Corona-Newsblog: 150 neue Fälle in BaWü, Bayern will Katastrophenfall ausrufen

Lesedauer: 30 Min
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Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

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Aktuelle Zahlen für Deutschland und Region:

  • Infizierte insgesamt: 3.795 (¹), 4.585 (³)

  • Infizierte Baden-Württemberg: 977 (⁴)  908 (bereinigt nach eigener Recherche)

  • Geheilte insgesamt: 46 (²,³)

  • Kritische Fälle insgesamt: 9 (²,³)

  • Todesfälle: 10 (²,³)

Quellen: RKI¹, Johns-Hopkins-University², Worldometer³, Ministerium für Soziales und Integration Baden Württemberg⁴, WHO 

Hinweis: An den Wochenenende werden die Daten der jeweiligen Institute nicht so regelmäßig aktualisiert wie an Werktagen. 

Das war der Newsblog am Sonntag, 15. März. 

23.20 Uhr: Innenminister Horst Seehofer lässt an den Grenzen streng kontrollieren. Richtig so, kommentiert unser Redakteur.

22.35 Uhr: Bayern ruft wegen der Coronakrise den Katastrophenfall aus

Als Reaktion auf das sich ausbreitende Coronavirus hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausrufung des Katastrophenfalls im Freistaat angekündigt. Man werde das tun, weil man eine einheitliche Strategie unter einer einheitlichen Führung brauche, sagte Söder am Sonntagabend im BR Fernsehen. „Die Herausforderung wächst täglich, also müssen wir konsequent, aber angemessen reagieren.“

21.15 Uhr: Stadt Biberach verfügt Besuchsverbot für Hospital-Pflegeheim

Ab Montag gibt es wegen der Coronagefahr keine Besuchszeiten mehr für das Pflegeheim im Hospitalquartier. Alle Veranstaltungen in städtischen Einrichtungen werden untersagt. Weitere Orte, die noch öffentlich zugänglich sind, könnten bald ebenfalls geschlossen werden.

20.45 Uhr: Tübinger Corona-Forscher dementieren Übernahmeangebot - aber nicht das Interesse der USA

Versucht US-Präsident Trump, Deutschland einen möglichen Impfstoff gegen Corona wegzuschnappen? Baden-Württembergs Landesregierung zeigt sich empört, das begehrte Unternehmen dementiert.

20.30 Uhr:Psychologin zu Corona: „Angst macht Menschen egoistisch“

Die Expertin erklärt was hinter Hamsterkäufen und Ausgrenzung steht. Und wie dünnhäutig unsere Zivilisation wirklich ist. Das ganze Interview.

20.15 Uhr: Wie Sportler aus der Region das erste Wochenende der Zwangspause verbringen

Weder im Volleyball, noch im Fußball, noch im Handball fanden am Wochenende Wettkämpfe statt. Stattdessen hatten die Sportler aus der Region ungewöhnlich viel Zeit für andere Dinge. Wie sie ihre Zeit verbringen.

20 Uhr: Facebook-Gruppe will in Markdorf helfen

Wer braucht während der Corona-Krise Hilfe? Am Bodensee ist am Samstagabend eine Gruppe gegründet worden. Hunderte wollen helfen.

19.30 Uhr: Nach großer Schülerparty am Wochenende: Tettnanger Montfort-Gymnasium schließt schon am Montag

Zahlreiche Schüler der höheren Klassen haben eine große Feier veranstaltet - mit Folgen. Außerdem hatten wohl Kinder Kontakt zu Corona-Infizierten und -Verdächtigen.

19.20 Uhr: 150 neue Covid-19-Fälle an das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg gemeldet

19 Uhr: Auch die Grenzen zu Luxemburg und Dänemark werden geschlossen

18.40 Uhr: Tübinger Pharmafirma dementiert Übernahmeangebot aus den USA

„Ein Angebot über eine Übernahme gibt es nicht“, sagt ein Verantwortlicher. „Wir wollen keinen Impfstoff nur für ein Land, Corona ist ein weltweites Problem.“ Hier geht es zum Bericht.

18.20 Uhr: UEFA will Verlegung der Fußball-EM vorschlagen

Ursprünglich ist die EM, die in zwölf Ländern stattfindet, vom 12. Juni bis 12. Juli geplant. Eine Alternative wäre, die EM im Sommer 2021 auszutragen. Auch eine Verlegung in den Herbst/Winter wäre denkbar.

