Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Wochenende

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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 25.600 (357.140 Gesamt - ca. 322.900 Genesene - 8.632 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 8.632
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 121,5
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 211.900 (2.772.401 Gesamt - ca. 2.484.600 Genesene - 75.870 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 75.870
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 129,7

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Land lockert Regeln für private Treffen in Hotspot-​Regionen (13.11 Uhr)
  • Deutlicher Anstieg von Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten (18.49 Uhr)
  • Bei Infektion auf Malle können Deutsche gratis ins Corona-Hotel (16.48 Uhr)
  • Sieben-​Tage-Inzidenz zu hoch: Landkreis Ravensburg zieht die Notbremse (11.17 Uhr)
  • Frankreich ist nun Hochinzidenzgebiet mit Corona-Testpflicht (09.39 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ Infektionen steigen rasant - Kommen jetzt härtere Maßnahmen?

(21.41 Uhr) Angesichts immer schneller steigender Corona-Infektionszahlen werden Rufe nach einem härteren Lockdown laut. Bayerns Regierungschef Markus Söder erklärte dazu: „Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse“, betonte der CSU-Chef in der „Augsburger Allgemeinen“.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hingegen stellte für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht, allerdings nicht unbedingt im MPK-Format. „Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch“, sagte Kretschmann am Samstagabend in Stuttgart.

„Wir rennen sehenden Auges ins Verderben“, warnte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Professor Gernot Marx.  Hier lesen Sie mehr.

++ Deutlicher Anstieg von Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten 

(18.49 Uhr) Der Sieben-Tage-Wert der Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg am Sonntag deutlich gestiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamts (Stand: Sonntag, 16 Uhr) registrierten die Gesundheitsämter im Südwesten im Laufe der vergangenen 7 Tage 127,4 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Am Samstag hatte der Wert bei 121,5 gelegen, am vergangenen Sonntag noch bei 103,1.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1341 auf 358.512. 8643 Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit. Das waren elf mehr als Stand Samstag. Als genesen gelten geschätzt 322.369 Infizierte (plus 1335).

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 27.099 Fälle mit Hinweisen auf „besorgniserregende Varianten“ übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7) und Südafrika (B1.351) entdeckt worden waren. Ihr Anteil liegt im Südwesten den Angaben zufolge inzwischen bei mehr als 80 Prozent.

14,8 Prozent der 2403 betreibbaren Intensivbetten sind der Mitteilung zufolge im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Intensivbetten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern auch für Patienten mit anderen gravierenden Erkrankungen.

++ Bad Saulgau greift Handel und Gastronomie unter die Arme

(18.23 Uhr) Die Stadt Bad Saulgau befreit die Einzelhändler und Gastronomen im Jahr 2021 von Sondernutzungsgebühren für ihre Warenständer und Außenbestuhlung. Das hat der Bad Saulgauer Gemeinderat am vergangenen Donnerstag in seiner digitalen Sitzung beschlossen.

Mit mehreren Bausteinen soll die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt gesteigert werden. Diskutiert wurde über das Drucken von Einkaufsflyern. Hier lesen Sie mehr.

++ Bei Infektion auf Malle können Deutsche gratis ins Corona-Hotel 

(16.48 Uhr) Deutsche Urlauber, die vor ihrer Rückkehr aus Mallorca positiv auf das Coronavirus getestet wurden, können die dann notwendige Quarantäne kostenlos in einem der eigens auf der Insel eingerichteten Hotels für Infizierte verbringen. Das berichtete die „Mallorca-Zeitung“ am Sonntag unter Berufung auf Angaben des regionalen Gesundheitsministeriums. Dafür müsse nur die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) vorgelegt werden. Wer lieber in seinem Hotel oder einer Ferienwohnung bleiben wolle, müsse das aber selbst bezahlen.

Für viele Urlauber stelle sich die Frage ohnehin nicht, zitierte die Zeitung Tui-Sprecher Aage Dünhaupt. Die Kosten ihrer Unterbringung während einer Quarantäne würden von einer Zusatzversicherung übernommen, die zum Reisepaket gehöre. Ähnliche Absicherungen würden auch andere Reiseveranstalter anbieten, schrieb die Zeitung.

Ab Dienstag müssen sich alle aus dem Ausland nach Deutschland reisenden Fluggäste vor dem Abflug auf das Virus testen lassen. Wer positiv ist, darf nach der deutschen Anordnung gar nicht erst in die Maschine.

Die Bundesregierung hatte die Lieblingsinsel der Deutschen am 14. März von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Als die Buchungen stark anzogen, warnte die Bundesregierung eindringlich vor Urlaubsreisen auf die Mittelmeerinsel. Zusätzlich wurde die Testpflicht angeordnet. Die gilt auch für Reisende, die nicht aus einem Risikogebiet kommen, also auch für Mallorca-Rückkehrer, und soll vorerst bis zum 12. Mai beibehalten werden.

