Corona-​Newsblog: Sinkende Inzidenz im Kreis Ravensburg basiert auf Meldepanne

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 41.800 (437.975 Gesamt - ca. 386.900 Genesene - 9.303 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.303
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 176,0
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 343.967 (3.357.268 Gesamt - ca. 2.975.200 Genesene - 82.544 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 82.544
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 154,9

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Sinkende Inzidenz im Kreis Ravensburg basiert auf Meldepanne (18.50 Uhr)
  • Gefälschte Impfpässe auch in Baden-Württemberg aufgetaucht (16.57 Uhr)
  • Spahn: Erstmals mehr als eine Million Impfungen an einem Tag (15.06 Uhr)
  • Impfungen für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur in BaWü (16.01 Uhr)
  • Biontech: Zulassungsantrag für Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren in Kürze (10.27 Uhr)
  • Lucha an Spahn: Baden-Württemberg braucht mehr Impfstoff (06.23 Uhr)
  • Schulen im Bodenseekreis droht erneute Schließung (21.22 Uhr)
  • Corona-Infektionen im Alb-Donau-Kreis und in Ulm auf Rekordhoch (18.48 Uhr)

++ Sinkende Inzidenz im Kreis Ravensburg basiert auf Meldepanne

(18.50 Uhr) Im Kreis Ravensburg sind am Donnerstag 103 weitere Corona-Infektionen gemeldet worden. Dass die Inzidenz plötzlich stark sinkt, hat lediglich mit einem Fehler bei der Datenübertragung zu tun. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit.

Die meisten Neuinfektionen waren in Ravensburg (21) und Weingarten (14) zu verzeichnen. Zehn Fälle musste die Behörde wieder zurücknehmen, weil sich zunächst positive Testergebnisse nicht bestätigen ließen. 92 Personen gelten seit Donnerstag als genesen.

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++ Gefälschte Impfpässe auch in Baden-Württemberg aufgetaucht

(16.57 Uhr) Das Landeskriminalamt in Baden-Württemberg warnt davor, Impfpässe in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, da Kriminelle dies missbrauchen. Es seien derzeit gefälschte Impfpässe im Umlauf auch in Baden-Württemberg, teilte das LKA am Donnerstag in Stuttgart mit. Der SWR hatte darüber auf seiner Online-Seite zuerst berichtet.

Im Darknet und bei Messengerdiensten würden solche Blanko-Impfbücher inzwischen für bis zu 200 Euro gehandelt. Der Eintrag im Impfausweis sehe echt aus, trotzdem hätten die Personen nie die attestierte Corona-Schutzimpfung erhalten. Das LKA sei über diese Entwicklung alarmiert.

Kriminaldirektor Oliver Hoffmann, Spezialist für Wirtschaftskriminalität, sagte, mit weiteren Fällen müsse gerechnet werden. Er warnte, dass ein gefälschter Corona-Impfausweis keinerlei Schutz vor einer Ansteckung biete. Das Fälschen eines Dokuments sei an sich eine Straftat und der Gebrauch der Fälschung könne noch weitere Straftaten nach sich ziehen.

Man wisse aus den bisherigen Fällen, dass manche Täter sich Posts in sozialen Medien zu eigen gemacht und dann dort Informationen über die Impfchargen und die Impförtlichkeiten ausgelesen hätten. Diese Informationen könnten dann für die Fälschungen benutzt werden, sagte Hoffmann.

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++ Impfungen für Beschäftigte der kritischen Infrastruktur in BaWü wohl Mitte Mai möglich

(16.01 Uhr) Voraussichtlich von Mitte Mai an sind die Beschäftigten von Unternehmen der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung des Bundes – etwa aus dem Lebensmittelhandel, der Energieversorgung oder aus anderen Teilen der sogenannten kritischen Infrastruktur – in Baden-Württemberg impfberechtigt.

