Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Meldungen am Montag

Digital-Redakteur
Crossmedia Volontär
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 37.700 (407.605 Gesamt - ca. 360.900 Genesene - 9.063 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:9.063
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 173,4
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 286.500 (3.153.699 Gesamt - ca. 2.787.200 Genesene - 80.006 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 80.006
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 165,3

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Ausgangsbeschränkungen werden weniger streng (11.45 Uhr)
  • Impftermine jetzt für alle über 60 (07.05 Uhr) 
  • Baden-Württemberg zieht Notbremse selbst (06.40 Uhr) 
  • Neue Corona-Verordnung: Das gilt ab Montag (06.30 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Inzidenz im Südwesten leicht auf 170 gesunken — 12 Kreise über 200

(19.22 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist nach Angaben des Landesgesundheitsamts etwas gesunken — von 173,4 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen auf 170,5. Am Montag sind die Fallzahlen allerdings meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Im Vergleich zu Montag vor einer Woche lagen die Werte um knapp 27 Fälle höher.

Laut Landesgesundheitsamt (Stand: 16.00) lagen bei der Inzidenz 12 (minus 1) der 44 Stadt- und Landkreise über der 200er und nur 5 unter der 100er Marke. Baden-Württemberg rangiert hier unter den Bundesländern auf dem viertletzten Rang — nur Bayern, Sachsen und Thüringen haben noch höhere Werte.

Am höchsten ist der Inzidenzwert im Südwesten weiterhin in der Stadt Heilbronn mit 276,5, es folgen der Landkreis Schwäbisch-Hall mit 268,3 und der Landkreis Heilbronn mit 264,8. Am niedrigsten war die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald mit 73,6, gefolgt von der Stadt Freiburg mit 74,0. Erst unterhalb der 50er-Marke können Gesundheitsämter Kontakte von Infizierten nachverfolgen, wie es immer wieder hieß.

++ Bürger im Bodenseekreis müssen ab 21 Uhr zu Hause bleiben

(19.01 Uhr) Weil im Bodenseekreis der Wert der Sieben-Tages-Inzidenz weiter über 100 liegt, „gilt die neue Corona-Verordnung automatisch“, sagt der Pressesprecher des Bodenseekreises, Robert Schwarz, auf Anfrage.

Das heißt vor allem, dass der Aufenthalt zwischen 21 bis 5 Uhr außerhalb der eigenen Wohnung jetzt nur noch mit triftigem Grund erlaubt ist. Die Polizei kündigt an, mit Augenmaß zu kontrollieren.

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++ Bregenzerwald: Ab Mittwoch gilt wieder die Ausreisetestpflicht

(17.35 Uhr) Weil die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe geschnellt waren, zieht das Land Vorarlberg nun die Reißleine. Ab Mittwoch, 0 Uhr, muss jeder, der den Bregenzerwald verlässt, einen negativen PCR-Test oder einen negativen Antigen-Test vorlegen.

Die Ausreisetestpflicht soll für mindestens sieben Tage aufrechterhalten werden, wie Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Montag in einer Pressekonferenz bekanntgab. Kinder bis zehn Jahre und alle Schülerinnen und Schüler brauchen keinen Test für die Ausreise. Der Grund: Sie werden in den Schulen getestet.

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 Für den Bregenzerwald gilt ab Mittwoch eine Ausreisetestpflicht.
Für den Bregenzerwald gilt ab Mittwoch eine Ausreisetestpflicht. (Foto: cf/Archivbild)

++ Ausgangsbeschränkung im Kreis Ravensburg erst ab Mittwoch, 21. April

(17.20 Uhr) Eine nächtliche Ausgangsbeschränkung im Kreis Ravensburg gilt ab Mittwochabend, 21 Uhr. Das teilte das Landratsamt am Montag mit. Weil das Amt davon ausgeht, dass die Regelung erst zwei Tage nach Bekanntgabe am Montag gelten dürfen, treten diese erst am Mittwoch in Kraft. 

