Corona-Newsblog: Das waren die Meldungen vom Montag

Digital-Redakteur
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 9.900 (495.492 Gesamt - ca. 475.600 Genesene - 10.017 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.017
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 29,3
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 69.500 (3.701.484 Gesamt - ca. 3.542.700 Genesene - 89.244 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.244
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 24,3

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Moderna beantragt Zulassung seines Impfstoffs für Jugendliche in EU (14.55 Uhr)
  • Corona-Impfungen: Fast 55 Millionen Dosen verimpft (13.32 Uhr)
  • Minderwertige Corona-​Masken - Spahn weist Vorwürfe zurück (10.28 Uhr)
  • Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter leicht auf 24,3 (06.35 Uhr)

Das waren die Meldungen vom Montag. Morgen informieren wir Sie wieder an dieser Stelle über das Geschehen in der Corona-Pandemie in der Region und der Welt. 

++ Drei von vier Kreisen im Südwesten unter Inzidenz von 35

(19.10 Uhr) Knapp drei Viertel der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unterschreiten in der Corona-Pandemie mittlerweile die Marke 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert ist seit Montag für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. In 32 der 44 Regionen im Südwesten wurde nach Angaben des Landesgesundheitsamts in Stuttgart vom Montag (Stand 16.00 Uhr) in den vergangenen sieben Tagen bei weniger als 35 Menschen je 100 000 Einwohner eine Corona-Infektion registriert.

Im landesweiten Schnitt sank diese Inzidenz sogar auf 28,1 nach 29,4 am Sonntag. Allerdings wird am Wochenende meist weniger getestet und nicht alle Behörden übertragen dann ihre Daten.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie den Angaben nach 495 922 Infektionen gemeldet worden. An einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit starben inzwischen 10 030 Menschen. Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 475 454 Personen.

Die Stadt Heidelberg und der Landkreis Emmendingen weisen mit 8,7 beziehungsweise 9,6 sogar eine einstellige Sieben-Tage-Inzidenz auf. Am höchsten ist der Wert mit 55,6 in Pforzheim.

Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 4 968 954 Menschen mindestens einmal geimpft. Der Anteil von 44,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Südwesten liegt leicht unter dem Bundesschnitt von 45,7. Als vollständig geimpft gelten 2 302 244 Menschen oder 20,7 Prozent (bundesweit: 21,3). Beim Wirkstoff von Johnson & Johnson reicht eine Impfung für vollständigen Schutz aus, bei allen anderen Impfstoffen sind zwei Dosen nötig.

17,3 Prozent der 2367 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist vergleichsweise hoch. Er ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

++ Freizeitparks können ab 8. Juni landesweit öffnen

(16.30 Uhr) Ab Dienstag, dem 8. Juni 2021, können vor dem Hintergrund sinkender Inzidenzen und aufgrund des erfolgreich durchgeführten Modellprojekts im Europa-Park in Baden-Württemberg wieder alle Freizeitparks öffnen. Zugangsvoraussetzungen sind – wie beim entsprechenden Modellprojekt auch – die Vorlage eines Impf-, Genesenen- oder Testnachweises, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Mehr zur Öffnung und wie das Gesundheitsministerium das Risiko einer Virusverbreitung in Freizeitparks einschätzt, lese Sie hier

++ Moderna beantragt Impfstoff-Zulassung für Jugendliche in EU

(14.55 Uhr) Der US-Pharmakonzern Moderna hat eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche in der EU beantragt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Bei einem positiven Votum der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) wäre der Moderna-Impfstoff das zweite für Jugendliche in der EU zugelassene Vakzin nach dem von Biontech/Pfizer.

„Wir sind ermutigt, dass der Moderna Covid-19-Impfstoff (...) bei Jugendlichen hochwirksam ist“, erklärte Unternehmenschef Stephane Bancel. Moderna beantrage deshalb auch eine Zulassung für Jugendliche in Kanada und plane dies für die USA.

Das Unternehmen hatte bereits Ende Mai mitgeteilt, dass sein Mittel bei Menschen im Alter von zwölf bis 17 Jahren „hochwirksam“ sei. Dies sei aus klinischen Studien mit mehr als 3700 Teilnehmern in den USA hervorgegangen.

Die EMA hatte vor gut einer Woche das Vakzin von Biontech/Pfizer für junge Menschen zugelassen. In Deutschland können Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren seit Montag gegen das Coronavirus geimpft werden.

