Bundestagswahl: Erfolge, Niederlagen, Überraschungen - der Wahltag im Kreis Ravensburg

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In unserem Newsblog halten wir Sie den gesamten Wahlabend über mit aktuellen Informationen und Entwicklungen zur Bundestagswahl 2021 mit Blick auf den Wahlkreis Ravensburg auf dem Laufenden. 

+++ Die wichtigsten News zur Wahl aus bundespolitischer Perspektive erfahren Sie in unserem überregionalen Wahlblog +++

++ 23.58 Uhr - Ende des Wahlblogs

Mit diesem Eintrag endet das Wahlblog für den Wahlkreis Ravensburg. Vielen Dank fürs Mitlesen.

Am Montag geht unsere Berichterstattung zur Wahl weiter - mit den neusten Entwicklungen und Analysen. Wir wünschen eine gute Nacht!

++ 23.50 Uhr - So schneiden die Kandidaten im Wahlkreis Ravensburg ab

Es wäre ein historisches Ergebnis für den Wahlkreis Ravensburg: vier Bundestagsabgeordnete in Berlin. Bei der Stimmen-Auszählung am Sonntagabend zeichnete sich eben diese Möglichkeit ab. Es bestand die Chance, dass neben Axel Müller (CDU), Agnieszka Brugger (Grüne) und Benjamin Strasser (FDP) nun auch SPD-Kandidatin Heike Engelhardt mit dazu kommt.

Ein Bahnticket nach Berlin jedenfalls hat sie sich im Optimismus der letzten Wahlkampftage sogar schon gekauft – ob es für die Sozialdemokratin tatsächlich klappt mit dem Mandat, steht aktuell noch nicht fest. Mehr lesen Sie HIER.

++ 23.29 Uhr - Müller gewinnt, CDU verliert-Die Analyse

Christdemokrat Axel Müller hat das Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis Ravensburg gegen Agnieszka Brugger von den Grünen am Ende klarer gewonnen, als das die meisten erwartet hatten. In den Umfragen sah es sogar eher nach einer historischen Zäsur aus, danach, als könne die CDU erstmals auf Bundesebene nicht den direkt gewählten Kandidaten stellen. Müller kann sich insofern als Wahlsieger feiern, zumal er über die Landesliste nicht abgesichert gewesen wäre und bei einer Niederlage den Bundestag hätte verlassen müssen.

Ein bitterer Sieg bleibt es dennoch für den Weingartener und seine Partei: Wer hätte sich noch 2013 vorstellen können, dass der Abstand zwischen CDU und Grünen auf weniger als 10 Prozentpunkte zusammenschrumpfen könnte? 38 Punkte betrug der Unterschied noch vor acht Jahren. Weiter lesen Sie HIER.

++ 22.52 Uhr - Müller, Brugger und Strasser schaffen es sicher in den Bundestag

Mindestens drei Politiker aus dem Wahlkreis Ravensburg werden im neuen Deutschen Bundestag vertreten sein. Axel Müller (CDU) hat bei der Wahl am Sonntag das Direktmandat gewonnen. Ebenfalls nach Berlin dürfen wieder Agnieszka Brugger (Grüne) und Benjamin Strasser (FDP). Ob es auch Heike Engelhardt (SPD) über die Landesliste schafft, ist bisher noch unklar. Mehr dazu lesen Sie HIER.

++ 22.21 Uhr - Den Umfragen zum Trotz: Müller gewinnt Duell um Direktmandat gegen Brugger

Axel Müller ist erleichtert. Der 58-jährige Jurist aus Weingarten hat es nun doch noch einmal geschafft, das Direktmandat für die CDU im Wahlkreis Ravensburg zu holen. Und das, obwohl er in fast allen Umfragen der vergangenen Wochen hinter seiner Herausforderin Agnieszka Brugger von den Grünen lag.

Anders als die 36-jährige Grünen-Politikerin aus Ravensburg war er auch nicht über die Landesliste seiner Partei abgesichert, wäre also aus dem Parlament herausgeflogen. Die „Schwäbische Zeitung“ hat am Sonntagabend mit beiden Abgeordneten gesprochen. Die Reaktionen lesen Sie HIER.

++ 22.01 Uhr - Der Wangener Christian Natterer verfehlt wohl Einzug in den Bundestag

Der Wangener Christian Natterer hat vermutlich den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag verpasst. Der CDU-Listenkandidat erklärte am Sonntagabend: „Ich gehe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es nicht langt.“ Dies sei ihm bereits in den vergangenen Wochen und Monaten klar geworden. Endgültig feststehen wird dies aber erst im Verlauf des Montags.

