Corona-Lage: Das waren die wichtigsten Entwicklungen am Freitag

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Die wichtigsten Nachrichten und aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog mit Fokus auf Deutschland und Schwerpunkt auf den Südwesten.

Aktuelle Zahlen des RKI¹:

  • Todesfälle Baden-Württemberg:  1.843
  • Aktuell Infizierte Deutschland: ca. 6.498 (206.926 Gesamt - ca. 191.300 Genesene - 9.128 Verstorbene)
  • Todesfälle Deutschland: 9.128

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Klare Mehrheit der Deutschen rechnet mit zweiter Welle (10.40 Uhr)
  • Amtsärzte in Deutschland schlagen Alarm (08.34 Uhr)
  • Bundesregierung spricht Reisewarnung für Regionen in Spanien aus (14.10 Uhr)
  • Seehofer fordert Lockerung der Einreiseregeln für unverheiratete Paare (7.23 Uhr)
  • Handel bittet Verbraucher um mehr Disziplin bei Corona-Regeln (6.10 Uhr) 

Das war's für heute. Wir wünschen Ihnen einen guten Abend und sind morgen Früh auf Schwäbische.de wieder mit einem neuen Corona-Newsblog für Sie da.

++ 84 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg auf mindestens 37.317 gestiegen. Am Freitag wurden 84 weitere Fälle gemeldet, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 34.448 Menschen gelten als genesen.

Derzeit seien geschätzt 1.022 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde weiter mit 1.847 an.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg wie am Vortag mit 1,04 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

++ Beamte müssen bei Risiko-Reisen auch mit Gehaltsentzug rechnen 

(17.08 Uhr) Baden-Württembergs Beamten droht unter Umständen ein Gehaltsentzug, sollten sie bewusst in ein Corona-Risikogebiet reisen und nach ihrer Rückkehr in Quarantäne gehen. In einem erst nach Beginn der Sommerferien veröffentlichten Schreiben an die Behörden macht das Innenministerium Vorgaben und empfiehlt seinen Beamten und Arbeitnehmern, in den Sommerferien einen weiten Bogen um Risikogebiete zu machen.

Wer in einer solchen Region Ferien mache und anschließend in Quarantäne geschickt werde, müsse gegebenenfalls unbezahlten Sonderurlaub nehmen, sofern er nicht daheim arbeiten könne.

„Beamte und Arbeitnehmer des Landes, die in Risikogebiete reisen, gefährden ihre eigene Gesundheit, ihre Dienstleistungsbereitschaft und die Gesundheit der Menschen, denen sie versprochen haben zu dienen“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). 

Von der Quarantänepflicht ausgenommen seien Bedienstete, die ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis vorlegen könnten. „Wer in Quarantäne muss, hat sicherzustellen, dass er nach der Rückkehr aus dem Urlaub im Homeoffice arbeiten kann“, betonte Strobl. Sei das nicht möglich, müsse das Gleitzeitguthaben aufgebraucht oder Urlaub genommen werden. „Falls diese aufgebraucht sind, müssen Beamtinnen und Beamte Urlaub unter Wegfall der Bezüge einsetzen“, warnte Strobl.

Dies gelte nur, wenn eine Region bereits vor Reiseantritt als Risikogebiet eingestuft worden sei. Ähnliche Vorgaben gibt es auch in anderen Bundesländern wie zum Beispiel Bayern sowie in der freien Wirtschaft.

++ Erster Passagier am Flughafen Friedrichshafen positiv getestet

(16.28 Uhr) Bei der Ankunft am Bodensee-Airport ist erstmals ein Passagier positiv auf das Virus Sars-Cov 2 getestet worden. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamts hervor. 

Das Flugzeug kam aus dem nordmazedonischen Skopje

Die positiv getestete Person habe bereits eine Quarantäneverfügung erhalten, die Nachverfolgung von Kontaktpersonen laufe, heißt es in der Mitteilung. 

Am Flughafen werden seit Mittwochabend freiwillige Tests angeboten. Landrat Lothar Wölfle fühlt sich in der Strategie des Landratsamtes bestätigt. „Wir tun etwas, bevor wir dazu verpflichtet sind“, so Wölfle. Gesundheitsminister Jens Spahn (CSU) hat für Montag weitere Informationen zu einer möglichen Testpflicht angekündigt.

