Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen am Dienstag

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Digital-Redakteur
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Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 9.000 (495.712 Gesamt - ca. 476.700 Genesene - 10.030 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.030
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 28,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 63.400 (3.702.688 Gesamt - ca. 3.549.900 Genesene - 89.384 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.384
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 22,9

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Lockdown lässt Baumarktumsätze einbrechen (13.01 Uhr)
  • Neunjährige in Bayern „versehentlich“ gegen Coronavirus geimpft (11.56 Uhr)
  • Weniger Ausbildungsplätze im Südwesten seit der Corona-Pandemie (10.45 Uhr

 

Das waren die Meldungen am Dienstag. Morgen informieren wir Sie an dieser Stelle wieder über das Geschehen rund um die Corona-Pandemie in der Region und im Land. 

++ Corona-Inzidenz im Südwesten weiter leicht rückläufig

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Dienstag 27,0 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner registriert, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Montag hatte der Wert noch bei 28,1 gelegen, am Sonntag bei 29,4 und am Dienstag vergangener Woche deutlich höher bei 45,1.

Weiter weisen 32 von 44 Stadt- und Landkreisen eine Inzidenz unterhalb der 35er-Marke auf. Der Wert ist für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. Drei Regionen liegen über der 50er-Inzidenzschwelle. Den höchste Wert verzeichnet die Stadt Pforzheim (56,4), den niedrigsten der Kreis Emmendingen (7,8).

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Pandemie-Beginn stieg um 671 auf 496 593. 6 weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit; die Zahl der Toten stieg damit auf 10 036. Als genesen gelten 476 239 Menschen.

++ Landkreis Biberach vor weiteren Lockerungen

(18.00 Uhr) Im Landkreis Biberach treten an diesem Mittwoch weitere Lockerungen in Kraft. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 50 lag, gibt es vor allem im Einzelhandel und in den weiterführenden Schulen Veränderungen. Gleichzeitig gelten entsprechend der neuen Corona-Verordnung unmittelbar die Regelungen der Öffnungsstufen eins bis drei.

Der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern in einer Woche wurde im Landkreis laut Robert-Koch-Institut (RKI) erstmals am 4. Juni mit dem Wert 48,7 unterschritten. Die Inzidenz sank am folgenden Tag weiter auf 38,8. Zuletzt stieg der Wert jedoch wieder, blieb aber am entscheidenden fünften Tag, also am Dienstag, mit 49,2 noch knapp unter dem Grenzwert. Das Landesgesundheitsamt meldete am Dienstagabend eine Inzidenz von 50,7. Bleibt die Inzidenz an drei Tagen in Folge über 50, müssen die Öffnungsschritte zurückgenommen werden.

Einen ausführlichen Bericht zu den Lockerungen im Landkreis Biberach, lesen Sie hier

Auch der Ostalbkreis steht vor weiteren Lockerungen: Wann es dort soweit ist und was alles möglich ist, lesen Sie hier.

++ Stiko-Entwurf: Kinder mit bestimmten Erkrankungen gegen Corona impfen

(17.40 Uhr) Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Corona-Impfung laut einem vorläufigen Entwurf nur Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium nennt laut dem als vertraulich gekennzeichneten Papier, das der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag vorlag, rund ein Dutzend Krankheitsbilder, die mit anzunehmendem erhöhtem Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf einhergingen. Eine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe wird in dem Entwurf nicht ausgesprochen. Zuvor hatten „Business Insider“ und andere Medien darüber berichtet.

Die Stiko listet auf: Fettleibigkeit, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, schwere Zyanose, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21 (Down-Syndrom) und syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung.

Zusätzlich sieht der Stiko-Entwurf eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren vor, „in deren Umfeld sich Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit hoher Gefährdung für einen schweren Covid-19-Verlauf befinden, die selbst nicht geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z.B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie)“.

Wie nach entsprechenden Äußerungen von Stiko-Mitgliedern zu erwarten war, wird im Entwurf zunächst wegen „großer Wissenslücken“ hinsichtlich der Sicherheit keine generelle Impfempfehlung für die Altersgruppe ausgesprochen. Der Piks sei aber „nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten möglich“.

Begründet wird die eingeschränkte Empfehlung auch mit „nicht allgemein gegebenem“ Nutzen der Impfung zum Verhindern schwerer Verläufe und Todesfälle in dieser Altersgruppe: „Es müssten etwa 100 000 12- bis 17-jährige Kinder und Jugendliche geimpft werden, um einen einzigen Covid-19-bedingten Todesfall in dieser Altersgruppe zu verhindern.“ Auch von einer Umverteilung der noch raren Impfstoffe an gesunde Kinder und Jugendliche wird abgeraten, „solange noch viele ältere Erwachsene mit deutlich höherem Risiko ungeimpft sind“.

