Corona-Lage: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Wochenende

Lesedauer: 15 Min
Digital-Redakteur
Deutsche Presse-Agentur
Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 490 (ca. 35.090 Gesamt - ca. 32.800 Genesene - ca. 1.800 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  ca. 1.800
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 5.280 ( ca. 186.270 Gesamt - ca. 172.200 Genesene - ca. 8.790 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: ca. 8.790

Das Wichtigste vom Wochenende:

  • Deutschland und andere sichern 300 Millionen Corona-Impfdosen für EU (07.20 Uhr)
  • 247 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland (16.51 Uhr)
  • Erst knapp jede dritte Schutzmaske in Deutschland eingetroffen (Sa. 13.07 Uhr)
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Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen eine guten Abend und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ 247 registrierte Corona-Neuinfektionen in Deutschland

(16.51 Uhr) Innerhalb von 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert Koch-Institut (RKI) 247 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 186.269 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI meldete.

8787 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Etwa 172.200 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag knapp über der kritischen Marke von 1,0 bei 1,02 (Datenstand 13.6. 0 Uhr). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 0,87 gelegen.

++ Kanzleramtschef räumt Versäumnisse bei Entwicklung der Corona-Warn-App ein 

Kanzleramtschef Helge Braun hat Versäumnisse bei der Entwicklung der Corona-Warn-App eingeräumt. „Aus heutiger Sicht hätten wir die Entscheidung, die Unternehmen mit der technischen Umsetzung der Corona-App zu betrauen, zehn Tage früher treffen sollen“, sagte der CDU-Politiker der „Welt am Sonntag“.

Braun sprach auch von Differenzen im ursprünglichen Projektteam, die einen schnellen Erfolg verhindert hätten.

Eigentlich sollte die Warn-App bereits Ende April starten, nun soll sie nächste Woche kommen. Ende April hatte die Bundesregierung entschieden, die Unternehmen SAP und T-Systems mit der Umsetzung der App zu beauftragen.

Diese wird nach Einschätzung des IT-Dienstleisters TÜV Informationstechnik stabil und sicher laufen, ohne die Anwender auszuspionieren.

++ Land will deutlich mehr Corona-Tests 

Um Corona-Infektionen einzudämmen und schneller zur Normalität zurückkehren zu können, soll es deutlich mehr Corona-Tests geben. „Wir arbeiten an einem Test-Konzept, das voraussichtlich am 23. Juni im Kabinett vorgestellt werden soll“, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Sozialministeriums. 

Baden-Württemberg hat Ende April die Möglichkeit von Tests für Menschen auch ohne Symptome erweitert, etwa in medizinischen Einrichtungen, Alten- und Pflegeheimen sowie Gemeinschaftsunterkünften.

Zurzeit gibt es laut Ministerium in Baden-Württemberg bei niedergelassenen und staatlichen Laboren, Universitäten und Kliniken Kapazitäten für etwa 120.000 Tests auf SARS-CoV-2 pro Woche. „Die aktuell in Baden-Württemberg zur Verfügung stehende Menge an Tests auf das neuartige Coronavirus wird in hohem Maße ausgenutzt“, hieß es.

Aus Sicht mancher Ärzte aber noch zu wenig. So wäre in Alten- und Pflegeheimen nach Meinung der Tübinger Notärztin Lisa Federle längst eine zweite Testrunde fällig gewesen. In einem Interview mit dem „Schwäbischen Tagblatt“ forderte sie auch stichprobenartige Tests in Kindergärten und Schulen.

++ Behörden rechnen mit rund 200.000 Anträgen für Corona-Entschädigungen 

(07.22 Uhr) Die Regierungspräsidien im Südwesten rechnen mit etwa 200.000 Anträgen auf Entschädigung bei Verdienstausfällen in der Coronakrise. Rund die Hälfte der Anträge könnte dabei im Regierungsbezirk Stuttgart eingehen, wie eine Sprecherin der Behörde sagte. Das liege zum einen daran, dass es dort mehr Einwohner gebe als in den anderen Bezirken. Zudem seien dort auch viele große Unternehmen angesiedelt.

Bislang waren die Gesundheitsämter der Stadt- und Landkreise für die Anträge zuständig. Das hat sich inzwischen geändert: Rückwirkend zum 1. Februar haben die Regierungspräsidien in Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Karlsruhe diese Aufgabe übernommen.

Dadurch sollen die Städte und Kreise entlastet werden, die aufgrund der Corona-Pandemie ohnehin außerordentlich stark gefordert sind.

Anspruch auf eine Entschädigung haben nach dem Infektionsschutzgesetz beispielsweise Arbeitnehmer, Selbständige und Freiberufler, die behördlich angeordnet in Quarantäne müssen oder ein Tätigkeitsverbot erhalten. Zudem sind berufstätige Eltern antragsberechtigt, die bei einer Schließung von Kindertagesstätte, -garten oder Schule ihre Kinder betreuen müssen und dadurch einen Verdienstausfall haben.

++ Deutschland und andere sichern 300 Millionen Corona-Impfdosen für EU 

(Sa. 17.12 Uhr) Deutschland und drei weitere europäische Länder haben in einer Impfallianz einen ersten Vertrag mit einem Pharmakonzern über die Lieferung von Corona-Impfstoffen an die EU geschlossen.

