Corona-Newsblog: Weiter steigende Corona-Fallzahlen in der Modellkommune Tübingen

Crossmedia Volontär
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 25.200 (361.625 Gesamt - ca. 327.800 Genesene - 8.684 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 8.684
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 125,7
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 210.700 (2.808.873 Gesamt - ca. 2.521.800 Genesene - 76.342 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 76.342
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 132,3

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Corona-Appell von Söder und Kretschmann an alle Ministerpräsidenten (13.47 Uhr) 
  • Impfstopp bei Astrazeneca sorgt für Verunsicherung bei Polizei (12.18 Uhr)
  • Lucha warnt Landkreise: Ausgangsbeschränkung wird notfalls angewiesen (16.35 Uhr) 
  • Inzidenz steigt - Fortsetzung des Tübinger Modellprojekts offen (15.31 Uhr)

Das wars für heute. Morgen versorgen wir Sie wieder mit Nachrichten rund um die Pandemie.

++ Weiter steigende Corona-Fallzahlen in der Modellkommune Tübingen

(19.44 Uhr) In der Modellkommune Tübingen mit Lockerungen und massenhaften Tests sind die Corona-Fallzahlen auch am Mittwoch stark gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt legte nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums auf 89,6 Fälle je 100 000 Einwohner und binnen einer Woche zu. Am Vortag hatte der Wert noch bei 78,7 gelegen.

Seit vergangenen Freitag hat sich die Inzidenz in der Stadt Tübingen damit mehr als verdoppelt. Zum Vergleich: am 18. März betrug sie noch 19,7. Zuerst hatte das „Schwäbische Tagblatt“ über den neuen Wert berichtet (Donnerstag). Auch die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen legte zu: Am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) erreichte sie den Wert von 129,8 Ansteckungen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte.

++ EU-Impfstoffstreit: Noch kein Kompromiss - Österreich unzufrieden

(18.44 Uhr) Im erbitterten Streit um Corona-Impfstoffe haben die EU-Staaten am Mittwoch noch keinen Kompromiss gefunden. Am Donnerstag werde erneut getagt, sagten Diplomaten in Brüssel. Der portugiesische EU-Vorsitz hatte einen Vorschlag zur Verteilung eines Kontingents von zehn Millionen Impfdosen gemacht, das besonders bedürftigen Staaten helfen soll. Österreich erklärte jedoch, einige Länder forderten mehr Solidarität.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz hatte zusammen mit weiteren EU-Staaten eine ungleiche Verteilung der Impfstoffe unter den 27 Mitgliedern beklagt. Daraufhin beauftragte der EU-Gipfel vorige Woche die EU-Botschafter, eine vorgezogene Lieferung von zehn Millionen Biontech/Pfizer-Dosen so aufzuteilen, dass Löcher gestopft werden.

Der portugiesische Vorsitz schlug vor, drei der zehn Millionen Impfdosen für sechs besonders bedürftige Länder zu reservieren, nämlich Bulgarien, Kroatien, Estland, Lettland, die Slowakei und Tschechien. Die übrigen sieben Millionen Impfdosen sollen wie üblich nach Bevölkerungsanteil unter allen 27 Staaten verteilt werden. Österreich würde demnach nicht besonders berücksichtigt.

++ Corona-Belastung der Städte und Landkreise nimmt immer weiter zu

(18.05 Uhr)  Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen kennt in Baden-Württemberg nach wie vor nur eine Richtung: Auch am Mittwoch (Stand 16.00 Uhr) legte sie zu und erreichte den Wert von 129,8 Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Allein am Mittwoch wurden 3326 weitere bestätigte Fälle gemeldet. Damit haben sich bislang 364 987 Menschen in Baden-Württemberg mit dem Coronavirus infiziert, 326 536 davon gelten geschätzt als genesen (plus 1772)

33 der 44 Stadt- und Landkreise liegen mittlerweile über der Schwelle von 100, nur noch 9 darunter und 2 haben sogar die Schwelle von 200 Fällen überschritten. Am höchsten bleibt der Wert weiter im Kreis Schwäbisch Hall (435,6), im Hohenlohekreis sind es 272,5. An einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit starben 20 weitere Menschen; die Zahl der Toten stieg damit auf 8704.