Der CDU-Stadt- und Kreisvorsitzende sprach zugleich von einem „furchtbaren Wahlergebnis“ für seine Partei und plädierte für die Bildung eine Jamaika-Koalition unter Führung der CDU. Das Ganze sei eine „paradoxe Situation“ – zumal der Wahlausgang „eigentlich nicht ohne Konsequenzen bleiben darf“. Mehr lesen Sie HIER.

++ 21.57 Uhr - Waldemar Westermayer: „Massiver Erststimmenwahlkampf“ war erfolgreich

Waldemar Westermayer, der vor Axel Müller bis 2017 den Wahlkreis Ravensburg im Bundestag für die CDU vertreten hat, sieht dessen Gewinn des Direktmandats als eine Folge des „massiven Erststimmenwahlkampfs“, den Müller in den letzten Wochen vor der Wahl geführt habe.

Profitieren konnte Müller nach Meinung seines Leutkircher Vorgängers auch davon, dass sich die anderen Stimmen auf drei ähnliche starke Konkurrenten – Agnieszka Brugger, Benjamin Strasser und Heike Engelhardt – verteilt haben. Gerade mit Blick auf Brugger sei es Müller offenbar auch gelungen, den Wählern aufzuzeigen, wie wenig diese für den Wahlkreis selbst geleistet habe.

Mit Blick auf das Zweitstimmenergebnis im Kreis spricht Westermayer angesichts der Verluste von einem „schlechten Ergebnis für die CDU“. Positiv seien dagegen die Stimmenverluste der Linkspartei und der AfD, durch die die bürgerliche Mitte gestärkt werde.

Westermayer glaubt nicht, dass es mit einem Unionskandidaten Söder mit Blick auf das bundesweite Gesamtergebnis viel besser gelaufen wäre. Vermutlich hätte die Union damit im Süden eventuell etwas mehr Stimmen geholt, diese aber an anderer Stelle wieder verloren. Fest steht für ihn dagegen, dass die schwierige Findung des Kanzlerkandidaten der Union Stimmen gekostet hat.

++ 21.45 Uhr - Axel Müller gewinnt Direktmandat

Das Ergebnis für den Wahlkreis Ravensburg steht fest. Der CDU-Kandidat Axel Müller holt das Direktmandat. 

Das Ergebnis der Erststimmen im Detail: 

Das Ergebnis der Zweitstimmen in der Stadt Ravensburg im Detail:

++ 21.40 Uhr - CDU verliert stark, bleibt in Leutkirch aber deutlich vorne

 Die CDU ist in Leutkirch und den Ortschaften traditionell stärker als in vielen anderen Gebieten des Wahlkreises und der Bundesrepublik. Das hat sich bei dieser Bundestagswahl einmal mehr gezeigt. Aber: Gerade in der Allgäu-Stadt muss die Union extreme Verluste hinnehmen.

Erhielt sie im Jahr 2017 noch rund 42 Prozent der Zweitstimmen sind es in diesem Jahr nur noch 29 Prozent. Damit verliert die Partei 13 Prozentpunkte – deutlich mehr als auf Bundesebene (rund acht Prozent).

Einen Zuwachs von etwa sechs Prozent verzeichnet in Leutkirch indes die SPD. Mit 18 Prozent sammeln die Sozialdemokraten allerdings viele Stimmen weniger als in der Bundesrepublik. Etwa auf dem Niveau des Gesamt-Ergebnisses in Deutschland befinden sich die Grünen, die bei den Zweitstimmen in Leutkirch rund 15 Prozent der Wählerinnen und Wähler überzeugen konnten – und damit von der SPD wieder kassiert werden. Die FPD (rund 14 Prozent) legt in der Allgäu-Stadt drei Prozentpunkte zu, während die AfD im Vergleich zur Wahl 2017 leicht an Wählerstimmen verliert.

++ 21.34 Uhr - Warum die CDU in Wangen gewinnt – und dennoch verliert

Die CDU in Wangen hat sich bei der Bundestagswahl bei Erst- wie Zweitstimmen als stärkste Kraft behauptet. Allerdings mussten die Christdemokraten jeweils deutlich Stimmenverluste hinnehmen.

Knapp fünf Prozentpunkte vor der SPD, gut sechs vor den Grünen: Die CDU hat bei den die meisten Wählerstimmen in der Stadt erhalten. Dennoch bedeutet das Ergebnis von 25,3 Prozent einen deutlichen Einbruch im Vergleich zur Bundestagswahl 2017. Damals kam sie noch auf 38,1 Prozent der Stimmen. Zudem setzt sich die Talfahrt der Christdemokraten in der Stadt angesichts von rund 48 Prozent der Stimmen beim Wahlgang vor acht Jahren rasant fort. Mehr dazu lesen Sie HIER.