Ronaldo mit dem Pokal in der Hand
2016 jubelte Portugal um Cristiano Ronaldo. Wird das Turnier jetzt verschoben? (Foto: FRANCISCO LEONG / AFP)

17.55 Uhr: Sechster Coronavirus-Todesfall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist eine sechster mit dem Coronavirus infizierte Person gestorben. Ein 81-Jähriger, der vor einer Woche positiv auf das Virus getestet wurde, sei am Sonntag gestorben, teilte die Stadt Düsseldorf mit.

17.42 Uhr: Biberacher Landrat schlägt Corona-Alarm

Heiko Schmid appelliert eindringlich an die Bürger .Persönliche soziale Kontakte sollen weitestgehend vermieden werden. Was er über die Versorgung von Haushalten, über Veranstaltungen und Pflegeheime zu sagen hat. 

17.35 Uhr: Kreisgymnasium Riedlingen schließt bereits am Montag

An der Schule besteht der begründete Verdacht, dass sich eine Person mit dem Coronavirus infiziert habe.

17.30 Uhr: Verdachtsfall an der Grundschule in Lindau-Zech hat sich nicht bestätigt

Am Montag, 9. März, hatte das Landratsamt Lindau die Grundschule in Lindau-Zech aufgrund eines begründeten Verdachtsfalls vorsorglich geschlossen. Die Testergebnisse der betroffenen Person liegen nun vor. Der Test war negativ.

17.20 Uhr: Busangebot in Ravensburg wird bald reduziert

Das Coronovirus hat weitere Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Busse und Bahnen reduzieren ihre Fahrten. Zur Meldung.

17.10 Uhr: Sigmaringen richtet Notfallbetreuung für Kinder ein

Die Stadt Sigmaringen hat Details zur Notfallbetreuung von Kindergarten- und Schulkindern bekannt gegeben. Was Eltern jetzt wissen müssen.

16.50 Uhr: Trump will Corona-Impfstoff aus Tübingen für sich: Hoffmeister-Kraut kritisiert die USA scharf

Die baden-württembergische Landesregierung verurteilt die Versuche der USA scharf, das an einem Corona-Impfstoff arbeitende Tübinger Unternehmen Cure-Vac zu übernehmen. „Das von Cure-Vac in Entwicklung befindliche Heilmittel gegen das Coronavirus darf nicht nur den USA exklusiv zur Verfügung stehen, sondern muss im Erfolgsfall allen Betroffenen weltweit zur Verfügung stehen“, sagte Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut der „Schwäbischen Zeitung“. Hier geht es zum Bericht.

16.40 Uhr: Bad Saulgau schließt Hallen und Dorfgemeinschaftshäuser

Mit drastischen Maßnahmen setzt die Stadt Bad Saulgau die Vorgaben des Landes zur Eindämmung der Coroanavirus-Pandemie um. Sämtliche Hallen und Einrichtungen werden geschlossen. Auch Tanzveranstaltungen stehen auf der Verbotsliste.

16.33: Meßkirch schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Die Stadt Meßkirch ergreift Maßnahmen. Das Wichtigste im Überblick.

16.25 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten steigt im Landkreis Ravensburg auf 50

Am Freitagmittag lag die Zahl noch bei 18. Die Krankheit nahm in allen Fällen bisher einen milden Verlauf. Der Landrat stimmt die Bürger auf weitere spürbare Einschnitte im öffentlichen Leben ein.

15:50 Uhr: Der letzte Tagebucheintrag unserer Quarantäne-Familie

Patient Positiv ist jetzt wieder negativ. Hier geht's zum Corona-Tagebuch.

15:28 Uhr: Deutschland schließt wegen Coronavirus teilweise Grenzen

Wegen des Coronavirus schließt Deutschland ab Montagmorgen weitgehend seine Grenzen zu Frankreich, Österreich und zur Schweiz. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Sonntag aus Regierungskreisen, zuvor hatte die „Bild Zeitung“ dies berichtet. Die teilweise Grenzschließung soll ab Montagmorgen 8 Uhr gelten.

Dem Vernehmen nach haben sich Kanzlerin Angela Merkel, Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne), Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) darauf verständigt. Demnach soll es sowohl verschärfte Kontrollen und auch Zurückweisungen geben.

Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten soll nach dpa-Informationen aber weiter gesichert bleiben. Auch Pendler dürften den Plänen zufolge weiterhin die Grenzen passieren. Hintergrund ist nicht nur die Eindämmung des Coronavirus, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt haben, wie die „Bild-Zeitung“ ebenfalls berichtete.

15:12 Uhr: So geht Europa mit der Corona-Pandemie um:

Italien ist in Europa mit mehr als 21.000 Infizierten das am stärksten von der Pandemie betroffene Land. Mehr als 1400 Menschen starben bereits an der durch das Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19. Das Land ergriff deshalb drastische Maßnahmen: Per Dekret erklärte die Regierung das ganze Land zur „Schutzzone“. Die Bevölkerung soll das Haus bis zum 3. April möglichst nicht verlassen. Ausnahmen gelten für den Gang zur Arbeit, zum Arzt oder zum Lebensmitteleinkauf.

Es dürfen nur noch solche Geschäfte öffnen, die Lebensmittel oder Waren zur Gesundheitsfürsorge verkaufen. Schulen und Universitäten bleiben geschlossen. Auch der Vatikan verfügte die Schließung von Petersplatz und Petersdom für Touristen bis zum 3. April. Die Osterfeierlichkeiten im Vatikan sollen ohne Zuschauer stattfinden.

Österreich verschärfte seine Maßnahmen gegen das Virus zuletzt Tag für Tag: Am Sonntag ordnete die Regierung landesweite „Ausgangsbeschränkungen“ an. Das Haus darf nur bei nicht aufschiebbarer Arbeit im Beruf, dringenden Besorgungen sowie bei Hilfeleistungen für andere verlassen werden. Erlaubt sind in Ausnahmefällen auch Spaziergänge, sofern diese alleine oder mit im selben Haushalt lebenden Menschen gemacht werden.

Versammlungen mit mehr als fünf Teilnehmern wurden verboten. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 3600 Euro etwa bei Spielplatzbesuchen. Ehemalige Zivildienstleistende und Milizsoldaten werden eingezogen. Flugverbindungen in zahlreiche Länder wurden gekappt. In Österreich sind bislang 800 Menschen infiziert, mindestens einer starb.

Spanien ist mit mehr als 7750 Coronafällen schwer betroffen, mehr als 280 Menschen starben bereits. Die Regierung in Madrid erklärte am Samstag einen 14-tägigen Notstand und stellte das Land fast vollständig unter Quarantäne. Bürger dürfen das Haus nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen oder um lebensnotwendige Besorgungen zu machen. Alle Schulen, nicht notwendigen Geschäfte sowie Vergnügungsstätten werden geschlossen. Der Ausnahmezustand erlaubt es der Regierung auch, den Reiseverkehr innerhalb des Landes zu beschränken und Güter zu beschlagnahmen.

In Frankreich sind seit Sonntag alle Restaurants, Bars, Cafés, Diskotheken und Kinos sowie die meisten Geschäfte geschlossen. Ausnahmen gibt es für Lebensmittelläden, Apotheken, Banken, Tankstellen und Kioske. Die Schulen sind ab Montag geschlossen. Die Kommunalwahl am Sonntag fand aber trotzdem statt. In Frankreich werden derzeit rund 5000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gezählt, mehr als 90 Patienten starben.

Als eines der letzten europäischen Länder schloss Frankreich zudem alle Skigebiete. Angekündigt wurde zuletzt auch eine Einschränkung des Langstreckenverkehrs mit Zügen, Autos und Flugzeugen.

Um eine Ausbreitung des Virus in Polen zu verhindern, kündigte das Land eine Schließung seiner Grenzen für Ausländer ab Sonntagabend um Mitternacht an. Polen, die in ihr Land zurückkehren, müssen für zwei Wochen in Quarantäne. Nach Angaben der Johns Hopkins Universität (JHU) im US-Bundesstaat Maryland sind in Polen bislang 103 Menschen mit dem Virus infiziert, drei starben.

Im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten geht Großbritannien deutlich zurückhaltender bei der Pandemie-Bekämpfung vor. Großbritannien war lange vorgeworfen worden, nur unzureichend zu reagieren. Nachdem die Regierung zunächst starke Einschränkungen vermeiden wollte und auf eine „Herdenimmunität“ setzte, kündigte London zuletzt dann doch erste Maßnahmen an. Gesundheitsminister Matt Hancock gab am Sonntag bekannt, die Regierung werde am Dienstag Notstandsgesetze erlassen, darunter wohl ein Verbot von Massenversammlungen. Laut JHU sind in Großbritannien bislang mehr als tausend Menschen infiziert, zudem wurden 21 Tote verzeichnet.

