaison im Frühling den Berg wegen der Corona-Pandemie für Besteigungen dicht gemacht.

Diesen Frühling ließ die Regierung aber wieder ausländische Abenteurer rein — und stellte gar einer Rekordzahl von 408 von ihnen eine Genehmigung zur Besteigung für je 11 000 Dollar (rund 9000 Euro) aus.

Nepal gehört nach UN-Angaben zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt und braucht das Geld aus dem Ausland.

++ RKI registriert 3254 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 20,8

(06.13 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. 

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 705 942 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

++ Ärzteschaft ruft nach mehr Impfstoff

(6.02 Uhr) — Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, drängt die Bundesregierung, für mehr Impfstoff gegen das Coronavirus zu sorgen.

„Der Bedarf übersteigt die zur Verfügung stehenden Kapazitäten deutlich. Wenn wir Termine verschieben müssen, weil Lieferungen ausbleiben, führt das zu Frust bei den Patienten. Und diesen Frust bekommt als Erstes das Praxispersonal zu spüren.“, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“ am Mittwoch.

Der Bund müsse daher sicherstellen, dass so schnell wie möglich ausreichend Impfstoffe für die Praxen, Impfzentren und Betriebsärzte zur Verfügung stehen.

Seit Montag ist die festgelegte Reihenfolge von Bevölkerungsgruppen beim Impfen gegen das Coronavirus aufgehoben. 46 Prozent der Menschen in Deutschland haben bisher mindestens eine Impfung erhalten, knapp 22 Prozent haben den vollständigen Impfschutz.

Das waren die Meldungen am Dienstag:

++ Corona-Inzidenz im Südwesten weiter leicht rückläufig

(19.12 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Dienstag 27,0 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Montag hatte der Wert noch bei 28,1 gelegen, am Sonntag bei 29,4 und am Dienstag vergangener Woche deutlich höher bei 45,1.

Weiter weisen 32 von 44 Stadt- und Landkreisen eine Inzidenz unterhalb der 35er-Marke auf. Der Wert ist für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. Drei Regionen liegen über der 50er-Inzidenzschwelle. Den höchste Wert verzeichnet die Stadt Pforzheim (56,4), den niedrigsten der Kreis Emmendingen (7,8).

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 671 auf 496 593. 6 weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit; die Zahl der Toten stieg damit auf 10 036. Als genesen gelten 476 239 Menschen.

++ Landkreis Biberach vor weiteren Lockerungen

(18.00 Uhr) Im Landkreis Biberach treten an diesem Mittwoch weitere Lockerungen in Kraft. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 50 lag, gibt es vor allem im Einzelhandel und in den weiterführenden Schulen Veränderungen. Gleichzeitig gelten entsprechend der neuen Corona-Verordnung unmittelbar die Regelungen der Öffnungsstufen eins bis drei.

Der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche wurde im Landkreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals am 4. Juni mit dem Wert 48,7 unterschritten. Die Inzidenz sank am folgenden Tag weiter auf 38,8. Zuletzt stieg der Wert jedoch wieder, blieb aber am entscheidenden fünften Tag, also am Dienstag, mit 49,2 noch knapp unter dem Grenzwert. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstagabend eine Inzidenz von 50,7. Bleibt die Inzidenz an drei Tagen in Folge über 50, müssen die Öffnungsschritte zurückgenommen werden.

Einen ausführlichen Bericht zu den Lockerungen im Landkreis Biberach, lesen Sie hier

Auch der Ostalbkreis steht vor weiteren Lockerungen: Wann es dort soweit ist und was alles möglich ist, lesen Sie hier.

++ Stiko-Entwurf: Kinder mit bestimmten Erkrankungen gegen Corona impfen

(17.40 Uhr) Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergingen. Eine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe wird in dem Entwurf nicht ausgesprochen. Zuvor hatten „Business Insider“ und andere Medien darüber berichtet.

Die Stiko listet auf: Fettleibigkeit, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, schwere Zyanose, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21 (Down-Syndrom) und syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung.

Zusätzlich sieht der Stiko-Entwurf eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor, „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie)“.

Wie nach entsprechenden Äußerungen von Stiko-Mitgliedern zu erwarten war, wird im Entwurf zunächst wegen „großer Wissenslücken“ hinsichtlich der Sicherheit keine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe ausgesprochen. Der Piks sei aber „nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten möglich“.

Begründet wird die eingeschränkte Empfehlung auch mit „nicht allgemein gegebenem“ Nutzen der Impfung zum Verhindern schwerer Verläufe und Todesfälle in dieser Altersgruppe: „Es müssten etwa 100 000 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche geimpft werden, um einen einzigen Covid-19-bedingten Todesfall in dieser Altersgruppe zu verhindern.“ Auch von einer Umverteilung der noch raren Impfstoffe an gesunde Kinder und Jugendliche wird abgeraten, „solange noch viele ältere Erwachsene mit deutlich höherem Risiko ungeimpft sind“.

Der Entwurf war an Länder und Fachgesellschaften gegangen, die noch Änderungen einbringen konnten. Eine Veröffentlichung der finalen Fassung wird für Donnerstag erwartet

 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Dienstag +++

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