Als Vorbereitung auf diesen Öffnungsschritt hat die Landesregierung am Donnerstag (29. April) eine Liste der entsprechenden Unternehmen und Bereiche veröffentlicht, deren Beschäftigten zur kritischen Infrastruktur zählen (KRITIS-Liste). Die entsprechenden Stellen können sich ab sofort vorbereiten und beispielsweise das Formular, das später als Impfberechtigung für die Mitarbeitenden dient, auf der Website des Sozialministeriums herunterladen.

Die Öffnung für Beschäftigte aus der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung sieht vor, dass sich Personen aus verschiedenen Bereichen impfen lassen können. Dazu zählen beispielsweise Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel, Personen, die in besonders relevanter Position in bestimmten Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind, Journalistinnen und Journalisten, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer oder Personen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, wie etwa der Landesverwaltung, bei der Bundeswehr, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz (einschließlich des Technischen Hilfswerks), in der Justiz oder in der Rechtspflege tätig sind.

++ Spahn: Erstmals mehr als eine Million Impfungen an einem Tag

(15.06 Uhr) Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter voran. Am Mittwoch habe es erstmals mehr als eine Million Impfungen an einem Tag gegeben, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Zugleich sei damit erstmals an einem Tag mehr als ein Prozent der Bevölkerung geimpft worden. Insgesamt haben demnach nun mehr als ein Viertel aller Bundesbürger - nämlich 25,9 Prozent - mindestens eine erste Spritze erhalten. Schon den vollen Schutz mit einer Zweitimpfung haben 7,5 Prozent.

Am Mittwoch hätten die Arztpraxen 730.000 Impfungen gemacht und die regionalen Impfzentren der Länder 360.000 Impfungen, sagte Spahn. Das zeige, wie stark man an Geschwindigkeit gewinne, auch wenn es für eine Grundimmunität der gesamten Bevölkerung noch nicht reiche.

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++ Landesgartenschau öffnet Tore mit einem Jahr Verspätung

(12.00) Am Freitag sollen endlich all die Tore aufgehen, die seit einem Jahr für Gäste verschlossen waren. Corona hatte dafür gesorgt. Wenn es dann soweit ist, beginnt in Überlingen am Bodensee die Landesgartenschau. Mit einem umfassenden Hygienekonzept: Keine Person darf ungestestet aufs Gelände, auf dem Gelände gilt eine Maximalanzahl von Besuchern und es wird darauf hingewiesen, Tickets online zu kaufen. 

360° Foto-Tour beim Pressetermin der LGS Überlingen

Umfassende Informationen und weitere Einblicke auf die Landesgartenschau bekommen Sie hier.

++ Indische Corona-Variante in Stuttgart nachgewiesen

(11.45 Uhr) In Stuttgart ist in einem Fall die indische Corona-Variante B.1.617 nachgewiesen worden. Das hatte das Stuttgarter Gesundheitsamt in seinem Bericht am Mittwoch geschrieben.

Laut SWR habe die Behörde gesagt, dass der Mann bereits Ende Februar nach Stuttgart gezogen und in Quarantäne Symptome entwickelt habe. Nachträglich wurde sein PCR-Test nun ausgewertet und dabei festgestellt, dass seine Infektion auf der indischen Virusmutation beruhte.

Wie die Stadt Stuttgart dem SWR gegenüber bestätigte, war der Mann bis zu seiner Genesung in Quarantäne. Daher sei nicht davon auszugehen, dass er in Stuttgart weitere Personen angesteckt habe.

++ Sollte es Lockerungen für Geimpfte geben? Das sagt Böblingen dazu

(10.57 Uhr) Neben mehr Tests sollen vor allem die steigenden Impfzahlen der Ausweg aus der Pandemie sein. Knapp acht Prozent aller Deutschen haben mittlerweile zwei Impfungen erhalten. Währenddessen wird über Lockerungen für Geimpfte diskutiert.

Laut Robert-Koch-Institut geht von vollständig Geimpften nach zwei Wochen keine Infektionsgefahr mehr aus. Bundesländer, wie Bayern, Rhein-Pfalz und Hessen haben bereits Lockerungen umgesetzt. Auf Bundesebene ist noch nichts beschlossen. Die Böblinger sind sich recht einig. 

Neben mehr Tests sollen vor allem die steigenden Impfzahlen der Ausweg aus der Pandemie werden.