15:08 Uhr: Grenzschließungen geplant

Wegen der Coronakrise macht einem Medienbericht zufolge auch Deutschland seine Grenzen dicht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CSU), Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Bundesinnenminister Horst Seehofer (beide CSU), Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Saarlands Regierungschef Tobias Hans (CDU) hätten sich darauf verständigt, die Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz ab Montagmorgen um 8.00 Uhr zu schließen, berichtete die „Bild“-Zeitung.

Die Runde einigte sich demnach darauf, dass es verschärfte Kontrollen und Zurückweisungen geben soll, um der Anweisung Nachdruck zu verleihen. Der Warenverkehr zwischen Deutschland und den Nachbarstaaten solle aber weiter gesichert bleiben. Auch dürften Pendler weiterhin die Grenzen passieren, schrieb die „Bild“.

Hintergrund sei nicht nur die Eindämmung der Corona-Pandemie, sondern auch der Versuch, Hamsterkäufe von Ausländern zu unterbinden, die im grenznahen Raum bereits zu Versorgungsproblemen geführt hätten, berichtete das Blatt.

14:42 Uhr: Ganz Spanien ist in Quarantäne

Die knapp 47 Millionen Bewohner Spaniens müssen seit Sonntag möglichst zu Hause bleiben. Zur Bekämpfung der sich rasch ausbreitenden Coronavirus-Epidemie rief die linke Regierung am Samstagabend eine zweiwöchige Ausgangssperre aus, die um Mitternacht in Kraft trat. Im Rahmen eines sogenannten Alarmzustands, der dritthöchsten Notstandsstufe, wurden auch die meisten Läden geschlossen und der öffentliche Nah- und Fernverkehr um rund 50 Prozent reduziert.

Der Alarmzustand wurde in Spanien für die längstmögliche Dauer von 15 Tagen ausgerufen. Eine Verlängerung müsse vom Parlament genehmigt werden, betonte Sánchez. Der Alarmzustand war in Spanien nach der Rückkehr zur Demokratie im Jahr 1975 nur einmal ausgerufen worden: 2010 wegen eines Fluglotsenstreiks.

Die Spanier dürfen nur in Ausnahmefällen aus dem Haus. Erlaubt sind Fahrten zur Arbeit, zum Arzt sowie zum Kauf von Lebensmitteln und Medikamenten. Die Bürger dürfen ihr Heim auch verlassen, um Kinder, Ältere und Hilfsbedürftige zu betreuen. Urlauber und andere Menschen dürfen zu ihrem Hauptwohnsitz zurückzukehren.

13:52 Uhr: Stadt Bad Waldsee schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Alle öffentlichen Stellen in Bad Waldsee wie Rathaus, Bürgerbüro, Tourist-Information, Ortschaftsverwaltungen, Jugendhaus (bereits ab Sonntag), Volkshochschule und Bücherei sind ab Montag, 16. März, für den Publikumsverkehr geschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Auch die Türen aller Sporthallen, der Stadthalle und der Gemeinschaftshäuser, des Stadtarchivs sowie der Waldsee-Therme und des Maxibads (Schwimmbad) bleiben geschlossen. 

13:30 Uhr: Zwei weitere Corona-Tote in Bayern

Nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums sind zwei weitere Coronavirus-Todesfälle in Bayern bestätigt worden. Ein Ministeriumssprecher sagte in München: "Bei einem Todesfall handelt es sich nach Angaben des Landratsamtes Neu-Ulm um einen über 80-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen." Der Mann ist in der Nacht zum Sonntag gestorben. Ein zweiter Todesfall wurde nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) im Landkreis Oberallgäu bestätigt. Dabei handelt sich sich um eine über 80-jährige Patientin, die ebenfalls in der Nacht zu Sonntag gestorben ist.

