Corona-Newsblog: Österreich schließt Schulen und Geschäfte ab Dienstag

Lesedauer: 27 Min
Digitalredakteurin
Agence France-Presse
Deutsche Presse-Agentur

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Baden-Württemberg: ca. 38.600 (113.539 Gesamt - ca. 72.700 Genesene - 2.242 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg: 2.242
  • Aktuell nachgewiesen Infizierte Deutschland: ca. 267.980 (773.556 Gesamt - ca. 493.200 Genesene - 12.378 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland:  12.378

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Österreich ab Dienstag für drei Wochen im Corona-Lockdown (13.27 Uhr, 18.22 Uhr))
  • Trotz positiver Tests - Nationalelf kann gegen Ukraine spielen (16.50 Uhr)
  • Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt leicht (10.05 Uhr)
  • Rotes Kreuz: Krankenwagen in Bayern werden knapp (9.32 Uhr)

++ Österreich ab Dienstag für drei Wochen im Corona-Lockdown

(18.22 Uhr) Österreich geht am Dienstag zum zweiten Mal in der Corona-Krise für drei Wochen in den sogenannten Lockdown. Die Regierung um Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verkündete die Maßnahmen am Samstag bei einer Pressekonferenz in Wien. Geschäfte und Schulen müssen dann schließen, das Verlassen des privaten Wohnraums ist nur aus triftigen Gründen wie Grundbedürfnissen, der Arbeit, der Hilfe etwa für Angehörige und zur Erholung im Freien erlaubt.

„Auch wenn sich niemand einen zweiten Lockdown wünscht, so ist der zweite Lockdown das einzige Mittel, von dem wir verlässlich wissen, dass es funktioniert“, sagte Kurz. Die Beschränkungen gelten ab Dienstag, 0 Uhr, und bis zum 6. Dezember. Die Ausgangsregeln müssen alle zehn Tage vom Hauptausschuss des Parlaments neu genehmigt werden.

Offen bleiben Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Banken. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten wie auch Kindergärten Betreuung bei Bedarf. Private Treffen sind auf einzelne engste Angehörige oder Bezugspersonen beschränkt. „Meine eindringliche Bitte für die nächsten Wochen ist: Treffen sie niemanden! Jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“, sagte Kurz. Das Ziel sei, am 7. Dezember Schulen und Handel wieder öffnen zu können.

Schon seit dem 3. November sind in Österreich die Gastronomie, der Tourismus sowie Kulturbetriebe und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Ausgangsbeschränkungen galten bisher von 20 bis 6 Uhr. 

++ Trotz positiver Tests - Nationalelf kann gegen Ukraine spielen 

(16.50 Uhr) Trotz mehrerer Corona-Fälle beim Gegner kann die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstagabend in der Nations League gegen die Ukraine spielen. Rund vier Stunden vor dem geplanten Anpfiff um 20.45 Uhr gab der ukrainische Verband bekannt, dass alle 35 angeordneten Testungen von Spielern, Trainern und Betreuern am Spieltag ein negatives Ergebnis erbracht hätten, wie der ukrainische Verband mitteilte.

Die Leipziger Gesundheitsbehörden hatten weitere PCR-Tests zur Voraussetzung für eine Austragung der Partie gemacht. Diese wird ohne Zuschauer in der Red Bull Arena ausgetragen.

Am Freitag waren vier Spieler und der Manager der Ukraine nach der Ankunft in Leipzig positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Leipziger Gesundheitsbehörden hatten am Samstagvormittag keine Team-Quarantäne verhängt, sondern nur weitere Testungen empfohlen sowie eine Kontakt-Nachverfolgung bei den positiv getesteten Akteuren vorgenommen.

Nationaltrainer Andrej Schewtschenko stehen nach Verbandsangaben in seinem reduzierten Kader nun noch 20 Akteure gegen das DFB-Team zur Verfügung.