++ Biontech: Zulassungsantrag für Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren in Kürze

(10.27 Uhr) Der Impfstoffhersteller Biontech will in Kürze eine Zulassung seines Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen.

Dieser Antrag werde voraussichtlich "in den nächsten Tagen" bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, dieser Antrag solle am kommenden Mittwoch eingereicht werden. "Wir haben die Studiendaten für die Zwölf- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung", zitierte das Nachrichtenmagazin Biontech-Chef Ugur Sahin.

Die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA dauert in der Regel wenige Wochen.

„Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert: Spätestens in den Sommerferien werden wir die über 12-Jährigen dann impfen können, wenn die Zulassung da ist“, sagte der CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Donnerstag in Berlin.

Biontec möchte eine baldige Zulassung für den Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren.
Biontec möchte eine baldige Zulassung für den Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren.

++ Arbeitsminister Heil: Deutlich mehr Tests in Unternehmen

(10.05 Uhr) Unternehmen in Deutschland bieten ihren Beschäftigten nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) inzwischen deutlich mehr Corona-Tests an.

Bundesweit könne man feststellen, dass seit März die Quote massiv gestiegen sei, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag beim Besuch einer Teststation für Mitarbeiter beim Berliner Gasanbieter Gasag.

Im März hätten noch ungefähr 35 Prozent ein Testangebot bekommen. Nun sei man bei "weit über 80 Prozent", sagte Heil unter Berufung auf aktuelle Befragungen von Beschäftigten.

Firmen sind inzwischen verpflichtet, ihren Mitarbeitern Tests anbieten. "Die meisten Unternehmen haben das sehr vorbildlich und gut umgesetzt und organisiert", sagte Heil. E

in bisschen Luft nach oben sei aber noch. Der Minister rief die Arbeitsschutzbehörden in den Ländern auf, konsequent durch Kontrollen darauf zu achten, dass die Vorgaben eingehalten würden. 

++ Zahl der Arbeitslosen sinkt trotz Corona-Pandemie im April um 56.000

(09.52 Uhr) Die Zahl der Arbeitslosen ist dank einer leichten Frühjahrsbelebung in Deutschland gesunken.

Im April waren nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit vom Donnerstag 2,771 Millionen Menschen ohne Job, 56.000 weniger als im März, aber 127.000 mehr als im April vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent.

++ Moderna will 2021 bis zu einer Milliarde Corona-Impfdosen liefern

(09:41 Uhr) Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern. Im kommenden Jahr sollen es bis zu drei Milliarden Impfdosen sein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Das Präparat von Moderna ist einer von vier Corona-Impfstoffen mit einer Zulassung in der Europäischen Union. Er nutzt ähnlich wie das Mittel von Biontech/Pfizer die neuartige mRNA-Technologie und gilt als sehr zuverlässig und sehr sicher.

Die EU hat in zwei Rahmenverträgen bis zu 460 Millionen Dosen von Moderna bestellt, darunter eine Option auf 150 Millionen Dosen, die erst 2022 geliefert würden.

Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Produktionskapazitäten unter anderem in der Schweiz und in Spanien stark ausgebaut werden. An beiden Standorten soll jeweils doppelt so viel Wirkstoff hergestellt werden wie bisher.

Moderna verwies zudem auf Studienergebnisse, wonach der Impfstoff länger im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad haltbar sei als bisher angenommen, nämlich drei Monate statt einem. Das würde die Handhabe des ansonsten bei minus 20 Grad gelagerten Vakzins erleichtern.

++ Arbeitsagentur-Chef: Wegen Corona nicht die Ausbildung verschieben

(09:12 Uhr) Den Start der Ausbildung oder des Studium wegen Corona nach hinten zu verschieben - davor warnt der Südwest-Chef der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch die Schulabgänger.. "Abwarten ist keine schlaue Idee", sagte Rauch der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" am Donnerstag.