++ 21.28 Uhr - Der Ravensburger ÖDP-Kandidat Siegfried Scharpf bedauert „Weiter so“ im Bund

Der Wahlkreis-Kandidat der Ökologisch-Demokratischen Partei, der Ravensburger Siegfried Scharpf, hat den Wahlausgang am Sonntagabend als „Weiter so“ bedauert. „Es wird das gewählt, was schon immer gewählt wurde“, sagt er mit Bedauern. Sein Abschneiden stimmte ihn jedoch zufrieden.

„Für das kleine Pflänzchen ÖDP ist es gut gelaufen“, sagt er. In der Stadt Ravensburg, wo er wohnt und als Mann der Kommunalpolitik besonders bekannt ist, hat der 65-jährige Schornsteinfegermeister 1,36 Prozent der Erststimmen geholt. Bei den Zweitstimmen kam die ÖDP auf lediglich 0,56 Prozent. Scharpf nimmt’s mit Humor: „Ich wusste, dass ich eher nicht Bundeskanzler werde.“

Zum bundesweiten Wahlergebnis sagt er: „Die beste Nachricht ist, dass die AfD verloren hat.“ Das schlechte Abschneiden der Linken hält er für unverdient. Dass die Grünen Boden gut machen konnte, freue ihn – in der Kommunalpolitik habe er im Abstimmungsverhalten eine hohe Übereinstimmung mit dieser Partei. Unter der Führung der Wahlgewinner SPD müsse es „der Fairness halber“ seiner Meinung nach jetzt eine Ampel-Koalition geben.

++ 21.12 Uhr - Zweitstimmen: CDU verliert in Ravensburg noch einmal drastisch

Wäre das Ergebnis aus Ravensburg für die gesamte Bundestagswahl entscheidend gewesen, hätte Armin Laschet mit der CDU die Nase vorne gehabt: Mit 24,6 Prozent landeten die Christdemokraten in der Stadt bei den Zweitstimmen noch vor den Grünen mit 21,5 Prozent und der SPD mit 19,6. Im Vergleich mit 2017 ist das Ergebnis für die Partei dennoch ein neuerliches Debakel: da lag die CDU noch bei 35,5 Prozent. Die Union verlor damit im Herzen des Schussentals zum zweiten Mal in Folge 11 Prozentpunkte. Gegenüber 2013 hat sich der Stimmenanteil fast halbiert.

Die Grünen waren vor vier Jahren auf 17,7 Prozent gekommen und machten damit am Sonntag einen Sprung nach vorne. Allerdings keinen so großen wie die SPD, die von 14,1 auf 19,6 Prozent kletterte. Die FDP konnte sich bei den Zweitstimmen in Ravensburg von 13 auf mehr als 15 Prozent noch einmal verbessern. Verluste fuhren dagegen in der Stadt die Linke und auch die AfD ein. Die Freien Wähler (1,6), auf die zuvor mit Spannung geschaut worden war, landeten bei der Wahl in Ravensburg hinter dem Resultat der Basis (2,2).

++ 21.00 Uhr - Die CDU rutscht in Bad Waldsee kräftig ab

Die Wahlergebnisse in Bad Waldsee lassen aufhorchen. Dabei gibt es einen Wahlverlierer und zwei Wahlgewinner.

Die CDU hat in Bad Waldsee kräftig an Wählerzustimmung verloren. Bereits 2017 büßten sie mehr als zehn Prozent der Stimmen ein und auch bei dieser Wahl ist der Stimmenverlust zweistellig. Die Christdemokraten sind mit ihren verbliebenen 29,7 Prozent ganz eindeutig die Wahlverlierer in Bad Waldsee.

Verbessern konnte sich hingegen die SPD, die einen Satz von 12,4 auf 18,8 Prozent macht. Damit sind die Sozialdemokraten ein Wahlgewinner in der Kurstadt, ebenso wie die FDP. Die freien Demokraten konnten ihr Ergebnis von 11,3 Prozent auf 15,5 Prozent steigern und laufen den Grünen damit den (dritten) Rang in Waldsee ab. Den Grünen war in der Kurstadt nur ein leichter Anstieg von 13,4 auf 14,7 Prozent vergönnt. Die Linke halbierte ihr Ergebnis aus dem Jahr 2017 und liegt aktuell nur noch bei 2,6 Prozent. Die AfD verzeichnete ein leichtes Minus und sackte von 11,9 auf 10,2 Prozent ab und liegt damit in Bad Waldsee auf Bundesniveau.