++ Rund 900 Teilnehmer bei „Querdenken“-Demo in Karlsruhe

(16.17 Uhr) In Karlsruhe haben sich am Samstag rund 900 Menschen bei einer „Querdenken“-Demonstration versammelt. Bei sonnigem Wetter demonstrierten sie der Polizei zufolge friedlich gegen die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen — ohne Maske, aber mit Abstand. Die Polizei verzeichnete zunächst keine größeren Verstöße gegen den Mindestabstand von 1,50 Metern. Beim Einlass seien aber bereits „eine Vielzahl von Personen“ angesprochen worden, hieß es von der Polizei auf Twitter.

Etwa 100 Menschen kamen zudem unter dem Motto „Mitdenken statt Querdenken“ mit Masken zu einer Gegendemo in der Nähe der „Querdenker“ auf dem Karlsruher Messplatz zusammen. „Wir überlassen Karlsruhe nicht den Coronaleugnern“, so Mitorganisatorin Olivia Crawford. Auch anderswo in Baden-Württemberg gab es „Querdenker“-Demos, darunter laut Polizei in Lörrach, Freiburg und Waldshut.

++ Frankfurt: Wasserwerfer gegen Gegendemonstranten

(16.02 Uhr) Mit Wasserwerfern ist die Polizei bei der „Querdenker“-Demo am Samstagnachmittag in Frankfurt gegen linke Gegendemonstranten vorgegangen. Zudem setzten Polizisten vereinzelt Schlagstöcke ein. Nach Angaben der Polizei wurden Beamte angegriffen.

Die Gegendemonstranten blockieren mehrfach die Strecke in der Innenstadt. Sie stellten sich auf mehrere Straßen, dabei zeigten sie etwa ein Banner mit der Aufschrift „Die Rechten zu Boden“ sowie den Symbolen der Antifa. Polizisten sperrten Straßen ab, um die Demonstrationsgruppen voneinander fernzuhalten.

Der Beginn der „Querdenker“-Demonstration verzögerte sich auch, weil mehrere Teilnehmer die Hygieneregeln nicht befolgt hatten. Während der Demonstration wurde vielerorts ebenfalls der Mindestabstand nicht eingehalten, viele Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz.

++ Söder: Keine zu frühe Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen

(15.19 Uhr) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat einer zu frühen Lockerung der aktuellen Anti-Corona-Maßnahmen eine klare Absage erteilt. Bis Ende November gebe es „auf keinen Fall eine Lockerung — das macht überhaupt keinen Sinn“, sagte der CSU-Chef am Samstag in einer Rede bei einer Internet-Landesversammlung der bayerischen Jungen Union.

Söder schloss weder eine Verlängerung des befristeten Teil-Lockdowns noch eine weitere Verschärfung der Maßnahmen aus. Mit Blick auf neue Bund-Länder-Beratungen am Montag sagte er: „Ob's verlängert werden muss — möglich, wir werden sehen. Ob mehr gemacht werden muss — das wird dann alles entschieden.“

++ Alle Corona-Tests bei deutscher Nationalelf negativ

(14.42 Uhr) Beim bangen Warten auf eine Entscheidung über die Austragung des Länderspiels der Fußball-Nationalmannschaft gegen die Ukraine kam aus dem DFB-Quartier wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff eine positive Nachricht. Bei der Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw seien erneut alle Testungen „negativ ausgefallen“, teilte der Verband vor der Nations-League-Partie am Samstagabend (20.45 Uhr) in Leipzig mit: „Dies gilt für Spieler, Trainer und Betreuer.“ Die Laborergebnisse hätten den DFB-Tross am Samstagmittag erreicht.

Nach fünf positiven Corona-Tests in der Delegation der Ukraine steht eine mögliche Absage der Partie im Raum. Am Samstagnachmittag soll es eine notwendige weitere Testreihe beim DFB-Gegner geben. Bis dahin wird die Stadt Leipzig nach Angaben eines Sprechers keine Quarantäne für das ganze Team anordnen.

Sie habe sich vergewissern können, dass die vier mit dem Virus infizierten Spieler und der Teammanager keine zu engen Kontakte zum Rest der Delegation hatten. Das ukrainische Team verbrachte den Tag im abgeschirmten Hotel in der Innenstadt.

