Corona-Newsblog: Inzidenz in Baden-Württemberg weiter rückläufig

Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 45.000 (446.332 Gesamt - ca. 392.000 Genesene - 9.366 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.366
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 184,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 305.400 (3.400.532 Gesamt - ca. 3.012.100 Genesene - 83.082 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 83.082
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 148,6

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Inzidenz in Baden-Württemberg weiter rückläufig (19.53 Uhr)
  • Rund jeder 1000. Bundesbürger an oder mit Corona gestorben (16.04 Uhr)
  • Luftwaffe fliegt Beatmungsgeräte nach Indien (13.58 Uhr)
  • RKI meldet 18.935 Corona-Neuinfektionen und 232 Todesfälle (09.25 Uhr)
  • Bareiß glaubt an Sommerurlaub in Europa (17.40 Uhr)
  • Merkel lobt schwierigen Einsatz der Beschäftigten (12.10 Uhr)
  • Hilfsbereitschaft in der Corona-Krise gestiegen (10.41 Uhr)

++ Inzidenz in Baden-Württemberg weiter rückläufig

(19.53 Uhr) Im Südwesten ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen erneut leicht gesunken. Im Laufe der vergangenen sieben Tage haben die Behörden mit Stand vom Samstag im Schnitt 183,5 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner verzeichnet, wie das Landesgesundheitsamt mit Stand 16.00 Uhr mitteilte. Am Freitag hatte der Wert bei 184,1 gelegen, am Donnerstag bei 186,3.

43 der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg lagen über einer 50er-Inzidenz. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald betrug der Wert 49,3. Nur unterhalb dieser Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß. 39 Kreise reißen die 100er-Schwelle, 28 gar die 165er-Marke. Wenn dieser Schwellenwert drei Tage hintereinander überschritten ist, müssen gemäß der Bundes-Notbremse die Schulen schließen. Die höchste Inzidenz weist der Landkreis Tuttlingen (281,3) auf.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Pandemiebeginn stieg um 2860 auf 449.244. Elf weitere Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit, die Zahl der Toten stieg damit auf 9377.

++ Bareiß glaubt an Sommerurlaub in Europa

(17.40 Uhr) Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist guter Dinge, dass die Deutschen im Sommer innerhalb Europas Urlaub machen können.

„Ich bin recht optimistisch, dass der Sommerurlaub in Deutschland und Europa mit entsprechenden Vorkehrungen gut möglich sein wird“, sagte der CDU-Politiker dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Er sehe bereits im Testen eine große Chance, setze aber vor allem Hoffnungen in einen europaweiten digitalen Corona-Impfpass.

Ein digitaler Impfnachweis für Smartphones soll in der EU als ein freiwilliges und ergänzendes Angebot zum weiterhin gültigen gelben Heft eingeführt werden. Er soll im Juni kommen.

++ Rund jeder 1000. Bundesbürger an oder mit Corona gestorben

(16.04 Uhr) Wie das Robert Koch-Institut (RKI) meldete, starben bisher 83.082 Menschen an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2. Bei rund 83,2 Millionen Einwohnern ist das rechnerisch etwa einer von 1000 Bundesbürgern.

Im Zusammenhang mit der Prüfung und schließlich erneuten Freigabe des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson durch die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hatte auch Clemens Wendtner kürzlich davor gewarnt, die Gefahren einer Infektion zu unterschätzen. Manche Menschen würden vergessen, wie tödlich Covid-19 ist, sagte der Chefarzt der München Klinik Schwabing.

In den vergangenen Jahrzehnten hat in Deutschland keine andere Infektionskrankheit binnen eines Jahres so viele Tote gefordert. Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/18 kostete nach Schätzungen rund 25.100 Menschen in Deutschland das Leben. Das war nach einer RKI-Analyse die höchste Zahl an Grippetoten in den vergangenen 30 Jahren.

Im Unterschied zu Covid-19 können Grippezahlen jedoch nur durch Übersterblichkeit geschätzt werden. Denn Patienten sterben meist an den Folgen einer Influenza wie zum Beispiel schweren Lungenentzündungen. Grippeviren selbst sind dann im Körper oft nicht mehr nachweisbar.

++ Luftwaffe fliegt Beatmungsgeräte nach Indien

(13.58 Uhr) Eine Maschine der Luftwaffe ist am Samstag mit Hilfsmaterial für das von einer besonders schlimmen Corona-Welle erfasste Indien gestartet.

Mit 120 Beatmungsgeräten im Laderaum nahm das Flugzeug vom Flughafen Köln-Wahn aus Kurs auf die indische Hauptstadt Neu Delhi. Die Landung dort ist nach etwa neun Stunden Flugzeit geplant, wie die Luftwaffe erklärte. „An Bord ist auch Sanitätsfachpersonal, das den Betrieb einer Anlage zur Herstellung von Sauerstoff vorbereiten soll“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Soldaten in der Kaserne in Dornstadt im Alb-Donau-Kreis.
Soldaten in der Kaserne in Dornstadt im Alb-Donau-Kreis. (Foto: Ludger Möllers)

Dieses Team umfasse 13 Mitarbeiter. Sie sollen in Indien Personal des örtlichen Roten Kreuzes einweisen und dazu 14 Tage im Land bleiben.

Die Luftwaffe setzt für die Indienhilfe den Airbus A350 „Kurt Schumacher“ der Flugbereitschaft ein, der sonst auch Kanzlerin Angela Merkel und Mitglieder der Regierung fliegt. Wegen der Corona-Pandemie ist der politische Flugbetrieb derzeit deutlich eingeschränkt.