++Lucha warnt Landkreise: Ausgangsbeschränkung wird notfalls angewiesen

(16.35 Uhr) Mit Blick auf die rasant steigende Zahl an registrierten Corona-Neuinfektionen hat Gesundheitsminister Manne Lucha die Landräte aufgerufen, nächtliche Ausgangsbeschränkungen konsequenter zu verhängen. Er werde im Ernstfall auch vor einer Weisung nicht zurückschrecken, wenn dies nach seiner Einschätzung geboten sei, warnte der Grünen-Minister am Mittwoch in einem Rundschreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ausgangssperren müssten unverzüglich verhängt werden, wenn sich das Virus nach Überzeugung der Behörden trotz aller Einschränkungen und Auflagen stark verbreite.

Maßnahmen zum Schutz der Menschen könnten nur ausreichen, wenn sie konsequent angewandt und umfassend umgesetzt würden, schreibt Lucha. „Die rasant steigenden 7-Tage-Inzidenzwerte zeigen deutlich, dass wir mehr denn je weitere beschränkende Maßnahmen erlassen und konsequent umsetzen müssen.“ Aus seiner Sicht kommen Ausgangsbeschränkungen spätestens ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 150 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche „ernsthaft in Betracht“. Dann sei davon auszugehen, dass alle bisher getroffenen Maßnahmen nicht ausreichten, heißt es in dem Schreiben.

Lucha hatte bereits am Montag gewarnt, die Landesregierung werde bei der Anwendung der Corona-Notbremse in Hotspot-Regionen im Zweifel hart durchgreifen. „Wenn wir den Eindruck haben sollten, dass die Notbremse vor Ort ausgesessen wird, werden wir als Land unter anderem mit klaren Weisungen einschreiten“, hatte Lucha der dpa gesagt.

Zuletzt hatte es mehrere Stadt- und Landkreise gegeben, die die Notbremse nicht konsequent umsetzten. Das müssen sie aber tun, wenn der Grenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in einer Woche schon mehr als drei Tage lang überschritten haben. Auch bei einer Ausgangsbeschränkung zögern zahlreiche Städte und Landkreise. Die Entscheidungsgewalt über die Ausgangsbeschränkungen liegt bislang bei den kreiseigenen Gesundheitsämtern.

++EMA: Überprüfung von Astrazeneca läuft - Empfehlung nächste Woche

(16.10 Uhr) Anders als Deutschland rät die EU-Arzneimittelbehörde EMA vorerst nicht zu Einschränkungen bei der Anwendung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca. Die Überprüfung von neuen Hinweisen auf Blutgerinnsel laufe noch, teilte die Behörde am Mittwoch in Amsterdam mit.

Eine aktualisierte Empfehlung der EMA sei für die Sitzung ihres Sicherheitsausschusses vom 6. bis 9. April zu erwarten. In Deutschland wird dieser Impfstoff seit Dienstag nur noch für Menschen ab 60 Jahren uneingeschränkt empfohlen. Die EMA erklärte, bisher habe die Überprüfung keine besonderen Risikofaktoren ergeben, etwa Alter, Geschlecht oder frühere Blutgerinnsel. "Ein ursächlicher Zusammenhang mit dem Impfstoff ist nicht bewiesen, aber er ist möglich und die weitere Analyse läuft."

Die EMA sei weiter der Auffassung, dass der Nutzen des Astrazeneca-Impfstoffs bei der Abwehr von Covid-19 höher sei als die Risiken von Nebenwirkungen. Geimpften riet die EMA, auf die entfernte Möglichkeit der sehr seltenen Blutgerinnsel zu achten. Sollten sie entsprechende Symptome entwickeln, sollten sie sofort medizinischen Rat einholen, hieß es weiter.

++ Deutschland und andere Länder verfehlen EU-Impf-Ziel für Ende März

(15.35 Uhr) Deutschland und viele andere Länder haben das EU-Impfziel für Menschen über 80 Jahre nach jüngsten Daten verfehlt. Ziel der EU-Kommission war, dass mindestens 80 Prozent dieser Altersgruppe bis Ende März gegen das Coronavirus geimpft sind. Gemeldete Daten aus deutschen Bundesländern liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts aber deutlich darunter. Auch EU-weit wird diese Quote nach Angaben der Gesundheitsbehörde ECDC bei weitem nicht erreicht.

