Newsblog: Corona-Impfzentren im Südwesten impfen besonders gefährdete Kinder

Crossmedia Volontär
Digital-Redakteur
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 10.400 (495.375 Gesamt - ca. 475.000 Genesene - 10.017 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.017
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 29,5
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 73.100 (3.700.367 Gesamt - ca. 3.538.000 Genesene - 89.222 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.222
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 24,7

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Anbieter von Corona-Schnelltests dürfen weniger abrechnen (13.55 Uhr)
  • Turnvereine in Baden-Württemberg verlieren mehr als 30.000 Mitglieder (12.25 Uhr)
  • Alb-Donau-Kreis lockert weiter: Das ist ab sofort möglich (11.22 Uhr)
  • Spahn weist Vorwürfe um Corona-Masken zurück (14.34 Uhr)
  • Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland (16.31 Uhr)

 Das war's für heute, morgen versorgen wir Sie hier im Blog wieder mit News zur Corona-Krise.

++ Das denken Menschen aus der Region über die Schulöffnung

(19.25 Uhr) Einige Eltern hätten Wechselunterricht bis zu den Sommerferien bevorzugt. Andere befürchten gesellschaftliche Spätfolgen durch die Schulschließungen. Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Corona-Impfzentren im Südwesten impfen besonders gefährdete Kinder

(17.25 Uhr) In den baden-württembergischen Impfzentren sollen mit dem Wegfall der Impfpriorisierung an diesem Montag auch besonders gefährdete Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden. "Wir haben uns als Land entschieden, nicht auf die Empfehlung der Stiko zu warten, sondern schon ab Montag den besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren ein Impfangebot zu machen", teilte der Amtschef des Gesundheitsministerium, Uwe Lahl, am Sonntag in Stuttgart laut einem Sprecher mit.

Dies betrifft laut Ministerium Kinder mit Vorerkrankungen und einem anzunehmenden erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf der Covid-19-Erkrankung. Auch Kinder und Jugendliche mit besonders schutzbedürftigen Familienmitgliedern oder anderen Kontaktpersonen im nächsten Umfeld, die etwa nicht selbst gegen das Coronavirus geimpft werden können, kommen dafür in Frage. Voraussetzung für eine Impfung sei ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine sorgfältige individuelle Risiko-Nutzen-Analyse durch den impfenden Arzt.

Durch die Erweiterung der Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer gebe es nun die Möglichkeit, auch diese Zielgruppe vor einer Corona-Erkrankung zu schützen. Es müsse das vorrangige Ziel sein, die besonders Schutzbedürftigen in unserer Gesellschaft im Blick zu haben, teilte Lahl mit.

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird nach Angaben des Gesundheitsministeriums in der kommenden Woche erwartet. Bis dahin sollen in Baden-Württemberg nur Kinder und Jugendliche in diesen besonderen Ausnahmefällen geimpft werden.

++ Große Impfbereitschaft bei jungen Menschen in Deutschland

(16.31 Uhr) Die Bereitschaft jüngerer Menschen in Deutschland zur Corona-Impfung ist laut einer Umfrage grundsätzlich hoch. Nach den Ergebnissen der im April durchgeführten Befragung würden sich 58 Prozent der 16- bis 26-Jährigen impfen lassen, wenn sie am nächsten Tag ein Impfangebot bekämen. Die Umfrage des Instituts YouGov im Auftrag der TUI Stiftung lag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 47 Prozent dieser Impfwilligen würden sich "ohne jeden Zweifel" impfen lassen, 9 Prozent "mit einem schlechten Gefühl".

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer ist bereits für Menschen ab 16 zugelassen gewesen. Grünes Licht für die Zulassung ab 12 bekam das Präparat Ende Mai.

Am Montag fällt in Deutschland die Priorisierung weg, durch die Corona-Impfungen bisher vor allem Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen vorbehalten waren. Bund und Länder wollen allen Minderjährigen ab 12 im Sommer ein Impfangebot machen. Die Ärzteschaft mahnte wegen der begrenzten Impfstoffmengen zunächst zu Geduld. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte darauf hingewiesen, dass zum Ende der Priorisierung nicht gleich alle einen Termin bekommen könnten.

