Corona-Newsblog: 280 bestätigte Neuinfektionen im Südwesten

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Digitalredakteurin
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Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

.Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf eutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 3.861 (45.748 Gesamt - ca. 40.019 Genesene - 1.868 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.868
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 17.800 (261.762 Gesamt - ca. 234.600 Genesene - 9.362 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.362
Durch Meldeverzug und die aufwändige Datenverarbeitung kann es Abweichungen zwischen den hier gemeldeten Zahlen und Meldungen von einzelnen Landkreisen geben.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Drosten spricht sich für Antigen-Schnelltests aus (21.45 Uhr)
  • 280 Neuinfektionen im Südwesten (19.20 Uhr)
  • Länder einigen sich über Rückkehr von Fans in Sportstadien (17.47 Uhr) 
  • Baden-Württemberg wappnet sich für zweite Corona-Welle (13.45 Uhr)
  • Landesregierung will weiter keine Maskenpflicht im Klassenzimmer (17.27 Uhr)
  • Länder einigen sich bei Fan-Rückkehr in Bundesliga-Stadien (17.47 Uhr)
  • Biberacher Filmfestspiele 2020 sollen stattfinden (12.14 Uhr)
  • Friedrichshafen rechnet nur noch mit einem Corona-Loch von vier Millionen Euro (13.37 Uhr)

(22.27 Uhr) Wir schließen den Newsblog für heute und sind morgen wieder mit allen aktuellen Entwicklungen für Sie da.

++ Mehr als 600.000 Corona-Infektionen und 30.000 Tote in Spanien

(21.55 Uhr) Im Corona-Hotspot Spanien sind die Marken von 600.000 Infektionen und 30.000 Todesopfern überschritten worden. Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Dienstagabend 9437 neue Ansteckungen. Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie nachgewiesenen Fälle kletterte damit auf mehr als 603.000. Bei den neuen Fällen handele es sich um 3022 positive Testergebnisse der vergangenen 24 Stunden sowie um nachgemeldete Infektionen, hieß es. Die Zahl der Menschen, die mit Covid-19 starben, stieg den Angaben zufolge in den vergangenen sieben Tagen um 303 auf 30.004.

Spanien verzeichnet damit mehr bestätigte Infektionen als jedes andere Land Westeuropas. Die größten Sorgen bereitete weiterhin die Lage in Madrid. Auf die Region um die Hauptstadt entfielen am Dienstag mit 1207 positiven Testergebnissen binnen 24 Stunden knapp 40 Prozent aller neuen Fälle.

Dahinter folgen mit großem Abstand die Regionen Navarra (302 Fälle), Baskenland (270) und Andalusien (228).

++ Virologe Drosten betont Rolle von Corona-Schnelltests

(21.45 Uhr) Der Virologe Christian Drosten hat mit Blick auf den Winter die Bedeutung von Corona-Schnelltests betont. Man müsse jetzt bei den sogenannten Antigen-Tests weiterkommen, sagte der Virologe der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“. Im Fall einer Infektionswelle im Winter werde man diese Tests brauchen. Diese seien zwar nicht perfekt. Drosten verwies aber trotz Abstrichen bei der Zuverlässigkeit auf Vorteile wie Schnelligkeit und Verfügbarkeit vor Ort.

Was nütze ein sehr empfindlicher PCR-Test, wenn man auf das Ergebnis wegen überlasteter Labore drei, vier Tage warten müsse, fragte der Experte. Zum Beispiel an der Eingangstür eines Seniorenwohnheims könnten solche Tests „unglaublich viel Gutes“ tun, sagte Drosten mit Blick auf Besuchsmöglichkeiten bei Älteren. Wichtig sei allerdings, nicht irgendwelche Quatschtests zu nutzen, weil daran eine Verantwortung hänge: Im Fall einer nicht angezeigten Infektion, zum Beispiel im Altenheim, könne sonst ein Ausbruch mit entsprechender späterer Sterblichkeit die Folge sein. Bei den Tests sei nun etwa zu klären, wer sie durchführen darf.

Zahlreiche solcher Tests befinden sich derzeit in Entwicklung, einige sind bereits erhältlich. Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat angekündigt, noch im September einen Antigen-Test auf den Markt zu bringen, der laut Hersteller-Angaben mit hoher Genauigkeit eine Infektion erkennt. Die Zahlen für diese Tests hörten sich gut an, sagte kürzlich Matthias Orth, Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsmedizin im Marienhospital in Stuttgart.

