Corona-Lage: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Mittwoch

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Digital-Redakteur
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Agence France-Presse

Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Aktuell Infizierte Baden-Württemberg: ca. 456 (35.694 Gesamt - ca. 33.400 Genesene - 1.838 Verstorbene)
  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.838
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 5940 ( 194.725 Gesamt - ca. 179.800 Genesene - 8985 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 8.985

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Pfizer und BioNTech nennen vorläufige Daten von Impfstofftests „sehr ermutigend“ (17.02 Uhr)
  • Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen wieder (12.46 Uhr)
  • Zahl der Arbeitslosen im Südwesten steigt weiter (10.18 Uhr)
  • In Bayerns Kitas starten freiwillige Corona-Reihentests für Erzieher (06.29 Uhr)
  • Bei einem Caterer gab es 45 Corona-Fälle, jetzt muss die Ausbreitung eingedämmt werden. (08.08 Uhr)
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++ 50 neue Corona-Infektionen im Südwesten 

(18.39 Uhr) Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.755 gestiegen.

Das waren 50 mehr als am Dienstag, wie das Sozialministerium am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Etwa 33.375 Menschen gelten als genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag bei 1.838. Derzeit seien geschätzt noch 542 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,95 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

++ Aigner ordnet Maskenpflicht auch für Abgeordnete an 

(17.34 Uhr) Im Bayerischen Landtag müssen von diesem Donnerstag (2. Juli) an auch alle Abgeordneten verpflichtend einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) ordnete die Maskenpflicht am Mittwoch an.

Abgeordnete, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Zwangsgeld rechnen. Dieses sollen nach Mitteilung des Landtagsamts zunächst 150 Euro sein — das entspricht dem Bußgeld, das auch normalen Bürgern droht, wenn sie gegen die in vielen öffentlichen Bereichen geltende Maskenpflicht verstoßen.

Bislang galt für alle Mitarbeiter und Beschäftigte im Landtag eine Maskenpflicht, für die Abgeordneten hatte es Aigner zunächst bei einer dringenden Empfehlung, einem Maskengebot, belassen.

Weil sich die Mehrzahl der AfD-Abgeordneten nicht daran hielt, machte Aigner nun von ihrem Hausrecht Gebrauch und ordnete auch für alle Parlamentarier eine Maskenpflicht an. Die AfD kündigte dem Vernehmen nach im Ältestenrat des Landtags an, rechtlich dagegen vorzugehen.

++ Pfizer und BioNTech nennen vorläufige Daten von Impfstofftests „sehr ermutigend“

(17.02 Uhr) Das Mainzer Unternehmen BioNTech und der US-Konzern Pfizer haben bei ihren Corona-Impfstofftests in den USA nach eigenen Angaben „erste positive Daten“ registriert. Die vorläufigen klinischen Daten seien „sehr ermutigend“, betonte der Chef und Mitbegründer von BioNTech, Ugur Sahin, am Mittwoch in einer in New York und Mainz veröffentlichten Mitteilung.

Im Zuge verschiedener Tests wurden demnach bei allen 24 Probanden, die jeweils zwei Impfungen mit dem Wirkstoffkandidaten erhalten hatten, nach 28 Tagen „neutralisierende Antikörper“ gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt. Schwerwiegende Nebenwirkungen seien nicht verzeichnet worden. Die vorläufigen Daten zeigten, dass der getestete Wirkstoffkandidat „eine Immunantwort mit neutralisierenden Antikörpern im Menschen induzieren kann“, erklärte Sahin.

Weltweit wird unter Hochdruck an der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Virus Sars-CoV-2 gearbeitet. Das Tempo ist dabei deutlich höher als bei anderen Impfstoffprojekten in der Vergangenheit. In Deutschland erlaubte das Paul-Ehrlich-Institut neben dem Mainzer Unternehmen BioNTech auch dem in Tübingen ansässigen Biotechunternehmen CureVac klinische Tests.

++ Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen wieder

(12.46 Uhr) Die Aufhebung der Reisewarnungen für viele europäische Länder lässt die Passagierzahlen am Stuttgarter Flughafen steigen. Wegen der höheren Nachfrage wurde nach Terminal 3 nun auch Terminal 1 für den Check-in und Passagierkontrollen in Betrieb genommen, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte. So könnten auch die Corona-Abstandsregeln besser eingehalten werden, hieß es.

Im Vorfeld der Sommerferien im Südwesten nehmen die Fluggesellschaften neben wichtigen Städteverbindungen außerdem wieder verstärkt touristische Ziele ins Programm. Gefragtestes Warmwasserziel sei Palma de Mallorca mit bis zu 72 wöchentlichen Verbindungen, hieß es beim Flughafen.