Der Entwurf war an Länder und Fachgesellschaften gegangen, die noch Änderungen einbringen konnten. Eine Veröffentlichung der finalen Fassung wird für Donnerstag erwartet

++ Indzident stabil unter 50: Weitere Lockerungen im Alb-Donau-Kreis

(16.00 Uhr) Das Gesundheitsamt im Landratsamt Alb-Donau-Kreis hat am Dienstag, 8. Juni, rechtswirksam festgestellt, dass der 7-Tage-Inzidenzwert für den Alb-Donau-Kreis seit fünf Tagen stabil unter dem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt. Damit treten am Mittwoch, 9. Juni, die damit verbundenen Lockerungen in Kraft.

Nach der neuen Fassung der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 7. Juni gelten im Alb-Donau-Kreis nun zusätzlich zu den Lockerungen des Unterschreitens von 50 auch die Erleichterungen der Öffnungsschritte 1 bis 3 unmittelbar. Die wichtigsten Lockerungen nach der neuen Corona-Verordnung im Überblick, finden Sie hier.

++ Curevac-Impfstoff nicht vor August 

(15.30 Uhr) Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac dauert länger als geplant. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) bestätigte am Dienstag in Stuttgart, dass sich das Verfahren weiter verzögern wird. Zuletzt hatte es geheißen, man rechne mit einer Zulassung im Juni.

Lucha sagte, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe in der Gesundheitsministerkonferenz mitgeteilt, „dass wir nach der derzeitigen Situation leider erst realistisch im August erwarten können, dass der Curevac-Impfstoff zulassungsfähig appliziert werden kann oder zugelassen wird.“ Der Grünen-Politiker erklärte, dass es bei der von Curevac durchgeführten klinischen Studie zu dem Vakzin „Komplikationen“ gebe.

Zuvor hatte „Business Insider“ berichtet, dass Spahn in der Konferenz berichtet habe, dass die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) „nicht vor August“ mit einer Zulassung des Curevac-Mittels rechne. Bei der Studie gebe es noch nicht genug Teilnehmer. Noch Ende Mai hatte es demnach in internen Lieferprognosen der Bundesregierung geheißen, dass bis Ende Juni 1,4 Millionen Dosen von Curevac kommen, bis Ende September 9,4 Millionen und im letzten Quartal 28,9 Millionen. In den aktualisierten Prognosen von Juni tauche Curevac nun für dieses Jahr gar nicht mehr auf.

++ Kultusministerin Schopper: Lernrückstände nicht alle aufholbar 

(15.25 Uhr) Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) glaubt nicht, dass die Lernrückstände der Schülerinnen und Schüler durch die Corona-Pandemie kurzfristig aufgeholt werden können. „Man wird nicht alles, was man jetzt versäumt hat, aufholen müssen und eins zu eins aufholen können“, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag bei der Vorstellung des Projekts „Bridge the gap“ („Überbrücke die Lücke“).

Im Rahmen des Projekts sollen 550 Lehramtsstudierende ab dem 4. Fachsemester bis zu den Sommerferien in Schulen mit Unterstützungsbedarf geschickt. Wann genau die Aushilfskräfte beginnen, ließ die Kultusministerin zunächst offen. Die Zielmarke für den Start liegt laut einer Mitteilung der Landesregierung bei 14 Tagen nach den Pfingstferien.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) nannte das Pilotprojekt eine erste Sofortmaßnahme zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler. Die Aushilfen sollen nach Bedarf entweder den Lehrkräften im Unterricht helfen oder einzelne Schülerinnen und Schüler individuell fördern. Sie seien aber kein „Klassenlehrerersatz“, betonte Bauer. Sie sollen für ihre Arbeit 15 Euro pro Stunde erhalten.

Rund 900 Studierende meldeten sich für den Einsatz in den Schulen, es gibt nun eine Warteliste. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) nannte das Interesse „überwältigend“.

++ ADAC: Ferienstaus übertreffen Vor-Corona-Niveau 

(15.01 Uhr) Die Lockerung der Corona-Beschränkungen macht sich auf Deutschlands Autobahnen gleich bemerkbar: Am vergangenen langen Wochenende gab es zum Ende der Pfingstferien nach Schätzung des ADAC sogar mehr Staus als vor der Krise 2019. Besonders stauträchtig war der Feiertag Fronleichnam am vergangenen Donnerstag:

Der ADAC zählte 1900 Staus, gut 700 mehr als 2019. Laut ADAC gab es aber durchaus Unterschiede, insbesondere eine größere Zahl von Tagesausflüglern oder kurzentschlossenen Urlaubern. Deshalb sei der Verkehr 2021 oft sogar stärker gewesen als 2019.