Die Wahlbeteiligung lag bei 76,9 Prozent und damit ähnlich hoch wie vor vier Jahren.

++ 20.50 Uhr - Müller und die CDU liegen in der Stadt Ravensburg vorne

In Ravensburg sind alle Stimmen der Bundestagswahl ausgezählt: Bei den Erststimmen liegt CDU-Kandidat Axel Müller knapp vor Agnieszka Brugger von den Grünen. Auch bei den Zweitstimmen ist der schwarze Balken am höchsten gewachsen: Die CDU hat von den Ravensburgern die meisten Stimmen bekommen. Dieses Ergebnis darf als starker Hinweis darauf gewertet werden, dass Müller sein Direktmandat verteidigen kann.

In den Städten wird das größere Wählerpotenzial für die Grünen gesehen als auf dem Land – wenn Brugger aber in Ravensburg schon nicht vorne liegt, dürfte ihr das auch auf den gesamten Wahlkreis gesehen nicht gelingen. Im Vorfeld hatten Wahlforscher die Möglichkeit gesehen, dass die Grüne dem Christdemokraten das Direktmandat im Wahlkreis Ravensburg abjagen könnte.

Das Ergebnis der Erststimmen in der Stadt Ravensburg im Detail:

Axel Müller (CDU): 27,54 Prozent

Agnieszka Brugger (Grüne): 26,84 Prozent

Benjamin Strasser (FDP): 15,09 Prozent

Heike Engelhardt (SPD): 13,43 Prozent

Christoph Högel (AfD): 6,46 Prozent

Das Ergebnis der Zweitstimmen in der Stadt Ravensburg im Detail:

CDU: 24,59 Prozent

Grüne: 21,47 Prozent

SPD: 19,54 Prozent

FDP: 15,25 Prozent

AfD: 7,09 Prozent

Die Linke ist sowohl bei Erst- als auch bei Zweitstimmen unter die Fünf-Prozent-Grenze gerutscht.

++ 20.34 Uhr - Stimmung bei den Wahlpartys der Parteien im Wahlkreis Ravensbug 

So verfolgen die Kandidaten von SPD, FDP und den Grünen die Wahlergebnisse. CDU-Kandidat Axel Müller hatte aufgrund der Corona-Pandemie auf eine Wahlparty verzichtet. 

Trotz der Pandemie gab es im Kreis Ravensburg einige Wahlpartys – unter strengen Maßnahmen. Eindrücke von den Veranstaltungen der Parteien SPD, Grüne und FDP.

++ 20.21 Uhr - Axel Müller verliert in Heimatstadt wohl deutlich an Stimmen

Weingartens langjähriger Gemeinderat Axel Müller verliert in seiner Heimatgemeinde wohl deutlich an Erststimmen. Nach Auszählung von 18 von 22 Wahlbezirken kommt er auf rund 26,6 Prozent der Stimmen.

Das entspricht aktuell einem Minus von 9,1 Prozent im Vergleich zur Bundestagswahl 2017. Dennoch liegt er auch in Weingarten noch vor seiner Konkurrentin Agnieszka Brugger. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete kommt derzeit auf 21,8 Prozent der Erststimmen, was einem Plus von 2,1 Prozent entspricht.

++ 20.10 Uhr - Müller in vielen Städten vor Brugger 

Die Wahl ist noch nicht ausgezählt: Gleichwohl liegt Axel Müller, zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale, in den allermeisten Städten und Gemeinden im Wahlkreis Ravensburg vor seiner direkten Kontrahentin Agniezska Brugger.

In Aulendorf und Bad Waldsee sind die Auszählungen zwischenzeitlich abgeschlossen. Das Ergebnis: Axel Müller und die CDU konnten in beiden Städten das Rennen machen.

++ 20.08 Uhr - Rudolf Bindig: „Erste wichtige Hürde auf dem Weg zur Kanzlerschaft“

Der langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete Rudolf Bindig zeigte sich in einer ersten Stellungnahme hocherfreut über das gute Abschneiden seiner Partei. „Wir sind gerade dabei, die erste wichtige Hürde auf dem Weg zur Kanzlerschaft zu überwinden“, sagte er. Zunächst müsse man zur stärksten Fraktion gewählt werden und in einem zweiten Schritt dann erfolgreiche Koalitionsverhandlungen führen. In den vergangenen Monaten habe man dank Kanzlerkandidat Olaf Scholz einen „grandiosen Aufstieg“ hingelegt: „Nachdem wir bei den letzten Wahlen von den Wählern meines Erachtens teilweise unfair behandelt wurden, wird nun endlich wieder anerkannt, was die SPD leistet.“

Bindig, der selbst bis zum Jahr 2005 im Bundestag saß, hofft aber auch, dass es die SPD-Direktkandidatin Heike Engelhardt nach Berlin schafft. Schließlich war er der letzte SPD-Abgeordnete, der für den Wahlkreis Ravensburg – jeweils über die Landesliste – in den Bundestag eingezogen war.

