Corona-​Newsblog: Behörde untersagt Verkauf von angeblichem homöopathischem Impfstoff

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 44.000 (443.007 Gesamt - ca. 389.700 Genesene - 9.340 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.340
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 186,3
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 368.296 (3.381.597 Gesamt - ca. 2.995.200 Genesene - 82.850 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 82.850
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 153,4

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Spahn: Lockerungsbeschluss für Geimpfte Ende nächster Woche möglich (15.03 Uhr)
  • Biontech stellt Antrag auf Zulassung für Impofstoff bei Kindern (13.10 Uhr)
  • Mehr als eine halbe Million Corona-Impfungen in Arztpraxen im Südwesten (11.42 Uhr)
  • Rate der Covid-Klinikeinweisungen sinkt - aber keine Trendwende (06.20 Uhr)
  • Baden-Württemberg weitet Modellprojekte zum Impfen in Betrieben aus(16.35 Uhr)

++ Behörde untersagt Verkauf von angeblichem homöopathischem Impfstoff

(19.22 Uhr) Nachdem eine Koblenzer Apotheke den Anschein von angebotenem homöopathischem Corona-Impfstoff erweckt hat, ist dessen Verkauf von der zuständigen Behörde verboten worden. Das Produkt sei vorsorglich "gesperrt" worden, teilte das rheinland-pfälzische Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung als Apothekenaufsicht am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Man prüfe, "ob gegen arzneimittelrechtliche oder sonstige Vorschriften verstoßen wurde". Auf der Internetseite der Koblenzer Schloss-Apotheke war zu lesen gewesen: "Wir haben Pfizer/BioNTech Covid-19-Vaccine in potenzierter Form bis D30 als Globuli oder Dilution (zur Ausleitung) vorrätig." Am Freitag verschwand dieser Satz von der Homepage.

Apothekenleiterin Annette Eichele sagte der dpa, keineswegs habe sie homöopathische Corona-Impfstoffe verkauft. Wirksame Vakzine dieser Art gibt es nicht. Laut Eichele wurde nur zusätzlich ein "Minitropfen" des originalen Biontech-Impfstoffs "hochpotenziert" beziehungsweise homöopathisch als Globuli (Kügelchen) aufbereitet. Bereits verabreichte Corona-Impfungen sollten der promovierten Apothekerin zufolge mit diesem ergänzenden Produkt "besser und richtiger wirken, möglichst ohne Nebenwirkungen zu entfalten". Sie räumte ein: "Aber das ist nicht wissenschaftlich belegt."

++ Video: Wer ist als nächstes beim Impfen dran?

(17.34 Uhr) Über eine Million Impfdosen gegen das Coronavirus sind am Mittwoch deutschlandweit verimpft worden – ein Rekordhoch. Die Impfkampagne nimmt also immer mehr an Fahrt auf. In Baden-Württemberg soll sich der Kreis der Impfberechtigten nun erweitern. Nach den über 60-Jährigen sind jetzt weitere Menschen aus der sogenannten Dritten Priorität an der Reihe. Wer genau dran ist und in welcher Reihenfolge, haben wir beim Sozialministerium nachgefragt. 

++ Koalition einigt sich auf Corona-Aufholprogramm für Kinder

(17.10 Uhr) Die große Koalition hat in den Verhandlungen über ein zwei Milliarden Euro schweres Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche eine Einigung erzielt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Nadine Schön und ihre SPD-Kollegin Katja Mast bestätigten der Deutschen Presse-Agentur am Freitag eine entsprechende Vereinbarung. "Gute Ideen setzen sich durch", sagte Mast. Ihre Fraktion habe seit Wochen für das Corona-Aufholpaket gekämpft. "Es hat viel zu lange gedauert, bis CDU/CSU in die Pötte gekommen sind."

Mit dem Nachhilfe- und Sozialprogramm für Kinder und Jugendliche wollen Union und SPD die Corona-Langzeitfolgen abmildern. Das Programm sollte ursprünglich am Dienstag im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Weil es noch Abstimmungsbedarf zwischen beiden Seiten gab, wurde der Beschluss verschoben. Das Kabinett wird sich nun voraussichtlich am kommenden Mittwoch damit befassen.

Die zwei Milliarden Euro sind zur Hälfte für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler in den Ländern gedacht, zum Beispiel unter Mithilfe pensionierter Lehrer, aber auch durch kommerzielle Anbieter. Die zweite Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen, um die sozialen und psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern.