Grundsätzlich seien solche Schnelltests aber mit Bedacht zu bewerten. „Ein Antigen-Test ist nie so genau wie ein PCR-Test.“ Schnelltests seien in manchen Bereichen eine sinnvolle Ergänzung, könnten aber die PCR-Testung nicht ersetzen.

++ Corona führt zu globalem Bildungsnotfall für Kinder

(20.18 Uhr) Die Schulschließungen in der Corona-Krise haben nach Einschätzung des Kinderhilfswerks Unicef zu einem globalem Bildungs-Notfall geführt. Aktuell seien noch rund 872 Millionen Kinder in 51 Ländern daran gehindert, in die Klassen zurückzukehren, sagte Unicef-Direktorin Henrietta Fore am Dienstagabend bei einer Pressekonferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Nur etwa die Hälfte von ihnen habe die Chance auf Fernunterricht. „Die pure Zahl der Kinder, deren Ausbildung für Monate völlig unterbrochen wurde, ist nichts anderes als ein globaler Bildungs-Notfall“, sagte Fore.

Eine Unicef-Analyse in 158 Ländern zeige, dass jeder vierte Staat weiterhin kein Datum für die Wiederöffnung von Schulen habe. Geschlossene Schulen hätten aber „verheerende Folgen für Kinder“, sagte Fore. Es werde noch schwerer, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen. „Je länger Schüler von der Schule fernbleiben, desto weniger wahrscheinlich wird ihre Rückkehr.“ Laut einer Hochrechnung werden 24 Millionen Kinder die Schule gänzlich abbrechen, darunter viele Mädchen. „Das ist der Grund warum wir an Regierungen appellieren, die Öffnung der Schulen voranzutreiben“, so Fore.

++ Infektionen und Todesfälle im Südwesten

(19.20 Uhr) Am Dienstag gab es in Baden-Württemberg weitere 280 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Damit erhöhte sich die Zahl der Infizierten im Land auf mindestens 45.748, davon sind ungefähr 40.019 Personen wieder genesen. Die Zahl der COVID-19-Todesfälle bleibt bei insgesamt 1.868.

Derzeit sind geschätzt 3.861 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, das sind  76 mehr als am Vortag. 

Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei insgesamt 1.868.

Die Reproduktionszahl beziehungsweise der 7-Tages-R-Wert wird vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit R 0,99 angegeben. Sie ist die Anzahl der Personen, die im Durchschnitt von einer infizierten Person angesteckt werden.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landes-Durchschnitt bei 13,1.  Erst ab einem Wert von 50 müssen beschränkende Maßnahmen gegen den schnellen Anstieg der Infektionsrate ergriffen werden.

 ++ Länder einigen sich bei Fan-Rückkehr in Bundesliga-Stadien

(17.47 Uhr) Die Zeit der Geisterspiele in der Fußball-Bundesliga und den anderen großen Profiligen ist vorerst vorüber. Die Länder einigten sich am Dienstag in einer Videoschalte auf eine flächendeckende Fan-Rückkehr in die Fußballstadien und Sporthallen.

In einer sechswöchigen Testphase ist zunächst eine Auslastung von maximal 20 Prozent der jeweiligen Kapazität erlaubt. Ende Oktober soll die Lage neu bewertet werden.

Die von den Chefs der Staatskanzleien beschlossene Teilzulassung von Zuschauern unter Corona-Bedingungen verschafft dem gesamten Profisport bessere wirtschaftliche Perspektiven bei der Bewältigung der Corona-Krise.

Zudem steht nun einem stimmungsvollen Saisonauftakt in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende nichts mehr im Wege. Allerdings ist offen, ob alle Vereine die Freigabe wegen der Kurzfristigkeit noch umsetzen können. Bereits am Freitagabend eröffnet Rekord-Champion Bayern München gegen den FC Schalke 04 die Spielzeit 2020/21. Hier lesen Sie mehr dazu.

++ Landesregierung will weiter keine Maskenpflicht im Klassenzimmer

(17.27 Uhr) Die Landesregierung will bis auf weiteres von einer Maskenpflicht in den Klassenzimmern absehen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) zeigte sich am Dienstag zufrieden mit dem Verlauf des Schulstarts diese Woche. Es habe keine Rückmeldung von Schulen gegeben, dass es vor Ort Probleme gegeben hätte.

