Christlicher Komödiant begeistert Jugendliche

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Schwäbische Zeitung

Mit Witz, Charme und Tiefgang hat der christliche Komödiant Torsten Hebel am Samstagabend zahlreiche Jugendliche mit seinem Unterhaltungsprogramm begeistert. Im Rahmen der Jugendveranstaltung „Jesus Lounge“ fand im Gebäude der Freien Christlichen Gemeinde in der Weststadt in Ravensburg ein Comedy-Abend statt.

Von unserer Mitarbeiterin  Dorothea Pilawa

Es ging um die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, um Geschlechterrollen oder die erste große Liebe. Der Berliner Komödiant Torsten Hebel verstand es, jedes Alltagsthema in Humor zu packen. Rund 600 Jugendliche folgten der Einladung zur „Jesus Lounge“ in die Freie Christliche Gemeinde. Der Komödiant mischte eigene Erfahrungen mit fiktiven Geschichten und wissenschaftlichen Studien. Zum Beispiel als es um seine erste große Liebe Renate ging. Er erzählte von seiner fehlgeschlagenen Liebeserklärung und der Tatsache, dass beim Verliebtsein dieselben Gehirnbereiche aktiviert seien wie bei einer Hirnhautentzündung.

„Botschafter des Humors“

Hebel wollte mit seinem Programm „Jugendliche rauslocken und sie dazu bringen, über sich selbst zu lachen“. Es sei heutzutage wichtig, „dass junge Menschen lernen zu glauben – an sich, an die Gesellschaft und letztlich an Gott“. Er ermutigte die Gäste, „Botschafter des Humors“ zu sein mit dem Wissen, „dass es jemand gibt, der jeden Einzelnen im Herzen trägt: Jesus Christus“.

Zwischen Lachsalven und Totenstille gelang es dem Mittvierziger, die Brücke zwischen Oberflächlichkeit und Tiefgang zu schlagen. Gott sei ein Gott der Superlative und er habe den Humor erschaffen. „Warum sitzen wir dann sonntags im Gottesdienst und ziehen lange Gesichter“, fragte er mit passender Mimik.

In dem zweistündigen Programm kam der Berliner auch auf Opelfahrer zu sprechen, die regelmäßig Stau verursachten. Außerdem ging es um die Pubertät, die man daran erkenne, „dass Mädchen nur im Rudel auftreten und ständig kichern“.

Immer wieder schlug der Berliner den Bogen zur Bibel. Beispielsweise dann, als er die Schöpfungsgeschichte theatralisch und mit Gegenwartsbezug nacherzählte: „Adam hatte nichts an – nicht ´mal eine Vulkan-Aschewolke bedeckte ihn“.

Tosender Applaus zeigte, dass es dem Publikum gefiel. Sabrina aus Ravensburg meinte: „Ich habe schon lange nicht mehr so sehr gelacht“. Auch Angelika aus Weingarten war überzeugt: „Ich fand es cool! Mir hat besonders gefallen, dass Hebel so viele Wahrheiten auf den Punkt gebracht hat“.

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