Newsblog: Weiterer Corona-Toter im Bodenseekreis

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 41.200 (431.437 Gesamt - ca. 381.000 Genesene - 9.256 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.256
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 197,3
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 297.000 (3.310.301 Gesamt - ca. 2.931.400 Genesene - 81.968 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 81.968
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 167,6

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Weiterer Corona-Toter im Bodenseekreis (21.46 Uhr)
  • Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten leicht gesunken (18.20 Uhr)
  • Baden-Württemberg öffnet Impfterminvergabe für mehr Menschen mit Vorerkrankungen (17.05 Uhr)
  • FDP legt Verfassungsbeschwerde gegen Notbremse ein (16.39 Uhr)
  • Baden-Württemberg erwägt Verschärfung der Bundes-Notbremse (14.11 Uhr)
  • Bayern stellt ab Mittwoch Corona-Geimpfte negativ Getesteten gleich (13.53 Uhr)

++ Weiterer Corona-Toter im Bodenseekreis

(21.46 Uhr) Die Zahl der aktuell Infizierten im Bodenseekreis ist seit dem Wochenende einigermaßen stabil. Die Zahl schwankte leicht von knapp unter bis knapp über 800 Infizierte. Am heutigen Dienstag (Stand: 15 Uhr) gelten im Bodenseekreis 814 Menschen als infiziert.

Neu infiziert haben sich laut Landesgesundheitsamt 89 Personen. Damit sind insgesamt 6715 Infektionen im Bodenseekreis nachgewiesen worden.

2228 Menschen sind in Quarantäne, das sind 21 mehr als vor einem Tag. Außerdem meldet das Landratsamt Bodenseekreis in seinen Statistiken eine traurige weitere Zahl: Ein Mensch im Bodenseekreis ist in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Insgesamt gibt es damit seit Beginn der Pandemie 145 Tote.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten leicht gesunken

(18.20 Uhr) Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche ist im Südwesten leicht gesunken. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) bei 191,9 (Montag: 197,4) wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag mitteilte. Am Sonntag hatte der Wert bei 196,3 gelegen. Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde 3886 neue Corona-Neuinfektionen und 37 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Damit stieg die Zahl der nachgewiesen Fälle auf 435.378. Die Zahl der Todesfälle beträgt nun 9293. In vier Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter dem Wert von 100. Insgesamt gibt es in Baden-Württemberg 44 Stadt- und Landkreise.

Nach Daten des DIVI-Intensivregisters von Krankenhaus-Standorten mit Intensivbetten zur Akutbehandlung sind 602 Covid-19-Patienten in Baden-Württemberg in intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 353 invasiv beatmet. Insgesamt sind derzeit 2173 Intensivbetten von betreibbaren 2463 Betten belegt.

Mehr als 2,5 Millionen Menschen in Baden-Württemberg haben bereits einmalig eine Corona-Impfung erhalten, wie aus den Daten des Impfquotenmonitorings des Robert Koch-Instituts (Stand: 8.00 Uhr) hervorgeht. Das entspricht einer Impfquote von 22,9 Prozent. 779 948 Menschen (7 Prozent) im Südwesten verfügen bereits über den vollständigen Impfschutz.

++ Baden-Württemberg öffnet Impfterminvergabe für mehr Menschen mit Vorerkrankungen

(17.05 Uhr) Vom 3. Mai öffnet das Land die Vergabe von Impfterminen für alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der dritten Priorität. Dazu gehören zahlreiche Menschen mit Vorerkrankungen, etwa behandlungsfreien Krebserkrankungen, HIV, Rheumaerkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma oder Adipositas.

Impfberechtigt sind ab Montag auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die aufgrund einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Noch etwas gedulden müssen sich die Beschäftigten von Berufsgruppen aus der dritten Priorität. Mit der Öffnung dieser Stufe wird, abhängig von den Impfstofflieferungen, etwa Mitte Mai gerechnet.

Mit dem weiteren Öffnungsschritt werden schätzungsweise rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt. Entsprechend ist ab Montag wieder mit einer großen Nachfrage bei der zentralen Terminvergabe zu rechnen.

++ FDP legt Verfassungsbeschwerde gegen Notbremse ein

(16.39 Uhr) Mit einer gemeinsamen Verfassungsbeschwerde haben sich die 80 Mitglieder der FDP-Bundestagsfraktion gegen die Änderungen am Infektionsschutzgesetz in der Corona-Pandemie gewandt.