Wie das RKI am Mittwoch (31. März) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, liegt der Wert für die Erstimpfung bei Menschen über 80 Jahre zwischen 59 Prozent für die Region Nordrhein in NRW und 79,5 Prozent in Schleswig-Holstein. Vollständig mit zwei Impfdosen geschützt sind in dieser Gruppe noch viel weniger Menschen - zwischen 26 Prozent in Schleswig Holstein und 47 Prozent in Niedersachsen. Eine bundesweite Impfquote gebe es bei der Altersgruppe nicht, da die Daten nur aus neun Bundesländern vorlägen, hieß es.

++ Inzidenz steigt - Fortsetzung des Tübinger Modellprojekts offen

(15.13 Uhr) Angesichts stetig steigender Infektionszahlen ist eine Fortsetzung des Tübinger Corona-Modellprojekts bis Mitte April offen. "Sollte Tübingen weiterhin steigende Inzidenzen haben und stabil auf die 100 zugehen beziehungsweise diese Marke pro 100 000 Einwohner sogar überschreiten, muss geprüft werden, inwieweit das Projekt ausgesetzt werden muss", teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch in Stuttgart mit. Vor diesem Hintergrund und auch aufgrund der steigenden Infektionszahlen mitten in der dritten Pandemiewelle denke das Ministerium momentan auch nicht an die Ausweisung weiterer Modellprojekte. Der Inzidenzwert in der Stadt Tübingen lag am Dienstag bei 78,7.

Am 26. März hatte das Land dem Antrag zugestimmt, den Tübinger Modellversuch bis zum 18. April zu verlängern und die Ticketausgabe an Auswärtige zu begrenzen und über Ostern auszusetzen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Inzidenzwert in der Stadt Tübingen bei 42,6. Zum Vergleich: Der Wert betrug am 18. März noch 19,7.

++ Corona-Appell von Söder und Kretschmann an alle Ministerpräsidenten

(13.47 Uhr) In einem gemeinsamen Brief an ihre 14 Ministerpräsidenten-Kolleginnen und -Kollegen fordern Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne) eine strikte Anti-Corona-Politik mit einer konsequenten Umsetzung der Notbremse in Hotspots, auch mit nächtlichen Ausgangsbeschränkungen.

Zudem plädieren die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg für eine Corona-Testpflicht an den Schulen nach den Osterferien.

„Die dritte Welle rollt seit einigen Wochen unerbittlich über das Land. Die Lage ist ernst, ernster als viele glauben“, heißt es in dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

„Wir müssen daher unsere Verantwortung jetzt wahrnehmen und dürfen nicht länger diskutieren. Das Virus verzeiht keine Verzögerungen“, mahnen Söder und Kretschmann. „Jeder weitere Tag des Zuwartens bedeutet tausende von neuen Ansteckungen, die sich exponentiell durch unser Land fressen.“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). (Foto: SZ-Collage:DPA)

++ Biontech: Impfstoff wirkt bei Jugendlichen offenbar zu 100 Prozent

(12.50 Uhr) Der Impfstoff von Biontech/Pfizer schützt Herstellerangaben zufolge auch Jugendliche zuverlässig vor einer Covid-19-Erkrankung. Das geht aus Ergebnissen einer Studie mit 2260 jungen Menschen zwischen 12 und 15 Jahren in den USA hervor, die Biontech und Pfizer am Mittwoch veröffentlichten. Die Wirksamkeit liegt laut Medienberichten bei 100 Prozent.

Die Teilnehmer hätten den Impfstoff gut vertragen. „Die Nebenwirkungen waren vergleichbar mit denen bei 16- bis 25-Jährigen“, hieß es. Noch sind die Ergebnisse aber nicht von Experten begutachtet und in einem Fachjournal veröffentlicht.

Was das für Schulen bedeuten könnte, lesen Sie hier.