16 Prozent sagten bei der im April durchgeführten Umfrage, sie würden erst einmal abwarten, bis mehr Menschen geimpft seien. Lediglich 15 Prozent gaben an, sich nicht impfen lassen zu wollen.

++ Corona-Regeln im Landkreis Ravensburg werden gelockert

(15.30 Uhr) Ab Montag ist wieder mehr möglich. Die Inzidenz lag 14 Tage stabil unter der Marke von 100. Was das für Einzelhändler, Schüler und Einwohner des Landkreises bedeutet, lesen Sie hier.

++ Spahn weist Vorwürfe um Corona-Masken zurück

(14.34 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Vorwürfe um angeblich minderwertige Corona-Masken zurückgewiesen. Die Schutzmasken, um die es in der aktuellen Diskussion gehe, seien intensiv geprüft und hätten alle nötigen Eigenschaften, sagte Spahn am Sonntag in Berlin laut einer Mitteilung. SPD und Opposition hatten mit heftiger Kritik auf einen Bericht reagiert, nach dem Spahns Ministerium bestimmte Masken vorübergehend für Obdachlose und Menschen mit Behinderung vorsehen wollte. Diese Masken seien nur wenig geprüft gewesen. Spahn erwiderte: "Dass einige nun bewusst Obdachlose und Menschen mit Behinderung verunsichern, um Stimmung zu machen, sagt mehr über den Zustand der SPD als über die Qualität der Masken aus." Die Sicherheit von Schutzmasken habe im Ministerium absolute Priorität. Die Vorwürfe des Koalitionspartners bezeichnete Spahn als "empörend".

++ Anbieter von Corona-Schnelltests dürfen weniger abrechnen

(13.55 Uhr) Nach mutmaßlichem Betrug in Corona-Schnellteststellen sollen die Betreiber künftig weniger abrechnen können und strenger kontrolliert werden. Das sehen Eckpunkte des Bundesgesundheitsministeriums vor, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegen und über die die "Welt am Sonntag" zuerst berichtete.

Der Verdacht auf Testbetrug in großem Stil war durch eine Veröffentlichung von WDR, NDR und "Süddeutscher Zeitung" Ende Mai aufgekommen. Die abgerechneten Tests mehrerer von den Reportern beobachteter Stellen überstiegen demnach die Besucher an einzelnen Tagen deutlich.

Am vergangenen Freitag teilte die Staatsanwaltschaft Bochum mit, dass in dem Zusammenhang zwei Männer wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs festgenommen worden seien.

Nun sollen die Betreiber von Teststellen für die Entnahme des Abstrichs nur noch 8 Euro statt bisher 15 bei ärztlichen und 12 Euro bei anderen Anbietern abrechnen können. Weil die Tests günstiger geworden sind, sollen sie nur noch pauschal mit 3 statt mit bis zu 6 Euro abgerechnet werden können.

Die Behörden der Länder und Kommunen sollen die Einhaltung der Standards und die Zuverlässigkeit der Stellen auch durch stichprobenartiges Aufsuchen prüfen. Behörden mit entsprechenden Einsatzkräften wie der Zoll sollen Amtshilfe leisten. Die für die Abrechnung zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen sollen die Abrechnungen gründlicher prüfen - mit Hilfe von Wirtschaftsprüfern auch stichprobenartig im Detail.

++ Turnvereine in Baden-Württemberg verlieren mehr als 30.000 Mitglieder

(12.25 Uhr) Die Turnvereine in Baden-Württemberg haben im Vergleich zum Vorjahr zahlreiche Mitglieder verloren. Nach Abschluss einer Bestandserhebung stehe ein Minus von rund 32.000 Mitgliedern im Vergleich zum Jahr 2020, teilte der Schwäbische Turnerbund (STB) am Sonntag mit. STB-Präsident Markus Frank macht die Politik und den monatelangen Lockdown für den massiven Rückgang verantwortlich.