Sobald der Impfstoff einsatzbereit sei, solle der Konzern AstraZeneca 300 Millionen Dosen davon liefern, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag mit. Die Entwicklung des Impfstoffs könnte bis Jahresende erfolgreich abgeschlossen sein, hieß es aus Regierungskreisen.

Mit dem Vertrag wolle die Impfallianz aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden den Europäern frühzeitig eine Versorgung mit dem Impfstoff sichern, erklärte das Ministerium.

Davon sollten alle Länder der EU profitieren: Die Dosen „sollen relativ zur Bevölkerungsgröße an alle Mitgliedstaaten, die dabei sein wollen, aufgeteilt werden“, erklärte das Ministerium.

„Damit Impfstoffe sehr zügig nach einer möglichen Zulassung in diesem oder im nächsten Jahr in großer Zahl verfügbar sind, müssen Produktionskapazitäten schon jetzt vertraglich gesichert werden“, erklärte es weiter.

Bei der Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister am Freitag sei zudem vereinbart worden, die Aktivitäten der Impfallianz mit denen der EU-Kommission zusammenzuführen, um die Schlagkraft weiter zu erhöhen.

++ Corona-Infektionsrate im Thüringer Kreis Sonneberg kritisch

(Sa. 15.02 Uhr) Die Corona-Situation im Thüringer Kreis Sonneberg bleibt kritisch. Am Tag des erstmaligen Endes der Kontaktbeschränkungen in einem Bundesland lag die Infektionsrate dort am Samstag nur knapp unter der Marke von 35 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche.

Die Zahl der bekannten Infektionen stieg um drei auf 284, wie das Landratsamt mitteilte. Deswegen setzt der Kreis nicht alle in der neuen Thüringer Corona-Verordnung vorgesehenen Lockerungen um.

Per Allgemeinverfügung ist im Kreis etwa die Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz erweitert und gilt auch für Beschäftigte in Geschäften sowie Servicepersonal in Gaststätten.

Als erstes Bundesland hat der Freistaat seine Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie am Samstag beendet. Bislang durften sich in Thüringen nur Menschen von maximal zwei Haushalten treffen. Nun gelten nur noch Empfehlungen: Man soll sich mit nicht mehr als einem weiteren Haushalt oder zehn weiteren Menschen treffen. Brandenburg will ab Montag ähnlich verfahren

++ Erst knapp jede dritte Schutzmaske in Deutschland eingetroffen 

(Sa. 13.07 Uhr) Von den gut zwei Milliarden von der Bundesregierung gekauften Schutzmasken sind laut einem Medienbericht erst rund 600 Millionen in Deutschland eingetroffen. Das habe das Gesundheitsministerium auf Anfrage mitgeteilt, berichtet die „Welt“.

Auch von diesen 600 Millionen Masken sei ein Teil noch nicht an die Empfänger — die Bundesländer sowie Kassenärztliche und Kassenzahnärztliche Vereinigungen — ausgeliefert worden. „Ein größerer Teil“ befinde sich noch in der Qualitätsprüfung in Depots des Bundes. Rund 1,5 Milliarden Masken müssten bis zum Herbst noch, überwiegend aus China, angeliefert werden.

Das Bundesgesundheitsministerium betonte, dass es aktuell keine Engpässe gebe. „Es gibt momentan genug Masken“, sagte ein Sprecher.

++ Stuttgarter Flughafen wartet im Corona-Modus auf mehr Gäste

(Sa. 09.53 Uhr) Monatelang herrschte in der Abflughalle des Stuttgarter Flughafens gähnende Leere — nun geht es ab nächster Woche wieder los. „Die Aufhebung der Reisewarnung zeigt bereits erste positive Effekte“, sagte ein Flughafen-Sprecher.

Im Laufe des Monats starteten wieder vermehrt Airlines und nähmen zunehmend internationale Ziele ins Programm. Von nächster Woche an fällt für viele europäische Länder die Reisewarnung der Bundesregierung weg und Grenzen werden geöffnet - entsprechend starten wieder mehr Flieger.

Vorbereitet ist man, versichert ein Flughafensprecher — nur wie hoch die Zahl der Gäste und letztlich auch der Flieger sein wird, könne man beim besten Willen nicht vorhersagen. Die Entwicklung hänge stark von der ab, die wiederum maßgeblich von den geltenden Reisebestimmungen beeinflusst werde.

Die Gäste erwartet in jedem Fall ein anderes Flughafenerlebnis als bisher. Unter anderem soll nach Angaben des Airports nur jeder zweite Check-in-Schalter besetzt sein, um die Corona-Abstandsregelungen einzuhalten. Die Bundespolizei, die für die Sicherheitskontrolle zuständig ist, bittet Fluggäste, in jedem Fall etwas mehr Zeit mitzubringen — denn auch bei der Security muss Abstand gewahrt werden. 

Insgesamt operiert der Flughafen weiterhin auf Sicht. Viele der rund 2200 Mitarbeiter des Airports sind in Kurzarbeit, betroffen sind vor allem jene, die im Gepäcktransport und bei der Abfertigung der Passagiere arbeiten. Auch viele Geschäfte sind geschlossen.

+++ Hier geht es zum Newsblog von Freitag +++

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Unsere Daten und Zahlen beziehen wir aktuell aus dem Dashboard RKI¹

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