Dazu sei beim Bundesverfassungsgericht Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz, sogenannten Eilrechtsschutz, gestellt worden, sagte Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP im Bundestag, am Dienstag in Berlin. Die FDP verspreche sich davon eine schnelle Entscheidung. Die FDP hatte die sogenannte Corona-Notbremse wiederholt kritisiert.

„Das Gesetz ist höchst angreifbar und in seiner Wirkung zweifelhaft. Vor allem die Ausgangssperren halten wir für unverhältnismäßig und untauglich“, schrieb Buschmann auf Twitter.

„Wir tun das als 80 Antragsteller für unsere Grundrechte, aber vor allen Dingen für die Grundrechte von 83 Millionen Menschen in diesem Land und auch den über sechs Millionen geimpften Personen“, sagte Buschmann. „Um deren Grundrechte geht es. Um die wollen wir mittels dieses Verfahrens verteidigen.“

++ Sarah-Connor-Konzert in Biberach erneut verschoben

(15.48 Uhr) Auch im zweiten Anlauf klappt es nicht: Das Konzert mit Sarah Connor, das für Freitag, 11. Juni, auf dem Biberacher Marktplatz geplant war, muss aufgrund der aktuellen Corona-Lage erneut verschoben werden. Neuer Termin ist nun Freitag, 10. Juni 2022.

„Wir alle haben lange gehofft, aber größere Sommer-Konzerte erfordern eine intensive und ausreichende Vorbereitungszeit sowie Planungssicherheit für alle Beteiligten, die aktuell leider immer noch nicht gegeben ist“, teilte der Veranstalter Allgäu Concerts am Dienstag mit, der das Konzert zusammen mit der „Schwäbischen Zeitung“ und Donau 3 FM präsentiert.

Bereits erworbene Tickets behalten für 2022 ihre Gültigkeit. Tickets müssen nicht getauscht werden. Wer sein Ticket nicht behalten möchte, kann dieses an der Vorverkaufsstelle, bei welcher das Ticket gekauft wurde, zurückgeben. Der Ticketverkauf für den neuen Termin von Sarah Connor läuft ab sofort unter anderem bei tickets.schwaebische.de oder telefonisch unter 0751/29555777.

++ In Österreich sind ab Montag alle Geschäfte wieder auf

(14.48 Uhr) In Österreich haben vom kommenden Montag an in allen Bundesländern die Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet. Als letztes Bundesland entschloss sich Wien am Dienstag, den seit dem 1. April geltenden Lockdown zu beenden.

Die Lage in den Kliniken und den Intensivstationen habe sich gebessert, sagte Bürgermeister Michael Ludwig. Allerdings behalte er sich vor, notfalls wieder andere Schritte einzuleiten. Ab Anfang Mai werden auch wieder die Museen der österreichischen Hauptstadt besuchbar sein.

In Österreich hatten am 8. Februar alle Geschäfte und Friseure wieder geöffnet. Wegen steigender Corona-Neuinfektionen gingen die drei östlichen Bundesländer Wien, Burgenland und Niederösterreich am 1. April in einen mehrwöchigen Lockdown.

Ab 19. Mai dürfen — begleitet von einem auf Zutrittstests basierenden Schutzkonzept — alle Branchen wie Gastronomie, Hotellerie, Sport und Kultur österreichweit wieder ihre Dienste anbieten. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist zuletzt deutlich gesunken und liegt nun auf dem deutschen Niveau von etwa 170.

++ Baden-Württemberg erwägt Verschärfung der Bundes-Notbremse

(14.11 Uhr) Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwägt wegen stark steigender Corona-Zahlen eine Verschärfung der Bundes-Notbremse. Er müsse prüfen, „dass wir unter Umständen die Maßnahmen der Notbremse verschärfen müssen“, sagte der Grünen-Regierungschef am Dienstag in Stuttgart.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt landesweit nur noch knapp unter 200. „Wir stecken noch voll in der Corona-Krise“, sagte Kretschmann. Er hoffe, dass man im Sommer die Oberhand über die Pandemie bekomme. Welche Maßnahmen er womöglich verschärfen will, sagte der Grünen-Politiker nicht. Denkbar wäre, den Grenzwert für Schulschließungen von 165 noch weiter herunterzusetzen oder die Ausgangsbeschränkungen früher beginnen zu lassen.