++ Impfstopp bei Astrazeneca sorgt für Verunsicherung bei Polizei

(12.18 Uhr) Der vorläufige Impfstopp bei Astrazeneca für unter 60-Jährige schlägt bei der bayerischen Polizei hohe Wellen. „Klar, das sorgt für große Verunsicherung. Gerade in den nächsten Tagen waren große Impfdurchgänge angesetzt“, sagte der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Jürgen Köhnlein, am Mittwoch auf Anfrage.

Ohne die neuen Regelungen zu Astrazeneca hätten bis Mitte April alle impfwilligen Beamten ihre erste Spritze erhalten haben sollen.

Wie es nun mit den Impfungen der Polizeikräfte weitergeht, blieb zunächst offen. Köhnlein berichtete von sehr breitgefächerten ersten Reaktionen seiner Kollegen: „Von absoluter Freiwilligkeit zur Zweitimpfung auch mit dem aktuellen Wissen bis hin zu Zurückhaltung ist alles dabei.“ Am Vortag waren die Impfungen mit dem Präparat von Astrazeneca für unter 60-Jährige vorläufig ausgesetzt worden.

Wie es nach den neuen Regeln der Astrazeneca mit den Impfungen der Polizeikräfte in Bayern weitergeht, bleibt zunächst offen.
Wie es nach den neuen Regeln der Astrazeneca mit den Impfungen der Polizeikräfte in Bayern weitergeht, bleibt zunächst offen. (Foto: dpa/Uwe Anspach)

++ Astrazeneca vermarktet Coronavirus-Impfstoff künftig als Vaxzevria

(10.12 Uhr) — Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden, heißt es von dem Unternehmen.

Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine AstraZeneca bekannt. „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, so die Mitteilung.

Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde in sechs Monaten erwartet, hieß es weiter. In anderen Märkten laufe derzeit noch eine Überprüfung. Der Impfstoff werde während der Pandemie weiterhin zum Selbstkostenpreis geliefert. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über den neuen Markennamen berichtet.

++ Nach Corona-​Demo: Autonome Gruppe spricht von Polizeigewalt

(09.58 Uhr) Die autonome Gruppe Kollektiv 26 erhebt nach der Demonstration in Ulm gegen die Corona-Politik schwere Vorwürfe gegen die Polizei. An der Kreuzung Wengengasse/Hirschstraße sei es zu Polizeigewalt gekommen. „Dabei wurde eine Person so verletzt, sodass sie nicht mehr laufen konnte“, heißt es in einer Mitteilung.

Die Polizei habe in ihrer Pressemitteilung den Eindruck erweckt, die Blockade wäre irgendwann einfach gegangen oder von Kommunikationsteams der Polizei nett weggeredet worden. In Wahrheit sei sie plötzlich mit Schlägen, Tritten und Schieben zur Seite gedrängt worden.

Die Polizei sah das anders: „Dabei bewährten sich die Anti-Konflikt-Teams der Polizei. So konnten auch die Personen abgedrängt werden, die versucht hatten, den Aufzug zu blockieren. Sie beleidigten später die Polizisten und müssen deshalb nun mit Konsequenzen rechnen.“

Mehr dazu lesen Sie hier.

 Nach der Demonstration von Corona-Gegnern in Ulm werden kritische Stimmen laut, die Polizei wäre überhart vorgegangen. Die Beam
Nach der Demonstration von Corona-Gegnern in Ulm werden kritische Stimmen laut, die Polizei wäre überhart vorgegangen. Die Beamten streiten das ab. (Foto: Ehrenfeld)

++ Senioren im Kreis Ravensburg warten seit Wochen auf Impftermine

(09.12 Uhr) Das Impfen gegen Covid-19 kommt auch im Landkreis Ravensburg nur schleppend voran. Viele Senioren sind verunsichert, weil sie seit Wochen auf Wartelisten stehen und bis heute keinen Anruf erhielten, ob und wann sie einen Impftermin bekommen.

Der März ist fast vorbei, im zweiten Quartal sollte es mehr Impfstoffe geben, doch nun verunsichern Nachrichten über den Impfstoff von Astrazenca erneut. Meldungen aus dem Sozialministerium Baden-Württemberg machen nun Hoffnungen, dass es zumindest vom Impfstoff von Biontech/Pfizer mehr Dosen für das Kreisimpfzentrum in Ravensburg geben könnte.