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++ Inzidenz deutlich über 200: Kreis Tuttlingen schließt Schulen und Kitas

(16.55 Uhr) Spätestens ab Mittwoch, 21. April, sollen alle Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen im Landkreis Tuttlingen wieder schließen. Denn dann wird die Marke von 200 Infektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner den dritten Tag in Folge übertroffen. In Schulen des Landkreises Tuttlingen endet der Präsenzunterricht schon früher.

Das berichtete die Presseprecherin des Landkreises Tuttlingen, nachdem es am Montagmorgen eine Sondersitzung von Landrat Stefan Bär mit den Leitern der Kreisschulen gegeben. Darin habe man sich auf eine vorgezogene Schließung ab Dienstag verständigt.

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++ Lage „sehr angespannt“: Kaum noch freie Intensivbetten in der Region

(16.50 Uhr) Die Infektionslage bewegt sich auch im Landkreis Biberach weiter auf einem hohen Niveau und spiegelt sich immer deutlicher in den Krankenhäusern der Region wider. So erhöhte sich im Biberacher Sana-Klinikum die Anzahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-Patienten über das Wochenende von fünf auf neun.

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++ Run auf Impftermine für über 60-Jährige

(15.17 Uhr) Manch ein über 60-jähriger Baden-Württemberger wählte sich am Montag die Finger wund, ohne einen Impftermin zu ergattern — andere hatten Glück. Zum ersten Mal war die Vergabe von Impfzeiten für diese Altersgruppe geöffnet.

Bisher musste man mindestens 70 Jahre alt sein oder Vorerkrankungen oder einen bestimmten Beruf haben. Das Sozialministerium war von einem großen Andrang ausgegangen und hatte vor allem die über 70-Jährigen vergangene Woche noch einmal aufgerufen, sich noch schnell einen Termin geben zu lassen.

Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind abgeschlossen. Die große Mehrheit der über 80-Jährigen in Baden-Württemberg ist geimpft.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne)

Zuletzt hätten die Impfstofflieferungen deutlich zugenommen, gleichzeitig seien Termine für Impfungen mit Astrazeneca in einzelnen Zentren freigeblieben, hieß es.

Laut Ministerium haben die Impfwilligen keinen Einfluss darauf, welchen Impfstoff sie bekommen. Dies entscheiden die Impfzentren. Wem der verwendete Impfstoff nicht passt, dem stehe der Weg über eine Hausarztpraxis offen, sagte eine Ministeriumssprecherin.

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) resümierte: „Die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen sind abgeschlossen. Die große Mehrheit der über 80-Jährigen in Baden-Württemberg ist geimpft.“

Über die Warteliste der über 80-Jährigen konnte laut Lucha über 160.000 Menschen geholfen werden, sie sei abgearbeitet. In der vergangenen Woche wurden etwa eine Million Termine in Baden-Württemberg vergeben, Lucha zufolge ein neuer Rekord.

++ 19,8 Prozent der Deutschen mindestens einmal geimpft

(12.09 Uhr) Gegen das Coronavirus sind nach Meldedaten bislang 19,8 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens ein Mal geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 19. April hervor (Stand: 8.00 Uhr). Demnach wurden etwa 16,4 Millionen Menschen ein Mal geimpft, weitere 5,5 Millionen haben den vollen Impfschutz.

Dabei haben die sieben Bundesländer Rheinland-Pfalz, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig Holstein, das Saarland und Bremen bereits die 20-Prozent-Marke bei jenen erreicht, die mindestens eine Impfung erhalten haben. Der Stadtstaat Bremen hat mit 22,9 Prozent die höchste Quote. Am Wochenende impften die Ärzte weniger als unter der Woche. Samstag und Sonntag verabreichten sie insgesamt 599 226 Impfungen.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

++ Einigung zu Bundes-Notbremse: Ausgangsbeschränkungen weniger streng

(11.45 Uhr) Das geplante Gesetz zur Eindämmung der Corona-Pandemie soll nun doch weniger strenge Regeln für nächtliche Ausgangsbeschränkungen enthalten als ursprünglich geplant. Das teilten Teilnehmer der Beratungen der Regierungskoalition am Montag auf Anfrage mit. Ausgangsbeschränkungen soll es demnach zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr geben.