++ Stadt Ulm vor Öffnungsstufe 3 - alle Änderungen auf einen Blick

(14.30 Uhr) Die Sieben Tage-Inzidenz für den Stadtkreis Ulm liegt seit mehreren Tagen unter der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Für den Einzelhandel, Kulturhäuser, Kinos, Gastro und viele weitere Einrichtungen in Ulm bedeutet das ab Dienstag noch einmal deutliche Lockerungen. Es greift die Öffungsstufe 3. Laut neuer Corona-Verordnung des Landes wird die Öffnungsstufe 2 automatisch übersprungen, wenn der 7-Tage-Inzidenzwert seit fünf Tagen unter dem Wert von 50 pro 100 000 Einwohner liegt.

Was das im Einzelnen bedeutet und wie es um Ulm herum im Alb-Donau-Kreis aussieht, lesen Sie hier.  

++ RKI: Stiko-Empfehlung zu Kinder-Impfungen erscheint am Donnerstag

(13.42 Uhr) Die zum Thema Kinder ergänzte Corona-Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll am Donnerstag publiziert werden.

Die neue Fassung werde dann im sogenannten Epidemiologischen Bulletin des Robert Koch-Instituts (RKI) erscheinen, sagte eine RKI-Sprecherin am Montag auf Anfrage.

Es wird erwartet, dass das Expertengremium mangels ausreichender Datenbasis keine generelle Impfempfehlung für alle Kinder ausspricht, sondern den Impfstoff zunächst vor allem etwa für vorerkrankte Kinder vorsieht.

Ein Entwurf für den Stiko-Beschluss war am Freitag an Länder und Fachgesellschaften gegangen. Diese können noch Änderungen einbringen, bevor die Stiko den Beschluss fasst.

++ Corona-Impfungen: Fast 55 Millionen Dosen verimpft

(13.32 Uhr) In Deutschland sind inzwischen 54,9 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag (Stand: 11.25 Uhr) sind 38 Millionen Menschen (45,7 Prozent) mindestens einmal geimpft worden, 17,7 Millionen Menschen (21,3 Prozent) sind vollständig geimpft. Am Sonntag wurden laut RKI 273 355 Dosen gespritzt.

Seit Montag hat das RKI seine Zählweise leicht verändert. Nun werden Menschen, die mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson geimpft werden, schon bei der ersten Impfung mitgezählt — vorher nur bei den vollständig Geimpften.

++ Corona-Impfpriorisierung im Südwesten komplett aufgehoben

(12.17 Uhr) In Baden-Württemberg ist an diesem Montag die Priorisierung bei den Corona-Impfungen vollständig aufgehoben worden. Damit können sich nun alle Menschen unabhängig etwa von Vorerkrankungen oder Beruf auch in den Impfzentren oder bei den Betriebsärzten impfen lassen.

Bei den niedergelassenen Ärzten ist dies bereits seit dem 17. Mai der Fall. Die Betriebsärzte steigen an diesem Montag zudem flächendeckend in die Corona-Impfkampagne mit ein.

Für Kinder und Jugendliche schränkte das Gesundheitsministerium die Möglichkeit der Impfung in den Impfzentren des Landes zuletzt jedoch ein.

Nach der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer in EU für alle Kinder und Jugendlichen ab 12 Jahren besteht auch für sie grundsätzlich die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Am Sonntag teilte ein Sprecher des Ministeriums mit, in den Impfzentren des Landes würden ab diesem Montag nur Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren geimpft, wenn diese Vorerkrankungen und ein anzunehmendes erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung haben.

Hintergrund ist demnach die bislang noch nicht vorliegende Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) im Hinblick auf Corona-Impfungen für Kinder.

++ Minderwertige Corona-​Masken - Spahn weist Vorwürfe zurück

(10.28 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe aus SPD und Opposition um angeblich minderwertige Corona-Masken für Menschen mit Behinderung und Obdachlose erneut scharf zurückgewiesen.

„Es war übrigens eine Idee des Arbeitsministeriums selbst, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen“, sagte Spahn in Berlin vor Beratungen der CDU-Spitze, die teils in Präsenz und teils wegen der Corona-Pandemie online organisiert worden waren.

