Corona-Newsblog: Auf und Ab der Inzidenzen - Land meldet starken Rückgang

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Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 44.900 (450.580 Gesamt - ca. 396.300 Genesene - 9.390 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.390
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 184,6
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 302.000 (3.425.982 Gesamt - ca. 3.040.700 Genesene - 83.276 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 83.276
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 146,9

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Auf und Ab der Inzidenzen - Land meldet starken Rückgang (18.40 Uhr)
  • Zu viele Covid-Patienten: Schwarzwald-Baar-Klinikum schränkt Regelbetrieb ein (18.10 Uhr)
  • Mehr als 260 Verfahren wegen Bundes-Notbremse beim Verfassungsgericht (17.10 Uhr)
  • Regierung will Einschränkungen für Geimpfte noch diese Woche lockern (15.35 Uhr)
  • Spahn: Impfnachweis statt Corona-Test bei Reisen nach Deutschland (16.34 Uhr)

Das war's mit dem Corona-Newsblog  für heute. Wir versorgen Sie ab Dienstagfrüh wieder mit den aktuellen Nachrichten zur Corona-Pandemie.

++ Schausteller: Wiesn-Absage darf nicht Aus für alle Volksfeste sein

(19.51 Uhr) Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten.

Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, erläuterte der DSB am Montag.

Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die 9750 anderen deutschen Volksfeste und Kirmessen, sondern "ein Fest der Superlative". Kein anderes deutsches Volksfest ziehe so viele Besucher - sechs Millionen - in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA - und begrüße bis zu 400 000 Gäste an einem einzigen Tag.

Das familienorientierte deutsche Volksfest hingegen wende sich mit seinem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen. 

Besucher stoßen auf dem Oktoberfest mit Maßkrügen an
Besucher stoßen auf dem Oktoberfest mit Maßkrügen an. In diesem Jahr wird das nicht möglich sein. (Foto: Felix Hörhager/dpa/Archiv/Symbolbild / DPA)

++ Umfrage: Wird nach Corona alles wie zuvor?

(19.26 Uhr) Mit dem Beginn der Pandemie vor mehr als einem Jahr hat sich das Leben verändert. Maske tragen, Abstand halten, Homeoffice und anderes ist angesagt, bis die Corona-Krise überstanden ist. Und dann? Wird das Leben dananch wieder so sein, wie es davor war? Blicken Sie in die Zukunft und sagen Sie uns Ihre Meinung.

++ Diesen Impfstoff bekommt Vetter für seine Mitarbeiter

(18.55 Uhr) Beim Ravensburger Pharmadienstleister Vetter geht man davon aus, dass man frühestens Mitte Mai mit den betriebsinternen Impfungen loslegen kann.

Vetter gehört zu zwölf vom baden-württembergischen Gesundheitsministerium ausgewählten Firmen mit sogenannter kritischer Infrastruktur, die in einem Modellprojekt Erfahrungen mit den Abläufen der betriebsärztlichen Impfung sammeln sollen.

Wie ein Sprecher des Sozialministeriums auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mitteilte, werden an die Pilotunternehmen mRNA-Impfstoffe – mithin Biontech oder Moderna – ausgeliefert.

Was der Grund dafür ist und wie sich das Unternehmen auf die Aktion vorbereitet, lesen Sie hier.

++ Auf und Ab der Inzidenzen - Land meldet starken Rückgang 

(18.40 Uhr) Nach einem leichten Anstieg am Sonntag ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg deutlich zurückgegangen. Das meldet das Land am Montagnachmittag.

Lag der Wert am Sonntagabend noch bei 184,6 ist er bis Montagnachmittag stark gesunken auf 173,1 Ansteckungen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen.

Allerdings sind die Fallzahlen montags auch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. 

38 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lagen am Montag noch über einer 100er-Inzidenz, 26 sogar über dem Wert von 165. Wenn dieser Schwellenwert drei Tage hintereinander überschritten ist, müssen nach der Bundes-Notbremse die Schulen schließen.

Nur der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald unterschreitet mit einer Inzidenz von 43,6 die Marke von 50. Die höchste Inzidenz weist nach wie vor der Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis (273,9) auf.

++ Modellprojekt zum Impfen in Mannheim gestartet

(18.25 Uhr) Seit Montag können sich alle Bewohnerinnen und Bewohner im Mannheimer Stadtteil Hochstätt impfen lassen. Möglich macht das ein Modellprojekt der Stadt.

