Corona-Newsblog: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Dienstag

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Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Baden-Württemberg: ca. 11.700 (311.525 Gesamt - ca. 291.800 Genesene - 7.966 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 7.966
  • Sieben-Tage-Inzidenz Baden-Württemberg: 44,9
  • Aktuell nachgewiesene Infizierte Deutschland: ca. 118.700 (2.394.811 Gesamt - ca. 2.207.700 Genesene - 68.318 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 68.318
  • Sieben-Tage-Inzidenz Deutschland: 60,5

Das Wichtigste auf einen Blick: 

  • Landkreise regeln Einreise aus Hochinzidenzgebieten (18.50 Uhr)
  • Spahn in der Kritik - Kostenlose Schnelltests doch nicht ab 1. März (16.12 Uhr)
  • Bayern öffnet Baumärkte - Baden-Württemberg sauer (14.07 Uhr)
  • Merkel konkretisiert Vorstellungen für Öffnungsstrategie (18.05 Uhr)
  • Deutschland verlängert Grenzkontrollen um acht Tage (12.04 Uhr)

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ EU-Kreise: Womöglich weitere Lieferengpässe bei Astrazeneca 

(22.14 Uhr) Beim Corona-Impfstoffhersteller Astrazeneca drohen weitere Lieferengpässe. Unternehmensvertreter hätten der Europäischen Union auch für das zweite Quartal mögliche Produktionsausfälle in Europa angezeigt, sagte ein EU-Vertreter am Dienstagabend der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Doch könnten diese Mengen theoretisch aus anderen Impfstofffabriken des Herstellers wettgemacht werden. Es gebe noch keinen akzeptierten Lieferplan für das Quartal.

Der EU-Vertreter reagierte damit auf Medienberichte, wonach Astrazeneca die Lieferung im zweiten Quartal von 180 auf 90 Millionen Dosen halbieren wolle. Dies sei so nicht zu bestätigen, hieß es. Offiziell teilte die Kommission mit, die Verhandlungen mit Astrazeneca über den Lieferplan liefen noch.

Das Unternehmen sei dabei, den Plan „zu verfeinern und zu konsolidieren, auf Grundlage aller verfügbaren Produktionsstätten in Europa und außerhalb“. Die Kommission erwarte „einen verbesserten Vorschlag für einen Lieferplan“.

++ Corona-Inzidenz im Südwesten leicht gestiegen 

(20.58 Uhr) Die Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten ist leicht gestiegen. Am Dienstag (Stand 16 Uhr) lag sie nach Angaben des Landesgesundheitsamts bei 45,5 (Montag: 44,8) Neuinfektionen binnen einer Woche je 100.000 Einwohnern. Am Sonntag hatte der Wert mit 44,0 noch leicht unter dem vom Samstag mit 44,3 gelegen.

Nach der vergangenen Ministerpräsidentenkonferenz hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) davon gesprochen, dass etwa der Einzelhandel ab einem stabilen Inzidenzwert von unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche auf Lockerungen hoffen darf.

Elf Stadt- und Landkreise liegen über dem Grenzwert von 50 gemeldeten Fällen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Seit Beginn der Pandemie vor rund einem Jahr wurden 312.377 Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg gemeldet, das waren 892 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten, die mit oder an Sars-CoV-2 starben, stieg um 22 auf 7978. Als genesen gelten 291.096 Infizierte (plus 1302); hierbei handelt es sich um einen Schätzwert.

++ Spahn: Lehrer und Kita-Beschäftigte ab Mittwoch impfen 

(19.37 Uhr) Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher an Kitas sollen von Mittwoch an bundesweit gegen Corona geimpft werden können. „Beschäftigte in Kitas, in der Kindertagespflege, in Grund- & Förderschulen können ab morgen von den Ländern geimpft werden“, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Kurznachrichtendienst Twitter mit. „Unsere entsprechende Verordnung tritt dann in Kraft.“

In Baden-Württemberg können Lehrkräfte und Kita-Personal bereits seit Montag einen Impftermin vereinbaren. Die Regelung gilt im Südwesten für alle Lehrkräfte, nicht nur für Grund- und Förderschulen.