++ 19.50 Uhr - Müller knapp vor Brugger in Ravensburg 

Für die Stadt Ravensburg sind inzwischen 37 von 49 Wahllokalen ausgezählt. Das sind die bisherigen Ergebnissen der Erstimmen:

Axel Müller (CDU) 27,09 Prozent

Agnieszka Brugger (Grüne) 25,96 Prozent

Heike Engelhardt (SPD) 13,75 Prozent

Benjamin Strasse (FDP) 14,81 Prozent

Jasmin Runge (Linke) 3,50 Prozent

Christoph Högel (AfD) 7,52 Prozent

++ 19.41 Uhr - Müller und CDU liegen in Wangen vorn

Nach Auszählung fast aller Wahllokalstimmen liegt in Wangen die CDU bei Erst- und Zweitstimmen deutlich vorn. Allerdings muss sie im Vergleich zu 2017 deutliche Verluste hinnehmen.

Bei den Zweitstimmen kommt die CDU gegen 19.30 Uhr auf rund 25 Prozent der Stimmen. Das wäre ein Verlust von 13 Prozentpunkten im Vergleich zu 2017. Bei den Erststimmen liegt CDU-Kandidat Axel Müller mit 29 Prozent vorn. 2017 holte er fast 39 Prozent.

Bei den Zweitstimmen folgt die SPD der CDU mit 20 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 17,5 Prozent. Die FDP kommt auf fast 14 Prozent, die AfD auf knapp neun Prozent. Die Linke erhalten lediglich etwa 3,5 Prozent der Stimmen.

Bei den Erststimmen folgt Agnieszka Brugger auf Axel Müller mit 21 Prozent.

Die Auszählung der elf Briefwahlbezirke läuft aber noch.

++ 19.28 Uhr - Bundesweite Hochrechnungen 

Die erste bundesweite Hochrechnung des Abends in der ARD (infratest dimap) kommt auf folgende Ergebnisse der Parteien:

CDU/CSU: 24,7

SPD: 24,9

AfD: 11,3

FDP: 11,2

Linke: 5,0

Grüne: 14,8

Andere: 8,1 

++ 19.06 Uhr - Ravensburger SPD-Kandidatin bangt: Reicht es ihr für den Einzug ins Parlament?

Die Ravensburger SPD-Kandidatin Heike Engelhardt hat sich über erste Prognosen des Wahlausgangs für ihre Partei im Bund gefreut. Doch sie persönlich fieberte am Sonntagabend auf die genaueren Hochrechnungen und schließlich das Wahlergebnis hin. Davon hängt ab, ob sie über die Landesliste der SPD in den Bundestag einzieht.

Bei der ersten Prognose des ZDF, die SPD liege bei rund 26 Prozent im Bund, brandet am Sonntagabend Jubel unter den Genossen im Ravensburger Lokal Räuberhöhle auf. „Ich bin hochzufrieden, wir haben alle ursprünglichen Erwartungen übertroffen“, sagt Engelhardt. Mehr darüber lesen Sie HIER.

++ 18.38 Uhr - Wahlleiter warten auf erste Ergebnisse 

Die Wahlleiter und Wahlleiterinnen (hier in Bad Waldsee) im gesamten Landkreis Ravensburg erwarten die Anrufe, um die Ergebnisse
Die Wahlleiter und Wahlleiterinnen (hier in Bad Waldsee) im gesamten Landkreis Ravensburg erwarten die Anrufe, um die Ergebnisse eintragen zu können. (Foto: Wolfgang Heyer)

Die ersten Ergebnisse einzelner Wahllokale gehen ein. Die Wahlleiter und Wahlleiterinnen (hier in Bad Waldsee) im gesamten Landkreis Ravensburg erwarten die Anrufe, um die Ergebnisse eintragen zu können.

Bei der offiziellen Präsentation der Wahlergebnisse im Haus am Stadtsee in Bad Waldsee sind die ersten Ergebnisse auf dem Bildsc
Bei der offiziellen Präsentation der Wahlergebnisse im Haus am Stadtsee in Bad Waldsee sind die ersten Ergebnisse auf dem Bildschirm eingelaufen und werden intensiv diskutiert. (Foto: Wolfgang Heyer)

++ 18.22 Uhr - Eindrücke vom Wahltag im Wahlkreis Ravensburg

Bundestagswahlen in Deutschland. Im Wahlkreis Ravensburg könnte das Ergebnis am Sonntagabend besonders spannend werden.