++ Elternbeirat fordert Impfangebote für Schüler ab 16 Jahren 

(15.40 Uhr) Der Landeselternbeirat hat ein Corona-Impfangebot für Schüler ab 16 Jahren gefordert. So könne verhindert werden, dass die Jugendlichen kurz vor dem Schulabschluss durch eine Corona-Erkrankung aus der Bahn geworfen werden, sagte der Chef des Verbandes, Michael Mittelstaedt, der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag.

Unter anderem geht das Gremium mit dieser Forderung in die Diskussion mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) an diesem Montag. „Die Hoffnungen der Eltern auf dieses Gespräch sind gewaltig.“ Ihre Wünsche ließen sich auf die Formel „Präsenz und Sicherheit“ bringen.

An dem Treffen zum Thema Schulöffnungen nehmen auch der Landesschülerbeirat sowie mehrere Lehrerverbände wie die GEW und der Philologenverband teil. Für die Landesregierung sind auch Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) eingeladen.

++ Noch kein großer Andrang im Bahnverkehr vor Ostern 

(14.28 Uhr) Von einer bevorstehenden Reisewelle zu Ostern ist in den Zügen der Deutschen Bahn noch nichts zu spüren. „Der Reiseverkehr liegt derzeit im Fernverkehr auf dem niedrigen Niveau der letzten Wochen“, sagte eine Bahnsprecherin am Sonntag.

Für alle, die zu Ostern und in den Ferien unterwegs sein müssen, gebe es demnach ausreichend Sitzplätze, um Abstand halten zu können. ICE-Züge sollen dort, wo es möglich ist, mit doppelter Länge fahren. Konkrete Strecken wurden jedoch nicht genannt. Auch zusätzliche Fahrten seien eingeplant. Der Zugverkehr ins Ausland könne jedoch eingeschränkt werden.

Bahnfahrgäste sollten nach Möglichkeit den Ostermontag meiden, weil an dem Tag erfahrungsgemäß mit dem höchsten Reiseaufkommen zu rechnen sei, hieß es weiter. Die voraussichtliche Auslastung der Züge lasse sich über die App „DB Navigator“ und die Online-Seite Bahn.de in Erfahrung bringen.

In den Zügen der DB gelten weiterhin die bekannten Gesundheitsschutz- und Hygienemaßnahmen: Die Zahl der Sitzplatzreservierungen ist auf 60 Prozent der vorhandenen Plätze begrenzt.

++ Land lockert Regeln für private Treffen in Hotspot-​Regionen

(13.11 Uhr) Die Landesregierung lockert die Regeln für private Zusammenkünfte in Gebieten mit hohen Infektionszahlen. Treffen von zwei Haushalten mit bis zu fünf Personen sind von diesem Montag an auch in Gegenden mit mehr als 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche erlaubt.

Zuletzt hatte es geheißen, die Lockerung sei eine Sonderregelung für die Osterfeiertage.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Söder kritisiert andere Bundesländer: Ernst der Lage nicht verstanden

(12.43 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert die Corona-Politik seiner Kollegen. „Die Corona-Lage spitzt sich zu, einige Länder haben den Ernst der Lage leider noch nicht verstanden“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“.

Zur zuletzt aufgekommenen Debatte um mögliche neue Gespräche zwischen Bund und Ländern zu Corona-Maßnahmen sagte er: „Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse.“

Söder forderte, dass die Notbremse überall in Deutschland bei einer Inzidenz über 100 automatisch greifen müsse. 

Markus Söder, CSU-Parteichef und Ministerpräsident von Bayern
Markus Söder, CSU-Parteichef und Ministerpräsident von Bayern. (Foto: Peter Kneffel / DPA)

++ Sieben-​Tage-Inzidenz zu hoch: Landkreis Ravensburg zieht die Notbremse

(11.17 Uhr) Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen sind täglich nach oben geklettert, das hat nun Konsequenzen: Der Landkreis Ravensburg muss die Notbremse ziehen. Da die Sieben-Tage-Inzidenz seit drei Tagen in Folge über dem Wert von 100 liegt, gelten ab Dienstag, 30. März, verschärfte Maßnahmen, teilt das Landratsamt Ravensburg mit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Unter anderem darf der Einzelhandel kein Click & Meet mehr anbieten. Eine Ausgangsbeschränkung soll es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geben, erläutert das Landratsamt am Sonntag auf SZ-Anfrage. 

Die Stadt Ravensburg plante hingegen, weiterhin Click & Meet zu erlauben.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Der Landkreis Ravensburg zieht die Corona-Notbremse. Ab Dienstag gelten wieder strengere Regeln im Landkreis. (Foto: AFP/Bernd Adler)

++ Inzidenz in Deutschland steigt auf knapp 130

(09.38 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter. Zuletzt lag der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 129,7, wie aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervorgeht.