++ Bundesregierung spricht Reisewarnung für Regionen in Spanien aus

(14.10 Uhr) Wegen der stark steigenden Zahl von Corona-Infektionen in Spanien warnt das Auswärtige Amt nun vor touristischen Reisen in drei Regionen des beliebtesten Urlaubslands der Deutschen.

Betroffen von der formellen Reisewarnung sind nach einer Mitteilung des Auswärtigen Amts vom Freitag Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava sowie die westlich davon im Landesinneren liegenden Regionen Aragón und Navarra. 

Die Reisewarnung gilt nicht für Mallorca und auch nicht für die Kanaren.

++ Sechs bestätigte Corona-Fälle in Wilhelmsdorf: In Oberschwaben infiziert

(13.10 Uhr) Im Landkreis Ravensburg gibt es laut den Zahlen des Landratsamtes von Freitag 11 Uhr elf neue Corona-Fälle, sechs davon betreffen die Gemeinde Wilhelmsdorf.

Auf Nachfrage bei der Gemeindeverwaltung ist zu erfahren, dass es sich bei den sechs Fällen um zwei betroffene Haushalte handelt, in denen insgesamt sechs Personen erkrankt sind. Die Rückverfolgung habe ergeben, dass sich die Infizierten in Oberschwaben mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Mehr entdecken: Corona-Newsblog: Stuttgarter Landgericht erwartet Berg an Corona-Klagen

„Das zeigt, dass das Thema auch hier vor Ort hochsensibel ist. Sechs Personen haben ein hohes Potenzial zu streuen“, sagt Bürgermeisterin Sandra Flucht.

++ Stuttgarter Landgericht erwartet sehr viele Corona-Klagen

(13.00 Uhr) Das Landgericht Stuttgart stellt sich auf einen Berg zusätzlicher Corona-Klagen ein — viele davon auf weitgehend unbekanntem Terrain. Erste Verfahren, die sich um sogenannte Betriebsunterbrechungsversicherungen drehten, gebe es schon, sagte Gerichtspräsident Andreas Singer am Freitag. Darin klagen vor allem Gastronomen und Hoteliers, die vorübergehend schließen mussten, gegen ihre Versicherungen, die ihnen die Einbußen nicht ersetzen wollen.

„Dies dürfte erst der Anfang einer Klagewelle sein“, sagte Singer. Die Fälle seien komplex, und Entscheidungen höherer Instanzen, an denen man sich orientieren könne, gebe es nicht. „Das sind auch für unsere spezialisierten Versicherungskammern ganz neuartige rechtliche Fragestellungen“, sagte Singer.

Auch eine erste Amtshaftungsklage gegen das Land sei schon anhängig. Die Betreiberin eines Yoga-Studios verlangt eine Entschädigung, weil sie wegen der Corona-Verordnung ihren Betrieb hatte schließen müssen. Hinzu kämen Zivilklagen wegen Zahlungsschwierigkeiten, Stornierungen und Insolvenzen sowie voraussichtlich auch Strafverfahren wegen unrechtmäßig beantragter Soforthilfen.

++ Attacke auf BaWü-Landesvertretung: Verbindung zu „Querdenken 711“-Demo möglich

(12.14 Uhr) Maskierte haben die Landesvertretung von Baden-Württemberg in Berlin mit Steinen und Farbflaschen beworfen. Objektschützer beobachteten laut Polizei in der Nacht zum Freitag bis zu zehn dunkel gekleidete Personen, die Steine und mit Farbe gefüllte Flaschen gegen die Eingangstüren sowie gegen die Fassade warfen. Die Unbekannten flüchteten. Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen, da ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen wird.

„Wir haben keine Erkenntnisse, in welche Richtung es geht“, sagte ein Polizeisprecher. Unklar ist daher, ob die Tat im Zusammenhang steht mit einer an diesem Samstag in Berlin geplanten Demonstration. Die Stuttgarter Initiative „Querdenken 711“ will in der Hauptstadt mit 10 000 Teilnehmern unter dem Motto „Das Ende der Pandemie — Tag der Freiheit“ auf die Straße gehen. Sie hatte in Stuttgart wiederholt gegen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus demonstriert.

