Corona-Newsblog: Zahl der Intensivpatienten steigt kontinuierlich

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 28.600 (380.734 Gesamt - ca. 343.200 Genesene - 8.868 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 8.868
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 109,3
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 230.800 (2.956.316 Gesamt - ca. 2.647.600 Genesene - 78.003 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 78.003
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 110,4

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt kontinuierlich (21.08 Uhr)
  • Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für Geimpfte (18.36 Uhr)
  • Türkei und Kroatien als Hochinzidenzgebiete eingestuft (16.34 Uhr)
  • Impfstoff von Johnson & Johnson - EMA prüft Zusammenhang mit Thrombose-Fällen (15.07 Uhr)
  • Kinderarzt Brügel fordert: Schulen müssen offen bleiben (13.23 Uhr)
  • Bayern regelt Schulstart nach den Osterferien (12.38 Uhr)
  • Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen (11.49 Uhr)
  • Sprecherin der niedersächsischen Regierung: Keine Bund-Länder-Konferenz am Montag (11.42 Uhr)

++ Zahl der Corona-Intensivpatienten steigt kontinuierlich

(21.08 Uhr) Die Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) warnt, dass die Belastungsgrenze des Gesundheitssystems in Deutschland bald erreicht sein könnte. Die Zahl der Corona-Patienten, die auf die Intensivstation müssen, steigt - auch im Südwesten, wie Matthias Einwag, Hauptgeschäftsführer der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG), bestätigt.

Seit März nimmt die Zahl der Covid-19-Patienten, die intensivmedizinisch behandelt wird, kontinuierlich zu. Sie liegt in Baden-Württemberg am Freitag bei 474, mehr als die Hälfte (271) muss beatmet werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Rheinland-Pfalz beschließt Ausnahmen für Geimpfte

(18.36 Uhr) Für vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen gelten in Rheinland-Pfalz künftig Ausnahmen von der Testpflicht und der Absonderungspflicht nach der Einreise aus einem Risikogebiet.

Das beschloss das Kabinett am Freitag, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. Fünf Prozent der Rheinland-Pfälzer haben laut Robert Koch-Institut bislang zwei Impfungen bekommen.

Als vollständig geimpft gelte nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission derzeit, wer vor 14 Tagen die zweite Impfung bekommen habe und keine typischen Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus aufweise.

Der Nachweis über den vollständigen Impfschutz müsse den Betreibern - also etwa den Anbietern körpernaher Dienstleistungen oder der Außengastronomie - schriftlich oder digital nachgewiesen werden. Diese Änderung gilt ab Sonntag, zunächst bis zum 25. April.

Die Pflicht zur Absonderung von Mitbewohnern und Kontaktpersonen nach der Einreise aus einem Risikogebiet gilt von Montag an nicht mehr für vollständig Geimpfte. Voraussetzung ist, dass keine Symptome einer Coronavirus-Erkrankung vorliegen und die Einreise nicht aus einem Virusmutantengebiet erfolgte. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 10. Mai. Davon ausgenommen sind Patienten und Bewohner von stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen.

++ Türkei und Kroatien als Hochinzidenzgebiete eingestuft

(16.34 Uhr) Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei und Kroatien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiete mit leicht verschärften Einreiseregeln ein.

Das gilt auch für die Ukraine und Armenien, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag im Internet bekanntgab. Praktische Auswirkungen hat das nur für Reisende, die aus diesen Ländern auf dem Landweg nach Deutschland kommen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mit sich führen. Flugreisende müssen sich ohnehin generell vor Abflug testen lassen.

Mit Malta, Lettland und der Slowakei werden drei EU-Länder am Sonntag wieder von der Liste der Hochinzidenzgebiete gestrichen und als „normale“ Risikogebiete eingestuft. Besonders für Reisende aus der Slowakei dürfte das eine Erleichterung bedeuten, weil von dort viele Menschen auf dem Landweg nach Deutschland kommen.