"Denn die Konkurrenzsituation nimmt in den nächsten Jahren nur zu." Durch das Abwarten könnten zum Ausbildungsjahr 2022 plötzlich mehr Bewerber bereitstehen. „Aber weder die Ausbildungsbetriebe noch die Unis werden dann den Andrang schultern können.“

Schon im vergangenen Jahr habe es im Südwesten ein "paar Tausend junge Leute gegeben", die nach der Schule weder eine Berufsausbildung begonnen hätten noch an eine Uni oder an eine weiterführende schulische Einrichtung gewechselt seien. Es sei zu vermuten, dass sich in diesem Jahr noch mehr junge Menschen so entschieden, sagte Rauch.

Über deren zwischenzeitlichen Verbleib könne man nur mutmaßen. Er gehe davon aus, dass sich manche mit Gelegenheitsjobs über Wasser hielten, sagte Rauch, andere würden wohl „von Mama und Papa finanziert“. Ein möglicher Grund für das Abwarten könne sein, dass einige Schüler nach langem Homeschooling nun nicht auch noch digital studieren wollten.

++ Gewalt in Familien: Ulmer Experte warnt vor mehr Problemen durch Corona-Pandemie

(07.06 Uhr) Während der Corona-Pandemie hat die Gewalt in Familien anscheinend zugenommen - vor allem dort, wo es schon vorher Probleme gab. "Die Luft wird dünner, und die Menschen explodieren schneller", sagte der Gründer des Kinderprojekts Arche, Bernd Siggelkow.

"Der Stresspegel ist hoch und die psychische Belastung für Kinder immens", so der Leiter der Arche, die an 27 Standorten in ganz Deutschland Angebote für Kinder aus benachteiligten Familien schafft. Die Kinder seien aggressiver untereinander und gegenüber ihren Eltern.

Repräsentative Daten, die eine Zunahme der Gewalt in Familien während der Corona-Pandemie belegen, liegen laut dem Ulmer Experten Jörg Fegert bislang nicht vor.

Doch nach dem Ende des ersten Lockdowns habe die Medizinische Kinderschutzhotline einen deutlichen Anstieg der Anrufe verzeichnet, so Fegert, der die Hotline leitet. Dort können sich etwa Ärzte, Psychotherapeuten und Mitarbeiter der Jugendhilfe melden, wenn sie kollegiale Beratung bei Verdacht auf Kindesmisshandlung wünschen.

Auch das bundesweite Sorgentelefon „Nummer gegen Kummer“ verzeichnet eine deutliche Zunahme von Anrufen von überlasteten Eltern und Kindern mit Problemen. Gewalterfahrungen seien im Pandemiejahr 2020 von Kindern und Jugendlichen häufiger thematisiert worden als 2019. So wandten sich rund 15 Prozent mehr Kinder und Jugendliche an die Experten am Telefon als 2019 . Auch die Onlineberatung wurde öfter genutzt, etwa 17 Prozent mehr. 

Die „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Jugendliche ist unter der kostenfreien Telefonnummer 116 111 erreichbar. Das Elterntelefon kann hier erreicht werden: 0800 111 0550

Nicht nur physische, sondern auch emotionale Gewalt hat enorme Auswirkungen auf Kinder.
Nicht nur physische, sondern auch emotionale Gewalt hat enorme Auswirkungen auf Kinder. (Foto: Patrick Pleul/dpa)

++ Lucha an Spahn: Baden-Württemberg braucht mehr Impfstoff

(06.23 Uhr) Gesundheitsminister Manne Lucha (Grünen) hat den Bund aufgefordert, Baden-Württemberg im Mai und Juni mehr Impfstoff zur Verfügung zu stellen.

Das Land habe gezeigt, „dass wir ohne Weiteres - sofern nur mehr Impfstoff zur Verfügung steht — mehr als 300 000 Impfungen die Woche schaffen“, schrieb der Grünen-Politiker an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

„Fest steht, dass zahlreiche Impfzentren ihre Kapazität noch steigern können“, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart vorliegt.

Spahn habe die Gesundheitsminister der Länder immer wieder aufgefordert, zu beweisen, dass sie ihren Anteil an den damals benannten 2,25 Millionen Dosen pro Woche verbrauchen können. 