++ Baden-Württemberg weitet Modellprojekte zum Impfen in Betrieben aus

(16.35 Uhr) Ab Mitte Mai sollen Betriebsärzte an zwölf weiteren Unternehmen in Baden-Württemberg einen Teil der Belegschaft gegen Corona impfen können. Aus jedem der Industrie- und Handelskammer-Bezirke im Land sei eine Firma ausgewählt worden.

Mehr dazu erfahren Sie hier.

Unter den ausgewählten Betrieben ist auch zwei bekannte Unternehmen aus der Region. Um welche Firmen es sich handelt erfahren sie hier.

++ Spahn: Lockerungsbeschluss für Geimpfte Ende nächster Woche möglich

(15.03 Uhr) Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene können nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schnell beschlossen werden.

"Das kann innerhalb von Tagen gehen, die ersten Gespräche werden geführt, und wenn wir dabei sehr schnell zu einem Konsens kommen, dann kann man sicherlich auch bis Ende nächster Woche zu einer entsprechenden Entscheidung kommen", sagte Spahn beim Besuch eines neuen Produktionsstandorts für den Biontech-Impfstoff am Freitag in Reinbek (Kreis Stormarn) bei Hamburg.

Entscheidend sei dafür die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf einen Vorschlag zu einigen. "Wir als Bundesregierung sind bereit dazu", so der Minister. Es mache Sinn, Bundestag und Bundesrat einzubinden. Wichtig sei, dass es kein Ping-Pong-Spiel zwischen Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat gebe.

++ Experten erwarten zügige Fortschritte bei Corona-Impfungen

(14.38 Uhr) Die Corona-Impfungen in Deutschland können weiter zügig vorankommen. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung am Freitag in Berlin nach einer eigenen Modellierung erklärte, könnten Ende Mai weit mehr als die Hälfte der Impfberechtigten mindestens eine Erstimpfung erhalten haben - wenn die Lieferzusagen eingehalten werden. Mitte Juni könnten drei Viertel erstgeimpft sein. Damit wären bei einer anzunehmenden Impfbereitschaft von etwa 80 Prozent fast alle Impfwilligen erreicht. Ab dann sollten die Impfzentren der Länder auch nur noch Termine für Zweitimpfungen vergeben.

Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bürger eine Erstimpfung, wie das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mitteilte. Schon den vollen Schutz mit einer zweiten Spritze haben 7,7 Prozent. Die Praxen hätten seit dem Start auf breiterer Front am 5. April mehr als fünf Millionen Impfungen verabreicht, erklärte das Institut, das unter anderem von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung getragen wird. Inzwischen beteiligen sich fast 64 000 Arztpraxen. Den bisherigen Tagesrekord gab es in den Praxen am Mittwoch mit 730 000 Impfungen

"Allerdings ist das Impfen gegen Covid-19 zeitaufwendiger als etwa eine Grippeschutzimpfung", sagte Institutschef Dominik von Stillfried. Praxisteams seien aktuell besonders durch Einbestellungen und Termin-Management stark belastet. Daher sollte die Priorisierung in den Praxen nicht erst dann aufgehoben werden, wenn auch die letzten Personen in Prioritätsgruppe drei identifiziert worden seien. "Das würde unnötigen Stress verursachen und das Impftempo bremsen."

++ Biontech: Antrag auf Impfstoffzulassung für Kinder ab zwölf gestellt

(13.10 Uhr) Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen am Freitag mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Bereits mehr als 500 000 Corona-Impfungen in Arztpraxen im Südwesten

(11.42 Uhr) Die niedergelassenen Ärzte in Baden-Württemberg haben bereits mehr als eine halbe Million Corona-Impfungen verabreicht. Bereits am Mittwoch dieser Woche sei der Wert von 500 000 Impfungen seit Ostern überschritten worden, teilte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) in Stuttgart am Freitag mit.

Mehr als 5200 Praxen beteiligen sich nach Angaben der KVBW mittlerweile an der Impfkampagne im Land. Das sei ein Riesenerfolg und zeige die Leistungsfähigkeit der niedergelassenen Ärzte und Ärztinnen, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Johannes Fechner. „Inzwischen impfen wir an einzelnen Tagen deutlich mehr als die Impfzentren“, so Fechner. Die Praxen kennen ihre Patientinnen und Patienten, das vereinfache die Impfungen.

Der Andrang sei aber weiter hoch und die wöchentlichen Impfstofflieferungen noch gering, weshalb nur ein Teil der Patienten geimpft werden könne. Da nun auch Fachärzte mit impften, seien die Kapazitäten noch einmal erhöht worden.