"Es hätte sicherlich schlimmer ausfallen können, allerdings ist ein Minus von rund 4,5 Prozent im Durchschnitt ein klares Zeichen, welchen Schaden die einschneidenden Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus im Sportsystem angerichtet haben", sagte Frank.

Besonders stark ist laut STB der Rückgang in der Altersgruppe von null bis sechs Jahren, wo 15.000 Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr fehlten. "Das entspricht einem Minus von 15 Prozent in diesem Alterssegment und ist eine große Bürde für die zukünftige Arbeit unserer Turn- und Sportvereine", sagte STB-Geschäftsführer Matthias Ranke.

++ Alb-Donau-Kreis lockert weiter: Das ist ab sofort möglich

(11.22 Uhr) Im Landkreis kann weiter gelockert werden, die Infektionszahlen sind entsprechend niedrig und sinken seit Anfang Mai konstant.

Zwei Werte sind für weitere Lockerungen entscheidend: Zum einen der Inzidenzwert und zum anderen die Zeitspanne, in welcher die Inzidenz unter einem bestimmten Bereich bleibt. Der Alb-Donau-Kreis befindet sich jetzt seit zwei Wochen stabil unter dem Wert von 100, aktuell sogar um die Marke 35.

Laut Corona-Verordnung des Landes kann die Öffnungsstufe 2 dann eingeführt werden, wenn 14 Tage die Öffnungsstufe 1 galt und die Inzidenz stabil unter 100 ist. Das ist nun der Fall.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Alb-Donau-Kreis hat das am Sonntag, 7. Juni, rechtswirksam festgestellt. Die Grundlage für diese Feststellung und maßgeblicher Indikator für die Corona-Maßnahmen ist die 7-Tage-Inzidenz, die das Robert-Koch-Institut (RKI) für die einzelnen Land- und Stadtkreise ausweist.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Kanzleramtsminister: EM kann man „jetzt gut durchführen“

(09.28 Uhr) Kanzleramtsminister Helge Braun hält das Festhalten an der paneuropäischen Fußball-EM im Juni und Juli für richtig.

"Ich glaube schon, dass man so eine Europameisterschaft jetzt gut durchführen kann. Natürlich muss überall darauf geachtet werden, dass weiter die Hygieneregeln eingehalten werden", sagte der CDU-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die EM beginnt am 11. Juni, die Spiele werden in zehn Ländern ausgetragen. Deutscher Gastgeber ist München, Halbfinals und Finale sind nach London vergeben.

Die Partien in Großbritannien bereiten Braun indes Sorge. Das Land gilt wegen der Verbreitung der indischen Variante des Coronavirus als Virusvariantengebiet. "Diejenigen, die aus Großbritannien kommen, müssen ganz besonders strikte Hygienemaßnahmen einhalten", sagte Braun mit Blick auf reisende Fußballfans.

Aus Virusvariantengebieten dürfen nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen. Alle müssen verpflichtend für 14 Tage in Quarantäne, niemand kann sich mit einem negativen Corona-Test davon befreien. Neben London ist auch Glasgow Spielort bei der EM.

Beim Viertelfinale in München hätte laut Spielplan eines der beiden Teams sein Achtelfinale wenige Tage zuvor in London ausgetragen. Laut Braun beraten gerade das Innen- und Gesundheitsministerium, "welche Personengruppen mit welchen Schutzkonzepten" zum Turnier nach Deutschland kommen dürfen.

Christian Drosten
Virologe Christian Drosten sieht in Chinas Pelzindustrie die mögliche Quelle für Corona. (Foto: Michael Kappeler / DPA)

++ RKI meldet 2440 Neuinfektionen, Inzidenz bei 24,7

(07.39 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2440 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.04 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3852 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 24,7 an (Vortag: 26,3; Vorwoche: 35,2).

