Corona-Newsblog: Lehrer beklagen zu viel Aufwand bei Corona-Tests -"Frechheit"

Crossmedia Volontär
Digital-Redakteur
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 11.600 (494.695 Gesamt - ca. 473.100 Genesene - 10.008 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 10.008
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 37,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 79.600 (3.695.633 Gesamt - ca. 3.527.000 Genesene - 89.026 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 89.026
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 29,7

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Weitere Lockerungen für den Kreis Biberach in Sicht (13.49 Uhr)
  • Bayern hebt Katastrophenfall auf (13.10 Uhr)
  • Ab Montag könnte in Friedrichshafen Öffnungsstufe 3 gelten (12.20 Uhr)
  • Campus Galli erhält Corona-Nothilfe vom Land (07.59 Uhr)
  • Alpenverein fürchtet schwierige Hütten-Saison (10.05 Uhr)
  • RKI meldet 3165 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 29,7 (06.39 Uhr)

Das war's für heute, morgen versorgen wir an dieser Stelle wieder mit News zur Corona-Pandemie

++ Lehrer beklagen zu viel Aufwand bei Corona-Testbescheinigungen

(19.10 Uhr) Schülerinnen und Schülern künftig eine Bescheinigung für einen Corona-Test in der Schule auszustellen, ist aus Sicht der Bildungsgewerkschaft GEW nicht machbar. "Es ist eine Frechheit, dass den Schulen schon wieder eine zusätzliche Aufgabe aufgezwungen wird", sagte die Landesvorsitzende Monika Stein. "Die Ressourcen dafür sind zurzeit nicht vorhanden." Die Formulare auszufüllen binde Zeit und Arbeitskraft, die eigentlich in den Unterricht gesteckt werden sollten. Außerdem hätten die Schulen bisher keine Informationen zu der neuen Regelung bekommen, die ab Montag gilt.

Eine Bescheinigung der Schule über einen negativen Test soll dann ausreichen, damit sich Schülerinnen und Schüler etwa bei Freizeitaktivitäten nicht erneut testen lassen müssen. Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte, man werde den Schulen eine sehr einfache Vorlage zur Verfügung stellen. Diese müssten auch nicht generell, sondern nur auf Verlangen ausgestellt und zudem von den Kindern und Jugendlichen vorausgefüllt werden.

++ Fußballverbände begrüßen neue Corona-Verordnung für den Sport

(17.41 Uhr) Die Fußballverbände in Baden-Württemberg haben die neue Corona-Verordnung und die Erleichterungen für den Sport im Land einhellig begrüßt. Der Wegfall der Testpflicht bei einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 an mindestens fünf Tagen in Folge für Sport im Freien sei ein Schritt in die richtige Richtung, sagte Frank Thumm, Hauptgeschäftsführer des Württembergischen Fußballverbandes (WFV), am Freitag. "Wir sind dankbar, dass die Landesregierung unser Anliegen ernst genommen hat und in der neuen Corona-Verordnung eine echte Perspektive für den Amateursport aufzeigt." Die neuen Regeln gelten vom kommenden Montag an.

Es habe in den vergangenen Tagen viel Kritik gegeben, erklärte die Sportministerin Theresa Schopper (Grüne). Man habe nun aber "wesentliche Erleichterungen vorgenommen, die dabei helfen sollen, auch möglichst viel Breitensport anzubieten". So würden künftig bei Freiluft-Wettkampfveranstaltungen des Amateur- und Profisports bis zu 750 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen, wenn eine Stadt oder ein Landkreis den Schwellenwert von 35 an mindestens fünf Tagen in Folge unterschritten habe. "Die niedrigen Inzidenzzahlen ermöglichen es uns, weiter zu öffnen und mehr Sport zuzulassen", sagte Schopper.

Noch am Mittwoch hatte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) massive Kritik an den bisherigen Regeln geäußert. Die Pflicht zu einem tagesaktuellen Test für Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren, die im Freien Sport treiben wollen, bezeichnete der Verband als "nicht praxistauglich" und inakzeptabel. Nun ist für Schüler vom kommenden Montag an die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend.

++ Präsenzunterricht ab Juni wieder möglich

(16.57 Uhr) Die coronabedingte Durststrecke für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg nähert sich angesichts sinkender Infektionszahlen dem Ende. Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen, dürfen nach den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ihre Pforten nach den Pfingstferien wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen. In der neuen, am Freitagnachmittag notverkündeten Verordnung des Kultusministeriums wird zudem festgelegt, dass weiterführende Schulen ab dem 21. Juni auch dann wieder in den Regelbetrieb gehen können, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in ihrem Kreis unter 100 liegt. Außerdem ist von Montag in Kreisen, die stabil unter einer Inzidenz von 35 liegen, wieder Sportunterricht jeglicher Art zulässig.