Jan Josef Liefers war einer der prominentesten Köpfe von #allesdichtmachen. Foto: Oliver Berg/dpa
Jan Josef Liefers war einer der prominentesten Köpfe von #allesdichtmachen. (Foto: Oliver Berg / DPA)

++ Jan Josef Liefers ist nicht willkommen auf der Intensivstation

(09.33 Uhr) Der „Tatort-Schauspieler“ Jan Josef Liefers darf keine Schicht auf der Intensivstation des Essener Universitätsklinikums begleiten. Das berichtet laut „Spiegel“ der Nachrichtensender n-tv.

Klinikchef Professor Jochen A. Werner erteilte entsprechenden Plänen eine deutliche Abfuhr. „Für uns definitiv kein Thema“, sagte er im Video-Podcast "19 – die Chefvisite".

„Wer bis heute nicht begriffen hat, was in Krankenhäusern geleistet wird, der begreift es auch in einer Schicht nicht“, so Werner. Er halte eine Inszenierung wie „Bergdoktor im Ruhrgebiet“ für „undenkbar“.

Liefers war Teil der Kampagne „#allesdichtmachen“. Bundesweit bekannte Schauspieler und Regisseure hatten mit ihrer Kritik an der deutschen Corona-Politik kontroverse Diskussionen ausgelöst. 

Hier lesen Sie mehr zu dem Video #allesdichtmachen.

Hier lesen Sie, was Kunstschaffende und ein Arzt aus der Region von #allesdichtmachen halten.

Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident, maht einzelne Bundesländer, zu schnell Lockerungen für vollständig geimpfte und Ge
Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident, maht einzelne Bundesländer, zu schnell Lockerungen für vollständig Geimpfte und Genesene einzuführen. (Foto: Michael Kappeler/dpa / DPA)

++ Vorteile für Geimpfte? Schäuble rügt Länder - Lockerungen sollen kommen

(07.03 Uhr) Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat das Vorpreschen einzelner Bundesländer bei Lockerungen für Geimpfte noch vor einer bundeseinheitlichen Regelung kritisiert.

"Jetzt haben wir schon wieder den Zustand, dass sich eine Reihe von Ländern nicht an die Absprachen hält", monierte der CDU-Politiker in der "Augsburger Allgemeinen" am Freitag.

Uneinheitliche Lösungen kurz nach dem Beschluss für eine bundeseinheitliche Corona-Notbremse seien irritierend für die Menschen, "ein zu großes Maß an Unterschiedlichkeit kann Vertrauen zerstören", warnte Schäuble.

Für mehr Freiheiten für vollständig Geimpfte und Genesene soll ein Verordnungsentwurf sorgen, den das Justizministerium am Donnerstag an die anderen Ressorts geschickt hatte .

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Rate der Covid-Klinikeinweisungen sinkt - aber keine Trendwende

(06.20 Uhr) Das schnelle Impfen alter Menschen in Deutschland in der Pandemie hat augenscheinlich positive Effekte auf Klinikeinweisungen.

Nach den Daten des Robert Koch-Instituts stieg der Anteil der Einweisungen wegen Covid-19 in Kliniken seit Ende Februar nicht mehr an. Er verharrte bei sieben bis acht Prozent der gemeldeten Infizierten. Nachmeldungen seien für die aktuell niedrigste Zahl von vier Prozent nicht auszuschließen, teilte das RKI auf Anfrage mit.

Im Kampf gegen die dritte Corona-Welle könnte sich also eine erste leichte Entspannung andeuten. Eine Trendwende ist das nach Regierung und Experten aber nicht

Zum Vergleich: Auf dem Höhepunkt der ersten Welle hatte der Anteil der Klinikeinweisungen bei bis zu zwanzig Prozent der zu diesem Zeitpunkt gemeldeten Infizierten gelegen, bei der zweiten Welle bei bis zu zwölf Prozent. Dieser bereits niedrigere Wert hatte nach Einschätzung von Gesundheitsmanagern mit Lehren aus der ersten Welle und mit Fortschritten beim Vermeiden schwerer Krankheitsverläufe zu tun.

Die Corona-Infektionen bei den über 80-Jährigen seien im Vergleich zur zweiten Welle nun aber erheblich zurückgegangen, heißt es beim RKI. So lagen die wöchentlichen Inzidenzen zuletzt bei den 80- bis 90-Jährigen zwischen 60 und 74 pro 100 000 Einwohner - und damit deutlich niedriger als in allen anderen Altersgruppen.

Das sei eigentlich nur durch die Wirkung der Impfung in dieser Altersgruppe zu erklären, hieß es auf Nachfrage beim RKI. Da diese Gruppe früher einen Großteil der hospitalisierten Fälle ausgemacht habe, erkläre sich auch die aktuell viel niedrigere gesamte Hospitalisierungsrate.