Das RKI wies allerdings in einem Lagebericht auf den Feiertag Fronleichnam in vielen Bundesländern am Donnerstag hin: "Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 74 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 56 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.700.367 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.538.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 222 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,84 (Vortag: 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 84 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das war der Newsblog vom Samstag

++ Drosten hält chinesische Pelzindustrie als Corona-Quelle für möglich

(16.51 Uhr) Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht unter den verschiedenen Hypothesen zur Herkunft von Sars-CoV-2 den Weg über die Pelzindustrie als plausibelste an.

"Ich habe dafür keinerlei Belege, außer die klar belegte Herkunft von Sars-1, und das hier ist ein Virus der gleichen Spezies. Viren der gleichen Spezies machen die gleichen Sachen und haben häufig die gleiche Herkunft", sagte Drosten dem Schweizer Online-Magazin "Republik".

In den Jahren 2002 und 2003 hatte eine von China ausgehende Infektionswelle weltweit zu etwa 800 Todesopfern geführt. Die Erkrankung wurde Schweres Akutes Atemwegssyndrom (Sars) genannt. Der Ende 2019 erstmals nachgewiesene Erreger Sars-CoV-2 ist mit dem damaligen Virus sehr eng verwandt.

Achterbahn im Erlebnispark Tripsdrill
Besucher fahren im Erlebnispark Tripsdrill in der Achterbahn „Hals über Kopf“. (Foto: Marijan Murat / DPA)

Beim ersten Sars-Virus seien die Übergangswirte Marderhunde und Schleichkatzen gewesen, sagte Drosten. "Das ist gesichert." In China würden Marderhunde nach wie vor in großem Stil in der Pelzindustrie verwendet. Dabei würden immer wieder auch wilde Marderhunde in die Zuchtbetriebe gebracht, die zuvor Fledermäuse - die als wahrscheinlichster Ursprung von Sars-CoV-2 gelten - gefressen haben können.

"Marderhunden und Schleichkatzen wird lebendig das Fell über die Ohren gezogen", erklärte der Charité-Virologe. Die stoßen Todesschreie aus und brüllen, und dabei kommen Aerosole zustande. Dabei kann sich dann der Mensch mit dem Virus anstecken."

Für ihn sei überraschend gewesen, dass diese Zucht überhaupt noch einmal als möglicher Ausgangspunkt einer Pandemie infrage kommen würde - bis vor kurzem habe er "in der naiven Vorstellung" gelebt, dass Schleichkatzen und Marderhunde als bekannte potenzielle Übergangswirte inzwischen kontrolliert würden.

"Für mich war das eine abgeschlossene Geschichte. Ich dachte, dass diese Art von Tierhandel unterbunden worden sei und dass das nie wieder kommen würde. Und jetzt ist Sars zurückgekommen."

++ Wildtiere sind im „Corona-Stress“

(15.19 Uhr) In der Coronakrise hat es die Menschen verstärkt in den Wald gezogen - darunter leiden die dort lebenden Wildtiere. "Eine intensivere Freizeitnutzung im Wald birgt zunächst insbesondere die Gefahr von Störungen der Tierwelt, selbst dann, wenn die Personen auf den Wegen bleiben", heißt es in einer Antwort des Ministeriums für ländlichen Raum auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion.

Störungsempfindliche Arten kämen zwar nicht überall vor, seien durch eine hohe Anzahl von Wanderern und Radfahrern im Wald aber deutlich stärker betroffen als andere Spezies. Dazu zählt das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn im Schwarzwald. Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sieht eine massive Belastung der Waldbewohner: "Für die ist das Stress pur", heißt es von den Umweltschützern.

Der Sprecher für Land-, und Forstwirtschaft der FDP-Fraktion, Klaus Hoher, begrüßt zwar das wachsende Interesse der Menschen am Wald. Aber: "Für die Natur, die dort lebenden Tiere, den Wald sowie die Waldbesitzer hat der massiv gestiegene Ansturm auch Nachteile."