Israel wird am Sonntag ganz von der Risikoliste des RKI gestrichen, womit auch die Quarantänepflicht wegfällt. Auch das hat für Reisende aus Deutschland aber nur geringe Auswirkungen, weil Israel ein weitgehendes Einreiseverbot verhängt hat, für das es nur wenige Ausnahmen gibt.

Als Hochinzidenzgebiet werden Länder eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen über einen gewissen Zeitraum über 200 liegt. Inzwischen ist das bei mehr als 40 Ländern weltweit der Fall, darunter mit Frankreich den Niederlanden, Tschechien und Polen auch vier Nachbarländer Deutschlands.

++ Impfstoff von Johnson & Johnson - EMA prüft Zusammenhang mit Thrombose-Fällen

(15.07 Uhr) Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüft Fälle von Thrombosen nach einer Coronaimpfung mit dem Vakzin des Herstellers Johnson & Johnson. Vier ernsthafte Fälle von Blutgerinnseln seien nach einer Impfung aufgetreten, teilte die EMA am Freitag in Amsterdam mit. Eine Person sei gestorben. Einer der Verdachtsfälle sei während der klinischen Studien aufgetreten. Die Behörde betonte, dass ein Zusammenhang mit dem Impfstoff des US-Herstellers noch nicht festgestellt worden sei.

Die EMA hatte am Mittwoch bei einer erneuten Prüfung von seltenen Thrombosen-Fällen nach der Impfung mit dem Präparat von Astrazeneca festgestellt, dass es einen Zusammenhang gebe. Die Häufigkeit gemeldeter Zwischenfälle mit Blutgerinnseln im Gehirn treten nach EMA-Angaben mit ungefähr 1 je 100 000 auf. Die EMA gab weiter uneingeschränkt grünes Licht für eine Verwendung. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die Arzneimittelbehörde.

++ Kinderarzt fordert Schulschließung kann nur allerletztes Mittel sein

(13.23 Uhr) Kinderarzt Ralf Brügel hat mit den Kollegen von RegioTV über harten Lockdown, Infektionsrisiken durch Kinder und das Hin und Her bei der Testung an Schulen und Kitas gesprochen. Für ihn ist klar: Kommt es zum harten Lockdown, dann dürfen die Schulen das letzte sein was geschlossen wird. Warum er diese Meinung vertritt, erfahren Sie hier im Video. 

++ Piazolo wirbt für Testpflicht und kündigt Nachhilfeprogramme an

Zum Ende der Osterferien hat Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) für die ab Montag geltende Testpflicht an den Schulen geworben. Sie sei angesichts steigender Corona-Infektionszahlen und ansteckenderer Mutationen „die Chance, Wechselunterricht und Präsenzunterricht aufrechterhalten zu können“. Zugleich kündigte er ein dreistufiges Verfahren an, um durch die Pandemie entstandene Lernrückstände auszugleichen.

Spätestens nach den Pfingstferien sollen demnach Brückenkurse, Förderunterricht und Programme mit älteren Schülern als Tutoren starten. In den Sommerferien sollen Referendare und Studierende, aber auch Volkshochschuldozenten zwei Wochen lang Lücken in Mathe, Deutsch und den Fremdsprachen schließen. Im nächsten Schuljahr gebe es dann stark individualisierte Förderungen, erläuterte Piazolo. Insgesamt seien für die Unterstützungsprogramme 20 Millionen Euro eingeplant.

Coronavirus - Schulstart nach den Ferien
Michael Piazolo (Freie Wähler), Kultusminister von Bayern, auf der Pressekonferenz zum geplante Schulstart nach den Osterferien. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Wenn der Unterricht am Montag wieder losgeht, müssen sich alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von der Infektionslage mindestens zwei Mal pro Woche selbst in der Schule testen oder einen aktuellen PCR- oder Schnelltest vorlegen. Allerdings gibt es ab einer Inzidenz von 100 in der Regel Distanzunterricht. Aktuell erfüllen laut Pizaolo für kommende Woche nur noch 25 Landkreise und Städte die Voraussetzung für Wechselunterricht. 71 Regionen verzeichnen über 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche und bekommen daher mit wenigen Ausnahmen Distanzunterricht.