Mehr über den Wahltag in Ravensburg und dem Kreis lesen Sie HIER.

++ 18.04 Uhr - Die Auszählung hat begonnen

Die Auszählung hat begonnen - hier im Bad Waldseer Rathaus.
Die Auszählung hat begonnen - hier im Bad Waldseer Rathaus. (Foto: hey)

Die Auszählung hat begonnen. Pünktlich um 18 Uhr haben die Wahlhelfer (hier im Bad Waldseer Rathaus) die Wahlurnen geleert, die Umschläge geöffnet und die Stimmzettel entsprechend den gesetzten Kreuzen gestapelt.

++ 18.00 Uhr - Die Wahllokale schließen 

In dieser Minute schließen die Wahllokale. Nun beginnen die Wahlhelfer damit, die Stimmzettel auszuzählen.

++ 17.45 Uhr - Nur noch 15 Minuten

Der Countdown läuft. Wer jetzt noch wählen möchte, hat nur noch 15 Minuten Zeit, um seine Stimme abzugeben. 

++ 17.40 Uhr - Hohe Wahlbeteiligung auch in Wohmbrechts und Kißlegg

„Das ist viel für unsere Verhältnisse“, hieß es am Sonntag gegen 14 Uhr in der Turn- und Festhalle Maria-Thann zur Wahlbeteiligung. 1056 Wahlberechtigte gibt es in der Teilgemeinde von Hergatz. 532 davon hatten sich im Vorfeld Briefwahlunterlagen gesichert.

Von den verbliebenen 524 Wählerinnen und Wähler waren gegen 14 Uhr bereits 272 an der Wahlurne. 2017 stimmten in Hergatz 82,5 Prozent der Wahlberechtigten ab.

Auch in Kißlegg strömten die Wählerinnen und Wähler förmlich ins Neue Schloss. Zeitweise gab es an der Schlossstraße auf Höhe Schlosspark sogar keine freien Parkplätze mehr. Die dortigen Daten: 6773 Menschen sind in Kißlegg wahlberechtigt. 2903 und damit 42,9 Prozent haben Briefwahlunterlagen besorgt. Von den 1107 Frauen und Männern des Wahlbezirks eins und den 1134 des Wahlbezirks zwei waren gegen 15 Uhr bereits 566 beziehungsweise 617 im Neuen Schloss, um ihre Stimmen direkt abzugeben. Es herrscht also rege Beteiligung. 

++ 17.30 Uhr - Auch für die SPD im Wahlkreis Ravensburg wird es spannend

Sehr spannend wird der Wahlabend auch für die Kandidatin der SPD im Wahlkreis Ravensburg, Heike Engelhardt. Nachdem sie bei den Umfragen der großen Meinungsforschungsinstitute in den vergangenen Wochen immer einen gerade noch sicheren Listenplatz hatte, sieht das seit Freitag anders aus. Da kamen die Ergebnisse der beiden letzten repräsentativen Umfragen heraus.

Forsa sieht sie weiterhin drin im Parlament, während es bei Allensbach nur für Listenplatz 20 auf der baden-württembergischen Landesliste der Sozialdemokraten reicht. Engelhardt steht allerdings auf Listenplatz 21. 

++ 17.15 Uhr - Kandidaten liefern sich Schlagabtausch im SZ-Podcast

Statt einer Podiumsdiskussion gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal das Audioformat SZ-Streitgespräche. Dabei soll den Ravensburger Direktkandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien die Möglichkeit gegeben werden, im direkten Rededuell mit einem anderen Kandidaten zu punkten. Neben den großen Themen, wie „Klimaschutz“, „Infrastruktur“ oder „Bezahlbaren Wohnraum“, geht es natürlich auch um den Afghanistan-Einsatz und die wichtigsten regionalen Themen.

Hier die beiden Podcasts zum Nachhören: 

++ 17.05 Uhr - So lief der Wahltag in Achberg und Mochenwangen bisher

Wer in der Pandemie ausgestorbene Wahllokale erwartet hat, wird am Wahlsonntag im Wolpertswender Teilort Mochenwangen enttäuscht. Selbst nachmittags um kurz vor vier Uhr, zwei Stunden vor Schließung der Wahllokale, kommen immer wieder Wählerinnen und Wähler in das Haus St. Lukas und in die Aula in Mochenwangen, um ihre Stimme abzugeben. Aufgrund dieser Beobachtung vermuten Bürgermeister Daniel Steiner und weitere Wahlhelfer vor Ort auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ übereinstimmend eine hohe Wahlbeteiligung.