Damit ist der Wert ähnlich hoch wie seit dem 19. Januar (131,5) nicht mehr. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 7.35 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Am Samstag hatte das RKI die Inzidenz noch mit 124,9 angegeben, am Freitag mit 119,1. Der Wert ist eine wichtige Kennzahl zum Pandemieverlauf. Vor einer Woche hatte er die 100er-Marke überschritten. Nachdem im Lockdown die Zahl der Neuinfektionen bis etwa Mitte Februar deutlich gefallen war, stieg die Zahl der Ansteckungen zuletzt wieder kräftig — was Experten auch auf die weite Verbreitung ansteckenderer Varianten zurückführen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages 17 176 Fälle, tags zuvor waren es 20 472 neue Corona-Infektionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden zuletzt 90 Todesfälle verzeichnet. 

++ Forderungen nach Lockdown und neuer Bund-Länder-Runde werden laut 

(07.40) Nur wenige Tage nach der letzten Bund-Länder-Runde scheint sich die Stimmung zu drehen. Die Forderungen nach einem harten Lockdown und nach einem neuen Corona-Gipfel werden lauter. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) stellte für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht.

„Erstmal überlegen wir alle solche Sachen“, sagte Kretschmann am Samstagabend in Stuttgart. „Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch.“

Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man „zu Klarheit kommen“. Ob die nächste Konferenz der Ministerpräsidenten, die im April geplant ist, vorgezogen werden muss, sagte der Grüne nicht. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte einen raschen neuen Corona-Gipfel gefordert.

Das Land Berlin will in der Corona-Pandemie hingegen einen neuen Weg einschlagen, um trotz wieder steigender Infektionszahlen aus dem Kreislauf aus Öffnen und Schließen herauszukommen. Deshalb bleiben einerseits vorsichtige Lockerungen etwa in Handel und Kultur bestehen, werden aber durch neue und verschärfte Regeln vor allem im Hinblick auf das Testen ergänzt. 

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) sprach sich für ein härteres Vorgehen aus. „Wenn jetzt parallel zum Impfen die Infektionszahlen wieder rasant steigen, wächst die Gefahr, dass die nächste Virus-Mutation immun wird gegen den Impfstoff“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Im Falle einer solchen Mutation „stünden wir wieder mit leeren Händen da“, so Braun weiter. Dann bräuchte es neue Impfstoffe. Er forderte unter anderem regionale Ausgangsbeschränkungen.

++ Erstes Großkonzert in Barcelona mit 5000 Fans 

(06.55 Uhr) Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hat es in Barcelona am Samstagabend wieder ein großes Popkonzert mit 5000 Zuschauern gegeben. Der Auftritt der Indie Popband Love of Lesbians in der für bis zu 24 000 Gäste ausgelegten Mehrzweckhalle „Palau de Sant Jordi“ hatte Pilotcharakter und war offiziell genehmigt.

Es ging darum zu testen, ob solche Großveranstaltungen trotz Corona bei ausreichenden Vorsichtsmaßnahmen sicher sein können. „Willkommen zu einem der bewegendsten Konzerte unseres Lebens“, begrüßte der Sänger von Love of Lesbians, Santi Balmes, die Menschenmenge.

Vor und während des Konzerts galten strenge Schutzmaßnahmen, die von einem Ärzteteam überwacht wurden. Alle Zuschauer mussten am Samstag in einem von drei speziellen Testzentren zwischen 08.00 Uhr und 16.00 Uhr einen Schnelltest machen. Nur 6 der 5000 Tests seien positiv ausgefallen, schrieb die Zeitung „La Vanguardia“.

Eingelassen wurden nach Angaben der Veranstalter zudem nur registrierte Besucher im Alter zwischen 18 und 65 Jahren, die ein neueres Smartphone besaßen, um ein Programm für das Test-Ergebnis herunterladen zu können. Zudem mussten die Zuschauer einwilligen, dass ihre Daten mit denen der Gesundheitsbehörden abgeglichen werden.

Die Zuschauer bei dem Großkonzert mussten einen Schnelltest durchführen lassen und Maske tragen. Abstandhalten war aber keine Pflicht. (Foto: LLUIS GENE)

++ Frankreich ist Hochinzidenzgebiet mit Corona-Testpflicht

(06.45 Uhr ) Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen gilt Frankreich seit Mitternacht am Sonntag aus deutscher Sicht als Hochinzidenzgebiet. Das bedeutet, dass man bei der Einreise nach Deutschland ein negatives Testergebnis dabei haben muss. Für das an Rheinland-Pfalz und das Saarland grenzende Départment Moselle gelten weiterhin noch strengere Einreiseregeln.

