Corona-Newsblog: Mehr Menschen mit Vorerkrankungen im Südwesten nun impfberechtigt

Crossmedia Volontär
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 45.900 (449.178 Gesamt - ca. 393.900 Genesene - 9.377 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.377
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 183,4
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 309.000 (3.416.822 Gesamt - ca. 3.024.600 Genesene - 83.192 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 83.192
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 146,5

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Landkreis Lindau lockert Corona-Maßnahmen (13.45 Uhr)
  • Großdemo in Villingen-Schwenningen ist verboten (10.44 Uhr)
  • Polizei muss Anti-Corona-Demo in Tuttlingen auflösen (09.23 Uhr)
  • RKI meldet 16.290 Corona-Neuinfektionen und 110 Todesfälle (07.39 Uhr)
  • Deutsche Corona-Hilfe in Indien angekommen (08.51 Uhr)

++ Inzidenz im Südwesten steigt leicht an auf 184,6

(20.24 Uhr)  In Baden-Württemberg ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erstmals seit einigen Tagen wieder leicht gestiegen. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Sonntag im Schnitt 184,6 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner verzeichnet, wie das Landesgesundheitsamt mit Stand 16.00 Uhr mitteilte. Am Samstag hatte der Wert bei 183,5 gelegen, am Freitag und Donnerstag bei 184,1 und 186,3. Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 1402 auf 450 646, in Zusammenhang mit Covid-19 starben 13 weitere Menschen (Gesamt: 9390).

Am Wochenende liegen die Infektionszahlen erfahrungsgemäß etwas niedriger, weil dann weniger getestet wird.

43 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lagen über einer 50er-Inzidenz. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betrug der Wert 44,0. Nur unterhalb dieser Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß. 38 Kreise reißen die 100er-Schwelle. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Schwarzwald-Baar-Kreis (279,1) auf.

++ Mehr Menschen mit Vorerkrankungen im Südwesten nun impfberechtigt

(17.51 Uhr)  In Baden-Württemberg wird die Vergabe von Corona-Impfterminen vom diesem Montag an deutlich geöffnet: So können sich nun alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Prioritätsgruppe für einen Impftermin registrieren, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte. Dazu gehören etwa Menschen behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma sowie Adipositas.

Ebenfalls impfberechtigt sind auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Mit dem nun anstehenden Öffnungsschritt wären rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt. Nachweisen können sie dies mit einem Attest des behandelnden Arztes. Für die Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen soll es wie bisher eine Vorlage für eine Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben.

++ Zwei weitere Corona-Tote im Bodensee-Kreis

(17.40 Uhr) Wie aus den Zahlen des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg von Sonntag hervorgeht, sind am Wochenende im Bodenseekreis zwei Menschen am Coronavirus verstorben.

Die Gesamtzahl der Verstorbenen seit Beginn der Pandemie steigt damit im Kreis auf 148 und führt damit eine traurige Entwicklung der letzten Aprilwoche fort. Bereits vom 28. auf den 29. April war die Zahl der Verstorbenen von 145 auf 146 angestiegen.

++ Krankenhausgesellschaft: spüren erste, leichte Entlastung

(14.59 Uhr) Angesichts der sinkenden Corona-Zahlen spüren auch die Krankenhäuser "ganz überwiegend eine erste, leichte Entlastung". Das sagte der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, der "Bild" (Montag). "Wir haben nun über etwa zwei Wochen relativ konstante Zahlen bei den Neuinfektionen, das gibt uns die Zuversicht, dass wir auch beim Zuwachs der Intensivpatienten bis auf Weiteres keinen exponentiellen Anstieg befürchten müssen." Dabei stellte Gaß klar, dass "die Belastung in den Kliniken und bei den Beschäftigten auf einem sehr hohen Niveau" bleibe.

++ Landkreis Lindau lockert Corona-Maßnahmen

(13.45 Uhr) Gute Nachrichten gibt es zum Wochenbeginn vom Landratsamt Lindau: Im Landkreis liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach den offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) seit fünf Tagen in Folge unter 100 (65,9 am 2. Mai).

Damit gilt der Wert laut der Zwölften Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (12. BayIfSMV) als stabil und es treten ab Dienstag, 4. Mai, um 0 Uhr die in der Verordnung des Freistaates vorgesehenen Regelungen für diesen Inzidenzbereich in Kraft. Was sich ändert:

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Gesundheitsamt verbietet Großdemo in Villingen-Schwenningen

(10.44 Uhr) Rund 1000 Teilnehmer sollten am 9. Mai bei einer großen Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen in Villingen auflaufen. Das Gesundheitsamt hat die geplante Demo nun verboten.

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes des Schwarzwald-Baar-Kreises hat die angekündigte Groß-Demonstration in Villingen unter dem Titel „Frieden, Freiheit, Grundrechte“ aus Gründen des Infektionsschutzes untersagt. Die Versammlung war für Sonntag, 9. Mai, in der Villinger Innenstadt auf dem Latschariplatz angemeldet worden.