Entscheidend sei, dass es bei allem, was die Regierung tue, um Masken gehe, die sicher seien und den Infektionsschutz gewährleisteten, sagte Spahn. Genau darauf hin seien alle Masken, die verteilt worden seien, geprüft worden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Jens Spahn
Gesundheitsminister Jens Spahn im Gespräch mit Medienvertretern in Berlin. (Foto: Michael Kappeler / DPA)

++ Betriebsärzte sehen sich gut gerüstet für Corona-Impfungen in Unternehmen

(10.10 Uhr) Mit dem Wegfall der Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen beginnen nun auch in den Unternehmen deutschlandweit die Corona-Impfungen. Der Verband der Deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) sieht die Mediziner dabei gut gerüstet - verweist zugleich aber auf die noch geringe Menge an zur Verfügung stehenden Impfstoffen.

„Wir sind zunächst mal froh, dass es jetzt endlich losgeht, weil die Nachfrage aus den Betrieben ist groß“, sagte VDBW-Präsident Wolfgang Panter am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen sei indes „überschaubar klein“.

Dennoch sei es sinnvoll, dass die Betriebsärzte jetzt mitimpfen. „Wir haben einen direkten Zugang zu Belegschaften“, sagte Panter in der Sendung „Radiowelt am Morgen“. 

Mit Blick auf die Menschen, die geimpft werden wollen, sagte Panter: „Wir würden empfehlen, dort nach einer Gefährdungsbeurteilung vorzugehen. Das heißt, wo die Risiken größer sind, dort zu beginnen.“ 

Viele Leute in Deutschland warten auf einen Impftermin.

++ Deutsche Industrie erhält etwas weniger Aufträge

(08.33 Uhr) Die deutsche Industrie hat im April etwas weniger Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Bestellungen um 0,2 Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Der jüngste Rückgang folgt auf einen deutlichen Anstieg um 3,9 Prozent im Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Aufträge im April 78,9 Prozent höher. Der ungewöhnlich starke Anstieg geht auf den Auftragseinbruch während der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr zurück. 

++ Priorisierung für Corona-Impfung fällt in Deutschland

(06.55 Uhr) In Deutschland fällt am Montag die Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen für eine Corona-Impfung weg. Dann können sich alle hier lebenden Menschen ab zwölf Jahren um einen Impftermin bemühen.

Da der Impfstoff aber weiterhin knapp ist, mahnten Ärztevertreter und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Vorfeld zur Geduld. Es könne nicht jede und jeder kurzfristig einen Impftermin bekommen.

Etwas weniger als die Hälfte der Gesamtbevölkerung hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Etwa ein Fünftel ist vollständig geimpft. Ziel der Bundesregierung ist es, allen Menschen ab zwölf Jahren bis Ende August Gelegenheit für mindestens eine Impfung zu geben.

++ Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter leicht auf 24,3

(06.35 Uhr) Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 24,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden 1117 Neuinfektionen und 22 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus innerhalb eines Tages registriert.

Am vergangenen Montag waren noch 1978 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 35,1.

++ Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen treten in Kraft

(06.12 Uhr) In Baden-Württemberg treten am Montag weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 entfällt die Testpflicht für den Besuch im Freibad, in der Außengastronomie oder bei Kulturveranstaltungen.

Zugleich sind Konzerte oder Theateraufführungen im Freien mit bis zu 750 Teilnehmern erlaubt.

In der Gastronomie dürfen wieder bis zu 50 Menschen sowohl innen als auch außen zusammenkommen. Voraussetzung ist ein negativer Schnelltest oder der Nachweis, geimpft oder genesen zu sein.

Auch für Regionen mit höheren Infektionszahlen gibt es Lockerungen. Die sogenannte Öffnungsstufe drei ist nun schneller als bisher erreichbar, nämlich bei fünf aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Inzidenz unter 50. Kneipen und Restaurants dürfen in diesem Fall dann bis 1.00 Uhr nachts öffnen.

Zum Beginn der neuen Woche fällt zudem die Impfpriorisierung im Südwesten komplett weg. Damit gibt es nach den Arztpraxen nun auch in den Impfzentren keine Vorgabe mehr, wer vorrangig geimpft werden sollte. Als dritte Säule der Impfkampagne starten künftig auch die Betriebsärzte landesweit mit den Corona-Impfungen.