Als Hochinzidenzgebiete werden Regionen im Ausland eingestuft, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 200 übersteigt. In Frankreich liegt diese sogenannte Inzidenz nach den aktuellsten Zahlen sogar über 300.

Die Hochinzidenzgebiete sind die mittlere von drei Risikokategorien. Die niedrigste sind die einfachen Risikogebiete mit einer Inzidenz über 50. Wer aus Regionen dieser beiden Kategorien nach Deutschland einreist, muss auch für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen davon mit einem zweiten Test befreien.

Für die höchste Risikokategorie, die Gebiete mit besonders ansteckenden oder gefährlichen Varianten des Coronavirus, gilt sogar eine Quarantänepflicht von 14 Tagen, von der man sich nicht freitesten kann. In diese Kategorie fällt bereits seit längerem als einzige Region in Frankreich das Départment Moselle, was vorerst auch so bleiben wird.

Coronavirus - Grenze - Kehl
Am deutsch-französischen Grenzübergang Kehl fahren Autos nach Deutschland. Besonders in Grenznähe werden durch die neuen Regeln Probleme, zum Beispiel für Pendler, erwartet. (Foto: Uli Deck)

Das waren die letzten Meldungen von Samstag:

++ Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten steigt minimal

(17.52 Uhr) Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamts vom Samstag (Stand 16.00 Uhr) nur sehr leicht gestiegen. Allerdings werden am Wochenende in der Regel weniger Ergebnisse übermittelt. Den Daten der Stuttgarter Behörde zufolge registrierten die Gesundheitsämter im Südwesten im Laufe der vergangenen 7 Tage 121,5 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Am Freitag hatte der Wert bei 121,1 gelegen.

31 der 44 Stadt- und Landkreise überschreiten mittlerweile die Schwelle von 100. Am höchsten ist der Wert im Landkreis Schwäbisch Hall mit 475,2, am niedrigsten in Pforzheim mit 69,1.

Die Zahl der bestätigten Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2149 auf 357 171. 8632 Menschen starben an einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit. Das waren zehn mehr als Stand Freitag. Als genesen gelten geschätzt 321 034 Infizierte (plus 1350).

++ Et­li­che Men­schen de­mons­trie­ren in Ulms In­nen­stadt gegen die Corona-​Politik

(17.35 Uhr) Gegen die aktuelle Corona-Politik der Bundesregierung haben etliche Demonstranten am Samstagnachmittag in der Innenstadt Ulms demonstriert. Am Maritim Hotel hatten sich die Demonstranten gegen 15 Uhr versammelt und zogen dann mit Sprechparolen wie „Merkel muss weg“ oder „Wir fordern unsere Selbstbestimmung zurück“ Richtung Münsterplatz. Mit dabei waren mehrere Hundert Polizisten, die den Demonstrationszug begleiteten.

Mehr dazu lesen Sie hier. 

 Die Demonstranten zogen zum Münsterplatz.
Die Demonstranten zogen zum Münsterplatz. (Foto: Ehrenfeld)

++ Freilichtmuseum Pfahlbauten öffnet wieder für Besucher 

(17.21 Uhr) Das Freilichtmuseum Pfahlbauten am Bodensee hat am Samstag wieder seine Pforten für Besucher geöffnet. „Als Outdoor-Anlage sind wir im Vorteil gegenüber Museen in geschlossenen Räumen“, teilte Direktor Gunter Schöbel in Uhldingen-Mühlhofen mit. Denn 90 Prozent der Ausstellungsflächen befänden sich im Freien.

In der Freiluftanlage am Bodensee lassen sich 23 der Stein- und Bronzezeit nachempfundene Häuser besichtigen und geben so einen Einblick in 3000 Jahre Menschheitsgeschichte. Wer das Museum derzeit besuchen möchte, muss aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie vorab ein Online-Ticket lösen, zudem herrscht Maskenpflicht.

Während das Museum an der frischen Luft seine Tore für Besucher erst öffnet, könnte schon bald wieder eine Schließung anstehen. Der Bodenseekreis bewegte sich zuletzt bei der Sieben-Tage-Inzidenz auf den Wert von 100 zu und müsste nach drei Tagen in Folge mit solch hohen Werten die Notbremse ziehen.

Auch die Pfahlbauten müssten dann für Besucher wieder schließen, wie eine Sprecherin sagte. Der Bodenseekreis hatte zuletzt auf die drohende Notbremse hingewiesen. Eine solche stünde derzeit aber frühestens in der neuen Woche an.

Coronavirus - Mühlhofen-Unteruhldingen
Drei Besucher aus Spaichingen blicken im Pfahbaumuseum auf den Bodensee. Rund 150 Besucher haben sich für den ersten Öffnungstag nach langer Pause angemeldet. (Foto: Felix Kästle)

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Samstag +++

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