Wie der SWR berichtet, sei laut Oberbürgermeister Peter Kurz das Infektionsgeschehen in Stadtteilen mit besonderen sozialen Herausforderungen überdurchschnittlich.

Als Grund nenne der Bürgermeister die Wohnverhältnisse und viele Menschen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können. Gleichzeitig sei die Impfquote unterdurchschnittlich.

Das Modell solle auf andere Stadteile mit hohen Inzidenzen übertragen werden. Die Impfungen werde eine Woche lang im Quartiersbüro angeboten. Auch das Land begrüße und unterstütze das Modellprojekt.

++ Zu viele Covid-Patienten: Schwarzwald-Baar-Klinikum schränkt Regelbetrieb ein

(18.10 Uhr) 72 Patienten mit Covid-19 werden aktuell in Donaueschingen und Villingen-Schwenningen behandelt. Für andere Patienten fehlen Kapazitäten. Deshalb reagiert das Schwarzwald-Baar Klinikum auf die inzwischen angespannte Lage und hat damit begonnen, die Versorgung von Nicht-Notfall-Patienten einzuschränken.

Die neue Woche hat im Schwarzwald-Baar-Kreis mit 40 neuen Corona-Infektionen begonnen, die Sieben-Tages-Inzidenz liegt bei 279,1. Im Schwarzwald-Baar-Klinikum klettern die Fallzahlen der Patienten mit Covid-19 zunehmend nach oben. Der Klinikdirektor hat einen dringlichen Appell.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ EU-Behörde prüft Zulassung von Biontech-Impfstoff für Kinder

(17.49 Uhr) Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) prüft einen Antrag der Hersteller Biontech und Pfizer auf eine EU-Zulassung ihres Corona-Impfstoffes auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Die Prüfung habe begonne, ein Ergebnis wird für Juni erwartet. Bei einer Zulassung wäre dies der erste Impfstoff in der EU, mit dem auch Zwölf- bis 15-Jährige gegen Covid-19 geimpft werden können.

Der deutsche Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten den Antrag bereits in der vergangenen Woche angekündigt

Das Mittel von Biontech ist in der EU und in den USA bisher nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Nach Angaben der Hersteller hatte eine klinische Studie bei 12 bis 15-Jährigen in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt.

++ Mehr als 260 Verfahren wegen Bundes-Notbremse beim Verfassungsgericht

(17.10) Klagen zur Bundes-Notbremse: 264 Verfahren sind wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes bis Montagnachmittag beim Bundesverfassungsgericht eingegangen. Das teilte ein Sprecher in Karlsruhe mit. Wann mit Entscheidungen zu rechnen ist, blieb unklar.

Unter den Klägern sind Anwälte und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, aber auch Politiker verschiedener Parteien wie Freie Wähler und FDP. Manche richten sich gegen einzelne Punkte, andere gegen das gesamte Maßnahmenpaket, das Bundesrat und Bundestag beschlossen hatten.

Offen ist, ob das oberste deutsche Gericht überhaupt der richtige Adressat ist, oder zunächst einmal Verwaltungsgerichte zuständig wären.

Umstritten an der zehn Tage zuvor in Kraft getretenen Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes sind vor allem Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr in Regionen, in denen innerhalb einer Woche 100 oder mehr Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner nachgewiesen werden. Bundeseinheitliche Regeln sollen einen Flickenteppich verhindern. Doch gerade an der Pauschalität gibt es Kritik.

++ Spahn: Impfnachweis statt Corona-Test bei Reisen nach Deutschland

(16.34 Uhr) Im Zuge der Rücknahme von Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte will die Bundesregierung auch Einreisen nach Deutschland für diese Gruppe erleichtern. Das Corona-Kabinett habe am Montag über eine entsprechende Änderung der Einreiseverordnung gesprochen, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Berlin. Statt eines negativen Tests zur Einreise bei Flugreisen soll demnach künftig auch der Nachweis einer vollständigen Impfung reichen. Spahn kündigte außerdem an, dass neben Arztpraxen und Impfzentren auch die Apotheken den geplanten digitalen Impfnachweis, der im Sommer kommen soll, ausstellen können sollen.

Zu Beginn der Sommerferien soll eine Impfung nicht nur analog mit einem Eintrag im gelben Impfheft nachgewiesen werden können, sondern auch digital auf Smartphones. Wer kein Smartphone hat, kann einen Ausdruck der digital lesbaren Impfbescheinigung als QR-Code auf Papier bekommen. Auch bei Verlust oder Wechsel des Smartphones kann das Zertifikat über den ausgedruckten QR-Code erneut ins Handy eingelesen werden.