Für diese Impfungen infrage kommen dann voraussichtlich zunächst hunderttausende Impfdosen des Herstellers Astrazeneca, die bisher ungenutzt Ländern lagern. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind mehr als 1,4 Millionen Dosen an die Länder geliefert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden davon aber nur 212 000 Dosen gespritzt.

++ Landkreise regeln Einreise aus Hochinzidenzgebieten

(18.50 Uhr) Verschiedene Landkreise im Südwesten bereiten sich auf steigende Corona-Infektionszahlen in den jeweiligen Nachbarländern vor. Dabei haben die Landratsämter Waldshut, Lörrach, Konstanz und Schwarzwald-Baar-Kreis mit einer Allgemeinverfügung vor allem Menschen in den Blick genommen, die etwa in Nachbarländern wie der Schweiz oder Frankreich arbeiten oder dort private Verbindungen pflegen.

Um ihnen beispielsweise die erneute Einreise aus möglichen Hochinzidenzgebieten zu erleichtern, soll eine Ausnahme von der Allgemeinverfügung des Bundes für Einreisende aus solchen Hochinzidenzgebieten gelten, wie eine Sprecherin des Landratsamtes in Villingen-Schwenningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) am Dienstag auf Anfrage sagte. Zwar gebe es aktuell noch keine solchen Hochinzidenzgebiete im benachbarten Ausland. Doch wolle man für einen solchen Fall vorbereitet sein.

Konkret ermögliche man Grenzgängern und Grenzpendlern eine Ausnahme von der Test- und Nachweispflicht des Landes. „Grenzpendler mit Wohnsitz in Baden-Württemberg, die sich mindestens zweimal wöchentlich zum Arbeiten, zum Studium oder zur Ausbildungsstätte in ein Hochinzidenzgebiet begeben, müssen dann zweimal je betreffender Kalenderwoche bei Grenzübertritt nach Deutschland einen negativen Corona-Test nachweisen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf“, lautet die Ausnahmeregelung.

Reise man innerhalb einer Kalenderwoche ausschließlich an zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein, genüge ein einzelner negativer Testnachweis. Wird an der Grenze kein negativer Test vorgelegt, muss unmittelbar nach der Einreise ein Test vorgenommen werden. Dasselbe gelte für den Besuch von Verwandten ersten Grades, wie beispielsweise Kindern, Ehegatten, Lebenspartnern oder Lebensgefährten. Für Grenzgänger aus Risikogebieten, die zu den genannten Zwecken nach Baden-Württemberg einreisen und regelmäßig an ihren Wohnsitz zurückkehren, gelten demnach dieselben Regelungen.

++ Merkel konkretisiert Vorstellungen für Öffnungsstrategie

(18.05 Uhr) Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat ihre Vorstellungen für vorsichtige Öffnungsschritte in Kombination mit vermehrten Testmöglichkeiten in der Corona-Pandemie konkretisiert.

Es gebe drei Stränge, bei denen man Schritt für Schritt öffnen wolle, sagte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Die Kanzlerin nannte die persönlichen Kontaktbeschränkungen sowie den Bildungs- und den Wirtschaftsbereich.

Bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März sollten hier Öffnungsschritte erarbeitet werden, machte Merkel demnach deutlich.

Bei den drei Strängen gehe es um persönliche Kontaktbeschränkungen und Möglichkeiten, sich in bestimmten Gruppen zu treffen, sagte Merkel demnach weiter.

Beim zweiten Strang gehe es um Bildungsfragen - nach den Grundschulen die höheren Klassen, die weiterführenden Schulen, die Berufsschulen sowie die Universitäten.

Der dritte Strang habe zu tun mit den Wirtschaftsfragen — Geschäfte, Restaurants sowie eines Tages Hotels, sagte Merkel. Sie zählte dazu auch den Sport in Gruppen und kulturelle Veranstaltungen.