Sollte es bei den Nachtestungen weitere positive Fälle geben, könnte das Punktspiel abgesagt werden. Dann müsste auch für diese Akteure eine Kontakt-Nachverfolgung gestartet werden. Die UEFA-Regularien sehen vor, dass eine Mannschaft antreten muss, sofern sie 13 gesunde Spieler in ihren Reihen hat, darunter ein Torwart.

+++ Österreichs Regierung will vollen Lockdown bis zum 6. Dezember 

(13.27 Uhr) Die österreichische Regierung will zur Eindämmung der Corona-Krise für drei Wochen Geschäfte und Schulen schließen und Ausgangsbegrenzungen rund um die Uhr verordnen. Das ging am Samstag aus einem Verordnungsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur in Wien vorlag.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und weitere Regierungsmitglieder sollen den Plan am Nachmittag bei einer Pressekonferenz verkünden. Gelten sollen die Maßnahmen ab Dienstag und bis einschließlich Sonntag, dem 6. Dezember.

Geplant sind demnach weitreichende Eingriffe wie im sogenannten strengen Lockdown im Frühjahr, als erstmals wegen der Pandemie ein völliger Stillstand des öffentlichen Lebens inklusive Ausgangsregeln galt. Schon seit dem 3. November sind Gastronomie, Tourismus, Kulturbetrieb und Freizeiteinrichtungen geschlossen. Außerdem gelten Ausgangsbeschränkungen von 20 bis 6 Uhr, die das Verlassen des „privaten Wohnraums“ nur für mehrere konkrete Gründe wie etwa die Erfüllung von Grundbedürfnissen, Arbeit und Ausbildung, die Betreuung Hilfsbedürftiger sowie zur Erholung im Freien zulassen.

Diese Ausgangsbeschränkung gilt laut dem Entwurf nun rund um die Uhr. Private Treffen sind demnach nur mit einem Partner, einzelnen engsten Angehörigen oder einzelnen wichtigsten Bezugspersonen erlaubt. Offen bleiben nur Geschäfte für die Deckung des täglichen Bedarfs, etwa Supermärkte, Drogerien, Apotheken und Kioske. Schulen stellen auf Fernunterricht um und bieten Betreuungsmöglichkeiten bei Bedarf.

++ Merkel: Corona-Winter wird uns allen noch viel abverlangen 

(12.17 Uhr) Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Bürgerinnen und Bürger vor der am Montag geplanten Zwischenbilanz des Teil-Lockdowns erneut auf schwierige Monate wegen der Corona-Krise eingestimmt. „Der vor uns liegende Winter wird uns allen noch viel abverlangen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast.

„Das Virus wird noch eine ganze Weile unser Leben bestimmen. Das bedeutet auch, dass wir uns nicht unbeschwert direkt begegnen können.“ Zwar könnten hier die Möglichkeiten neuer Kommunikationsmittel helfen, sie seien „aber natürlich kein Ersatz für persönliche Begegnungen“.

Vor ihrem Gespräch mit Pflegebedürftigen, pflegenden Angehörigen und Pflegekräften in einer Reihe virtueller Bürgerdialoge an diesem Donnerstag hob Merkel die Lage im Pflegebereich hervor. „Wir alle haben den Älteren und ganz Alten viel zu verdanken — und auch denen, die sich um sie kümmern“, betonte sie.

Antigen-Schnelltests böten in Pflegeheimen und Krankenhäusern die Möglichkeit, mehr zu testen und schneller Infektionen zu erkennen, sagte Merkel. Auf diese Weise sollten Patienten, Besucher, das Pflegepersonal sowie die Ärzte besser geschützt werden. Wenn man in der Phase sei, dass gegen Corona geimpft werden könne, werde dieser Gruppe auch Priorität zukommen.