++ Video: Friedrichshafnener Hotelwird zum Quarantänequartier

(16.03 Uhr)  Ein Hotelier aus Friedrichshafen öffnet sein Hotel für Quarantänepflichtige aus Nachbarländern. Mehr sehen sie im Video:

++ Regierung will Einschränkungen für Geimpfte noch diese Woche lockern

(15.35 Uhr) Noch in dieser Woche soll die Entscheidung fallen, ob vollständig Geimpfte und Genesene in der Corona-Krise wieder mehr Rechte bekommen. Darauf verständigten sich Union und SPD nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Demnach sollen die von Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) vorgeschlagenen Änderungen am Donnerstag im Bundestag und am Freitag im Bundesrat beschlossen werden. Die Mitglieder der Bundesregierung haben der Kabinettsvorlage bereits im Umlaufverfahren zugestimmt, wie aus einem Schreiben des Bundeskanzleramtes hervorgeht, das der dpa vorliegt. Am Mittwoch soll es dann noch formal vom Kabinett verabschiedet werden. Zuvor hatte auch die "Bild" berichtet.

Lambrecht hatte vorgeschlagen, dass vollständig Geimpfte und von Corona Genesene etwa von Auflagen für private Treffen und nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ausgenommen werden. Wenn belegt sei, dass von beiden Gruppen keine besondere Gefahr mehr ausgehe, müssten die Einschränkungen ihrer Grundrechte zurückgenommen werden, hatte sie argumentiert.

++ Oktoberfest 2021 abgesagt

(15.15 Uhr) Das Münchner Oktoberfest findet auch 2021 nicht statt. Zu groß sei die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus einer internen Sitzung zur weiteren Planung, an der unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) teilnahmen. 

Mehr dazu erfahren sie hier.

++ Hausärztin will Astrazeneca auf Supermarkt-Parkplatz verimpfen

(14.55) Hausärzte in Baden-Württemberg melden massive Probleme beim Impfen des Wirkstoffes Astrazeneca. "Wir diskutieren uns mit den Patienten dumm und dusselig", sagte am Montag Nicola Buhlinger-Göpfarth vom Landesvorstand des Hausärzteverbandes. "Viele Praxen bekommen den Impfstoff wenn überhaupt nur mit maximalem Zeitaufwand an die Patienten", berichtete die Pforzheimer Ärztin weiter. Das koste Zeit, die die Hausärzte nicht bezahlt bekämen, und vor allem: "Wir wissen genau, dass es hundert andere gibt, die sich damit gerne impfen lassen wollen."

Als Reaktion will Buhlinger-Göpfarth nun an diesem Mittwoch vor einem Pforzheimer Supermarkt rund 250 Dosen Astrazeneca verimpfen, für die sie in ihrer Sprechstunde keine Abnehmer fand. "Ich trau' mich jetzt einfach mal", sagte sie zu der geplanten Aktion. Zwei Kolleginnen hätten sich ihr inzwischen angeschlossen. Geimpft würden Impfwillige mit Impfberechtigung.

Die Kommunikation des Bundes zu dem Wirkstoff sei desaströs. Die Folgen würden auf dem Rücken der Hausärzte ausgetragen, so die Medizinerin weiter. Astrazeneca war trotz seiner hohen Wirksamkeit wegen selten auftretender Blutgerinnsel im Zusammenhang mit der Impfung in Verruf geraten. In Deutschland ist das Vakzin nur für Menschen ab 60 empfohlen.

In den Impfzentren im Südwesten nehmen Menschen ihren Termin mit Astrazeneca hingegen in der Regel wahr, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Übrig bleibende Dosen würden möglichst an andere Impfwillige gegeben.

++ Landesregierung erweitert Testmöglichkeiten - Selbsttests können Schnelltests ersetzen

(14.25 Uhr) Künftig können Friseure in Baden-Württemberg Selbstests an ihren Kunden durchführen, die dann rechtlich wie ein Schnelltests einer anerkannten Teststelle gelten. Das legt die neuste Änderung der Corona-Verordnung fest, die ab heute in Kraft ist. Der Nachweis eines negativen Schnelltestergebnisses ist in manchen Bereichen Voraussetzung für den Zugang zu Einrichtungen oder Dienstleistungen etwa fü Zoos oder für Friseurbesuche. 