Am besten könne man sich Pakete vornehmen, bei denen man nicht nur aus einem Strang etwas nehme, sondern wo man sinnvoll versuche, aus den verschiedenen Lebensbereichen Dinge zusammenzuführen, schlug Merkel demnach vor. Nach den einzelnen Öffnungsschritten müsse überprüft werden, dass man nicht wieder in ein exponentielles Wachstum komme.

++ Mehrere Bundesländer starten mit Impfung für Polizeibeamte 

(17.42 Uhr) In mehreren Bundesländern können sich Polizistinnen und Polizisten bereits jetzt oder in Kürze gegen das Coronavirus impfen lassen. In Brandenburg haben bis zum Dienstag bereits über 1000 Beamte eine Impfung erhalten, wie das Polizeipräsidium mitteilte. Dort war vergangene Woche die Impfkampagne für Polizisten gestartet. In Berlin kündigte die Gesundheitsverwaltung an, dass sich 12 000 Polizisten schon bald freiwillig impfen lassen könnten.

Die Gesundheitsbehörde in Hamburg teilte mit, dass am Wochenende bereits erste Impfungen für Polizisten und niedergelassene Ärzte erfolgt seien. In den genannten Bundesländern erhalten die Beamten den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.

In Rheinland-Pfalz beginnt die Polizei noch diese Woche mit den Impfungen, in Thüringen und Hessen sollen von Dienstag an Impftermine für die zweithöchste Prioritätsstufe vergeben werden — darunter fallen auch Polizisten, die einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. In Hessen sollen die Impfungen für diese Gruppe am 5. März starten.

In Nordrhein-Westfalen soll es ab März vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal geben. Dort hatte es Befürchtungen gegeben, dass Polizisten in der Impfreihenfolge nach unten rutschen. Nach Angaben von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) soll es hier aber „zu keinen Kollisionen“ kommen.

++ Spahn in der Kritik - Kostenlose Schnelltests doch nicht ab 1. März

(16.12 Uhr) Die Verschiebung der ursprünglich zum 1. März geplanten Einführung der kostenlosen Corona-Schnelltests für jedermann sorgt für Ärger bei den Ländern.

Es sei zum wiederholen Mal so, dass von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Dinge angekündigt wurden, „die dann so oder zumindest so schnell nicht kommen“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag im ZDF. Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter warf Spahn „Versagen“ vor, die Deutsche Stiftung Patientenschutz sprach von einem „Fiasko“.

Spahn wollte eigentlich am 1. März mit kostenlosen Schnelltests unter anderem in Apotheken und Arztpraxen beginnen. Das Corona-Kabinett verschob dies aber am Montag. Das Thema soll nun bei den Bund-Länder-Beratungen am 3. März besprochen werden. Die kostenlosen Schnelltests könnten dann mit einwöchiger Verspätung am 8. März starten.

Zweifel gab es unter anderem, ob genügend Tests zur Verfügung stehen werden, wenn das Gratis-Angebot die Nachfrage in die Höhe schnellen lässt. Dem hielt Spahns Ministerium entgegen, es sei genügend Material gesichert: 500 Millionen Schnelltests auf nationaler Ebene und weitere 300 Millionen über europäische Beschaffungswege. Spahn räumte selbst ein, dass es zum Start durchaus Warteschlangen an den Test-Orten geben könnte.

++ Bayern öffnet Baumärkte - Baden-Württemberg sauer

(14.07 Uhr) In Bayern dürfen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorübergehend geschlossenen Baumärkte vom kommenden Montag an wieder regulär für Kunden öffnen. Das hat das Kabinett bei seiner Sitzung am Dienstag in München beschlossen.