Joggen und Spaziergänge sollen bis Mitternacht erlaubt sein. Im Einzelhandel soll das Abholen bestellter Waren (Click & Collect) auch bei hohen Infektionszahlen weiterhin möglich sein. Für Schulen wäre, wenn das Gesetz so vom Bundestag beschlossen wird, Distanzunterricht ab einem Inzidenzwert von 165 verpflichtend.

++ Stiko-Chef Mertens: Impfangebot bis Sommer machbar

(10.42 Uhr) Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko) hält es weiterhin für realistisch, dass jeder Impfwillige bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhält. „Zusammen mit den Impfzentren und den Hausärzten haben wir sicher gute Möglichkeiten, das bis zum Sommer zu schaffen“, sagte Thomas Mertens am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Dafür sei jedoch entscheidend, wie zuverlässig die Lieferungen kämen und die Verimpfung klappe.

Mertens sprach sich gegen eine Aufhebung der Impf-Reihenfolge aus und hält die geltende Priorisierung angesichts der gerade volllaufenden Intensivstationen und drohenden Überlastung des Medizinsystems für geboten. „Das ist ja genau der Grund, warum wir die Impfung zunächst für die Menschen empfehlen, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankungen haben“, so der Stiko-Vorsitzende.

Er glaube zudem nicht, dass man durch eine Aufhebung der Reihenfolge für mehr Tempo sorgen könne. Modellierungen von verschiedenen wissenschaftlichen Gruppen zeigten übereinstimmend, „dass man durch Modifizierung des Vorgehens im Augenblick an dieser Welle nichts ändern kann.“

++ Ifo: Corona trifft Städte wirtschaftlich besonders hart

(09.00 Uhr)  Städte leiden wirtschaftlich besonders stark unter der Corona-Krise. In ihnen stieg die Arbeitslosigkeit schneller und das Geschäftsklima verschlechterte sich stärker als andernorts, wie eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Münchner Ifo-Instituts ergab. "Der soziale Konsum spielt in den Städten eine größere Rolle. Hier schlagen die Auswirkungen der Pandemie besonders ins Kontor", sagte Andreas Peichl, Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen.

Zudem fehlt den Städten ein wichtiger Treiber der Erholung: "Weil in Städten weniger Industrie angesiedelt ist, haben sie zudem weniger von der Erholung des verarbeitenden Sektors in der zweiten Jahreshälfte 2020 profitiert", sagt Peichl.

In der Studie untersuchten die Forscher vier Gruppen von Städten und Landkreisen. Eine umfasste Städte, eine norddeutsche Gebiete mit niedrigen Inzidenzen, eine Süd- und Westdeutschland außerhalb der Städte und eine ostdeutsche Gebiete mit hohen Inzidenzen.

Obwohl die Gruppe der Städte nicht die höchsten Inzidenzwerte im Vergleich hatte, stieg in ihr die Arbeitslosenquote mit Abstand am stärksten. Von Januar 2020 bis August 2020 legte sie um knapp 1,5 Prozentpunkte zu. In den anderen Gruppen ging es nur um 0,3 bis 0,8 Punkte nach oben. Bis zum Ende des Beobachtungszeitraums im Dezember 2020 hatte sich die Lage zwar etwas entspannt, die Städte standen allerdings immer noch klar am schlechtesten da.

++ Impftermine jetzt für alle über 60

(07.05 Uhr)  Alle Baden-Württemberger über 60 können sich nun gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Land öffnet am Montag die Terminvergabe für die über 60-Jährigen. Bisher musste man mindestens 70 Jahre alt sein oder Vorerkrankungen oder einen bestimmten Beruf haben. Das Sozialministerium geht von einem großen Andrang aus und hatte vor allem die über 70-Jährigen vergangene Woche noch einmal aufgerufen, sich noch schnell einen Termin geben zu lassen. Zuletzt hätten die Impfstofflieferungen deutlich zugenommen, gleichzeitig seien Termine für Impfungen mit Astrazeneca in einzelnen Zentren freigeblieben.