Mit der Änderung der Corona-Verordnung werde klargestellt, welche Personen und Stellen das Ergebnis von Schnelltests auf das Corornavirus von nun an offiziell bescheinigen können. "Deshalb können künftig auch Anbieter von Dienstleistungen wie etwa Friseure, für deren Nutzungen ein tagesaktueller Schnelltest erforderlich ist, offizielle Nachweise ausstellen“, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha an. Auch Schulen dürfen jetzt neben professionellen Schnelltests zur Laienanwendung gedachte Selbsttests anbieten.

++ Ein Jahr Corona: Lage für Rettungsdienstmitarbeiter weiter angespannt

(13.30 Uhr) Sie sind neben Krankenhauspersonal am häufigsten mit Coronapatienten konfrontiert: Sanitäter. Vor einem Jahr hat die SZ zwei von ihnen in Sigmaringen begleitet, um ihren Arbeitsalltag in Zeiten der Pandemie zu begleiten. Jetzt berichten Notfallsanitäter Gerhard Arnold und Rettungssanitäterin Sina Repp, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist. Fest steht: Die Lage ist inzwischen sehr ernst. 

Damals hatten die beiden noch wenig Berührungspunkte mit Covid-19, Patientenfahrten waren selten. Inzwischen sieht das anders aus. „Wir haben ständig Fälle, es ist gefühlt seit zwei Wochen um einiges mehr geworden“, sagt Arnold. Schuld ist laut Lothar Schneider, Bereichsleiter Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Sigmaringen, die hohe Inzidenz, deren Auswirkungen sein Team täglich zu spüren bekommt

Zum einen übernehmen die Sanitäter Krankenfahrten, transportieren also Menschen, die aus anderen Gründen behandelt werden müssen, aber coronapositiv sind, oder bringen Menschen mit Covid-19 ins Krankenhaus, deren Lage nicht lebensbedrohlich, aber verschlechtert ist. Zum anderen handeln die Sanitäter auch, wenn sich ein schwerer Verlauf der Krankheit abzeichnet und die Menschen Atemnot erleiden – Notfälle. 

Die ganze Geschichte lesen Sie hier.

++ Söder kündigt Öffnung von Grundschulen bis Inzidenz 165 an

(13.09 Uhr) Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen - wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen - und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100.

Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands. Ob und wann er bereit ist, den Grenzwert auch an weiterführenden Schulen anzuheben, sagte er nicht.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte er aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

++ Sein Vater starb - und „Benny Beimer" lag drei Wochen im Koma mit Covid-19

(11.02 Uhr) Der „Lindenstraße“-Schauspieler Christian Kahrmann (48, Benny Beimer) hat in einem Interview von seiner schweren Covid-19-Erkrankung erzählt. Rund drei Wochen habe er im künstlichen Koma gelegen, sagte Kahrmann der „Bild“-Zeitung (Montag).

„Als ich am 5. April aufwachte, erfuhr ich, dass mein Vater am gleichen Tag an den Folgen von Covid-19 in Köln gestorben ist.“ Er habe Mitte März seine Eltern besucht. „Ich bemerkte dort schon Symptome. Als ich nach Berlin zurückkehrte, hatte ich Schüttelfrost und vierzig Grad Fieber.“

Ein Krankenwagen habe ihn schließlich in eine Klinik gebracht. Sein Zustand habe sich so sehr verschlechtert, dass er drei Wochen ins künstliche Koma versetzt worden sei. „Ich musste beatmet werden. Es stand bei mir Spitz auf Knopf, ob ich durchkomme.

Auch seine Mutter und seine Schwester hätten sich infiziert. Er sei sich aber nicht sicher, ob er seine Familie angesteckt habe. Inzwischen habe er wieder Besuch seiner beiden Töchter empfangen können. „Das hat mich sehr glücklich gemacht und mir geholfen, um über alles hinwegzukommen.“ Kahrmann habe 15 Kilogramm abgenommen. Nach der Entlassung folge die Reha.

++ Starker Umsatzsprung bei Online-Plattformen

(09.33 Uhr) Die 13 größten Online-Plattformen der Welt haben im vergangenen Jahr rasant zugelegt. Sie setzten 2020 Waren im Wert von 2,9 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro) um, ein Plus von 20,5 Prozent, wie die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) am Montag in Genf berichtete.

Im Jahr davor lag der Anstieg bei 17,9 Prozent. Shopify aus Kanada war demnach Aufsteiger des Jahres: Die Firma verdoppelte ihr Geschäft nach diesen Zahlen praktisch auf 120 Milliarden Dollar.

