Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten News vom Wochenende 17. und 18. April

Digital-Redakteur
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 40.273 (407.652 Gesamt - ca. 358.316 Genesene - 9.063 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 9.063
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 173,4
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 287.100 (3.142.262 Gesamt - ca. 2.775.200 Genesene - 79.914 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 79.914
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 162,3

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Neue Corona-Regeln fürs Land: Das gilt ab 19. April (18.30 Uhr) 
  • Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf über 170 (16.00 Uhr) 
  • Hunderte Anzeigen nach Demos gegen Corona-Maßnahmen (11.21 Uhr)
  • Ein Kirschbaum erinnert in Meckenbeuren an die Pandemie-Opfer (14.22 Uhr)
  • In Tettnang startet die Luca-App (12.59 Uhr)
  • Scholz wirbt für bundeseinheitliche Notbremse (08.56 Uhr)
  • Polizei muss illegale „Querdenker“-Versammlung in Kempten auflösen (07.37 Uhr)

Das Blog ist für heute beendet, wir sind am Montag wieder für Sie da. Bis dahin finden Sie die wichtigsten Corona-News vom Wochenende hier zum nachlesen.

++ Neue Corona-Verordnung: Das gilt ab Montag

(18:30 Uhr )Die Landesregierung hat die Corona-Regeln angepasst. Ab Montag setzt sie die "Notbremse" um. Die wichtigsten Änderungen rund um Einkauf, Schule und Treffen mit Freunden und Verwandten gibt es hier

++ Ravensburg: So alt sind die Toten und keine verlässlichen Angaben zur Ausgangssperre

(17.11 Uhr) Als Vorreiter könnte man die Stadt Ravensburg bezeichnen. Als erste Stadt veröffentlicht sie nun das Alter der Verstorbenen. 

+++ Mehr dazu lesen Sie hier.

Wie im Kreis Ravensburg die neue Corona-Verordnung für Baden-Württemberg inklusive möglicher Ausgangssperren umgesetzt wird, ist auch am Sonntagabend noch mit Unsicherheiten behaftet. Das Landratsamt verschickte bis 18 Uhr keine Pressemitteilung zum weiteren Vorgehen und reagierte auf eine aktuelle Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ zunächst nicht.

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt auf 173,4

(16.00) Uhr Am Samstag lag der Wert noch bei 170,5. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Sonntag (Stand 16.00) liegen inzwischen 13 der 44 Stadt- und Landkreise über der 200er-Inzidenz (Samstag: 10) - und nur 5 unter der 100er-Inzidenz.

Am höchsten ist der Wert nun in der Stadt Heilbronn mit 286,7, danach folgt der Landkreis Schwäbisch-Hall mit 279,5. 

Auch bei uns steigen die Zahlen weiter. Spitzenreiter ist der Ostalbkreis mit einem Wert von 223,2 gefolgt von den Landkreisen Biberach (189,3), Sigmaringen (168,9), Alb-Donau (167,4) und Ravensburg (159,1. Den niedrigsten Wert im Verbreitungsgebiet hat der Bodenseekreis mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 107,6. 

++ Alle Werte und Zahlen vom Landesgesundheitsamt bekommen Sie hier. 

Auch die Zahl der belegten Intensivbetten wird immer wieder gerne als Zeichen des Standes in der Pandemie hergenommen. Stand Sonntag (16 Uhr) sind 2070 Intensivbetten von betreibbaren 2390 Betten (86,6 Prozent) derzeit belegt. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden auch nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

++ Kommt jetzt der „Corona-​Baby-Boom“?

Zahlen belegen: Die Nachfrage nach Sexspielzeug und Kondomen ist in der Corona-Zeit gestiegen. Nicht ohne Folgen: Im Kreis Tuttlingen gibt es offenbar mehr Geburten und Schwangerschaften als vor. [Mehr erfahren]

++ Ein Kirschbaum erinnert in Meckenbeuren an die Pandemie-Opfer

(14.22 Uhr) „Die Pandemie hat für viele Menschen soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Nöte, Sorgen und Ängste mit sich gebracht. Besonders betroffen macht die umfangreiche Zahl der Opfer“, sagt Bürgermeisterin Elisabeth Kugel. Bisher sind in Meckenbeuren zwölf Menschen an oder mit dem Coronavirus verstorben. An die Toten und die über 400 Menschen, die sich bislang in der Gemeinde mit Corona infiziert haben, soll ein Kirschbaum erinnern, der am Freitagvormittag feierlich vor dem Rathaus gepflanzt wurde.

Damit setzt die Schussengemeinde anlässlich des Gedenktages an die Coronatoten, der am Sonntag, 18. April in Berlin begangen wurde, ein eigenes lokales Zeichen der Anteilnahme mit den Betroffenen. Am Sonntag wehten vor dem Rathaus die Fahnen auf Halbmast. Das Datum hat auch für die Bürgermeisterin eine ganz besondere Bedeutung. „An diesem Tag jährt sich der Todestag von Dr. Josef Sauter“, erinnert Elisabeth Kugel. Sauter war lange Jahre Mitglied im Gemeinderat und starb als einer der Ersten aus der Gemeinde an Corona.

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++ In Tettnang startet die Luca-App

(12.59 Uhr) Die Luca App, seit Ende März im Bodenseekreis eingeführt, soll ermöglichen Infektionsketten zu erkennen und zu stoppen. Das System ist einfach: Gastgeber, Händler und Kulturschaffende registrieren ihren Betrieb unter luca locations.

Gäste und Besucher können sich dann mit der Luca App bei dem eingetragenen Restaurant oder Konzert vor Ort anmelden. Sollte später ein Infektionsfall bekannt werden, kann das Gesundheitsamt die Daten entschlüsseln und die Kontaktpersonen informieren.