++ Ulm und Neu-Ulm lockern weiter

(16.52 Uhr) Die Städte Ulm und Neu-Ulm setzen weitere Lockerungen um, weil sich die Regeln ändern und die Inzidenzen sinken. Die Details erfahren Sie im Video:

++ Diese Lockerungen stehen jetzt im Alb-Donau-Kreis an

(16.04 Uhr) Kaum machen Biergärten wieder auf und die Ausgangssperre fällt weg, schon sehnen sich viele nach weiteren Lockerungen. Und das könnte schon ganz bald für den Alb-Donau-Kreis der Fall sein, die Infektionszahlen sind weiter niedrig, die Inzidenz ebenfalls. Mehr dazu lesen sie hier. 

++ Neu gebaute Therme in Lindau könnte am Montag öffnen - tut das aber nicht

(15.30 Uhr) Der Freistaat Bayern beschließt am Freitag jede Menge Lockerungen. Neben Saunen und Thermen darf auch die Innengastronomie öffnen. Das neue Bad wird aber wohl erst ab Ende des Monats öffnen. Warum das so ist lesen Sie hier. 

 Das 50-Meter-Sportbecken der neuen Therme.
Das 50-Meter-Sportbecken der neuen Therme. (Foto: Christian Flemming)

++ Merkel für Verlängerung der "epidemischen Lage"

(15.23 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist trotz sinkender Corona-Zahlen dafür, dass der Bund auch über Ende Juni hinaus bestimmte Sonderbefugnisse zur Regelung von Corona-Maßnahmen behält. Die Bundeskanzlerin halte es für sinnvoll, dass die "epidemische Lage von nationaler Tragweite" verlängert werde, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag auf Nachfrage in Berlin. Er verwies zugleich darauf, dass die Entscheidung darüber Sache des Bundestages ist.

Laut Infektionsschutzgesetz kann der Bundestag eine solche "epidemische Lage" feststellen und wieder aufheben. Die festgestellte Lage gibt dem Bund das Recht direkt ohne Zustimmung des Bundesrates, Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise. Üblicherweise brauchen Verordnungen der Regierung das Ok der Länderkammer, anders als Gesetze aber keine Zustimmung des Bundestags.

Eine "epidemische Lage" liegt vor, "wenn eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit in der gesamten Bundesrepublik Deutschland besteht", heißt es im Infektionsschutzgesetz. Sie endet automatisch, wenn der Bundestag sie nicht nach Ablauf von drei Monaten erneut verlängert. Das wäre Ende Juni der Fall. Die Koalitionsfraktionen von Union und SPD haben sich nach dpa-Informationen bereits auf eine Verlängerung verständigt.

Mit der "Bundes-Notbremse", die am 30. Juni auslaufen soll, hat das nichts zu tun. Diese war nachträglich ins Infektionsschutzgesetz geschrieben worden. Hier handelt es sich um konkrete Maßnahmen, die auf Kreisebene ergriffen werden müssen, wenn die Corona-Ansteckungszahlen bestimmte Werte überschreiten, wie Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Vorgaben für Schulen, Handel und Freizeit.

++ Weitere Lockerungen für den Kreis Biberach in Sicht

(13.49 Uhr) Die Inzidenz für den Landkreis Biberach liegt nun unter der 50er-Marke. Am Donnerstagabend, 3. Juni, meldete das Landesgesundheitsamt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 48,7. Bald könnte es also weitere Lockerungen geben.

So könnten sich künftig zum Beispiel zehn Menschen aus drei Haushalten treffen und auch das Einkaufen im Einzelhandel wäre wieder ohne negativen Corona-Test möglich. „Die Tendenz, dass die Inzidenz weiter sinkt, ist gut“, sagt Verena Miller, stellvertretende Pressesprecherin des Biberacher Landratsamts. „Das würde viele Lockerungen mit sich bringen.“

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Bayern hebt Katastrophenfall auf

(13.10 Uhr) Die bayerische Staatsregierung hebt wegen gesunkener Corona-Infektionszahlen den ausgerufenen Katastrophenfall von Montag an auf. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag nach einer Kabinettssitzung bekanntgegeben.

++ Ab Montag könnte im Bodenseekreis Öffnungsstufe 3 gelten

(12.20 Uhr) Im Bodenseekreis gelten ab Samstag, 5. Juni, die Regeln des „Öffnungsschritts 2“ entsprechend der aktuellen Corona-Verordnung des Landes. Das teilt das Landratsamt mit. Darüber hinaus haben weiterhin die zusätzlichen Öffnungsmöglichkeiten des Inzidenz-Status „unter 50“ Gültigkeit.