++ Kretschmann warnt vor Leichtsinn: „Wir sind noch nicht über den Berg“

(13.56 Uhr) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat trotz stark sinkender Corona-Infektionszahlen zur Vorsicht gemahnt. Die Lage sei zwar aktuell gut, sagte der Grüne am Dienstag in Stuttgart.

Die Gefahr ist nicht weg, wir sind noch in der Pandemie.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne)

Es bestehe aber auch die Gefahr, „dass die Menschen leichtsinnig werden und dass die Welle zurückkehren kann“. Deshalb sei er schon noch besorgt. „Die Gefahr ist nicht weg, wir sind noch in der Pandemie.“

Die Fortschritte beim Impfen seien zwar deutlich sichtbar bei der Zahl der Neuinfektionen mit dem Erreger, sagte Kretschmann, aber: „Wenn man nicht aufpasst, kann er umso stärker bei Nicht-Geimpften wüten.“

Kritisch äußerte sich Kretschmann zu der Genehmigung der bayerischen Landesregierung, bei den vier Partien der Fußball-Europameisterschaft in München jeweils 14.000 Zuschauer zuzulassen. „Das mit der EM halte ich schon für höchst gewagt“, sagte der Grünen-Politiker.

Winfried Kretschmann
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg. (Foto: Marijan Murat / DPA)

++ Lockdown lässt Baumarktumsätze einbrechen

(13.01 Uhr) Nach den Absatzrekorden im Corona-Jahr 2020 hat die Do-it-Yourself-Branche im ersten Quartal dieses Jahres einen schweren Umsatzeinbruch hinnehmen müssen.

Insgesamt gingen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am Dienstag in Köln mitteilte.

2020 hatte die Branche davon profitiert, dass sie früh als „systemrelevant“ eingestuft wurde und ihre Läden im ersten Lockdown rasch wieder öffnen durften. Im jüngsten Lockdown mussten dagegen auch die Baumärkte monatelang schließen. Das bescherte der Branche nach Angaben des BHB eine „Vollbremsung“.

Dabei habe in den Baumärkten so gut wie kein Infektionsrisiko bestanden, klagte Hauptgeschäftsführer Peter Wüst. „Die völlig unnötig verursachten Umsatzeinbrüche in Deutschland sind und bleiben das Ergebnis unstimmiger Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.“

Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte der BHB angesichts der Ungewissheiten bei der Pandemie-Entwicklung und der künftigen Corona-Politik nicht.

++ Neunjährige in Bayern „versehentlich“ gegen Coronavirus geimpft

(11.56 Uhr) Ein neun Jahre altes Mädchen ist im Impfzentrum in Bobingen im Landkreis Augsburg laut Polizei „versehentlich“ gegen das Coronavirus geimpft worden. Der Vater des Kinds habe Strafanzeige gegen die Verantwortlichen gestellt, sagte ein Sprecher der Augsburger Polizei am Dienstag auf Anfrage. Es liefen nun Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Es solle geprüft werden, wer an der Impfung am vergangenen Samstag beteiligt gewesen sei und wie es überhaupt zu einer versehentlichen Impfung kommen könne, sagte der Polizeisprecher.

Dem Kind gehe es aber gut. Der Polizeisprecher bestätigte damit Berichte der „Augsburger Allgemeinen“ und von Hitradio RT1. Demnach hatte der Vater eigentlich einen Impftermin, seine Tochter begleitete ihn.

Den Berichten zufolge soll der impfende Arzt das Mädchen gefragt haben, ob es Angst vor Spritzen habe. Als der Arzt daraufhin den Oberarm des Kinds desinfiziert habe, habe der Vater das noch als Spaß wahrgenommen. Doch dann habe der Mediziner das Mädchen mit dem Impfstoff von Biontech geimpft.

Der Impfstoff von Biontech ist für Kinder zugelassen, allerdings erst ab einem Alter von zwölf Jahren.

++ Weniger Ausbildungsplätze im Südwesten seit der Corona-Pandemie

(10.45 Uhr) Im Südwesten werden seit der Corona-Pandemie deutlich weniger Ausbildungsplätze angeboten. 2020 seien mehr als zehn Prozent weniger Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im Vorjahr, teilten der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Stuttgart mit.