13:28 Uhr: Absage der Eishockey-WM möglich

Die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz wird immer unwahrscheinlicher. „Die Zeichen verdichten sich, dass das Turnier nicht stattfindet. Aber jetzt wäre es für eine definitive Absage noch zu früh“, sagte der Präsident des Weltverbandes IIHF, René Fasel, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. „Ich gehe davon aus, dass wir bezüglich der WM spätestens in zwei Wochen Klarheit haben.“ Das Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft von Bundestrainer Toni Söderholm und insgesamt 16 Teilnehmern, darunter auch das besonders betroffene Italien, ist eigentlich für den 8. bis 24. Mai in Zürich und Lausanne geplant. Für Dienstag hat der Weltverband eine Telefonkonferenz zu dem Thema angesetzt. Fasel sagte aber, dass es nicht in den Händen der IIHF liege, ob die WM durchgeführt wird oder nicht. „Der Entscheid liegt nicht bei uns, sondern bei Bund und Kantonen.“

13:20 Uhr: Weitere Schulen stellen ihren Unterricht sofort ein

Weitere Schulen haben angekündigt, ihren Unterrichtsbetrieb bereits am Montag einzustellen:

  • Die Gemeinschaftschule Leutkirch (nähere Information können der Schulhomepage www.gms-leutkirch.de entnommen werden)
  • Das Hariolf-Gymnasium in Ellwangen
  • Das Schubart-Gymnasium in Aalen
  • Die Greutschule in Aalen 
  • Berufsschulzentrum Friedrichshafen
  • Kreisgymnasium Riedlingen
  • Montfort-Gymnasium Tettnang

13:07 Uhr: Patient infiziert: Oberschwabenklinik in Bad Waldsee kurzzeitig unter Quarantäne

Ein älterer Patient im Krankenhaus Bad Waldsee der Oberschwabenklinik (OSK) ist am Samstagabend positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Klinikum am Sonntag mit. Nachdem das Krankenhaus kurzzeitig unter Quarantäne gestellt worden war, erfolgte am Sonntagmorgen nach Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Ravensburg wieder die Rückkehr zum normalen Betrieb. Mehr lesen Sie hier.

12:43 Uhr: Stadt Tuttlingen ergreift Maßnahmen gegen Corona

Tuttlingen verschärft die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus. Ab sofort sind sämtliche städtischen Einrichtungen - auch das Rathaus – geschlossen. Nur in dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten sind Termine möglich, dies aber auch nur nach voriger Anmeldung per Mail oder Telefon. Außerdem sind öffentliche und private Versammlungen ab 50 Personen untersagt. Darüber hinaus wurde die Schließung privater Sportstätten verfügt.

12:06 Uhr: Einbruchsversuch am Corona-Test-Drive-In

Tag eins und zwei des Drive-in-Testzentrums sind routiniert verlaufen, so die Mitteilung der Landkreisverwaltung. Was dann allerdings nach Schließung des Testzentrums folgte, ha bei Landrat Klaus Pavel und allen Verantwortlichen erhebliches Befremden ausgelöst, so eine Pressemitteilung des Landratsamts am Sonntagmorgen. Hier gibt es weitere Informationen.

12:05 Uhr: Auch die Ravensburger Gymnasien schließen schon am Montag

Die Ravensburger Gymnasien haben am Wochenende angekündigt, dass nicht erst am Dienstag, sondern schon am Montag der Schulbetrieb eingestellt wird. Bisher hatte das nur das Bildungszentrum St. Konrad mitgeteilt.

10:27 Uhr: Deutsch-polnische Grenze seit Mitternacht geschlossen

Polen hat wegen der Coronavirus-Krise in der Nacht zur Sonntag seine Grenzen zu Deutschland und anderen EU-Nachbarländern für Ausländer geschlossen. An insgesamt 58 Grenzübergängen zu Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Litauen wurden Kontrollen eingeführt, wie aus einem Erlass des polnischen Innenministeriums hervorgeht. Polen können in ihre Heimat zurückkehren, müssen aber für 14 Tage in Quarantäne. Ausländer dürfen nur in Ausnahmefällen ins Land. Diese gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und für Diplomaten. Polen will so einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorbeugen.

Unterschied Pandemie, Epidemie und Endemie. (Foto: David Weinert / SZ)

10:07 Uhr: Alle Events abgesagt: Veranstaltungsbranche leidet massiv

09:36 Uhr: Der Vatikan feiert Ostern ohne Besucher

Der Vatikan hat alle öffentlichen Veranstaltungen zu Ostern abgesagt. Das Osterfest im Vatikan werde in diesem Jahr ohne Besucher gefeiert, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Alle liturgischen Feiern der Karwoche fänden „ohne die physische Anwesenheit der Gläubigen“ statt. Zu den Feierlichkeiten kommen normalerweise Tausende Menschen aus aller Welt.