Das sorgt für Unmut im benachbarten Baden-Württemberg. Man sei irritiert angesichts der Kehrtwende des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet am Dienstag der dpa in Stuttgart. „Bisher war er immer der harte Hund, jetzt fängt er an, eine Sache nach der anderen Sache zu öffnen“, sagte Hoogvliet. „Ich weiß nicht, was das soll.“

In Baden-Württemberg sei eine reguläre Öffnung der Baumärkte nicht vorgesehen. Es habe keine Abstimmung Bayerns dazu gegeben, sagte der Sprecher auch mit Blick auf Shoppingtouristen, die nun möglicherweise über die Landesgrenze fahren. Auch verstehe man nicht, warum Söder damit nicht auf die Ministerpräsidentenkonferenz kommende Woche gewartet habe.

Man nehme den Beschluss zur Kenntnis. Für die Öffnung von Blumenläden ab Montag habe man noch Verständnis, da es sich um verderbliche Ware handle, sagte Hoogvliet. Aber: „Hammer und Farbe verderben nicht so schnell.“ Hier lesen Sie mehr.

++ Blumenläden im Südwesten dürfen ab 1. März öffnen

(12.13 Uhr) Auch in Baden-Württemberg können am kommenden Montag Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenläden wieder öffnen. Das grün-schwarze Landeskabinett verständigte sich am Dienstag auf eine entsprechende Lockerung des Corona-Lockdowns, wie die Deutsche Presse-Agentur in Stuttgart erfuhr.

Der Südwesten folgt damit dem Beispiel anderer Länder wie etwa Bayern. Nach Angaben des Floristenverbands gibt es allein in Baden-Württemberg 1200 Blumenläden. Neben den Floristen dürfen auch die Friseure am 1. März wieder aufmachen.

++ Deutschland verlängert Grenzkontrollen um acht Tage

(12.04 Uhr) Die Grenzkontrollen an den Übergängen zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol werden bis zum 3. März verlängert. Wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Dienstag auf Nachfrage bestätigte, sollen die seit dem 14. Februar geltenden Verbote und Regeln für Einreisen von dort unverändert beibehalten werden.

Die Bundesregierung hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols in Österreich zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es für Lastwagenfahrer und Grenzgänger mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test mitführen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Die Regeln waren zunächst für zehn Tage eingeführt worden.

Die Bundespolizei kontrolliere die Einhaltung der verschärften Einreisebestimmungen an diesen Grenzabschnitten „örtlich und zeitlich flexibel mit eindeutigen Schwerpunkten auf internationalen, beziehungsweise überregionalen Verkehrsverbindung, um eine möglichst lückenlose Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs sicherzustellen“, hieß es aus dem Bundespolizeipräsidium in Potsdam.

Die Zahl der Menschen, die an den Grenzen abgewiesen werden, ging den Angaben zufolge in den vergangenen Tagen zurück, „weil sich die Reisenden aufgrund der Kontrollen zunehmend regelkonform verhalten“.

++ Polizei muss Verlobungsfeier in Aalen auflösen

(11.18 Uhr) Den Beamten wurde am Sonntagabend mitgeteilt, dass es in Aalen eine größere Veranstaltung gäbe. Beim Eintreffen der Polizei stellte sich heraus, dass insgesamt 26 Personen aus unterschiedlichen Haushalten, ohne Abstände oder Mund- und Nasenschutz sowie dicht gedrängt, in einer etwa 30 Quadratmeter großen Wohnung eine Verlobung feierten.

Die Polizei löste die Veranstaltung auf und erhob die Personalien sämtlicher Gäste. Auf diese kommt eine Anzeige zu.

++ EU-Kommission fordert Erklärung zu deutschen Einreiseregeln

(10.47 Uhr) Deutschland gerät wegen der verschärften Einreiseregeln für Tschechien, die Slowakei und Tirol immer stärker unter Druck.