++ Bund und Länder wollen Infektionsschutzgesetz verschärfen

(11.49 Uhr) Bund und Länder wollen das Infektionsschutzgesetz ändern, um bundeseinheitliche Regelungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu schaffen. Sie wollten eine Regelung für das Vorgehen bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner schaffen, teilte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Freitag in Berlin mit.

Hier informieren wir Sie über die aktuelle Entwicklung.

++ Niedersachsens Regierung: Wohl kein Corona-Gipfel am Montag

(11.42 Uhr) Der für Montag geplante Corona-Gipfel von Bund und Ländern fällt nach Angaben der niedersächsischen Landesregierung wohl aus.

Bis vor kurzem habe der Termin der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) noch im Kalender von Regierungschef Stephan Weil (SPD) gestanden — „dort steht er jetzt nicht mehr“, sagte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover. „Es ist aber noch nicht geklärt, ob in der kommenden Woche dann eine MPK stattfindet, also ob der Termin verschoben wird, oder ob es in der kommenden Woche gar keine gibt.“

Für Weil sei nicht ausschlaggebend, wann die Bund-Länder-Gespräche stattfinden, sondern dass sie gut vorbereitet sein müssen. „Da wurde es jetzt schon langsam knapp“, sagte die Sprecherin.

Deutschlands Intensivmediziner sind enttäuscht über die Absage des Corona-Gipfels von Bund und Ländern. Das Treffen war für Montag geplant gewesen. „Das ist eine enttäuschende neue Situation“, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er könne nur hoffen, dass es stattdessen zeitnahe alternative politische Entscheidungen gebe.

Die Divi forderte erneut einen umgehenden harten Lockdown von zwei bis drei Wochen, um die Zahl der Neuinfektionen in der Pandemie zu drücken und so die Krankenhäuser und Intensivstationen zu entlasten, die schon wieder gefährlich nahe an ihrer Kapazitätsgrenze angekommen sind.

25 000 Neuinfektionen pro Tag bedeuteten rund zwei Wochen später rund 350 bis 750 neue Intensivpatienten mit Covid-19, sagte Marx. Die Lage auf den Intensivstationen sei bereits jetzt dramatisch, einige Regionen könnten keine Covid-Patienten mehr aufnehmen, sagte Marx.

++ Impfen geht voran - Testpflicht bei Reisen entfällt für vollständig Geimpfte 

(10.31 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) einen Fortschritt der Impfkampagne verkündet. Demnach haben 15 Prozent der Deutschen bereits die erste Impfung erhalten. 6 Prozent der Bevölkerung haben bereits einen vollständigen Impfschutz.

Obwohl immer mehr Menschen geimpft werden, warnt Spahn weiter vor der Entwicklung der Pandemie. Der Chef des RKI, Lothar Wieler unterstreicht diese Warnung und apelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Wenn Sie ein Impfangebot haben, nehmen Sie es bitte wahr.“

Weiter plant Spahn die Testpflicht bei einer Rückkehr aus Urlaubsgebieten für vollständig Geimpfte weitgehend auszusetzen. Er beruft sich dabei auf eine Einschätzung des RKI, wonach die Gefahr, dass „vollständig Geimpfte das Virus weitergeben noch geringer ist, als bei negativ Getesteten.“

Demnach könne man vollständig Geimpfte zwei Wochen nach ihrer Impfung so behandeln, als hätten sie einen tagesaktuellen Negativtest vorzuweisen. Dies hat auch Auswirkungen auf alle anderen testrelevanten Bereiche, wie etwa den Einzelhandel. 