Wegen der Hygienebedingungen für Gäste und Personal hat der Flughafen verschiedene Vorkehrungen getroffen. So erinnern Bodenmarkierungen und Hinweisschilder überall an die empfohlenen Abstandsregeln. An vielen Stellen schützen Plexiglasscheiben Kunden und Mitarbeiter vor zu engem Kontakt, zudem wurden die Reinigungsintervalle erhöht. Es gilt überall Maskenpflicht für Reisende, für Kinder jedoch erst ab sechs Jahren. Wer seine Mund-Nase-Bedeckung vergessen hat, kann sich aus Automaten direkt an den Eingängen versorgen.

++ Zahl der Arbeitslosen im Südwesten steigt weiter

(10.18 Uhr) Die Coronavirus-Krise lässt die Zahl der Arbeitslosen weiter steigen - allerdings nicht mehr so stark. Im Juni waren in Baden-Württemberg 276.492 Menschen ohne Job, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte. Das waren 2,3 Prozent mehr als im Vormonat. Zuvor hatte es deutlich stärkere Anstiege gegeben: ein Plus von 8 Prozent im Mai und gar 17 Prozent im April. Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,4 Prozent.

Wie sehr Corona den Arbeitsmarkt im Griff hat, zeigt sich beim Blick auf das Vorjahr. Verglichen mit dem Juni 2019 stieg die Zahl der Arbeitslosen um 45,5 Prozent. Besonders stark seien junge Leute betroffen, von denen gerade viele eine Ausbildung oder ein Studium beenden, teilte die Arbeitsagentur weiter mit.

Fast 120.000 Betriebe im Land haben seit dem Ausbruch der Krise im März Kurzarbeit für zusammen mehr als zwei Millionen Beschäftigte angezeigt. Auch hier lässt die Dynamik allerdings nach.

++ Corona-Ausbruch bei Caterer: Ausbreitung eindämmen

(08.08 Uhr) Bei dem Cateringunternehmen apetito im Landkreis Starnberg versuchen die Behörden mit Hochdruck, eine weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Mindestens 45 Mitarbeiter sind an dem Virus erkrankt. Das ergab eine Reihentestung am Dienstagabend. 

Helfen sollen weitere Tests und die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten in einem Betrieb des Caterers. Die Gesundheitsbehörden testen auch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften, in denen die Mitarbeiter leben. Die Flüchtlingsunterkünfte in Hechendorf, Seefeld, Herrsching und Pöcking, in denen die Infizierten leben, werden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Coronavirus - Fälle im Landkreis Starnberg
Bayern, Gilching: Das Logo vom Klinikum der Universität München und das Logo von Apetito Catering sind vor einem Gebäude des Catering-Unternehmens im Gewerbepark Gilching zu sehen. (Foto: Matthias Balk (dpa))

Trotz des neuen Hotsports schloß Landrat Stefan Frey (CSU) einen Lockdown in der Region zunächst aus. Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen - Asylunterkünfte und das Unternehmen - begrenzt, sagte Frey. 

Das Unternehmen selbst sucht nach der Ursache des Ausbruchs. Der Caterer belieferte das LMU Klinikum mit wochentäglich 4800 Patienten- und 1600 Mitarbeiteressen. Eine Übertragung des Virus über die Fertigessen ist den Behörden zufolge sehr unwahrscheinlich.

++ In Bayerns Kitas starten freiwillige Corona-Reihentests für Erzieher

(06.29 Uhr) Pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas ab 1. Juli starten auch die freiwilligen Reihentests für alle Erzieher.

Die Kosten für die Tests übernimmt der Freistaat. Geplant seien zwei Durchläufe: Der erste Reihentest erfolgt nach Angaben des Ministeriums im Juli oder August und der zweite mit dem geplanten Regelbetrieb ab 1. September. Dann würden viele Eltern, Kinder und Beschäftigte aus dem Urlaub zurückkehren und neue Kinder werden in den Einrichtungen aufgenommen.

Das Verfahren sei für die Kitas unbürokratisch und werde von den Kommunen logistisch unterstützt. So könnten die Träger und Kita-Leitungen eigenständig mit einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt vor Ort einen Reihentest vereinbaren. Bei Bedarf könne auch die Kassenärztliche Vereinigung Vertragsärzte vermitteln.

Hier gelangen Sie zum gesamten Newsblog von Dienstag, 29. Juni. 

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