++ Rückkehr ins Klassenzimmer: Inzidenz und Impfung machen es möglich

(05.30 Uhr) Nach fast einem halben Jahr Home Schooling steht für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler im Südwesten an diesem Montag die Rückkehr ins Klassenzimmer an. Grund sind die sinkenden Corona-Inzidenzzahlen und die Impfung fast aller Lehrkräfte.

Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen, dürfen neben den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ihre Pforten nach den Pfingstferien wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen. In Regionen mit einer Inzidenz über 50 gibt es an weiterführenden Schulen Wechselunterricht.

Ab dem 21. Juni sollen aber auch diese Schulen wieder in den Regelbetrieb gehen, auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in ihrem Kreis noch zwischen 50 und 100 liegt. Außerdem ist wieder Sportunterricht unter Auflagen möglich.

Das waren die letzten Meldungen von Sonntagabend:

++ Das denken Menschen aus der Region über die Schulöffnung

(19.25 Uhr) Einige Eltern hätten Wechselunterricht bis zu den Sommerferien bevorzugt. Andere befürchten gesellschaftliche Spätfolgen durch die Schulschließungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Corona-Impfzentren im Südwesten impfen besonders gefährdete Kinder

(17.25 Uhr) In den baden-württembergischen Impfzentren sollen mit dem Wegfall der Impfpriorisierung an diesem Montag auch besonders gefährdete Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. "Wir haben uns als Land entschieden, nicht auf die Empfehlung der Stiko zu warten, sondern schon ab Montag den besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein Impfangebot zu machen", teilte der Amtschef des Gesundheitsministerium, Uwe Lahl, am Sonntag in Stuttgart laut einem Sprecher mit.

Dies betrifft laut Ministerium Kinder mit Vorerkrankungen und einem anzunehmenden erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung. Auch Kinder und Jugendliche mit besonders schutzbedürftigen Familienmitgliedern oder anderen Kontaktpersonen im nächsten Umfeld, die etwa nicht selbst gegen das Coronavirus geimpft werden können, kommen dafür in Frage. Voraussetzung für eine Impfung sei ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine sorgfältige individuelle Risiko-Nutzen-Analyse durch den impfenden Arzt.

Durch die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gebe es nun die Möglichkeit, auch diese Zielgruppe vor einer Corona-Erkrankung zu schützen. Es müsse das vorrangige Ziel sein, die besonders Schutzbedürftigen in unserer Gesellschaft im Blick zu haben, teilte Lahl mit.

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der kommenden Woche erwartet. Bis dahin sollen in Baden-Württemberg nur Kinder und Jugendliche in diesen besonderen Ausnahmefällen geimpft werden.

++ Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland

(16.31 Uhr) Die Bereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland zur Corona-Impfung ist laut einer Umfrage grundsätzlich hoch. Nach den Ergebnissen der im April durchgeführten Befragung würden sich 58 Prozent der 16- bis 26-Jährigen impfen lassen, wenn sie am nächsten Tag ein Impfangebot bekämen. Die Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der TUI Stiftung lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 47 Prozent dieser Impfwilligen würden sich "ohne jeden Zweifel" impfen lassen, 9 Prozent "mit einem schlechten Gefühl".

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bereits für Menschen ab 16 zugelassen gewesen. Grünes Licht für die Zulassung ab 12 bekam das Präparat Ende Mai.

Am Montag fällt in Deutschland die Priorisierung weg, durch die Corona-Impfungen bisher vor allem Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen vorbehalten waren. Bund und Länder wollen allen Minderjährigen ab 12 im Sommer ein Impfangebot machen. Die Ärzteschaft mahnte wegen der begrenzten Impfstoffmengen zunächst zu Geduld. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte darauf hingewiesen, dass zum Ende der Priorisierung nicht gleich alle einen Termin bekommen könnten.

16 Prozent sagten bei der im April durchgeführten Umfrage, sie würden erst einmal abwarten, bis mehr Menschen geimpft seien. Lediglich 15 Prozent gaben an, sich nicht impfen lassen zu wollen.

++ Corona-Regeln im Landkreis Ravensburg werden gelockert

(15.30 Uhr) Ab Montag ist wieder mehr möglich. Die Inzidenz lag 14 Tage stabil unter der Marke von 100. Was das für Einzelhändler, Schüler und Einwohner des Landkreises bedeutet, lesen Sie hier.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog vom Wochenende +++

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