Mehrere Vorgaben seien unverhältnismäßig oder unbegründet, heißt es in einem Beschwerdebrief der EU-Kommission an den deutschen EU-Botschafter Michael Clauß in Brüssel. „Wir glauben, dass das nachvollziehbare Ziel Deutschlands - der Schutz der öffentlichen Gesundheit in einer Pandemie - durch weniger restriktive Maßnahmen erreicht werden könnte.“ Das Papier vom Montag liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die EU-Kommission erwartet nun innerhalb von zehn Werktagen eine Antwort. Theoretisch könnte sie ein rechtliches Verfahren gegen Deutschland einleiten, dies gilt wegen der andauernden Pandemie aber als unwahrscheinlich

Ähnliche Briefe gingen an Belgien, Ungarn, Dänemark, Schweden und Finnland, mit deren Grenzmaßnahmen die EU-Kommission ebenfalls nicht einverstanden ist. Auf Drängen der EU-Kommission beraten die Europaminister der EU-Staaten an diesem Dienstag über das Vorgehen an den Binnengrenzen.

Tschechien, die Slowakei und Tirol gelten in Deutschland seit dem 14. Februar als Gebiet mit besonders gefährlichen Virusmutationen. Die Einreise ist somit bis auf wenige Ausnahmen verboten. Aus Sicht von Bundesinnenminister Horst Seehofer sollen die zunächst für zehn Tage angesetzten Grenzkontrollen verlängert werden. 

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++ Cornelia Funke kritisiert Umgang mit Kindern während der Pandemie

(09.41 Uhr) Nach Ansicht von Schriftstellerin Cornelia Funke wird den Interessen von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie zu wenig Beachtung geschenkt.

„Das ist seit Jahren ein akutes Thema. Kinder und Jugendliche kommen immer nur am Rande vor“, sagte sie dem „Mannheimer Morgen“. Durch Corona sei das noch dramatischer geworden.

Cornelia Funke
Cornelia Funke: Kinder gehören ins Zentrum - nicht in die Peripherie. (Foto: Christophe Gateau / DPA)

Kinder werden zu kleinen Erwachsenen dressiert, anstatt zu sagen: Das ist unsere Zukunft und sollte das Kostbarste in unserem Leben sein“, kritisierte die 62-Jährige. Ihr Leben sei zu organisiert und zu behütet. „Kinder haben eigentlich kaum eigene Zeit und eigenen Raum. Da muss sich fundamental viel ändern“, so Funke.

Nach der Pandemie müsse es ein Zurück nach draußen geben. Kinder müssten die Welt und das Leben erfahren können. Funke sagte der Zeitung weiter: „Wir brauchen nicht noch mehr Dogmatismus. Wir müssen der Welt wieder erlauben, ein bisschen wilder zu werden, auch auf Kosten von Sicherheiten.“

Die deutsche Autorin wohnt auf einer Avocadofarm in Kalifornien, bis 2005 lebte sie in Hamburg. Funke („Tintenherz“) hat weltweit mehr als 20 Millionen Bücher verkauft.

++ 3883 Corona-Neuinfektionen und 415 neue Todesfälle

(07.44 Uhr) Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3883 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 415 weitere Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 3856 Neuinfektionen und 528 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.11 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 60,5 - und damit etwas niedriger als am Vortag (61,0). Vor vier Wochen, am 26. Januar, hatte die Inzidenz noch bei 107,6 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

++ Johnson will Corona-Maßnahmen bis Ende Juni aufheben

(06.30 Uhr) Bis zum 21. Juni will die britische Regierung alle Beschränkungen in der Coronavirus-Pandemie in England aufheben. „Wir befinden uns auf einer Einbahnstraße in die Freiheit“, sagte Premierminister Boris Johnson am Montagabend in London.

Voraussetzung sei aber, dass sich die Infektionszahlen unter Kontrolle halten ließen, die Impfkampagne wie bisher weitergehe und keine neue Virusvariante die Lage verändere. Es gebe keinen glaubwürdigen Weg zu einem Großbritannien oder einer Welt ohne Covid-19, betonte der konservative Politiker. „Jede Lockerung der Lockdown-Maßnahmen wird zu mehr Fällen und mehr Toten führen“, sagte Johnson im Parlament.