„Baden-Württemberg hat geliefert und diesen Nachweis erbracht“, schrieb Lucha. Die bisher für Baden-Württemberg angekündigten Lieferungen von rund 317 000 bis maximal rund 338 000 Impfdosen pro Woche seien nicht ausreichend.

Außerdem sei es unerlässlich, auch den niedergelassenen Bereich und die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte mit wesentlich mehr Impfstoff auszustatten. Nur so könne man die Impfkampagne ernsthaft vorantreiben. Auch hier müsse der Bund mehr Impfstoff zur Verfügung stellen.

++ RKI registriert 24 736 Corona-Neuinfektionen und 264 neue Todesfälle 

(06.07 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24 736 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 264 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen von Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.55 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Donnerstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 29 518 Neuinfektionen und 259 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 154,9. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,6 angegeben, vor eine Woche hatte sie bei 161,1 gelegen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,90 (Vortag: 0,93). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 90 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen vom Mittwoch

++ Schulen im Bodenseekreis droht erneute Schließung

(21.22 Uhr) Laut Statistik des Landesgesundheitsamts ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Bodenseekreis auf 168,8 je 100.000 Einwohner gestiegen - und damit über den für Schul- und Kitaschließungen entscheidenden Inzidenzwert von 165.

Bleibt die Sieben-Tage-Inzidenz auch am Donnerstag und Freitag über diesem Wert, greift die sogenannte Bundes-Notbremse dahingehend, dass die Schulen im Bodenseekreis in der kommenden Woche auf Fernunterricht umstellen müssen.

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++ Corona-Infektionen im Alb-Donau-Kreis und in Ulm auf Rekordhoch

(18.48 Uhr) Immer dunkler färbt sich das Rot der Corona-Karte blickt man auf Ulm und den Alb-Donau-Kreis. Und die Sorgenfalten in den Amtsstuben sowie im zuständigen Gesundheitsamt dürften größer werden. Dieses hat am Mittwoch einen sprunghaften Anstieg neuer Infektionen für die Region bekanntgegeben. Was steckt dahinter?

Allein in Ulm registrierte das zuständige Gesundheitsamt von Dienstag auf Mittwoch 98 neue Corona-Infektionen. Im Alb-Donau-Kreis sind es 125. Rekordverdächtige Zahlen, die seit Beginn der Pandemie noch nicht erreicht wurden.

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++ Strobl begrüßt Beobachtung einiger „Querdenker“

(15.52 Uhr) Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl hat die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutzes begrüßt, extremistische Teile der Corona-Protestbewegung zu beobachten. „Dass nun gehandelt wird, ist gut“, sagte der CDU-Politiker.

„Der Verfassungsschutz muss die Entwicklung der sogenannten Querdenker fortlaufend analysieren, wir müssen ein ganz besonderes Augenmerk auf diese Bewegung haben.“ Eine weitere Radikalisierung könne nicht ausgeschlossen werden. Sie sei aus Sicht des Verfassungsschutzes „durchaus vorstellbar“, sagte Strobl am Mittwoch.

Das Bundesinnenministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass einige Einzelpersonen und Gruppierungen, die dem Spektrum der Bewegung angehören, einem neuen Sammelbeobachtungsobjekt „Demokratiefeindliche und/oder sicherheitsgefährdende Delegitimierung des Staates“ zugeordnet und „nachrichtendienstlich bearbeitet“ werden.

Damit darf der Verfassungsschutz nun beispielsweise bundesweit Daten zu bestimmten Personen aus der Szene sammeln. Insgesamt befürchtet die Behörde, dass die im Zuge der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen verbreiteten Verschwörungstheorien auch nach dem Ende der Pandemie nicht ganz verschwinden werden.

In Baden-Württemberg beobachtet das Landesamt für Verfassungsschutz bereits die „Querdenken“-Bewegung. Die Behörde ordnet mehrere Akteure dem Milieu der „Reichsbürger“ und „Selbstverwalter“ zu, die unter anderem demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren. Die „Querdenken“-Bewegung weist diese Vorwürfe zurück. 

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Mittwoch +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und den Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

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