Spahn betonte, dass es sich dabei nicht um ein Privileg oder Sonderrecht handelt. „Jeder kann sich kostenlos testen lassen. Wenn wir aktuell Getestete und vollstädnig Geimpfte gleichstellen, dann hat jeder die Möglichkeit zu gleichen Zugängen“, sagte Jens Spahn. 

Mit den Gesundheitsministern der Länder hat Spahn bereits darüber gesprochen. Eine Anpassung der Verordnungen und Empfehlungen soll zeitnah geschehen. Weiter getestet werden alle Personen die aus einem Urlaubsgebiet kommen, in denen es Virusmutationen gibt. Weiterhin gelten außerdem auch die AHA-Regeln - davon könne niemand ausgenommen werden, so der Bundesgesundheitsmninister. 

++ Im Video: Pressekonferenz zur Corona-Lage

(10.00 Uhr) Bundesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Cher des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler informieren auf ihrer Pressekonferenz über die aktuelle Lage der Corona-Pandemie

Das Robert-Koch-Institut informiert zusammen mit dem Bundesgesundheitsminster Jens Spahn (CDU) über die aktuelle Lage der Coronapandemie
 

++ U-60-Jährige sollten nach Update neue Codes für Impfbuchung anfordern

(08.42) Wegen eines Updates des Buchungssystems für Corona-Impftermine empfiehlt das Stuttgarter Sozialministerium Menschen unter 60 Jahren, einen neuen Vermittlungscode anzufordern. Wer mit einem älteren Code bucht, könnte einen Termin für eine Impfung mit dem Wirkstoff von Astrazeneca erhalten, der aber derzeit in Deutschland nur älteren Menschen empfohlen wird.

Hintergrund ist nach Angaben eines Ministeriumssprechers vom Donnerstag, dass bei der Terminbuchung auf der Onlineplattform www.impfterminservice.de, eine Altersschranke eingebaut wurde. So sollen Astrazeneca-Termine nur noch Menschen über 60 Jahren angeboten werden.

Diese Altersschranke funktioniere jedoch mit älteren Vermittlungscodes, die vor dem Update erstellt wurden, nicht. Hier wurde das Alter schon beim Erstellen der Vermittlungscodes abgefragt.

Eine Umbuchung vor Ort auf den Wirkstoff von Biontech sei nicht möglich, da nicht ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe. Menschen unter 60 Jahre, die nicht mit Astrazeneca geimpft werden möchten, sollten diese Termine wieder stornieren, sich neue Vermittlungscodes geben lassen und mit diesen dann — je nach Verfügbarkeit — direkt Biontech-Termine buchen.

Der Ministeriumssprecher wies darauf hin, dass Über-60-Jährige in Baden-Württemberg noch nicht generell impfberechtigt seien, sondern nur etwa bei bestimmten Vorerkrankungen oder wegen ihres Berufs.

++ Pharmabranche fordert Hilfe vom Land in Berlin

(07.50 Uhr) Die Pharmaindustrie im Südwesten wünscht sich Unterstützung vom Land beim Bund. Die Politik müsse die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Medikamenten verbessern, sonst nützte den Unternehmen auch viel Innovation nichts, sagte der Geschäftsführer des Branchenverbands Chemie.BW, Ralf Müller.

Diese Bedingungen würden wie auch hohe Arbeits- und Energiekosten auf Bundesebene gesetzt. „Hier erwarten wir uns aber Schützenhilfe durch die Landesregierung.“ Als Beispiel nannte Müller, dass etwa Genehmigungsverfahren für den Bau neuer Anlagen in Deutschland viel zu lange dauerten.

Noch sei Baden-Württemberg ein starker Pharmastandort, sagte Müller. „Es wird geforscht, entwickelt, produziert und vertrieben.“ Aber es müsse hier auch weiterhin möglich sein, das nötige Geld zu verdienen, „um diese Leistungen an einem Standort wie Deutschland zu erbringen“.

Die 120 Unternehmen in Baden-Württemberg mit rund 40 000 Beschäftigten hätten nach Verbandsangaben vergangenes Jahr 15,2 Milliarden Umsatz gemacht. Das entspricht einem Anteil von 37 Prozent in der hiesigen Chemie- und Pharmaindustrie. 