++ Deutlich mehr Selbstständige auf Grundsicherung angewiesen

(11.26 Uhr) Die Zahl der Selbstständigen, die wegen der Corona-Beschränkungen zwischenzeitlich Grundsicherung beziehen mussten, ist seit dem Frühjahr massiv in die Höhe geschossen. Von April bis September meldeten sich 81.100 Selbstständige neu Arbeit suchend und bezogen zumindest vorübergehend Grundsicherung - das waren 73.104 mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus von der Links-Fraktion angefragten Daten der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht, über die am Samstag die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete.

Das ist ein Anstieg von 1014 Prozent. Die meisten der betroffenen Selbstständigen arbeiten den Daten zufolge in Lebensmittel- und Gastgewerbeberufen, sozialen und kulturellen Dienstleistungsberufen (jeweils rund ein Fünftel) sowie in Gesundheitsberufen (rund 16 Prozent).

„Inhaberinnen und Inhaber kleiner Unternehmen und Solo-Selbstständige waren schon vor Corona häufig arm. Die Corona-Pandemie trifft sie zusätzlich sehr hart, besonders im Kultur- und Gaststättenbereich“, sagte Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann der „Neuen Osnabrücker“.

++ Zahl der Neuinfektionen in Deutschland sinkt leicht

(10.05 Uhr) In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1 081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23.399 gelegen.

Am Freitag war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773.556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 0 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12.378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493.200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

++ Vor Bund-Länder-Schalte: Debatte über Schulen im Fokus 

(9.46 Uhr) Vor der Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel rückt die Debatte über den Umgang mit den Schulen angesichts von Rekord-Infektionszahlen in den Fokus. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich dafür aus, die Schulen auf jeden Fall offen zu halten, warnte aber vor einer Fortsetzung des bisherigen Schulbetriebs.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft forderte eine Entscheidung für Wechsel zwischen Home-Schooling und Präsenzunterricht. Sicher scheint, dass die im November verhängten Corona-Beschränkungen wohl fortgesetzt werden.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will zwei Wochen nach dem Start der für November angesetzten jüngsten bundesweiten Kontaktbeschränkungen an diesem Montag (14 Uhr) mit den Ministerpräsidenten der Länder eine Zwischenbilanz ziehen. Die Bundesregierung hat bereits klar gemacht, dass sie angesichts der weiter steigenden Zahlen derzeit keinen Anlass für Lockerungen sieht. Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen.

Lauterbach sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Wir kommen in eine Situation hinein, wo der Schulbetrieb für Kinder, Lehrer, Eltern und Großeltern zu einem hohen Risiko wird.“ Er riet dazu, die Schulklassen aufzuteilen und „im Winter durchgehend mit Maske“ zu unterrichten. Kinder im Alter von 10 bis 19 seien so ansteckend wie Erwachsene. Jedenfalls gehe er davon aus, dass der „Wellenbrecher-Shutdown“ verlängert werden müsse. Hier lesen Sie mehr.

++ Rotes Kreuz: Krankenwagen in Bayern werden knapp

(9.32 Uhr) In der Corona-Krise werden die Krankentransportwagen des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) knapp. Das liege zum einen daran, dass mehr Patienten transportiert werden müssten, sagte ein Sprecher des BRK in München. Zum anderen würden Corona-Einsätze länger dauern. So müssten Sanitäter mehr Zeit einplanen, um etwa ihre Schutzbekleidung zu wechseln und die Wagen zu desinfizieren.

Patienten, die keine Notfälle seien, müssten womöglich mit etwas mehr Wartezeit rechnen. Wegen der vielen stark ausgelasteten Krankenhäuser müssten zudem häufig weiter entfernte Kliniken mit freien Betten angefahren werden. Unversorgt bleibt laut dem Sprecher deswegen aber niemand.

Wenn es Engpässe gibt, springen wie schon vor Corona Ehrenamtliche ein — zum Beispiel von der Wasser- oder Bergwacht. „Es geht nicht darum, dass jemand mit beispielsweise einem Herzinfarkt Angst haben muss, dass kein Rettungsdienst kommt“, sagte der Sprecher. In diesen Fällen kämen Rettungswagen zum Einsatz.