Der Initiator der Anfrage rief die Landesregierung auf, einzugreifen, damit sportliche Aktivitäten nicht unkontrolliert und auf illegalen Wegen stattfinden. Als Beispiel nannte er das Ausweisen von Mountain-Bike-Strecken.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Freizeitparks im Südwesten bereiten Öffnungen vor

(13.39 Uhr) Achterbahn-Fans sollen im Südwesten bald wieder ihrer Leidenschaft nachgehen können: Wenn die Corona-Zahlen in der jeweiligen Region es zulassen, sollen die Freizeitparks von Dienstag (8. Juni) an wieder öffnen dürfen - doch noch warten die Betreiber auf die endgültige Erlaubnis des Gesundheitsministeriums.

Zuvor will das Ministerium einen vor zwei Wochen im Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) gestarteten Modellversuch auswerten. "Ein erster Zwischenbericht lässt hoffen, dass auch der Betrieb eines Freizeitparks unter Pandemiebedingungen funktioniert", hatte Amtschef Uwe Lahl erklärt. Erst nach dem Abschlussbericht will das Ministerium mitteilen, ob und unter welchen Bedingungen die Parks ihre Tore wieder aufmachen können.

In den Parks laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren: "Hier ist es gerade wie auf dem Großmarkt", sagte der Sprecher des Schwaben Parks in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis), Marcel Bender. Ein Lastwagen nach dem anderen rolle auf das Gelände und bringe Waren wie Eis und Getränke.

Techniker testeten die Achterbahnen, in der Gastronomie würden Abstände zwischen den Tischen ausgemessen. Letzte Hinweisschilder und Desinfektionsmittelspender seien verteilt worden. Das Ziel ist laut Bender, den Park am Dienstag zu öffnen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Mehr als 43 Prozent der Baden-Württemberger mindestens einmal geimpft

(11.55 Uhr) Mehr als 43 Prozent der Baden-Württemberger haben bisher mindestens eine Corona-Schutzimpfung erhalten. Unter den über 60-Jährigen seien es bereits mehr als 77 Prozent, teilte das baden-württembergische Sozialministerium am Samstag mit.

Voraussichtlich an diesem Wochenende findet in Baden-Württemberg die fünfmillionste Impfung in den Impfzentren oder durch die an die Zentren angeschlossenen mobilen Impfteams statt.

++ Einige Länder halten in Impfzentren an Priorisierung fest

(10.29 Uhr) Trotz der generellen Öffnung der Corona-Impfungen für alle an diesem Montag halten einige Bundesländer in ihren Impfzentren am Vorrang für Risikogruppen fest.

In Schleswig-Holstein, Hamburg und Bayern soll die Priorisierung dort vorerst bestehen bleiben. In Bremen arbeiten die Impfzentren die Vorranglisten zunächst weiter ab. Im Saarland sollen Menschen der bisherigen Priorisierungsgruppen dort nach wie vor vorrangig bei Terminen bedacht werden. In den übrigen Ländern endet auch in den Impfzentren die bisherige Impfreihenfolge.

In den Arztpraxen fällt die Priorisierung bundesweit am Montag weg, wie Bund und Länder vereinbart hatten. Den Ländern ist es dem Beschluss zufolge aber "unbenommen, die Priorisierung im Rahmen der ihnen zugewiesenen Impfstoffdosen aufrechtzuerhalten".

++ RKI meldet 2294 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 26,3

(09.07 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 2294 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.31 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 5426 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 26,3 an (Vortag: 29,7; Vorwoche: 37,5).

Das RKI wies allerdings in einem Lagebericht auf den Feiertag Fronleichnam in vielen Bundesländern am Donnerstag hin: "Bei der Interpretation der Fallzahlen ist zu beachten, dass an Feiertagen weniger Personen einen Arzt aufsuchen, wodurch auch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden."