Boris Johnson
Premierminister von Großbritannien, Boris Johnson. Die britische Regierung will bis zum 21. Juni 2021 alle Beschränkungen in der Corona-Pandemie in England aufheben. (Foto: Leon Neal / DPA)

Der Lockdown soll nun in mehreren Schritten im Abstand von je fünf Wochen aufgehoben werden. Ausschlaggebend seien dabei aber nicht die vorgesehenen Zeitpunkte, sondern die Daten aus der Pandemie, so der Premier. Man werde den Weg aus dem Lockdown vorsichtig, aber unwiderruflich gehen.

Zu verdanken habe man das der Entschlossenheit der Briten und dem Erfolg der Impfkampagne. „Mit jedem Tag, der vergeht, schafft dieses Impfprogramm einen Schutzschild um die Bevölkerung“, sagte Johnson am Abend auf einer Pressekonferenz. Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen ein Angebot zur Impfung erhalten.

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Das waren die letzten Meldungen vom Montag

++ Erzieherinnen und Lehrkräfte können sich ab sofort impfen lassen 

(19.56 Uhr) In Baden-Württemberg können sich Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte ab sofort gegen das Coronavirus impfen lassen - wenn sie einen Termin ergattern. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) erklärte am Tag der Wiedereröffnung von Kitas und Grundschulen, die Impfungen dieser Berufsgruppen würden vorgezogen.

Man wolle nun nicht mehr abwarten, bis die Corona-Impfordnung geändert wird, sondern sofort mit dem Impfen loslegen. Allerdings gab es am Montag noch Probleme bei der Terminvergabe. Die Opposition im Landtag hielt dem Grünen-Politiker vor, er habe mal wieder Erwartungen geweckt, die er nicht erfüllen könne.

Das Gesundheitsministerium erläuterte, die 500 Mitarbeiter der Hotline 116 117 seien Sonntagabend und am Montagmorgen über die Änderung informiert worden. Wenn hier Interessenten abgewiesen worden seien, könne das höchstens in den ersten Stunden gewesen sein.

Das Portal www.impfterminservice.de werde vom Bund gesteuert, deswegen gebe es noch keinen Vordruck für eine Impfberechtigung für Erzieherinnen und Lehrkräfte. Dies werde noch geändert. Trotzdem könne man sich auch schon jetzt für einen Termin anmelden. Hier lesen Sie mehr.

++ Corona-Warn-App reagiert künftig auf kürzere Risikobegegnungen 

(18.39 Uhr) Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes wird künftig auch auf kürzere Risikobegegnungen anschlagen. Bislang informiert die App ihre Anwender, wenn sie sich zehn Minuten oder länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, bei der später eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt wurde. Dieser Zeitraum werde nun auf fünf Minuten verkürzt, verlautete am Montag aus der Bundesregierung.

Durch die Anpassung des epidemiologischen Modells der Berechnung des Risikos werde ein leichter Anstieg der als tatsächlich risikoreich eingeschätzten Begegnungen, die in der App rot markiert werden, erwartet, hieß es. Außerdem werde auch die Zahl der erfassten Begegnungen mit niedrigem Risiko, die in der App grün markiert werden „moderat steigen“. Die Formel sei auch wegen der neuen Coronavirus-Varianten mit einem höheren Infektionsrisiko angepasst worden.

++ 55 positive Abstriche in Firma bei Radolfzell

(17.22 Uhr) Bei einer Firma im Radolfzeller Raum gibt es, wie das Landratsamt Konstanz berichtet, ein größeres Corona-Ausbruchsgeschehen. Am vergangenen Freitag wurden demnach rund 300 Mitarbeitende abgestrichen. Insgesamt konnten bislang 55 positive Testergebnisse festgestellt werden, darunter auch die britische Virusvariante.

Wie das Landratsamt in einer Mitteilung schreibt, liegen noch nicht alle Ergebnisse vor. Man ermittle derzeit die Infektionsketten.

+++ Hier geht es zum Corona-Newsblog von Montag +++

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