Der Anteil des E-Commerce am globalen Einzelhandelsumsatz stieg nach Schätzungen der Unctad im vergangenen Jahr von 16 auf 19 Prozent. Am höchsten sei der Anteil in Südkorea gewesen: 25,9 Prozent, gefolgt von China (24,4) und Großbritannien (23,3). In den USA lag er bei 14 Prozent. Für Deutschland hatte die Unctad keine Daten vorliegen.

Die größte Online-Handelsplattform der Welt war nach diesen Angaben 2020 die chinesische Firma Alibaba, gefolgt vom amerikanischen Anbieter Amazon und JD.com aus China. Insgesamt waren unter den 13 größten Firmen sieben aus den USA, vier aus China sowie je eine aus Kanada (Shopify, Platz 5) und Japan (Rakuten, Platz 10).

++ RKI registriert 9160 Neuinfektionen und 84 Todesfälle

(07.55 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben.

Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 146,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 146,5 angegeben.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.425.982 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.040.700 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.276.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Sonntagnachmittag bei 0,92 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

++ Einheitliche Regeln für Geimpfte in Sicht

(06.37 Uhr) Vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene können sich wohl schon bald auf bundesweite Erleichterungen in der Corona-Pandemie freuen.

Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" an, er halte es für realistisch, dass die entsprechende geplante Verordnung am Mittwoch ins Kabinett komme und Ende der Woche die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalten könne.

"Wir haben den Ehrgeiz, dass wir diese Zustimmung bekommen und für die Rechte der Bürgerinnen und Bürger wäre das auch richtig." An diesem Montag kommt das Corona-Kabinett mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Ministern zusammen. Die nächste Bundesratssitzung ist Freitag.

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) hatte zuvor einen Entwurf vorgelegt, über den sich die Bundesregierung bis "Anfang der Woche" intern habe abstimmen wollen. Vollständig Geimpften und Genesenen solle es demnach bundesweit künftig wieder möglich sein, "ohne vorherige Testung zum Beispiel Ladengeschäfte zu betreten, Zoos und botanische Gärten zu besuchen oder die Dienstleistungen von Friseuren und Fußpflegern in Anspruch zu nehmen".

Zudem sollen sie sich nicht an die lokal geltenden Ausgangsbeschränkungen halten müssen. Maskenpflicht an manchen Orten und Abstandsgebote sollen aber für alle weiter gelten.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Das waren die letzten Meldungen vom Sonntag

++ Inzidenz im Südwesten steigt leicht an auf 184,6

(20.24 Uhr)  In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erstmals seit einigen Tagen wieder leicht gestiegen. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Sonntag im Schnitt 184,6 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner verzeichnet, wie das Landesgesundheitsamt mit Stand 16.00 Uhr mitteilte. Am Samstag hatte der Wert bei 183,5 gelegen, am Freitag und Donnerstag bei 184,1 und 186,3. Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 1402 auf 450 646, in Zusammenhang mit Covid-19 starben 13 weitere Menschen (Gesamt: 9390).

Am Wochenende liegen die Infektionszahlen erfahrungsgemäß etwas niedriger, weil dann weniger getestet wird.

43 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lagen über einer 50er-Inzidenz. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betrug der Wert 44,0. Nur unterhalb dieser Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß. 38 Kreise reißen die 100er-Schwelle. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis (279,1) auf.

++ Mehr Menschen mit Vorerkrankungen im Südwesten nun impfberechtigt

(17.51 Uhr)  In Baden-Württemberg wird die Vergabe von Corona-Impfterminen vom diesem Montag an deutlich geöffnet: So können sich nun alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe für einen Impftermin registrieren, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte. Dazu gehören etwa Menschen behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma sowie Adipositas.

Ebenfalls impfberechtigt sind auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Mit dem nun anstehenden Öffnungsschritt wären rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt. Nachweisen können sie dies mit einem Attest des behandelnden Arztes. Für die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen soll es wie bisher eine Vorlage für eine Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben.

++ Zwei weitere Corona-Tote im Bodensee-Kreis

(17.40 Uhr) Wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg von Sonntag hervorgeht, sind am Wochenende im Bodenseekreis zwei Menschen am Coronavirus verstorben.

Die Gesamtzahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie steigt damit im Kreis auf 148 und führt damit eine traurige Entwicklung der letzten Aprilwoche fort. Bereits vom 28. auf den 29. April war die Zahl der Verstorbenen von 145 auf 146 angestiegen.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Montag +++

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