In den jüngeren Altersgruppen (35 bis 59 Jahre) seien aber mindestens genauso viele Patienten in der dritten Welle ins Krankenhaus gekommen wie in der zweiten. Sie müssten meist auch länger dort bleiben als früher, insbesondere bei einer Versorgung auf Intensivstationen.

Dort liegen nach dem Register von Intensivmedizinern und RKI aktuell immer noch rund 5000 Menschen, mehr als die Hälfte muss künstlich beatmet werden. Auch Intensivmediziner bemerken, dass ihre Patienten im Vergleich mit den ersten Wellen "immer jünger" werden.

++ RKI registriert 24.329 Corona-Neuinfektionen und 306 neue Todesfälle - Inzidenz auf niedrigstem Wert seit Mitte April

(06.08 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.329 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.35 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 27 543 Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 153,4 - das ist der niedrigste Wert seit Mitte April. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 154,9 angegeben, vor eine Woche mit 164,0.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,92 (Vortag: 0,90). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 92 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzen Meldungen vom Donnerstag:

++ Sinkende Inzidenz im Kreis Ravensburg basiert auf Meldepanne

(18.50 Uhr) Im Kreis Ravensburg sind am Donnerstag 103 weitere Corona-Infektionen gemeldet worden. Dass die Inzidenz plötzlich stark sinkt, hat lediglich mit einem Fehler bei der Datenübertragung zu tun. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit.

Die meisten Neuinfektionen waren in Ravensburg (21) und Weingarten (14) zu verzeichnen. Zehn Fälle musste die Behörde wieder zurücknehmen, weil sich zunächst positive Testergebnisse nicht bestätigen ließen. 92 Personen gelten seit Donnerstag als genesen.

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++ Gefälschte Impfpässe auch in Baden-Württemberg aufgetaucht

(16.57 Uhr) Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg warnt davor, Impfpässe in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, da Kriminelle dies missbrauchen. Es seien derzeit gefälschte Impfpässe im Umlauf auch in Baden-Württemberg, teilte das LKA am Donnerstag in Stuttgart mit. Der SWR hatte darüber auf seiner Online-Seite zuerst berichtet.

Im Darknet und bei Messengerdiensten würden solche Blanko-Impfbücher inzwischen für bis zu 200 Euro gehandelt. Der Eintrag im Impfausweis sehe echt aus, trotzdem hätten die Personen nie die attestierte Corona-Schutzimpfung erhalten. Das LKA sei über diese Entwicklung alarmiert.

Kriminaldirektor Oliver Hoffmann, Spezialist für Wirtschaftskriminalität, sagte, mit weiteren Fällen müsse gerechnet werden. Er warnte, dass ein gefälschter Corona-Impfausweis keinerlei Schutz vor einer Ansteckung biete. Das Fälschen eines Dokuments sei an sich eine Straftat und der Gebrauch der Fälschung könne noch weitere Straftaten nach sich ziehen.

Man wisse aus den bisherigen Fällen, dass manche Täter sich Posts in sozialen Medien zu eigen gemacht und dann dort Informationen über die Impfchargen und die Impförtlichkeiten ausgelesen hätten. Diese Informationen könnten dann für die Fälschungen benutzt werden, sagte Hoffmann.

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++ Impfungen für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur in BaWü wohl Mitte Mai möglich

(16.01 Uhr) Voraussichtlich von Mitte Mai an sind die Beschäftigten von Unternehmen der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung des Bundes – etwa aus dem Lebensmittelhandel, der Energieversorgung oder aus anderen Teilen der sogenannten kritischen Infrastruktur – in Baden-Württemberg impfberechtigt.

Als Vorbereitung auf diesen Öffnungsschritt hat die Landesregierung am Donnerstag (29. April) eine Liste der entsprechenden Unternehmen und Bereiche veröffentlicht, deren Beschäftigten zur kritischen Infrastruktur zählen (KRITIS-Liste). Die entsprechenden Stellen können sich ab sofort vorbereiten und beispielsweise das Formular, das später als Impfberechtigung für die Mitarbeitenden dient, auf der Website des Sozialministeriums herunterladen.

Die Öffnung für Beschäftigte aus der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung sieht vor, dass sich Personen aus verschiedenen Bereichen impfen lassen können. Dazu zählen beispielsweise Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, Personen, die in besonders relevanter Position in bestimmten Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind, Journalistinnen und Journalisten, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer oder Personen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, wie etwa der Landesverwaltung, bei der Bundeswehr, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz (einschließlich des Technischen Hilfswerks), in der Justiz oder in der Rechtspflege tätig sind.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag +++

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