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Viele Senioren sind verunsichert und Warten sehnsüchtig auf einen Impftermin im Kreisimpfzentrum. Viele wandern schon in benachb
Viele Senioren sind verunsichert und Warten sehnsüchtig auf einen Impftermin im Kreisimpfzentrum. Viele wandern schon in benachbarte Impfzentren ab. (Foto: Christophe Ena/dpa)

++ Lehrerverband: Katastrophaler Rückschlag für Lehrerimpfung

(08.25 Uhr) Der Deutsche Lehrerverband hat die Änderung der Altersgrenzen bei der Impfung mit Astrazeneca als „katastrophalen Rückschlag für die gerade Fahrt aufnehmende Impfung von Lehrkräften“ bezeichnet.

Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger forderte vor diesem Hintergrund eine schnelle Möglichkeit für unter 60-jährige Lehrkräfte, sich mit Biontech/Pfizer und demnächst mit Johnson & Johnson impfen lassen zu können.

„Wenn dieser Austausch nicht sofort stattfindet, wird es mit der Durchimpfung von Lehrkräften im April nichts mehr werden“, sagte Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Das gefährde dann auch massiv zusätzlich zu den steigenden Inzidenzen die Chancen, Schulen weiter offen zu halten.

Momentan sind in den meisten Bundesländern Osterferien. Viele Schulen öffnen in der Woche nach Ostern oder eine Woche später wieder, wenn die Corona-Zahlen es zulassen.

++ Holetschek: Astrazeneca in Bayern nun auch für 60- bis 69-Jährige

(07.24 Uhr) In Bayern sollen sich nun auch 60- bis 69-Jährige mit dem Mittel von Astrazeneca gegen Corona impfen lassen können. Der Freistaat folgt damit einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern vom Dienstagabend. „Wir setzen das um“, sagte Ressortchef Klaus Holetschek (CSU) der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hatte zuvor beschlossen, dass von Mittwoch an in der Regel nur noch Personen ab 60 mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Zugleich wurde den Ländern freigestellt, bereits jetzt alle 60- bis 69-Jährigen mit Astrazeneca impfen zu lassen.

Diese wären ansonsten erst in Prioritätsgruppe drei an der Reihe. „Dies gibt die Möglichkeit, diese besonders gefährdete und zahlenmäßig große Altersgruppe angesichts der wachsenden 3. Welle nun schneller zu impfen“, heißt es in dem GMK-Beschlusspapier. Die Umsetzung dieser teilweisen Aufgabe der Priorisierung erleichtere vor allem auch die Abwicklung in den Hausarztpraxen, sagte Holetschek.

++ Großer Andrang in bayerischen Testzentren vor Osterfeiertagen

(06.36 Uhr) In vielen kommunalen Testzentren Bayerns ist die Nachfrage nach Corona-Tests vor den Osterfeiertagen groß. In Münchens Station auf der Theresienwiese waren schon am Dienstag keine Termine mehr für eine PCR-Testung vor dem Wochenende verfügbar.

Wegen der erhöhten Nachfrage habe man die Testkapazität bis zum Ende der Osterferien um 20 Prozent auf 1800 PCR-Tests pro Werktag gesteigert, sagte ein Sprecher des Münchner Gesundheitsreferats. Am Wochenende seien es rund 600 Tests täglich.

Mehrere Kommunen verwiesen wegen des großen Andrangs bei den Testzentren auf Schnelltests in privaten Testzentren und in vielen bayerischen Apotheken. Nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbands (BAV) bieten inzwischen mehr als 800 Betriebe im Freistaat Antigen-Schnelltests an. Diese stünden auch ausreichend zur Verfügung, sagte eine BAV-Sprecherin. Lieferschwierigkeiten seien nicht bekannt.

++ RKI registriert 17.051 Corona-Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle

(06.12 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 17.051 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 249 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 15 813 Neuinfektionen und 248 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 132,3 — und damit etwas unter dem Niveau des Vortags (135,2).