Baden-Württemberg sei eines der Länder mit dem höchsten Anteil an an- und ungelernten Beschäftigten. In der Altersgruppe zwischen 25 Jahren und 35 Jahren hätten 194 000 Menschen oder 13,4 Prozent überhaupt keinen berufsqualifizierenden Abschluss.

Viele junge Menschen konzentrierten sich jetzt auf ihren Schulabschluss und warteten, bevor sie sich für eine Ausbildung entscheiden, sagte Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion.

Dadurch verschlechtere sich die Stellen-Bewerber-Relation in den kommenden Jahren dramatisch. Durch künftige Schulabgänger werde die Konkurrenz stärker, und die Zahl der unversorgten Bewerber nehme zu.

++ FDP fordert Sonderermittler im Streit um Corona-Schutzmasken

(08.07 Uhr) Waren Corona-Schutzmasken, die an soziale Einrichtungen gehen sollten, unsicher? Darüber streiten die Berliner Regierungspartner auf offener Bühne. Die FDP will eine Untersuchung.

In der Debatte um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken fordert die FDP den Einsatz eines Sonderermittlers.

FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: „Die Faktenlage deutet auf eine lange Fehlerkette von Minister Spahn hin.“ 

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++ Japans Olympia-Ministerin: Verschiebung der Spiele wäre schwierig

(07.54 Uhr) Japans Olympia-Ministerin Tamayo Marukawa hält eine nochmalige Verschiebung der Sommerspiele in Tokio für schwierig.

Nach einer Kabinettssitzung angesprochen auf eine Verschiebung wegen der andauernden Corona-Pandemie sagte Marukawa laut des japanischen Fernsehsenders NHK, dass sich eine Sicherstellung der Wettkampfstätten und Unterkünfte im Falle einer Terminverschiebung schwierig gestalten würde.

Japans Olympia-Macher und das Internationale Olympische Komitee versichern immer wieder, dass die Spiele wie geplant am 23. Juli eröffnet und für alle Beteiligten sowie die japanischen Bürger „sicher“ und „geschützt“ stattfinden werden.

Derzeit gibt es jedoch keine Anzeichen dafür, dass die Spiele wie von vielen Japanern in Umfragen gewünscht noch in letzter Minute abgesagt werden. Sie waren wegen der andauernden Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden.

++ Lindauer Einzelhändler und Wirte atmen auf

(07.32 Uhr) Einkaufen und Essen gehen ohne Test und Termin: Die Corona-Regelungen im Landkreis Lindau sind angesichts sinkender Inzidenzwerte gelockert worden.

Seither brummt es in Lindau wieder – zumindest im Rahmen des möglichen. Das ist auch der Gastronomie zu verdanken, die in Bayern seit Montag sogar auch wieder in Innenräumen Gäste bewirten darf.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ New York plant Großkonzert im Central Park zur „Wiedergeburt“ nach Corona-Krise

(06.35 Uhr) Zu seinem Comeback nach der Corona-Krise plant New York ein riesiges Konzert im Central Park.

Welche Stars auftreten werden, ist noch nicht bekannt, doch werde es „der Höhepunkt einer erstaunlichen, bemerkenswerten, einmaligen Woche“ zur Feier der „Wiedergeburt“ von New York City sein, sagte Bürgermeister Bill De Blasio am Montag bei der Ankündigung des Projekts.

Viele der 60.000 Eintrittskarten sollen kostenlos vergeben werden, allerdings sind auch VIP-Plätze vorgesehen.

Der große Rasen im Central Park war in der Vergangenheit unter anderem Schauplatz des berühmten Gratis-Konzerts von Simon and Garfunkel im Jahr 1981 oder des Global Citizen-Konzerts 2019.

New York war zu Beginn der Corona-Pandemie eine der am schwersten betroffenen Städte der USA. Inzwischen sind nach offiziellen Daten 63 Prozent der Bewohner mindestens einmal geimpft, die Infektionszahlen gingen drastisch zurück.

Sobald die Impfrate bei 70 Prozent liegt, sollen nach den Plänen von Gouverneur Andrew Cuomo die meisten noch bestehenden Corona-Beschränkungen aufgehoben werden.

++ RKI registriert 1204 Corona-Neuinfektionen — Inzidenz bei 22,9

(06.07 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1204 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1785 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 22,6 an (Vortag: 24,3; Vorwoche: 35,2).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 140 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 153 Tote gewesen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montag bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. 