Die Wähler sind am Eingang angehalten, sich die Hände zu desinfizieren und werden in genauen Bahnen durch das Wahllokal geschleust. Wer keinen eigenen Stift dabei hat, bekommt einen desinfizierten gestellt. Mittels einer Vorrichtung, die aus einem langen Stab und einer daran befestigten rechteckigen Platte besteht, bleibt auch an der Wahlurne der Abstand zwischen Wähler und Wahlhelfer gewahrt.

Gute Wahlbeteiligung in Achberg bis zum Mittag
Gute Wahlbeteiligung in Achberg bis zum Mittag. (Foto: Susi Weber)

Mehr als 500 der knapp 1300 in Achberg Wahlberechtigten haben bereits im Vorfeld ihre Briefwahlunterlagen beantragt. In den Mittagstunden, gegen 13.15 Uhr, waren zudem bereits 350 Achbergerinnen und Achberger im Wahllokal in der Turnhalle Esseratsweiler. Damit haben zumindest bis in die Mittagsstunden schon mehr als 65 Prozent ihre Stimme abgegeben. 2017 lag die Wahlbeteiligung bis zur Schließung des Wahllokals bei 79,8.

++ 17.01 Uhr - Kopf-an-Kopf-Rennen im Kampf um das Direktmandat erwartet 

So spannend war eine Wahl im Kreis Ravensburg wohl noch nie: Zwei Kandidaten machen das Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis Ravensburg wahrscheinlich unter sich aus: Amtsinhaber Axel Müller (CDU) und Agnieszka Brugger (Grüne). Wo verbringen sie den Wahlabend?

Müller will wie bereits vor vier Jahren zuhause in Weingarten bleiben. Dort verfolgt er in Ruhe die Prognosen, Hochrechnungen und sein eigenes Ergebnis im Internet.

Brugger hingegen wird wieder mit ihren Parteifreundinnen und -freunden in der Kuppelnauwirtschaft in Ravensburg feiern, „egal, wie die Wahl ausgeht“.

++ 16.50 Uhr -  Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 

So fiel das Ergebnis der vergangenen Bundestagswahl im Jahr 2017 im Wahlkreis Ravensburg aus:

Erststimmen 

Axel Müller (CDU) 38,5 Prozent; Agnieszka Brugger (Grüne) 20,2 Prozent; Heike Engelhardt (SPD) 12,4 Prozent; Benjamin Strasser (FDP) 10,1 Prozent; Helmut Dietz (AfD) 9,4 Prozent; Jasmin Runge (Linke) 5,4 Prozent

Zweitstimmen 

CDU 38,9 Prozent; Grüne 15 Prozent; SPD 13,4 Prozent; FDP 11,4 Prozent; AfD 10,3 Prozent; Linke 6,1 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag 2017 bei 70,2 Prozent. 

++ 16.44 Uhr - Kleine Hinweise auf die Wahl an Haustüren in Bad Waldsee

Kleine Hinweise auf die heutige Bundestagswahl finden sich an so manchen Haustüren. Zwischen Ruderregatta und Verkaufsoffenem Sonntag nutzen viele Bad Waldseer noch die letzte Möglichkeit, um ihre Stimme abzugeben.

Kleine Hinweise auf die Bundestagswahl finden sich an so manchen Haustüren in Bad Waldsee.
Kleine Hinweise auf die Bundestagswahl finden sich an so manchen Haustüren in Bad Waldsee. (Foto: Wolfgang Heyer)

Bad Waldsees Bürgermeister Matthias Henne und die Erste Beigeordnete Monika Ludy waren heute Morgen im Wahllokal Haisterkirch zu Besuch. 

Bürgermeister Matthias Henne und Erste Beigeordnete Monika Ludy beim Besuch im Wahllokal Haisterkirch.
Bürgermeister Matthias Henne und Erste Beigeordnete Monika Ludy beim Besuch im Wahllokal Haisterkirch. (Foto: Ortschaftsverwaltung Haisterkirch)

++ 16.35 Uhr - So machen die drei Politiker aus Ravensburg ihren Job in Berlin

Axel Müller (CDU), Agnieszka Brugger (Grüne) und Benjamin Strasser (FDP): Drei Politiker aus dem Wahlkreis Ravensburg sind derzeit im Bundestag vertreten: Was haben sie für ihren Wahlkreis erreicht und welches Format zeigen sie in Berlin? Die Analyse lesen Sie HIER. 