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++ Hunderte Anzeigen nach Demos gegen Corona-Maßnahmen

(11.21 Uhr) Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die Stadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden sie angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben.

Zahlreiche „Querdenker“ und weitere Gegner der Corona-Politik hatten sich am Samstag trotz Demo-Verboten in Stuttgart versammelt. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, trugen Trommeln und Fahnen. Die Beamten stoppte den Angaben nach mehrere spontane, nicht genehmigte Aufzüge und Gruppenbildungen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Insgesamt waren rund 1000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt.

Im Vorfeld hatte die Stadt zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten und dafür Rückendeckung von den Gerichten erhalten. Noch am Samstag hatte das Bundesverfassungsgericht zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge abgewiesen. Trotzdem hatte „Querdenken“ dazu aufgerufen, in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

++ Scholz wirbt für bundeseinheitliche Notbremse

(08.56 Uhr) Die Debatte über den Nutzen der geplanten bundeseinheitlichen Corona-Notbremse reißt nicht ab. Vizekanzler Olaf Scholz warb in der „Welt am Sonntag“ erneut für die entsprechenden Neuerungen des Infektionsschutzgesetzes.

Wichtig seien ihm klare, einheitliche und lebensnahe Regelungen: „Für die privaten Kontakte, für das Einkaufen, für Ausgangsbeschränkungen, von deren Nutzen ich weiterhin überzeugt bin. Es muss für jede und jeden nachvollziehbar sein, was gilt.“

Mit dem Gesetz soll es künftig bundeseinheitliche Regelungen für Corona-Maßnahmen geben. Überschreitet die Zahl der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis den Wert von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, müssen etwa Geschäfte geschlossen werden und es greifen Ausgangsbeschränkungen zwischen 21 und 5 Uhr.

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++ Polizei muss illegale „Querdenker“-Versammlung in Kempten auflösen

(07.37 Uhr) Nach dem Demo-Verbot in Kempten haben rund 1000 Gegner der Corona-Politik am Samstag versucht, dennoch eine Versammlung in der Innenstadt des Ortes im Allgäu abzuhalten. Auch Mitglieder der linken Szene, deren Gegendemonstration ebenfalls untersagt worden war, hielten sich am Nachmittag laut Polizei in der Innenstadt auf.

Dabei stellte die Polizei insgesamt fast 180 Verstöße gegen das Versammlungsrecht wegen Teilnahme an einer verbotenen Versammlung fest. Gegen rund 300 Personen wurden Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht in der Innenstadt eingeleitet, rund 230 Personen wurden Platzverweise erteilt. Vier Menschen wurden demnach vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Rund 500 Menschen hatten sich nach Angaben der Polizei auf einem Platz eingefunden, der ursprünglich einer der Demo-Orte sein sollte. Die illegale Versammlung sei aufgelöst worden, erläuterte ein Sprecher. Die Polizei räumte demnach den Platz. Weil an gleicher Stelle ein Wochenmarkt stattgefunden habe, sei mit der Räumung nach Ende des Marktes begonnen worden.

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Das waren die letzten Meldungen vom Samstag

++ Leichtathletik-Präsident fordert Impfung für Olympia-Teilnehmer 

(18.07 Uhr) Jürgen Kessing hat als wiedergewählter Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes die Politik aufgefordert, die Sportler bei den Olympischen Spielen in Tokio gesundheitlich zu schützen.

Dies ist ein Appell an die Politik, da endlich tätig zu werden.

Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes

„Dazu gehört für mich, dass alle Spitzenathleten geimpft werden. Dies ist ein Appell an die Politik, da endlich tätig zu werden“, sagte der 64-jährige Spitzenfunktionär beim digitalen Verbandstag des DLV am Samstag in Darmstadt.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, sieht eine Impfung aller impfwilligen deutschen Teilnehmer als Grundlage für die Reise eines Teams zu den Sommerspielen nach Japan an. Nur in diesem Fall könne der DOSB „guten Gewissens die Mannschaft nach Tokio entsenden“, sagte Hörmann zuletzt im NDR-„Sportclub“.

++ Trotz Verbots sammeln sich Gegner der Corona-Maßnahmen in Stuttgart

(16.21 Uhr) Trotz Verbots haben sich zahlreiche Gegner der Corona-Politik am Samstagnachmittag in Stuttgart zu einer Kundgebung formiert. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, viele trugen keine Maske und hielten keinen Abstand. Die Polizei teilte mit, sie habe den Aufzug mutmaßlicher „Querdenker“ gestoppt und nehme die Personalien der Teilnehmer auf.

Die „Querdenken“-Initiative hatte dazu aufgerufen, in die Stuttgarter Innenstadt zu kommen, obwohl zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Politik von der Stadt verboten worden waren. Der Verwaltungsgerichtshof hatte das Verbot am Freitagabend bestätigt, auch vor dem Bundesverfassungsgericht hatten die Organisatoren keinen Erfolg.

Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch um die für die komplette Innenstadt geltende Maskenpflicht durchzusetzen. Zudem waren mehrere Gegendemonstrationen angemeldet worden.

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+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Samstag +++

Ausgewählte Artikel zum Virus und den Folgen:

Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

Coronavirus - Kempten
Am Wochenmarkt auf dem Hildegardplatz kontrolliert die Polizei die Einhaltung der Maskenpflicht. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte in Kempten Kundgebungen der „Querdenken“-Initiative untersagt. Ursprünglich war eine Demonstration mit 8000 Teilnehmern angemeldet. (Foto: Stefan Puchner)

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