++ Bayern stellt ab Mittwoch Corona-Geimpfte negativ Getesteten gleich

(13.53 Uhr) Vollständig Geimpfte werden in Bayern ab Mittwoch negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Der Freistaat setzt damit diesen Punkt früher um als der Bund.

In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vorweisen müssen. Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmbädern, sind aber nicht vorgesehen.

Wer zweimal geimpft sei und „nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Grundrechte müssten so schnell es geht, zurückgegeben werden.

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hatte es noch keine Beschlüsse zum bundesweiten Umgang mit Geimpften und Genesenen und möglichen Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen für sie gegeben. Die Bundesregierung will nach einer Ankündigung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kommende Woche einen Vorschlag machen, so dass eine Verordnung am 28. Mai vom Bundesrat beschlossen werden könnte.

++ Studie: Viele Jugendliche sind durch Corona häufiger in der Natur

(11.50 Uhr) Seit Beginn der Corona-Krise hält sich mehr als die Hälfte der Jugendlichen nach eigener Einschätzung häufiger in der Natur auf. Das ergab die erste Jugend-Naturbewusstseinsstudie, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Dienstag in Bonn vorstellte.

So gaben 52 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, viel häufiger oder zumindest etwas häufiger in der Natur unterwegs zu sein als vor der Corona-Krise. 

Natur spiele für sie oft eine wichtige Rolle beim Stressabbau und zur Ablenkung, aber auch als Raum für Sport und Bewegung

33 Prozent der jungen Menschen sehen eine Verbindung der Corona-Krise zum Zustand von Natur und Umwelt. 36 Prozent halten Corona nur für ein Gesundheitsthema, 31 Prozent sind unentschieden.

Für die Jugend-Naturbewusstseinsstudie 2020 wurden im Auftrag des Bundesumweltministeriums und des BfN im Frühsommer vergangenen Jahres gut 1000 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren befragt. Im Herbst wurde die Befragung um das Thema "Natur und Corona" und weitere 1000 Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren ergänzt. Die Studie ist den Angaben zufolge repräsentativ für Deutschland.

++ Kassenärztliche Bundesvereinigung: Impfgipfel war „Phrasengipfel“

(10.50 Uhr) Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dessen Ergebnisse scharf kritisiert.

„Wir sind deutlich verwundert und reiben uns ein bisschen die Augen, wenn jetzt von einem „Hoffnungsgipfel“ gesprochen wird. Ich würde fast eher sagen, „ein Phrasengipfel und ein Gipfel der Gemeinplätze““, sagte Hofmeister im Interview mit der Bayern-2-„Radiowelt“.

Bund und Länder hatten bei dem Gipfel am Montag entschieden, die Impfpriorisierung spätestens im Juni aufheben zu wollen. Das käme vielen Bürgern vermutlich noch zu lang vor, sagte Hofmeister. „Sobald also genug Impfstoff da ist — und das ist ja jetzt Woche für Woche mehr der Fall — muss geimpft werden, wer geimpft werden kann.“

Hofmeister kritisierte zudem, dass es nach dem Gipfel noch keine Entscheidung gebe, wann Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene aufgehoben werden könnten. 

++ Bundes-Notbremse im ganzen Saarland - vorläufig Aus für Modellprojekt

(10.20 Uhr) Im Saarland gilt die Bundes-Notbremse ab diesem Donnerstag im ganzen Bundesland. Der Saarpfalz-Kreis hat als letzter Kreis im Land am Dienstag laut Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz von 100 an drei Tagen in Folge überschritten, sodass dort ab Donnerstag die Einschränkungen nach dem neuen Bundesgesetz greifen.

Damit ist das am 6. April gestartete Saarland-Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Tests setzt, dann in allen Kreisen im Land vorerst ausgebremst.

Beim Saarland-Modell standen unter anderem Kinos, Theater und Fitnessstudios Bürgern offen, die einen negativen Corona-Test vorlegen konnten. Bei der gelben Ampel gab es eine erweiterte Testpflicht etwa im Einzelhandel.

Am Dienstag stand die landesweite Inzidenz laut RKI bei 144,4 - nach 142,9 am Montag.