Am Montag hatte sich das Ministerium verärgert gezeigt angesichts von Medienberichten über eine wissenschaftliche Studie, die die Maskenpflicht auch im Unterricht vorschlägt. An der Studie hatte Stefan Brockmann mitgewirkt, der Leiter des Kompetenzzentrums Gesundheitsschutz am Landesgesundheitsamt. „Dass das Landesgesundheitsamt nun ausgerechnet am ersten Schultag über die Medien bereits lange vereinbarte Regeln infrage stellt, ist hochgradig unseriös“, hatte das Ministerium mitgeteilt.

Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sagte am Dienstag, dass es sich nicht um eine Publikation des Landesgesundheitsamts handle. Der Studie zufolge soll auch lediglich eine Maskenpflicht im Unterricht erwogen werden, sofern man die Gruppengrößen an Schulen wieder vergrößere. „Derzeit können wir davon absehen“, sagte Lucha.

Man lasse sich ständig beraten von Wissenschaftlern, aber die Entscheidung träfen Politiker, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). „Es herrschen nicht die Virologen, sondern es herrschen die in der Demokratie gewählten Organe.“

++ Corona-Hilfe für Hotels und Gastronomen wird verlängert

(16.04 Uhr) Die sogenannte Corona-Stabilisierungshilfe für Hotels und Gastronomen im Südwesten wird bis zum Jahresende verlängert. Zudem können künftig auch Betriebe einen Antrag stellen, die nicht mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit dem Hotel- oder Gastronomiebetrieb erzielen, beschloss die Landesregierung am Dienstag. Künftig reicht ein Anteil von mindestens 30 Prozent. Das soll zum Beispiel Bäckereien mit Cafés helfen.

„Mit dem sich abzeichnenden Ende der Außengastronomie- und Feriensaison stehen viele Betriebe vor schwierigen Herbst- und Wintermonaten“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Anträge können nun bis zum 20. November gestellt werden. Bislang hätte Ende September Schluss sein sollen. Als Förderzeitraum konnte bisher außerdem maximal die Zeit bis Ende November herangezogen werden, nun kommt der Dezember noch hinzu.

Es sei richtig und wichtig, das Sofortprogramm an die in den vergangenen Wochen gemachten Erfahrungen anzupassen, sagte Tourismusminister Guido Wolf (CDU). Bei gutem Wetter seien die Menschen draußen aktiv. Vor Begegnungen in geschlossenen Räumen hätten viele aber noch großen Respekt.

Die Stabilisierungshilfe können Betriebe und Selbstständige beantragen, die wegen der Corona-Krise in Zahlungsschwierigkeiten geraten sind. Sie erhalten wie bislang für einen Zeitraum von drei Monaten einmalig bis zu 3000 Euro plus 2000 Euro für jeden Vollzeit-Beschäftigten. Für Betriebe, die nur zwischen 30 und 50 Prozent ihres Umsatzes im Hotel- oder Gastro-Bereich erzielen, gibt es bis zu 2000 Euro plus 1000 Euro für jeden Vollzeit-Beschäftigten.

++ Baden-Württemberg wappnet sich für zweite Corona-Welle

(13.45 Uhr) Möglichst kein flächendeckender Corona-Lockdown mehr wie im Frühjahr: dieses Ziel hat die baden-württembergische Landesregierung am Dienstag ausgegeben. Erreichen will sie das mit einem Drei-Stufen-Plan. Er soll greifen, wenn die Corona-Zahlen erneut stark ansteigen.

Das Konzept sieht je nach Verlauf einer möglichen zweiten Corona-Welle unterschiedlich strikte Maßnahmen vor. Diese sollen landesweit greifen. 

Es bleibe aber weiter wichtig, Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten und dort Masken zu tragen, wo dies geboten sei, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Montag in Stuttgart. „In Zukunft drohen viel drastischere Maßnahmen, wenn wir uns heute nicht an diese Regeln halten“, so Kretschmann. „Wir können es uns nicht leisten, sorglos zu werden.“ Hier lesen Sie mehr zum 3-Stufen-Plan.

++ Friedrichshafen rechnet nur noch mit einem Corona-Loch von vier Millionen Euro

(13.37 Uhr) Allem Anschein nach kommt der Haushalt der Stadt Friedrichshafen mit einem blauen Auge durchs Corona-Jahr 2020. Kämmerer Stefan Schrode rechnet nur noch mit einem Minus von rund vier Millionen Euro, 17 Millionen Euro weniger als vor der Sommerpause.