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 1,01 (Vortag: 1,10). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 101 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Das waren die letzten Meldungen von Dienstag:

++ Spahn ruft über 60-Jährige zur Impfung auf 

(22.27 Uhr) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Menschen über 60 Jahre nach den neuen Beschlüssen zum Einsatz des Impfstoffs von Astrazeneca zur Impfung aufgerufen. Sie könnten jetzt schneller geimpft werden, sagte Spahn am Dienstagabend nach Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder.

„Insofern kann ich alle über 60-Jährigen tatsächlich ausdrücklich nur bitten, dieses Impfangebot auch wahrzunehmen“. Sie könnten auch Vorbild sein, fügte er hinzu. Der Impfstoff sei sehr wirksam, gerade auch bei den Älteren.

Spahn sagte, die Bürger könnten sich darauf verlassen, dass in Deutschland zugelassene Impfstoffe „akribisch überwacht“ würden. „Andererseits ist es ohne Frage ein Rückschlag, dass bei einem unserer verfügbaren Impfstoffe in dieser Pandemie für eine bestimmte Altersgruppe offenbar ein erhöhtes Risiko besteht.“

++ Baden-​Württemberg setzt Astrazeneca-Empfehlung ab Mittwoch um

(22.07 Uhr) Ab Mittwoch, 31. März, ist in Baden-Württemberg noch eine weitere Gruppe impfberechtigt: Menschen, die mindestens 60 Jahre alt sind oder jüngere Personen, die sich freiwillig mit Astrazeneca impfen lassen wollen.

Allerdings soll die Entscheidung gemeinsam mit der impfenden Ärztin oder dem impfenden Arzt und mit "individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" getroffen werden. 

Für Menschen, die bereits einen Astrazeneca-Termin gebucht haben, aber nicht in die oben beschriebene Gruppe fallen, gibt es eine neue Vorgehensweise. Hier lesen Sie mehr.

++ Merkel zu Astrazeneca-Regeln: „Jedem Verdacht wird nachgegangen“

(21.56 Uhr) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die neuen Altersbeschränkungen für das Präparat von Astrazeneca mit Blick auf das Vertrauen in die Corona-Impfungen gerechtfertigt. „Vertrauen entsteht aus dem Wissen, dass jedem Verdacht, jedem Einzelfall nachgegangen wird“, sagte Merkel am Dienstagabend in Berlin nach Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder.

Auch nach einer entsprechenden Einschätzung der Ständigen Impfkommission seien die Meldungen über Auffälligkeiten sehr selten, aber nicht zu ignorieren.

Dass verschiedene Impfstoffe zur Verfügung stünden, sei ein großes Glück, sagte Merkel. Bund, Länder und Kommunen wollten nun gemeinsam nötige Änderungen bei den Planungen der weiteren Impfkampagne auch mit der stärkeren Einbeziehung der Praxen klären. Mit immer größeren Lieferungen könne man Schritt für Schritt die Pandemie überwinden.

Der Impfstoff von Astrazeneca soll ab diesem Mittwoch in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahre eingesetzt werden. Unter 60-Jährige sollen sich „nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung“ weiterhin damit impfen lassen können, wie aus einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hervorgeht.

++ Landesregierung plant für April Impfgipfel mit Kommunen 

(20.21 Uhr) Die Landesregierung plant in Kürze einen Impfgipfel mit den Kommunen, um den Verteilungsschlüssel der Impfstoffe neu abzustimmen. Das Sozialministerium teilte am Dienstag in Stuttgart mit, für April sei ein solches Treffen geplant.

Ein genaues Datum war zunächst nicht bekannt. Ministerialdirektor Uwe Lahl sagte, das Land strebe bei der Verteilung des Impfstoffs „eine faire Lösung“ an. Er gehe davon aus, dass die kommunale Seite mit einem abgestimmten Konzept in die Gespräche gehen werde.

Die „Heilbronner Stimme“ und der „Südkurier“ (Mittwoch) zitierten Sozialminister Manfred Lucha (Grüne), der angedeutet hatte, dass der Bevölkerungsschlüssel bei der Verteilung des Impfstoffs bald mehr Gewicht bekommen werde.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Dienstag +++

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