++ Münchens OB Reiter hat kaum noch Hoffnung für Oktoberfest

(8.14 Uhr) Es wird immer wahrscheinlich, dass auch in diesem Jahr das Münchner Oktoberfestes auch in diesem Jahr ausfällt. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat sich erneut sehr skeptisch dazu geäußert, dass die Wiesn stattfinden kann.

Der „Bild“-Zeitung sagte der Rathauschef, dass er eigentlich im letzten Jahr fest davon ausgegangen sei, dass es 2021 das Oktoberfest geben wird. „Die Hoffnung wird von Woche zu Woche schwächer, wenn man ehrlich ist“, schränkte Reiter jetzt aber ein. 

Stand heute könnte es nach den geltenden Regelungen nicht stattfinden“, stellte der OB fest. Man könne nicht sagen, dass die Pandemie in irgendeiner Art am Abklingen sei. „Und deswegen kann man sich derzeit nur schwer vorstellen, dass es der Welt größtes Volksfest geben kann.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich ebenfalls skeptisch gezeigt.

Reiter sagte nun der Zeitung, dass er die mögliche Absage im Mai mit Söder klären wolle. Es würde Sinn machen, Entscheidungen für alle großen Volksfeste in Bayern zu treffen. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass solche Feste aus infektiologischen Gründen nicht zu verantworten sind.“

So gerne viele es sich wünschen würden: Auch in diesem Jahr wird es Stand jetzt kein Oktoberfest geben.
So gerne viele es sich wünschen würden: Auch in diesem Jahr wird es Stand jetzt kein Oktoberfest geben. (Foto: dpa)

++ Angriff auf ZDF-Team in Berlin — Ermittlungen seit einem Jahr 

(06.35 Uhr) Ein Jahr nach der Attacke gegen ein ZDF-Team in Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft noch immer. Eine Prognose zum Abschluss des Verfahrens sei derzeit nicht möglich, sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde auf dpa-Anfrage.

Das Fernsehteam war am 1. Mai 2020 von einer größeren Gruppe überfallen worden.

Ermittelt werde wegen des Verdachts gemeinschaftlicher, gefährlicher Körperverletzung sowie Landfriedensbruchs im besonders schweren Fall, so die Sprecherin.

Das Ermittlungsverfahren richte sich gegen sechs namentlich bekannte Beschuldigte sowie weitere unbekannte, mutmaßliche Mittäter. Weitere Auskünfte zu den umfangreichen Ermittlungen könnten nicht erteilt werden, hieß es.

Das Kamerateam hatte bei einer Demonstration gegen die Corona-Regeln gefilmt, es war im ZDF-Auftrag für das Satireformat „heute-show“ unterwegs. 

Ermittler hatten mit mehreren Aufrufen nach Zeugen gesucht und um Foto- oder Videoaufnahmen von der sogenannten Hygiene-Demonstration an dem Tag gebeten. Nach früheren Angaben gab es auch Hinweise, dass die Täter geplant vorgegangen sein könnten.

++ RKI registriert 10.976 Neuinfektionen und 344 neue Todesfälle

(06.12 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.976 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 344 neue Todesfälle verzeichnet.

Das geht aus Zahlen von Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. N

Am Dienstag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 9.609 Neuinfektionen und 297 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 167,6.

Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 169,3 an, vor eine Woche lag sie bei 162,4.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Montagabend bei 1,01 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken.

Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

++ Impfung beim Betriebsarzt: Minister Lucha besucht Pilotprojekt

(06.02 Uhr) Mit einem Pilotprojekt beim Kranhersteller Liebherr in Ehingen (Alb-Donau-Kreis) haben die ersten Corona-Impfungen bei Betriebsärzten im Südwesten begonnen. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) wird das Impfzentrum auf dem Firmengelände am Dienstagnachmittag besuchen.

Bereits am Montag haben die ersten Impfungen für die über 60-jährigen Mitarbeiter des Werks begonnen. Für Montag und Dienstag dieser Woche stehen Liebherr zunächst 200 Impfdosen aus dem Kontingent des Landes zur Verfügung, wie eine Sprecherin des Sozialministeriums mitteilte.

Von den rund 4000 Beschäftigten hätten bereits etwa 2500 ihr Interesse an einer Impfung bekundet, sagte ein Unternehmenssprecher. Geimpft werden aber zunächst nur die über 60-Jährigen. Es gilt auch hier die Priorisierung.