Hauptgrund hierfür: Coronahilfen des Staates in Höhe von gut zwölf Millionen Euro. Am angekündigten Sparkurs werde man aber festhalten müssen, so die Verwaltung.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Biberacher Filmfestspiele 2020 sollen stattfinden

(12.14 Uhr) Die 42. Biberacher Filmfestspiele sollen trotz der Corona-Pandemie vom 27. Oktober bis 1. November stattfinden. Tobias Meinhold, Vorsitzender des Filmfestvereins, bestätigte das gegenüber Schwäbische.de. Was die Organisatoren planen.

 Die Biberacher Filmfestspiele 2020 sollen trotz Corona stattfinden.
Die Biberacher Filmfestspiele 2020 sollen trotz Corona stattfinden. (Foto: Gerd Mägerle)

++ 1407 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

(08.45 Uhr) Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Dienstagmorgen 1407 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich demnach mindestens 261.762 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 15.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9362. Seit dem Vortag wurden zwölf Todesfälle mehr gemeldet. Bis Dienstagmorgen hatten etwa 234.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Montagabend bei 1,18 (Vortag: 1,18). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

++ Massentest-Ergebnisse in Garmisch erwartet

(06.34 Uhr) Nach einem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen haben sich Hunderte Menschen auf das Virus testen lassen.

Erste Ergebnisse der rund 1000 Tests, die von Freitag bis Montag genommen wurden, sollen heute Nachmittag vorliegen. Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen und Quarantäneauflage durch Kneipen gezogen sein - und könnte dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen
Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen und Quarantäneauflage durch Kneipen gezogen sein. (Foto: Lino Mirgeler / DPA)

Die Staatsanwaltschaft München II ermittelt gegen die Frau, die so möglicherweise zur „Superspreaderin“ (deutsch: Superverbreiterin) wurde. Es gehe um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte eine Sprecherin. Im Raum stehe eine mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.

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++ Kabinett beschließt Konzept für zweite Welle

(06.01 Uhr) Die grün-schwarze Landesregierung will am heutigen Dienstag ihr Konzept für den Umgang mit einer zweiten Corona-Infektionswelle präsentieren.

Bei der ersten Regierungspressekonferenz nach den Sommerferien mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) soll es unter anderem um eine Strategie für den Fall gehen, dass die Infektionen wieder deutlich zunehmen.

++ Fan-Rückkehr in der Bundesliga doch schneller als gedacht?

(20.41 Uhr) Der Eindruck der glückseligen Fans im DFB-Pokal wirkte noch nach, als selbst CSU-Chef Markus Söder einlenkte. Nach wochenlanger Abwehrhaltung sieht der einflussreiche bayerische Ministerpräsident inzwischen „eine Chance“ für eine schnelle Rückkehr der Zuschauer in die Fußball-Stadien.

Schon am Dienstag (16 Uhr) beraten nach dpa-Informationen die Chefs der Staatskanzleien der Länder über eine bundeseinheitliche Lösung, die früher kommen soll als Ende Oktober. Man wolle in dieser Woche versuchen, einen Kompromiss zu finden für einen Probebetrieb mit Zuschauern, verkündete Söder nach einer Kabinettssitzung in München. Dies könne möglicherweise schon zum Start der Bundesliga an diesem Wochenende erfolgen.

Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) bezeichnete dies am Montag nach Gesprächen mit den Bundesländern als mögliches Szenario. „Die Annäherung ist schon sehr weit fortgeschritten“, sagte Braun auf einer Klausur der CSU-Fraktion im Landtag in München. Dies hänge aber von den entscheidenden Gesprächen der Länder am Dienstag ab.

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++ Baden-Württemberg will Kontingent an freien Intensiv-Betten reduzieren

(18.23 Uhr) In Baden-Württemberg sollen künftig weniger Intensiv- und Beatmungsplätze für Corona-Patienten frei gehalten werden, um wieder mehr Platz für andere Patienten zu schaffen.

Das geht aus einem Konzept der Landesregierung hervor, das mit Experten erarbeitet wurde und am Mittwoch von der Corona-Lenkungsgruppe des Landes verabschiedet werden soll, wie „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ berichten. Die bisherige Freihaltequote der Intensiv- und Beatmungsplätze von 30 bis 35 Prozent soll demnach wegen der aktuell geringen Belegung auf 10 Prozent reduziert werden.

Aktuell werden in den baden-württembergischen Kliniken 212 Covid-19-Patienten behandelt, 32 von ihnen werden beatmet. „Dieses Niveau hat sich seit Wochen nicht verändert und es macht daher Sinn, die Freihaltequote bei den Intensivbetten zu reduzieren“, sagte Matthias Einwag von der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft den Zeitungen. Dann könnten mehr Patienten operiert werden, die schon lange auf eine Operation warteten.

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