Das waren die letzten Meldungen am Freitag:

++ Vor Deutschland-Spiel: Positive Tests bei Gegner Ukraine

(20.06 Uhr) Vier Spieler und der Manager der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft sind am Vortag des Länderspiels gegen Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der ukrainische Fußball-Verband am Freitag mit. Ob die Partie am Samstag (20.45 Uhr/ZDF) wie geplant stattfinden kann, war vorerst unklar. Die DFB-Elf wird nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ihre Vorbereitungen wie geplant fortsetzen.

„Wir sind heute zum Training angekommen. Diese vier Spieler blieben im Hotel, sie sind isoliert. Morgen wartet ein weiterer Test auf uns. Bisher warten wir auf Informationen über das Spiel, insbesondere von der UEFA“, wurde der Trainer der Ukraine, Andrej Schewtschenko, auf der Verbandsseite zitiert. Bei den Spielern handelt es sich demnach um Andrej Jarmolenko, Viktor Tsigankow, Viktor Kowalenko und Sergej Sidortschuk.

Die UEFA-Regularien sehen vor, dass das Spiel stattfindet, sofern die Ukraine 12 Feldspieler und einen Torhüter zur Verfügung hat. Die Entscheidung über eine mögliche Quarantäne für das ganze Team liegt allerdings beim Gesundheitsamt Leipzig. Die Mannschaft der Ukraine soll am Samstag gegen 14.00 Uhr nochmals getestet werden. Kann sie nicht antreten, würden der deutschen Auswahl vermutlich der Sieg am Grünen Tisch zugesprochen werden.

Abschlusstraining
Mit nahezu komplettem Kader hat Joachim Löw das Abschlusstraining für das Fußball-Länderspiel gegen die Ukraine bestreiten können. (Foto: Robert Michael / DPA)

++ Strobl sieht Extremisten und Verfassungsfeinde bei den "Querdenkern"

(18.47 Uhr) Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat mit scharfen Worten vor dem zunehmendem Einfluss von Extremisten und Verfassungsfeinden in Reihen der „Querdenker“-Bewegung gewarnt. „Hier amalgamiert eine toxische Mischung aus Reichsbürgern, Selbstverwaltern, Rechtsextremen und Verschwörungstheoretikern, die die Demonstranten unterwandern und instrumentalisieren“, sagte Strobl am Freitagabend.

Seit Beginn der Pandemie seien Versuche zu beobachten, Einfluss auf das Demonstrationsgeschehen gegen die Corona-Beschränkungen zu gewinnen. „Die Sicherheitsbehörden haben die Querdenker und die dazugehörenden Demonstrationen auf dem Schirm“, sagte Strobl, der nach eigenen Angaben den Innenausschuss über die Bewegung informieren will.

Mehr dazu lesen Sie hier.

++ Mehr als 2900 neue Fälle in Baden-Württemberg

(18.24 Uhr) Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter gestiegen. Am Freitag (Stand 16.00 Uhr) meldete das Landesgesundheitsamt 2905 Fälle mehr als am Vortag. Am Donnerstag hatte der Anstieg 2984 Infektionen betragen. Insgesamt ist Sars-CoV-2 den Angaben zufolge damit inzwischen bei 113 535 Menschen im Südwesten nachgewiesen worden. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen stieg um 17 auf 2241. Die Zahl der Genesenen schätzte das LGA am Freitag auf 70.309 (plus 1436).

Der Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche liegt bei 134,8 und ist damit wieder etwas höher als am Vortag (134,3). Alle 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg liegen über dem Grenzwert von 50. Am höchsten war die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mit 224,3 weiterhin in der Stadt Heilbronn.

375 Covid-19-Patienten sind laut Lagebericht in intensivmedizinischer Behandlung, mehr als jeder Zweite (214) von ihnen wird invasiv beatmet — etwa über einen Schlauch. 2322 von 3019 Intensivbetten seien belegt, was einer Auslastung von 77 Prozent entspricht.

+++ Hier geht's zum gesamten Corona-Newsblog von Freitag +++

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