++ Kein Warten auf den Bund - Baden-Württemberg zieht Notbremse selbst

(06.40 Uhr) Für Corona-Hotspots im Südwesten gelten von Montag an einheitlich schärfere Regeln. Das Land wartet nicht auf den Bund und führt stattdessen am Montag selbst eine Notbremse für Regionen mit hoher Inzidenz ein. Wo die Zahl der Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt, treten damit schärfere Kontaktregeln in Kraft, außerdem gibt es nächtliche Ausgangsbeschränkungen. Museen, Galerien und Zoos und auch Wettannahmestellen müssen schließen, für den Friseurbesuch ist ein negativer Schnelltest erforderlich. Abholangebote im Einzelhandel bleiben hingegen erlaubt.

Die meisten Stadt- und Landkreise lagen zuletzt über der Marke von 100, mehrere auch jenseits der 200. Die Notbremse tritt jeweils wieder außer Kraft, wenn die Schwelle von 100 in einer Region an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird.

++ Corona pusht Alternativen zu Tierversuchen

(06.40 Uhr) Corona hat die Entwicklung alternativer Methoden zu Tierversuchen befeuert: Forscher arbeiten an künstlichen Organmodellen, Computersimulationen und bildgebenden Verfahren, um im Kampf gegen das Virus voranzukommen. So lassen sich Versuche mit Lungen- oder Darmgewebe auf speziellen Chips vornehmen, wie der Neurobiologe Roman Stilling von "Tierversuche verstehen", einer Informationsinitiative der Wissenschaft, erläutert.

"Mit diesen Instrumenten wurden und werden schon wichtige Erkenntnisse gewonnen – doch sie können das Immunsystem eines Gesamtorganismus derzeit noch nicht vollständig ersetzen", sagt Stilling anlässlich des Internationalen Tags des Versuchstiers am 24. April.

Bei den Pharmafirmen gehe der Trend aus Kostengründen zu Alternativmethoden. "Eine einzige Maus-Mutante kann schon mal mehrere Hundert Euro kosten", erklärt Stubenbord. Die Universitäten hielten hingegen an Tierexperimenten fest. Das habe etwa der Protest von Dekanen gegen eine Änderung im Landeshochschulgesetz gezeigt, die das Aus fürs Sezieren von Tieren als Teil der Ausbildung von Biologen, Pharmakologen und Tiermedizinern bedeutet. "Das ist auch ein Generationenproblem", findet Stubenbord.

++ Neue Corona-Verordnung: Das gilt ab Montag

(06:30 Uhr )Die Landesregierung hat die Corona-Regeln angepasst. Ab Montag setzt sie die "Notbremse" um. Die wichtigsten Änderungen rund um Einkauf, Schule und Treffen mit Freunden und Verwandten gibt es hier

++ RKI registriert 11 437 Corona-Neuinfektionen und 92 neue Todesfälle

(05.30 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11 437 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 92 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.25 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Am Montag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 13 245 Neuinfektionen und 99 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 165,3. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,3 angegeben.

 Das waren die wichtigsten News vom Wochenende 17. und 18. April

++ Ravensburg: So alt sind die Toten und keine verlässlichen Angaben zur Ausgangssperre

(17.11 Uhr) Als Vorreiter könnte man die Stadt Ravensburg bezeichnen. Als erste Stadt veröffentlicht sie nun das Alter der Verstorbenen. 

+++ Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie im Kreis Ravensburg die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg inklusive möglicher Ausgangssperren umgesetzt wird, ist auch am Sonntagabend noch mit Unsicherheiten behaftet. Das Landratsamt verschickte bis 18 Uhr keine Pressemitteilung zum weiteren Vorgehen und reagierte auf eine aktuelle Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ zunächst nicht.

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf 173,4

(16.00) Uhr Am Samstag lag der Wert noch bei 170,5. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Sonntag (Stand 16.00) liegen inzwischen 13 der 44 Stadt- und Landkreise über der 200er-Inzidenz (Samstag: 10) - und nur 5 unter der 100er-Inzidenz.

Am höchsten ist der Wert nun in der Stadt Heilbronn mit 286,7, danach folgt der Landkreis Schwäbisch-Hall mit 279,5. 