Die Entscheidung sei eng mit der Stadt Villingen-Schwenningen abgestimmt worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Das Gesundheitsamt begründet das Verbot damit, dass von der als „Großdemo“ mit rund 1000 Teilnehmern angekündigten Veranstaltung eine erhebliche infektiologische Gefahr sowohl auf die Teilnehmenden als auch auf die Bevölkerung ausgehe.

Hinzu komme, dass bei der Demonstration von einem Zustrom von Teilnehmern aus anderen Stadt- und Landkreisen auszugehen sei. Das Risiko sei, dass sich das ohnehin bereits diffuse und stark ansteigende Infektionsgeschehen im Schwarzwald-Baar-Kreis weiter verschärfen und sich damit auch die bereits angespannte Lage im Schwarzwald-Baar Klinikum weiter zuspitzen könne. Am Donnerstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz im Schwarzwald-Baar-Kreis bei 255,1 - dem sechsthöchsten Wert Baden-Württemberg.

Die von Landrat Sven Hinterseh unterzeichnete Untersagungsverfügung habe das Grundrecht der Demonstrationsfreiheit ausführlich gegen den Infektionsschutz abgewogen und komme in der Begründung zum abschließenden Ergebnis: „Zusammengefasst fällt die Ermessensentscheidung zugunsten des Grundrechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit aus. Die Versammlung ist daher zu verbieten.“

++ Polizei muss Anti-Corona-Demo in Tuttlingen auflösen

(09.23 Uhr) Bei einem spontanen Aufzug von Gegnern der Anti-Corona-Maßnahmen ist es am Samstagabend in Tuttlingen zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Etwa 40 Menschen hatten sich mit Fahnen und Fackeln in Richtung Innenstadt auf den Weg gemacht, wie die Polizei mitteilte.

Der Aufzug sei quasi „konspirativ“ über soziale Medien organisiert worden. Einen Versammlungsleiter oder Ansprechpartner hätten die Beamten vor Ort nicht feststellen können. Viele Teilnehmer seien vermummt gewesen, einige hätten die Polizisten angegriffen.

Es seien Gegenstände aus der Gruppe heraus auf die Beamten geflogen, auch Reizgas sei versprüht worden. Einem Polizisten wurde den Angaben zufolge ins Gesicht geschlagen. Die Polizei nahm die Personalien der Teilnehmer auf und verteilte Platzverweise. Es wurden zudem strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet.

++ Deutsche Corona-Hilfe in Indien angekommen

(08.51 Uhr) Das 13-köpfige Kontingent der Bundeswehr mit einigen Soldatinnen und Soldaten aus dem Standort Dornstadt, die in Indien bei der Bekämpfung der Corona Pandemie helfen sollen, ist wohlbehalten in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi eingetroffen.

Nach Angaben eines Bundeswehr-Sprechers wurden 120 Beatmungsgeräte direkt ans Indische Rote Kreuz weitergegeben. Am Dienstag wird die Anlage zur Herstellung von Sauerstoff erwartet, die von den Spezialisten der Bundeswehr aufgebaut wird. Bis dahin werde man alle notwendigen Vorbereitungen treffen, sagte der Sprecher im Gespräch mit der "Schwäbischen Zeitung ".

++ RKI meldet 16.290 Corona-Neuinfektionen und 110 Todesfälle

(07.39 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 16.290 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 110 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:58 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18.773 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 146,5 - damit entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz am sechsten Tag in Folge rückläufig. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 148,6 angegeben, vor eine Woche mit 165,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.416.822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 024 600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.192.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen vom Samstag

++ Inzidenz in Baden-Württemberg weiter rückläufig

(19.53 Uhr) Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Samstag im Schnitt 183,5 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner verzeichnet, wie das Landesgesundheitsamt mit Stand 16.00 Uhr mitteilte. Am Freitag hatte der Wert bei 184,1 gelegen, am Donnerstag bei 186,3.

43 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lagen über einer 50er-Inzidenz. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betrug der Wert 49,3. Nur unterhalb dieser Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß. 39 Kreise reißen die 100er-Schwelle, 28 gar die 165er-Marke. Wenn dieser Schwellenwert drei Tage hintereinander überschritten ist, müssen gemäß der Bundes-Notbremse die Schulen schließen. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Tuttlingen (281,3) auf.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 2860 auf 449.244. Elf weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit, die Zahl der Toten stieg damit auf 9377.

++ Bareiß glaubt an Sommerurlaub in Europa

(17.40 Uhr) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.

"Ich bin recht optimistisch, dass der Sommerurlaub in Deutschland und Europa mit entsprechenden Vorkehrungen gut möglich sein wird", sagte der CDU-Politiker dem "Tagesspiegel am Sonntag". Er sehe bereits im Testen eine große Chance, setze aber vor allem Hoffnungen in einen europaweiten digitalen Corona-Impfpass.

Ein digitaler Impfnachweis für Smartphones soll in der EU als ein freiwilliges und ergänzendes Angebot zum weiterhin gültigen gelben Heft eingeführt werden. Er soll im Juni kommen.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Sonntag +++

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