++ Impfhoffnung aus Russland? R-Pharm plant Produktion in Illertissen 

(06.48 Uhr) Der russische Pharmakonzern R-Pharm will von Juni oder Juli an im bayerischen Illertissen den in Moskau entwickelten Corona-Impfstoff Sputnik V produzieren und investiert dafür aktuell mehr als 30 Millionen Euro in eine impfstofftaugliche Biotech-Produktion.

Mehr zum Vorhaben des Pharmakonzerns lesen Sie hier (Plus).

++ RKI registriert 25.464 Corona-Neuinfektionen und 296 neue Todesfälle

(06.28 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 25 464 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 296 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich in den Ferien meist weniger Menschen testen lassen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21 888 Neuinfektionen und 232 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 110,4. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 105,7 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,80 (Vortag: 0,76). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 80 weitere Menschen anstecken. Die nach Ostern beobachteten kleinen R-Werte können laut RKI jedoch auch mit einer geringen Testzahl in den vergangenen Tagen zusammenhängen. „Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden“, schreibt das Institut. 

++ Zahl der Geimpften gestiegen, Zahl der freien Intensivplätze gesunken

(06.18 Uhr)Nach Einbeziehung der Hausärzte ist die Zahl der Corona-Impfungen in Deutschland sprunghaft angestiegen. Allein am Mittwoch wurden 656 000 Dosen verabreicht, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag.

Zugleich wächst die Zahl der Schwerkranken auf den Intensivstationen. Es klingt wie pure Verzweiflung, wenn der Mediziner Christian Karagiannidis vom Intensivregister twittert: „Liebe Entscheidungsträger, wie hoch sollen die Zahlen denn noch steigen bevor Ihr reagieren wollt???“ Eine Antwort auf diese Frage ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Bund und Länder sind im Moment so uneins, dass sogar eine Verschiebung der für Montag geplanten Beratungen über die weitere Corona-Strategie im Raum steht.

Derzeit sind in Deutschland nur noch knapp 10% der Intensivkapazitäten frei (Quelle: DIVI-Intensivregister). Stand heute Morgen 05.19 Uhr hat Baden-Württemberg sogar weniger als 10% freie Intensivkapazitäten. 

++ Stuttgart verbietet nächste "Querdenker"-Demos

(19.34 Uhr) Die Stadt Stuttgart will nach massenhaften Verstößen gegen die Corona-Regeln bei einer Demonstration mit rund 15 000 Teilnehmern am Karsamstag zwei von "Querdenkern" angemeldete Protestveranstaltungen verbieten. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) begründete dies nach Angaben vom Donnerstag damit, "dass sich die Anmelder bei Versammlungen in der Vergangenheit als unzuverlässig im Sinne des Versammlungsrechts erwiesen hätten und deswegen keine Gewähr dafür gegeben sei, dass Versammlungsauflagen eingehalten werden". Die beiden Demos waren für den 17. April geplant.

Nopper hatte die Erlaubnis der Stadt für die Demonstration von Karsamstag verteidigt und auf das Versammlungsrecht verwiesen, das trotz Corona gelte. Das Landessozialministerium hatte hingegen auf ein Verbot gedrungen. Aus Sicht der Behörde und von Rechtsexperten hätte die Veranstaltung in der Pandemie untersagt werden können.

Die Demo, zu der Teilnehmer auch aus anderen Bundesländern gekommen waren, hatten Vertreter der "Querdenken"-Bewegung angemeldet. Das Landesamt für Verfassungsschutz in Baden-Württemberg beobachtet diese Gruppierung. Die Behörde ordnet mehrere Akteure dem Milieu der "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" zu, die unter anderem demokratische und rechtsstaatliche Strukturen negieren. Die "Querdenken"-Bewegung weist diese Vorwürfe zurück.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Donnerstag +++

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