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs werden bis zum 12. April die Generalaudienzen von Papst Franziskus und die Angelusgebete am Sonntag weiterhin nur online übertragen. Die Coronavirus-Pandemie betrifft derzeit Italien besonders stark.

Schon am Samstag hatte die Landeskirche Württemberg die Absage aller Gottesdienste empfohlen. Auch im Ulmer Münster werden vorerst keine Gottesdienste gehalten.

09:18 Uhr: Europapark Rust schließt Wasserwelt "Rulantica"

Die Wasserwelt Rulantica im Europapark Rust bleibt ab Montag, 16. März, geschlossen. Das teilt die Betreiberfamilie Mack auf der Homepage des Europaparks mit. Die Entscheidung sei in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden gefallen. Die Sicherheit und Gesundheit der Gäste habe höchste Priorität. Derzeit sei der Europa-Park in enger Abstimmung mit den Behörden, was den Saisonstart am 28. März betrifft. Ein Update dazu soll in der nächsten Woche veröffentlicht werden.

09:09 Uhr: USA will Tübinger Impfstoff-Firma für sich

Zwischen Deutschland und den USA gibt es einem Bericht der „Welt am Sonntag“ zufolge Auseinandersetzungen um ein Tübinger Unternehmen, das an einem Impfstoff gegen das Coronavirus arbeite. US-Präsident Donald Trump versuche, deutsche Wissenschaftler mit hohen finanziellen Zuwendungen nach Amerika zu locken oder das Medikament exklusiv für sein Land zu sichern, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin.

Der US-Präsident biete der Firma demnach angeblich einen hohen Betrag, um sich deren Arbeit exklusiv zu sichern. Trump tue alles, um einen Impfstoff für die USA zu bekommen. „Aber eben nur für die USA“, heißt es laut Zeitung dazu in der Bundesregierung.

Das Bundesgesundheitsministerium verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur auf Äußerungen, die ein Ministeriumssprecher bereits gegenüber der „Welt am Sonntag“ gemacht habe. „Die Bundesregierung ist sehr daran interessiert, dass Impf- und Wirkstoffe gegen das neuartige Corona-Virus auch in Deutschland und in Europa entwickelt werden“, zitierte die Zeitung den Sprecher. „Diesbezüglich ist die Regierung in intensivem Austausch mit der Firma CureVac.“

Deutschland, so die Zeitung, versuche das Unternehmen mit finanziellen Angeboten zu halten. CureVac arbeitet dem Bericht zufolge gemeinsam mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Virus.

09:00 Uhr: In Friedrichshafen sorgen sich Gastronomen

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist abhängig davon, dass Veranstaltungen am See stattfinden. Jetzt funken die Gastgeber SOS. Hier geht's zum Artikel.

8:00 Uhr: Heute sind Kommunalwahlen in Bayern.  

Sie finden unter ungewöhnlichen Umständen statt. Hier lesen Sie mehr dazu.

7:29 Uhr: Autorennen in der Sommerpause?

Die Formel 1 will ihre Rennen in der Sommerpause nachholen. Was genau geplant ist.

Sonntag, 01:36 Uhr: Weißes Haus: US-Präsident Trump nicht infiziert

Donald Trump war in Kontakt mit Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Nach wachsendem öffentlichem Druck unterzog er sich schließlich selber einem Test - dessen Ergebnis das Weiße Haus nun veröffentlicht hat. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

Samstag, 21:00 Uhr: Kreis Ravensburg verbietet alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern.

Was am Samstag wichtig war:

  • 258 neue Covid-19-Fälle in Baden-Württemberg
  • Die Zahl der Infizierten im Land steigt deutlich an auf 827
  • Die württembergische Landeskirche empfieht den Verzicht auf alle Gottesdienste mit Ausnahme von Beerdigungen
  • Jens Spahn fordert Rückkehrer aus Österreich, der Schweiz und Italien dazu auf, freiwillig zwei Wochen zuhause zu bleiben - auch ohne Symptome; die Landesregierung schließt sich dieser Bitte an
  • Fake-News über eine angebliche Absage des Biberacher Schützenfestes sowie eine angebliche Verbindung zwischen Ibuprofen und Corona machen die Runde
  • Tirol und Madrid sind neue Risikogebiete
  • Pneumokokken-Impfstoffe werden knapp
  • Schulen auf der Ostalb können schon ab Montag schließen

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