Das Land hatte vor kurzem angekündigt, ab dem Sommer auch Betriebsärzte in die Impfungen einzubeziehen und den Ablauf zuvor in Modellprojekten zu erproben.

Das waren die letzten Meldungen von Montag:

++ 1000 Mitarbeiter bei Evobus in Neu-Ulm in Kurzarbeit

(20.56 Uhr) Während der Daimler-Konzern im ersten Quartal einen Milliarden-Gewinn verbucht, leidet die Bussparte des Unternehmens nach wie vor stark unter der Corona-Krise. Davon ist vor allem Evobus in Neu-Ulm betroffen, da die Nachfrage nach Reisebussen pandemiebedingt stark zurückgegangen ist.

Der Absatz von Daimler Buses ging im ersten Quartal 2021 deutlich um 27 Prozent auf 3700 Einheiten zurück. In der Region EU 30 (Europäische Union, Großbritannien, Norwegen und Schweiz) betrug der Rückgang 48 Prozent, in Brasilien, dem Hauptmarkt in Lateinamerika, 18 Prozent.

Von den 3850 Mitarbeitern am Standort Neu-Ulm seien mehr als 1000 in Kurzarbeit, sagte ein Pressesprecher von Daimler. Die Montage ist zu 90 Prozent in Kurzarbeit, die Lackiererei (in der auch Stadtbusse bearbeitet werden) zu 30 Prozent. Andere Bereiche wie Verwaltung, Vertrieb oder Entwicklung arbeiten im normalen Umfang.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Sieben-Tage-Inzidenz nähert sich der 200er-Grenze

(19.37 Uhr) Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche könnte im Südwesten schon bald den Wert von 200 überschreiten. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag (Stand: 16.00 Uhr) bei 197,4, wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Montag mitteilte.

Am Sonntag hatte der Wert bei 196,3 gelegen. Im Vergleich zum Vortag verzeichnete die Behörde 1800 neue Corona-Neuinfektionen und 30 neue Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.

Damit stieg die Zahl der nachgewiesen Fälle auf 431.492. Die Zahl der Todesfälle beträgt nun 9256. In 4 Kreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit unter dem Wert von 100. In 32 der 44 Stadt- und Landkreis in Baden-Württemberg übersteigt der Wert dagegen die Schwelle von 165, ab der etwa Schulen und Kitas schließen müssen.

Nach den Daten des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) lagen am Montag in Baden-Württemberg 592 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Krankenhäusern. 357 von ihnen wurden invasiv beatmet. Rund 87 Prozent der 2451 betreibbaren Intensivbetten sind derzeit belegt.

Mehr als 2,5 Millionen Menschen in Baden-Württemberg haben bereits einmalig eine Corona-Impfung erhalten, wie aus den Daten des Impfquotenmonitorings des Robert Koch-Instituts (Stand: 8.00 Uhr) hervorgeht. Das entspricht einer Impfquote von 22,5 Prozent. Etwa 773 000 Menschen (7 Prozent) im Südwesten verfügen bereits über den vollständigen Impfschutz.

++ Impfpriorisierung wird laut Merkel spätestens im Juni beendet

(18.10 Uhr) Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Corona-Virus soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens im Juni fallen. „Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben“, sagte Merkel am Montag in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

In vielen Bundesländern seien bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft, sagte Merkel weiter. Die Gruppe III sei geöffnet. Im Großen und Ganzen gehe man davon aus, dass diese Gruppe im Mai die erste Impfung erhalten werde, „so dass wir dann spätestens, je nachdem wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni - aber ich sage nochmals: spätestens - die Priorisierung aufheben können“.

++ Wilhelma öffnet für Corona-Getestete

(17.34) Stuttgarts Zoo und Botanischer Garten, die Wilhelma, darf seine Außenbereiche wieder öffnen. Das berichtet der Nachrichtendienst epd. Ab diesem Mittwoch können Gäste die Anlagen besuchen, sofern ein aktueller negativer Corona-Schnelltest vorliegt. Kinder unter fünf Jahren brauchen den Test nicht.

Selbsttests gelten nicht, es muss ein Test von offizieller Seite vorliegen. Abstands- und Maskenregelungen bleiben in Kraft, Tickets müssen online gebucht werden.

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