++ 16.25 Uhr - Ebenfalls gute Wahlbeteiligung  in Schlier

In Schlier steht Bürgermeisterin Katja Liebmann an der Wahlurne und beaufsichtigt die Abgabe der Stimmzettel.
In Schlier steht Bürgermeisterin Katja Liebmann an der Wahlurne und beaufsichtigt die Abgabe der Stimmzettel. (Foto: Katrin Neef)

In Schlier zeichnet sich eine gute Wahlbeteiligung ab. Am Vormittag sei recht viel los gewesen, sagt Bürgermeisterin Katja Liebmann, die im Wahllokal in der Grundschule die Stimmenabgabe beaufsichtigt. Über die Mittagszeit hatte der Strom der Wähler dann etwas nachgelassen. Wie in anderen Kommunen auch gibt es in Schlier dieses Jahr mehr Briefwähler als sonst.

++ 16.17 Uhr - Die Kandidaten aus dem Wahlkreis Ravensburg

Noch nicht gewählt? Für alle Unentschlossenen gibt es hier eine Vorstellung der Kandidaten aus dem Wahlkreis Ravensburg:

Die Direktkandidaten aus dem Wahlkreis Ravensburg im Kurzporträt.

++ 16.10 Uhr - Hohe Wahlbeteiligung am Vormittag in Isny

Auch in Isny und den dazugehörenden Ortschaften sind die Wahllokale seit 8 Uhr geöffnet. Ein kleiner Rundblick am Nachmittag zeigt: Es scheint sich bei der Bundestagswahl eine hohe Wahlbeteiligung abzuzeichnen.

Volle Gassen und eine hohe Wahlbeteiligung: „Verkaufsoffener Wahlsonntag“ in Isny.
Volle Gassen und eine hohe Wahlbeteiligung: „Verkaufsoffener Wahlsonntag“ in Isny. (Foto: Patrick Müller)

Die Straßen und Gassen in der Isnyer Altstadt sind an diesem Wahlsonntag voll. Verkaufsoffener Sonntag und Flohmarkt locken zahlreiche Menschen in die Stadt. Mehr darüber lesen Sie HIER.

++ 16.05 Uhr - Kandidat Axel Müller gibt seine Stimme in Weingarten ab

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller hat am Sonntag seine Stimme in der Schule am Martinsberg in Weingarten abgegeben.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller hat am Sonntag seine Stimme in der Schule am Martinsberg in Weingarten abgegeben. (Foto: Elke Obser)

Für ihn ist die Bundestagswahl diesmal besonders spannend: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Müller bangt um sein Direktmandat. Er hat am Sonntag seine Stimme in der Schule am Martinsberg in Weingarten abgegeben. 

Wie die „Schwäbische Zeitung“ berichtete, könnte die CDU erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ihr Direktmandat im Wahlkreis Ravensburg verlieren. Agnieszka Brugger (Grüne) hat Chancen, Amtsinhaber Axel Müller den Sitz im Parlament streitig zu machen. Gewinnt sie mehr Erststimmen als er, muss Müller seine Koffer packen, denn er ist über die Landesliste seiner Partei anders als Brugger oder Benjamin Strasser (FDP) nicht abgesichert.

++ 16.00 Uhr - Rekorde bei der Briefwahl, weniger Wahllokale

Auch am Wahlsonntag selbst haben viele Briefwähler ihre Stimmzettel noch in den Rathäusern eingeworfen. Allein in Bad Waldsee si
Auch am Wahlsonntag selbst haben viele Briefwähler ihre Stimmzettel noch in den Rathäusern eingeworfen. Allein in Bad Waldsee sind rund 5900 Briefwahl-Anträge eingegangen. (Foto: Wolfgang Heyer)

Der Trend zur Briefwahl ist ungebrochen. Bereits bei der Landtagswahl im März hatten aufgrund der Corona-Pandemie viele Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgegeben. Bei der Bundestagswahl war die Briefwahl sogar noch beliebter. Wie die Stadtverwaltung Ravensburg mitteilt, wurden bis vergangenen Mittwoch für rund 14.000 Wählerinnen und Wähler Briefwahlunterlagen ausgestellt. Und auch in Wangen wurde der Briefwahl-Rekord gebrochen. Dort hatten bis Mittwochnachmittag 9965 Menschen Briefwahl beantragt - so viele wie noch bei keiner Wahl zuvor. 

Aufgrund des hohen Briefwahlaufkommens wurde die Anzahl der Wahllokale in vielen Städten reduziert. So auch in Ravensburg. Dort gibt es bei der aktuellen Wahl 34 Wahllokale. 15 Briefwahlvorstände kümmern sich um die Auszählung der Briefwahlstimmen. 

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