Soldaten in der Kaserne in Dornstadt im Alb-Donau-Kreis.
Soldaten in der Kaserne in Dornstadt im Alb-Donau-Kreis. (Foto: Ludger Möllers)

Die Bundesregierung beteiligt sich angesichts der katastrophalen Zustände im indischen Gesundheitswesen an der international angelaufenen Hilfe für das Land. Am Mittwoch und Donnerstag sind weitere Flüge geplant, um die Sauerstoffanlage nach Indien zu transportieren. Dafür sollen zwei A400M-Transporter des Geschwaders im niedersächsischen Wunstorf eingesetzt werden und mit Zwischenstopp in Dubai nach Neu Delhi fliegen. Dort sollen dann die Sanitätskräfte der Bundeswehr die Anlage übernehmen.

Indien hat an einem Tag mehr als 400.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Samstag hervorgeht. Damit erreichte Indien den neunten Tag in Folge einen Höchstwert. Im selben Zeitraum starben 3523 Menschen in Verbindung mit Covid-19. Krankenhäuser und Krematorien sind in dem südasiatischen Land mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern seit Tagen überfüllt.

++ Merkel lobt schwierigen Einsatz der Beschäftigten

(12.10 Uhr) Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen.

„Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten“, sagte sie in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkws „könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen“.

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten könnten, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. „Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen - zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden“, sagte Merkel.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Hilfsbereitschaft ist in der Corona-Krise gestiegen

(10.41 Uhr) Trotz mancher Gereiztheit hat die Corona-Krise die Deutschen laut einer neuen Umfrage sozial sensibler gemacht.

In der Untersuchung des Hamburger Zukunftsforschers Horst Opaschowski bejahten drei Viertel (76 Prozent) der 1000 Teilnehmer eine entsprechende Frage. Vor allem Ostdeutsche (85 Prozent) und ältere Menschen über 65 Jahren (80 Prozent) vertreten diese Ansicht, während Westdeutsche (74 Prozent) und die unter 30-Jährigen (68 Prozent) die gesellschaftliche Auswirkung der Corona-Krise etwas skeptischer sehen.

Gleichwohl ist die Hilfsbereitschaft der Jüngeren nach eigenem Bekunden höher als die der Älteren. Die unter 30-Jährigen stimmten zu 89 Prozent der Aussage zu: „Ich stehe heute schon Freunden und Nachbarn öfter für Hilfeleistungen zur Verfügung.“ Die über 65-Jährigen pflichteten dieser Aussage nur zu 79 Prozent bei.

Insgesamt gaben 86 Prozent der Befragten an, in der Corona-Krise hilfsbereiter geworden zu sein, wobei Ost- und Westdeutsche nur minimal auseinander lagen.

++ RKI meldet 18.935 Corona-Neuinfektionen und 232 Todesfälle

(09.25 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.935 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 232 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.07 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Samstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 23.392 Neuinfektionen und 286 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 148,6 - damit entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz am fünften Tag in Folge rückläufig. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 153,4 angegeben, vor eine Woche mit 164,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.400.532 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.012.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83.082.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,94 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 94 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen vom Freitag

++ Behörde untersagt Verkauf von angeblichem homöopathischem Impfstoff

(19.22 Uhr) Nachdem eine Koblenzer Apotheke den Anschein von angebotenem homöopathischem Corona-Impfstoff erweckt hat, ist dessen Verkauf von der zuständigen Behörde verboten worden. Das Produkt sei vorsorglich "gesperrt" worden, teilte das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Apothekenaufsicht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Man prüfe, "ob gegen arzneimittelrechtliche oder sonstige Vorschriften verstoßen wurde". Auf der Internetseite der Koblenzer Schloss-Apotheke war zu lesen gewesen: "Wir haben Pfizer/BioNTech Covid-19-Vaccine in potenzierter Form bis D30 als Globuli oder Dilution (zur Ausleitung) vorrätig." Am Freitag verschwand dieser Satz von der Homepage.

Apothekenleiterin Annette Eichele sagte der dpa, keineswegs habe sie homöopathische Corona-Impfstoffe verkauft. Wirksame Vakzine dieser Art gibt es nicht. Laut Eichele wurde nur zusätzlich ein "Minitropfen" des originalen Biontech-Impfstoffs "hochpotenziert" beziehungsweise homöopathisch als Globuli (Kügelchen) aufbereitet. Bereits verabreichte Corona-Impfungen sollten der promovierten Apothekerin zufolge mit diesem ergänzenden Produkt "besser und richtiger wirken, möglichst ohne Nebenwirkungen zu entfalten". Sie räumte ein: "Aber das ist nicht wissenschaftlich belegt."

++ Video: Wer ist als nächstes beim Impfen dran?

(17.34 Uhr) Über eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus sind am Mittwoch deutschlandweit verimpft worden – ein Rekordhoch. Die Impfkampagne nimmt also immer mehr an Fahrt auf. In Baden-Württemberg soll sich der Kreis der Impfberechtigten nun erweitern. Nach den über 60-Jährigen sind jetzt weitere Menschen aus der sogenannten Dritten Priorität an der Reihe. Wer genau dran ist und in welcher Reihenfolge, haben wir beim Sozialministerium nachgefragt. 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Freitag +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und den Folgen:

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