Mit dem weiteren Lockerungsschub für das öffentliche und private Leben sind nun vor allem wieder mehr Aktivitäten in geschlossenen Räumen möglich, zum Beispiel Lehrveranstaltungen an Hochschulen und Tanzschulen sowie Kulturveranstaltungen, Messen und Kongresse.

Ab Montag könnte im Bodenseekreis Öffnungsstufe 3 gelten.
Ab Montag könnte im Bodenseekreis Öffnungsstufe 3 gelten. (Foto: Heinrich)

Darüber hinaus können nun auch Wellnessbereiche und Saunen öffnen und es sind im Freizeitsport größere Gruppen möglich. Voraussetzung ist jeweils, dass tagesaktuelle negative Schnelltestergebnisse bei den Gästen vorgewiesen werden und es Hygienekonzepte für diese Bereiche gibt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Alpenverein fürchtet schwierige Hütten-Saison

(10.05 Uhr) Wegen strenger Corona-Regeln für Übernachtungsgäste stellt sich der Deutsche Alpenverein (DAV) auf eine schwierige Hütten-Saison in Bayern ein. "Wenn die Restriktionen so bleiben, sehen wir für diese Saison eher schwarz", sagte der Bereichsleiter Alpine Raumordnung beim DAV, Hanspeter Mair. "Dann wird die Belegungssituation noch schlechter als im Vorjahr."

Hätten im vergangenen Sommer noch bis zu zehn Wanderer in einer festen Gruppe in einem Raum übernachten dürfen, sei momentan im Freistaat nur ein Haushalt pro Zimmer erlaubt, sagte Mair. "Der Übernachtungsbetrieb ist dadurch schwer möglich. Das ist unbefriedigend, um es diplomatisch zu formulieren."

Mit Blick auf die Regeln im Nachbarland Österreich fordert der DAV Nachbesserungen vom Freistaat. "In Tirol kann man auch mit festen Wandergruppen im gleichen Raum übernachten", sagte Mair. "Da wird viel mehr gehen als in Deutschland. Natürlich wünschen wir uns da, dass wir eine Angleichung der Regeln bekommen."

Schließlich trügen die DAV-Hütten auch zur Besucherlenkung in den Alpen bei, betont Mair. "Der Drang nach draußen ist da. Wenn die Menschen bei uns nicht übernachten dürfen, werden sie wildcampen oder nach Tirol fahren." Das Interesse an Übernachtungen in den 67 bewirtschafteten Hütten des Verbands sei wieder groß, in einigen Hütten seien schon sämtliche Sommerwochenenden ausgebucht.

Wer noch spontan am Wochenende am Berg übernachten möchte, sollte sich aber gut vorbereiten. Derzeit sind nach Angaben des Deutschen Alpenvereins nur rund 30 seiner Hütten geöffnet. "Ein paar haben nur To-go-Angebote, andere nur Außengastronomie", sagte Mair. Im Allgäu würden einige Hütten wegen nach wie vor verschneiter Wege erst Mitte oder Ende des Monats öffnen.

++ Campus Galli erhält Corona-Nothilfe vom Land

(07.59 Uhr) Die Mittelalter-Baustelle "Campus Galli" erhält 425 000 Euro als Corona-Nothilfe vom Land. Wie das Wissenschaftsministerium am Freitag mitteilte, soll mit dem Geld die Fortsetzung des Mammut-Projekts bei Meßkirch gesichert werden. "Campus Galli ist eine in Baden-Württemberg einzigartige Einrichtung und hat Bedeutung weit über die Landesgrenzen hinaus", sagte Ministerin Theresia Bauer (Grüne).

Nach einer ersten Zahlung im Dezember 2020 greift das Land dem coronabedingt in Finanznot geratenen Projekt demnach mit insgesamt 571.000 Euro unter die Arme. Das Freilichtmuseum sei "nicht nur eine touristisch relevante Einrichtung, sondern auch herausragend in seiner Bedeutung als Projekt der kulturellen Bildung", begründete Wissenschaftsministerin Bauer die Entscheidung.

Mehrere Handwerker arbeiten an einer Scheune am «Campus Galli»
Mehrere Holzhandwerker arbeiten an einer Scheune am „Campus Galli“. (Foto: Felix Kästle / DPA)

Seit 2013 bauen Handwerker und Ehrenamtliche auf dem "Campus Galli" mit den Mitteln des neunten Jahrhunderts eine Klosterstadt. Grundlage dafür ist der "St. Galler Klosterplan" aus dem frühen Mittelalter, der nie verwirklicht wurde. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, ist als Freilichtmuseum aber auch für Besucher geöffnet. Coronabedingt waren die Gästezahlen im vergangenen Jahr nach Angaben des Trägervereins zurückgegangen.