Das waren die letzten Meldungen von Montag: 

++ Drei von vier Kreisen im Südwesten unter Inzidenz von 35

(19.10 Uhr) Knapp drei Viertel der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unterschreiten in der Corona-Pandemie mittlerweile die Marke 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert ist seit Montag für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. In 32 der 44 Regionen im Südwesten wurde nach Angaben des Landesgesundheitsamts in Stuttgart vom Montag (Stand 16.00 Uhr) in den vergangenen sieben Tagen bei weniger als 35 Menschen je 100 000 Einwohner eine Corona-Infektion registriert.

Im landesweiten Schnitt sank diese Inzidenz sogar auf 28,1 nach 29,4 am Sonntag. Allerdings wird am Wochenende meist weniger getestet und nicht alle Behörden übertragen dann ihre Daten.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie den Angaben nach 495 922 Infektionen gemeldet worden. An einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit starben inzwischen 10 030 Menschen. Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 475 454 Personen.

Die Stadt Heidelberg und der Landkreis Emmendingen weisen mit 8,7 beziehungsweise 9,6 sogar eine einstellige Sieben-Tage-Inzidenz auf. Am höchsten ist der Wert mit 55,6 in Pforzheim.

Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 4 968 954 Menschen mindestens einmal geimpft. Der Anteil von 44,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Südwesten liegt leicht unter dem Bundesschnitt von 45,7. Als vollständig geimpft gelten 2 302 244 Menschen oder 20,7 Prozent (bundesweit: 21,3). Beim Wirkstoff von Johnson & Johnson reicht eine Impfung für vollständigen Schutz aus, bei allen anderen Impfstoffen sind zwei Dosen nötig.

17,3 Prozent der 2367 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist vergleichsweise hoch. Er ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

++ Freizeitparks können ab 8. Juni landesweit öffnen

(16.30 Uhr) Ab Dienstag, dem 8. Juni 2021, können vor dem Hintergrund sinkender Inzidenzen und aufgrund des erfolgreich durchgeführten Modellprojekts im Europa-Park in Baden-Württemberg wieder alle Freizeitparks öffnen. Zugangsvoraussetzungen sind – wie beim entsprechenden Modellprojekt auch – die Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Mehr zur Öffnung und wie das Gesundheitsministerium das Risiko einer Virusverbreitung in Freizeitparks einschätzt, lese Sie hier

++ Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung für Jugendliche in EU

(14.55 Uhr) Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in der EU beantragt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre der Moderna-Impfstoff das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer.

„Wir sind ermutigt, dass der Moderna Covid-19-Impfstoff (...) bei Jugendlichen hochwirksam ist“, erklärte Unternehmenschef Stephane Bancel. Moderna beantrage deshalb auch eine Zulassung für Jugendliche in Kanada und plane dies für die USA.

Das Unternehmen hatte bereits Ende Mai mitgeteilt, dass sein Mittel bei Menschen im Alter von zwölf bis 17 Jahren „hochwirksam“ sei. Dies sei aus klinischen Studien mit mehr als 3700 Teilnehmern in den USA hervorgegangen.

Die EMA hatte vor gut einer Woche das Vakzin von Biontech/Pfizer für junge Menschen zugelassen. In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren seit Montag gegen das Coronavirus geimpft werden.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Montag +++

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Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

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Derzeit entspannt sich die Pandemie-Lage im Kreis Ravensburg nicht weiter.

Keine Chance auf weitere Lockerungen im Kreis Ravensburg

Weiterhin keine Chance auf ein Wegfallen der Testpflicht in der Außengastronomie: Die Inzidenz im Kreis Ravensburg lag auch am Freitag nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) mit 37,5 über dem Grenzwert von 35. Für weitere Lockerungen müsste er fünf Tage infolge darunter liegen. Insgesamt steht der Kreis Ravensburg im baden-württembergischen Vergleich derzeit schlecht da: In nur sechs der 44 Stadt- und Landkreise ist der Inzidenzwert noch höher.

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Warum nicht gleich eine Plastikhecke? - Experte besorgt über Gartengestaltung in der Region

Und noch so ein Psychopathen-Garten!“ Peter Berthold rollt mit seinem Auto im ersten Gang an einem Grundstück vorbei, das von einer säuberlich getrimmten Hecke aus Kirschlorbeer umsäumt wird. „Da kann man auch gleich eine Plastikhecke pflanzen, leben tut darin nix. Die Insekten mögen die giftigen Blätter nicht und den Vögeln fehlt die Nahrung“, sagt der Vogelkundler, der viele Jahre lang die Vogelwarte Radolfzell am Bodensee geleitet hat, eine Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie.

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