Auch bei uns steigen die Zahlen weiter. Spitzenreiter ist der Ostalbkreis mit einem Wert von 223,2 gefolgt von den Landkreisen Biberach (189,3), Sigmaringen (168,9), Alb-Donau (167,4) und Ravensburg (159,1. Den niedrigsten Wert im Verbreitungsgebiet hat der Bodenseekreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 107,6. 

++ Alle Werte und Zahlen vom Landesgesundheitsamt bekommen Sie hier. 

Auch die Zahl der belegten Intensivbetten wird immer wieder gerne als Zeichen des Standes in der Pandemie hergenommen. Stand Sonntag (16 Uhr) sind 2070 Intensivbetten von betreibbaren 2390 Betten (86,6 Prozent) derzeit belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Hunderte Anzeigen nach Demos gegen Corona-Maßnahmen

(11.21 Uhr) Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die Stadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden sie angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben.

Zahlreiche "Querdenker" und weitere Gegner der Corona-Politik hatten sich am Samstag trotz Demo-Verboten in Stuttgart versammelt. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, trugen Trommeln und Fahnen. Die Beamten stoppte den Angaben nach mehrere spontane, nicht genehmigte Aufzüge und Gruppenbildungen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Insgesamt waren rund 1000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt.

Im Vorfeld hatte die Stadt zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten und dafür Rückendeckung von den Gerichten erhalten. Noch am Samstag hatte das Bundesverfassungsgericht zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge abgewiesen. Trotzdem hatte "Querdenken" dazu aufgerufen, in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

++ Scholz wirbt für bundeseinheitliche Notbremse

(08.56 Uhr) Die Debatte über den Nutzen der geplanten bundeseinheitlichen Corona-Notbremse reißt nicht ab. Vizekanzler Olaf Scholz warb in der "Welt am Sonntag" erneut für die entsprechenden Neuerungen des Infektionsschutzgesetzes.

Wichtig seien ihm klare, einheitliche und lebensnahe Regelungen: "Für die privaten Kontakte, für das Einkaufen, für Ausgangsbeschränkungen, von deren Nutzen ich weiterhin überzeugt bin. Es muss für jede und jeden nachvollziehbar sein, was gilt."

Mit dem Gesetz soll es künftig bundeseinheitliche Regelungen für Corona-Maßnahmen geben. Überschreitet die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis den Wert von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, müssen etwa Geschäfte geschlossen werden und es greifen Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr.

++ Polizei muss illegale „Querdenker“-Versammlung in Kempten auflösen

(07.37 Uhr) Nach dem Demo-Verbot in Kempten haben rund 1000 Gegner der Corona-Politik am Samstag versucht, dennoch eine Versammlung in der Innenstadt des Ortes im Allgäu abzuhalten. Auch Mitglieder der linken Szene, deren Gegendemonstration ebenfalls untersagt worden war, hielten sich am Nachmittag laut Polizei in der Innenstadt auf.

Dabei stellte die Polizei insgesamt fast 180 Verstöße gegen das Versammlungsrecht wegen Teilnahme an einer verbotenen Versammlung fest. Gegen rund 300 Personen wurden Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht in der Innenstadt eingeleitet, rund 230 Personen wurden Platzverweise erteilt. Vier Menschen wurden demnach vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Rund 500 Menschen hatten sich nach Angaben der Polizei auf einem Platz eingefunden, der ursprünglich einer der Demo-Orte sein sollte. Die illegale Versammlung sei aufgelöst worden, erläuterte ein Sprecher. Die Polizei räumte demnach den Platz. Weil an gleicher Stelle ein Wochenmarkt stattgefunden habe, sei mit der Räumung nach Ende des Marktes begonnen worden.

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+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Wochenende+++

Ausgewählte Artikel zum Virus und den Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

Coronavirus - Kempten
Am Wochenmarkt auf dem Hildegardplatz kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte in Kempten Kundgebungen der „Querdenken“-Initiative untersagt. Ursprünglich war eine Demonstration mit 8000 Teilnehmern angemeldet. (Foto: Stefan Puchner)

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