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie seien immer noch nicht abschätzbar, sagte der Geschäftsführer des Vereins, Hannes Napierala. "Sicher ist, dass wir frühestens 2022 wieder auf den Stand 2019 kommen werden." Die Einschränkungen durch Corona seien dieses Jahr noch zu groß, außerdem sei der Besucherandrang wegen des ungewöhnlich kühlen Wetters im Mai verhalten gewesen.

++ RKI meldet 3165 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 29,7

(06.39 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 86 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 192 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.695.633 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.527.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 89 026 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag

++ Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt auf 37,0

(19.06 Uhr)  Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist am Donnerstag auf 37,0 gesunken. Das teilte das Landesgesundheitsamt am Nachmittag mit. Am Vortag hatte der Wert noch bei 42,0 gelegen. Die bundesweite Inzidenz lag am Donnerstag bei 34,1.

35 der 44 Stadt- und Landkreise liegen unter der Marke von 50. In 17 Kreisen wurde sogar der Wert von 35 unterschritten, unter dem es nach Plänen der Landesregierung ab Montag weitere Lockerungen gibt. Am niedrigsten liegt weiterhin Heidelberg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 11,1, am höchsten Tuttlingen mit 85,2.

Bis Donnerstag starben nach Angaben des Landesgesundheitsamts 10 008 Menschen an einer Infektion mit Sars-CoV-2 oder im Zusammenhang damit. Das waren 5 mehr als am Vortag. Infiziert haben sich seit Beginn der Pandemie den Daten zufolge 494 897 Menschen (plus 576). Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 470 923 Personen (plus 1471).

++ Neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg

(17.30) Die Landesregierung hat eine neue Corona-Verordnung erlassen. Was diese beinhaltet erfahren Sie hier.

 

++ Gemischte Corona-Impfung wohl gut verträglich und wirksam

(15.55 Uhr) Erst Astrazeneca und als zweite Dosis Biontech/Pfizer hat für Impflinge laut einer vorläufigen Charité-Auswertung wohl keine Nachteile bei Wirksamkeit und Verträglichkeit. Eine Kombination der Präparate in einem Abstand von zehn bis zwölf Wochen sei laut der Studie gut verträglich und rufe vergleichbare Immunantworten wie eine Impfserie mit zweimal Biontech hervor, schrieb der Charité-Wissenschaftler Leif Erik Sander auf Twitter.

Hintergrund der gemischten Impfserie ist eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) nach dem Bekanntwerden von seltenen, aber schweren Komplikationen nach Astrazeneca-Erstimpfungen vor allem bei Jüngeren. Aus Risiko-Nutzen-Abwägungen heraus wird Menschen unter 60 Jahren, die schon eine Astrazeneca-Impfung haben, eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie Biontech/Pfizer empfohlen. Allerdings sahen Experten noch einen Mangel an verlässlichen Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit.

Die Charité Zwischenauswertung ist als sogenanntes Preprint veröffentlicht worden. Das bedeutet, dass eine Überprüfung durch externe Experten und die Publikation in einer Fachzeitschrift noch ausstehen


++ Landessportverband kritisiert Corona-Tests bei Kindern

(13.28 Uhr) Der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) hat die Politik für die aktuelle Corona-Verordnung des Landes scharf kritisiert und sie zum Umdenken aufgefordert. Dass nun auch Kinder zwischen 6 und 14 Jahren für Sport im Freien einen tagesaktuellen Corona-Test benötigten, sei "nicht praxistauglich und damit für den Sport nicht akzeptabel", hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

Der Sport habe in der Vergangenheit außerdem mehrfach gezeigt, dass seine Hygienekonzepte funktionierten und er kein Pandemietreiber sei. Zuvor hatten bereits die drei Fußballverbände des Landes das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zu einem Umdenken aufgefordert.

"Der Sport ist ein elementarer Teil in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, umso weniger ist dieser Rückschritt bei den aktuell sinkenden Inzidenzen und steigenden Geimpften und Genesenen nachvollziehbar", sagte LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis. "Diese Regelung ist eine Provokation für das ehrenamtliche Engagement in den Vereinen", so Gundolf Fleischer, Präsident des Badischen Sportbundes Freiburg.

Laut dem LSVBW ist die Geduld der Vereine und Sportler im Land am Ende. "Es ist wichtig, nun ein Signal zu senden, um die Sportvereine im Land nicht weiter vor den Kopf zu stoßen und das Engagement auch während der Pandemie wertzuschätzen", heißt es.

Im "Badischen Tagblatt" reagierte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch auf die Kritik, die am Dienstag bereits die Fußballverbände geäußert hatten. Demnach sei im Gespräch, "dass Schulen die Tests unbürokratisch bescheinigen und Tests für Kinder eine längere Gültigkeit als bisher haben sollen".

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag +++

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