++ Klare Mehrheit der Deutschen rechnet mit zweiter Welle

(10.40 Uhr) Mehr als drei Viertel der Deutschen (77 Prozent) rechnen einer aktuellen Umfrage zufolge in der nächsten Zeit mit einer zweiten Welle an Corona-Infektionen. Lediglich 20 Prozent aller Befragten gaben an, nicht mit einer zweiten Corona-Welle mit deutlich erhöhten Infektionszahlen zu rechnen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten aktuellen ZDF-"Politbarometer" hervorgeht.

Passend zu dieser Erwartung gelangte erstmals eine Mehrheit (51 Prozent) zu der Einschätzung, dass die Menschen sich in der Corona-Krise "eher unvernünftig" verhalten. In einer Befragung vom Juni hatten mit 33 Prozent noch deutlich weniger Befragte diese Einschätzung vertreten. Von einem "vernünftigen" Umgang mit der Pandemie gingen mehrheitlich nur noch Anhänger von FDP (52 Prozent) und AfD (70 Prozent) aus.

Die Gefahr für die eigene Gesundheit wurde höher eingeschätzt als zuletzt. Die Hälfte der Befragten (50 Prozent) schätzte die eigene Gesundheit als durch das Coronavirus Sars-CoV-2 gefährdet ein - vor drei Wochen hatte dieser Anteil noch bei 40 Prozent gelegen. Besonders groß war die Sorge bei Menschen ab 70 Jahren - in dieser Gruppe sahen 62 Prozent eine Bedrohung für die eigene Gesundheit. "Keine Bedrohung" attestierten sich dagegen 49 Prozent aller Umfrageteilnehmer.

Mit Blick auf die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erklärte eine Mehrheit von 71 Prozent, die Maßnahmen bedeuteten keine starken Einschränkungen für ihr persönliches Leben. Unter den 29 Prozent, die sich durch Corona-Regeln persönlich "stark eingeschränkt" fühlten, waren vor allem Anhänger der AfD (59 Prozent).

Für verpflichtende Tests für Reiserückkehrer sprach sich mit 94 Prozent der Befragten über Parteipräferenzen hinweg eine überwältigende Mehrheit aus. 6 Prozent waren dagegen.

++ Amtsärzte in Deutschland schlagen Alarm

(08.34 Uhr) Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. "Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt", sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu."

Die Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten. "Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen." Konkret sprach sie sich für ein bundesweites Freiwilligen-Register aus - eine Art Jobbörse, die im Ernstfall Mitarbeiter vermittele, die bereits geschult seien.

++ Seehofer: EU soll Einreiseregeln für unverheiratete Paare lockern

(7.23 Uhr) Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von coronabedingten Einreiseverboten für unverheiratete Paare einsetzen. „Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). „Aber das sollte europaweit geschehen und dafür ist in erster Linie die Europäische Kommission zuständig.“ Man solle das in den nächsten Wochen auf europäischer Ebene lösen, damit die Mitgliedstaaten es nicht national regeln müssten.

Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

++ Herrmann: Gästelisten können wichtige Ermittlungsansätze liefern

(7.05 Uhr) — Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat Kritik an der Praxis der Polizei zurückgewiesen, Corona-Kontaktdaten für Ermittlungszwecke zu nutzen. Die Gästelisten aus Restaurants könnten „im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Unsere Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass die Polizei alles rechtlich Mögliche zum Schutz und zur Aufklärung von Straftaten unternimmt. Insoweit kann ich die Kritik nicht nachvollziehen.“ Gerade Kapitalverbrechen müssten sorgfältig ausermittelt werden, damit der Täter seine gerechte Strafe erhalte.

Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Falle einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen identifizieren können. Vorfälle in mehreren Bundesländern, bei denen die Polizei die Gästedaten auch zur Strafverfolgung nutzte, traten eine Diskussion darüber los.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU, Sigmaringen), rief die Polizeibehörden zur Zurückhaltung auf. „Bei allem Verständnis für Innere Sicherheit, ich gehe davon aus, dass die Daten genauso verwendet werden, wie es auf den Formularen draufsteht“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Der Kunde muss sich auch auf Datenschutz verlassen können. Alles andere untergräbt auch die Glaubwürdigkeit von Politik und schafft vor Ort bei Restaurants enorme Verunsicherung.“

Thomas Bareiß (CDU)
Thomas Bareiß (CDU) (Foto: Jörg Carstensen/dpa)

++ Handel bittet Verbraucher um mehr Disziplin bei Corona-Regeln

(6.10 Uhr) — Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat der deutsche Einzelhandel die Verbraucher aufgefordert, wieder mehr Disziplin bei der Einhaltung der Corona-Regeln an den Tag zu legen. Bei einem zweiten Lockdown seien viele Handelsunternehmen nicht mehr zu retten, warnte am Freitag der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Josef Sanktjohanser.

„Es erfüllt mich mit großer Unruhe, dass es viele offenbar nicht mehr so genau mit der Einhaltung der Regeln nehmen und die Zahl der Infizierten wieder steigt“, sagte Sanktjohanser. Er appellierte an das Verantwortungsgefühl der Verbraucher: „Lassen Sie uns das Erreichte nicht kaputt machen.“ Auch im Interesse des Einzelhandels gelte es, eine zweite Welle der Pandemie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu vermeiden.

Die Corona-Krise werde den Handelsunternehmen abseits des Lebensmittelhandels voraussichtlich Umsatzeinbußen von 40 Milliarden Euro bescheren. Dies könne 50.000 Handelsstandorte in Deutschland die Existenz kosten, sagte der Verbandspräsident. „Wenn schon die erste Welle der Pandemie solch dramatische Folgen im Handel hervorruft, möchte ich mir eine zweite nicht vorstellen. Für viele Händler gäbe es bei erneuten Einschränkungen oder gar einer zweiten Phase des Lockdowns keine Chance mehr, der Insolvenz zu entgehen.“

Das waren die letzten Meldungen vom Donnerstag:

++ 109 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten ist seit Beginn der Pandemie in Baden-Württemberg auf mindestens 37.233 gestiegen. Am Donnerstag wurden 109 weitere Fälle gemeldet, wie das Sozialministerium in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr).

Etwa 34.401 Menschen gelten als genesen. Derzeit seien geschätzt 985 Menschen im Land infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gab die Behörde mit 1.847 an — das waren zwei mehr als am Vortag.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg nun mit 1,04 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

++ Corona-Test to go: Mobile Station startet in JVA Mannheim 

Eine mobile Corona-Teststation nimmt am Freitag (10.00 Uhr) in Mannheim den Betrieb auf. „CoVLAB“ soll zunächst an Gefängnissen und künftig an möglichen Corona-Brennpunkten im ganzen Land für Reihentestungen zum Einsatz kommen.

Mit dem Projekt der Baden-Württemberg-Stiftung und des Universitätsklinikums Mannheim sollen durch Reihentests Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitig erkannt und Infektionsketten vermieden werden.

Beim Start in der Mannheimer Justizvollzugsanstalt sind unter anderem Justizminister Guido Wolf (CDU) und Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) dabei. Tests in geschlossenen Einrichtungen wie Gefängnissen sind wichtig, weil sich im Fall einer Infektion das Virus dort besonders schnell ausbreiten könnte.

++ Corona-Ausbruch in christlicher Gemeinde in Baden-Württemberg

40 Mitglieder einer christlichen Gemeinde in Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Andreas Welker, am Donnerstag in Heidelberg mit. Bisher seien 105 Gemeindemitglieder getestet worden. Nun sollen auch noch die restlichen 77 Mitglieder der Gemeinde getestet werden.

Grund für die Flächentestung war der Kontakt eines positiv Getesteten zu der rumänisch-christlichen Gemeinde in Sinsheim sowie weitere Infektionen in einer anderen Gemeinde in Baden-Württemberg. Da dort keine Gottesdienste mehr durchgeführt werden konnten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder Gottesdienste in Kommunen in der Umgebung besucht haben.

 

Hier geht es zum Newsblog vom Donnerstag

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