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 122 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 163 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.697.927 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 533 900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 148 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Freitagabend bei 0,88 (Vortag: 0,87). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen vom Freitag

++ Lehrer beklagen zu viel Aufwand bei Corona-Testbescheinigungen

(19.10 Uhr) Schülerinnen und Schülern künftig eine Bescheinigung für einen Corona-Test in der Schule auszustellen, ist aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW nicht machbar. "Es ist eine Frechheit, dass den Schulen schon wieder eine zusätzliche Aufgabe aufgezwungen wird", sagte die Landesvorsitzende Monika Stein. "Die Ressourcen dafür sind zurzeit nicht vorhanden." Die Formulare auszufüllen binde Zeit und Arbeitskraft, die eigentlich in den Unterricht gesteckt werden sollten. Außerdem hätten die Schulen bisher keine Informationen zu der neuen Regelung bekommen, die ab Montag gilt.

Eine Bescheinigung der Schule über einen negativen Test soll dann ausreichen, damit sich Schülerinnen und Schüler etwa bei Freizeitaktivitäten nicht erneut testen lassen müssen. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, man werde den Schulen eine sehr einfache Vorlage zur Verfügung stellen. Diese müssten auch nicht generell, sondern nur auf Verlangen ausgestellt und zudem von den Kindern und Jugendlichen vorausgefüllt werden.

++ Fußballverbände begrüßen neue Corona-Verordnung für den Sport

(17.41 Uhr) Die Fußballverbände in Baden-Württemberg haben die neue Corona-Verordnung und die Erleichterungen für den Sport im Land einhellig begrüßt. Der Wegfall der Testpflicht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 an mindestens fünf Tagen in Folge für Sport im Freien sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Frank Thumm, Hauptgeschäftsführer des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), am Freitag. "Wir sind dankbar, dass die Landesregierung unser Anliegen ernst genommen hat und in der neuen Corona-Verordnung eine echte Perspektive für den Amateursport aufzeigt." Die neuen Regeln gelten vom kommenden Montag an.

Es habe in den vergangenen Tagen viel Kritik gegeben, erklärte die Sportministerin Theresa Schopper (Grüne). Man habe nun aber "wesentliche Erleichterungen vorgenommen, die dabei helfen sollen, auch möglichst viel Breitensport anzubieten". So würden künftig bei Freiluft-Wettkampfveranstaltungen des Amateur- und Profisports bis zu 750 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen, wenn eine Stadt oder ein Landkreis den Schwellenwert von 35 an mindestens fünf Tagen in Folge unterschritten habe. "Die niedrigen Inzidenzzahlen ermöglichen es uns, weiter zu öffnen und mehr Sport zuzulassen", sagte Schopper.

Noch am Mittwoch hatte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) massive Kritik an den bisherigen Regeln geäußert. Die Pflicht zu einem tagesaktuellen Test für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren, die im Freien Sport treiben wollen, bezeichnete der Verband als "nicht praxistauglich" und inakzeptabel. Nun ist für Schüler vom kommenden Montag an die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Freitag +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und den Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

Meist gelesen in der Umgebung

Mehr Inhalte zum Dossier

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

 Die Lindauer Insel ist nach wie vor der größte Magnet für Urlauber und Besucher am Bodensee: Unser Luftbild zeigt im Vordergrun

Newsblog: Das waren die Meldungen am Samstag

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹: Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 8.300 (498.363 Gesamt - ca. 480.000 Genesene - 10.074 Verstorbene) Todesfälle Baden-Württemberg: 10.074 Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 25,5 Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 50.100 (3.713.

Ornithologe Peter Berthold

Warum nicht gleich eine Plastikhecke? - Experte besorgt über Gartengestaltung in der Region

Und noch so ein Psychopathen-Garten!“ Peter Berthold rollt mit seinem Auto im ersten Gang an einem Grundstück vorbei, das von einer säuberlich getrimmten Hecke aus Kirschlorbeer umsäumt wird. „Da kann man auch gleich eine Plastikhecke pflanzen, leben tut darin nix. Die Insekten mögen die giftigen Blätter nicht und den Vögeln fehlt die Nahrung“, sagt der Vogelkundler, der viele Jahre lang die Vogelwarte Radolfzell am Bodensee geleitet hat, eine Zweigstelle des Max-Planck-Instituts für Ornithologie.

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Mehr Themen