Beuren auf dem Weg zur perfekten Halbzeitbilanz

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 Unaufhaltsam zur Herbstmeisterschaft? Der SV Beuren spielt am Samstag gegen den SV Seibranz.
Unaufhaltsam zur Herbstmeisterschaft? Der SV Beuren spielt am Samstag gegen den SV Seibranz. (Foto: Archiv: Josef Kopf)
Klaus Eichler

Mit dem 17. Spieltag wird die Hinrunde in der Fußball-Bezirksliga an diesem Wochenende abgeschlossen. Im Fupa-Spiel der Woche empfängt der TSV Meckenbeuren den VfL Brochenzell zum Dorfderby. Alle Spiele sind wegen des Totensonntags – im WFV-Bereich gilt an diesem Tag Fußballverbot – am Samstag um 14.30 Uhr. Geklärt wird an diesem Spieltag auch die Herbstmeisterschaft. Die machen Tabellenführer SV Beuren (40 Punkte), der den SV Seibranz erwartet, und der Zweite TSV Eschach (37), der es zu Hause mit dem Dritten TSV Heimenkirch (32) zu tun bekommt, unter sich aus.

Der TSV Meckenbeuren erwartet zum Dorfderby den VfL Brochenzell. Für den TSV ist es das fünfte Heimspiel in Folge und es gibt noch ein sechstes oben drauf, denn am nächsten Spieltag kommt der SV Oberzell zum Rückrundenauftakt. Das bedeutet, dass der TSV in der restlichen Rückrunde elfmal auswärts antreten muss und nur noch fünfmal Heimrecht hat. „Wir haben in diesen vier Heimspielen zehn Punkte geholt“, sagt TSV-Trainer Kevin Blaser, der das also nicht als Nachteil sieht. „Solange die Ergebnisse stimmen passt alles“. Die Forderung des Trainers lautet deshalb: „Drei weitere Punkte gegen den VfL“. Während sich der TSV mit 23 Punkten ein ordentliches Polster auf die Abstiegsränge herausgespielt hat, steht der Lokalrivale nach katastrophalem Start mit null Punkten aus den ersten sechs Begegnungen immer noch auf einem Abstiegsplatz, doch der VfL hat sich stabilisiert. „Seit dem Spiel in Eschach machen wir es besser, stehen deutlich kompakter und bekommen es auch hin, dass uns ab und an ein Tor gelingt“, sagt VfL-Coach Rolf Weiland in Anspielung auf die magere Ausbeute von nur 18 Treffern. „Auch die Auswärtsbilanz mit nur drei Punkten (2:0 in Argental) ist noch ausbaufähig“. Das Gros der Punkte holte der VfL zu Hause. Die Bilanz des TSV gegen den VfL ist ebenfalls verbesserungswürdig. In den letzten acht Pflichtspielen holte der TSV nur einen Punkt gegen den VfL. „Diese Statistik wollen wir unbedingt aufpolieren“, sagt Kevin Blaser, der mit dem bisher erreichten zufrieden ist. „Wir stehen da wo wir stehen wollen, mit drei weiteren Punkten wollen wir diese gute Hinrunde krönen.“ Rolf Weiland hält nicht viel von Statistiken, „schön wäre aber, wir könnten dort anknüpfen wo wir das letzte Mal aufgehört haben“.

Ein Punkt gegen den SV Seibranz würde dem SV Beuren zur Herbstmeisterschaft genügen. Das darf man dem Tabellenführer nach fünf Siegen in Folge durchaus zutrauen. Doch diese Bezirksliga war schon für manche Überraschung gut – Mochenwangen hat’s vorgemacht.

Der zu Hause noch ungeschlagene Zweite TSV Eschach erwartet den Dritten TSV Heimenkirch auf dem Kunstrasen in Weissenau (auch die Partien der zweiten Mannschaft und der Frauenmannschaft finden dort statt). Sieben Spiele, sieben Siege, dazu ein Torverhältnis von 29:2. „Wir können entspannt in diese Partie gehen“, sagt Eschachs Coach Philipp Meißner, „der Druck liegt klar aufseiten der Heimenkircher“. Denn möchte der TSV am Führungsduo dranbleiben, ist verlieren verboten. „Klar haben wir die Tabelle im Hinterkopf“, gibt Heimenkirchs Trainer Daniel Feistle zu, „die Trainer mehr als die Spieler“. Eigentlich könne man sich keinen Fehler mehr leisten, „wir dürfen alles machen nur nicht verkrampfen“, meint Feistle.

Auch der Vierte SV Oberzell, zehn Punkte hinter dem Spitzenreiter, kann sich keinen weiteren Ausrutscher mehr erlauben, will er sein Saisonziel nicht frühzeitig abschreiben. Gegner ist der SV Kressbronn, wo seit Saisonbeginn Oliver Wittich auf der Bank sitzt. Wenn einer Oberzell kennt, dann er. Wittich war acht Jahre als Trainer bei den Oberzellern tätig. „Ich freue mich wieder viele bekannte und vertraute Gesichter zu sehen“, sagt Wittich, „für mich trotzdem ein Spiel wie jedes andere in dem es drei Punkte zu gewinnen gibt“.

Zu Hause noch kein Spiel verloren, ausgeglichene Auswärtsbilanz – der TSV Ratzenried bleibt als Aufsteiger die Überraschung. Die Mannschaft von Trainer Markus Steidle kann mit breiter Brust zum SV Bergatreute fahren. Der SV Maierhöfen-Grünenbach verharrt weiter im Tabellenkeller, hat zu Hause gegen den TSV Eschach wertvolle Punkte liegen lassen. Die Begegnung bei der TSG Bad Wurzach wird ein Spiel auf Augenhöhe. Der SV Fronhofen gehört weiter zu den Top-Fünf-Teams. Daran wird sich, egal wie die Partie gegen den SV Mochenwangen ausgeht, vorerst nichts ändern.

Nach der jüngsten Niederlage ist Absteiger FC Leutkirch, der den Aufsteiger SV Achberg erwartet, weiterhin nur Mittelmaß, hat nach unten und oben reichlich Luft. Die Luft für Achberg wird dagegen immer dünner. Nur sechs Punkte aus den vergangenen elf Spielen sind deutlich zu wenig.

Im Aufeinandertreffen der zu Hause noch sieglosen Mannschaft erwartet die SG Kißlegg die SG Argental, wo den neuen Trainer Bruno Müller Personalsorgen plagen. „Die, die da sind haben unser Vertrauen und müssen es jetzt richten“, sagt Müller, „und wenn’s geht, den einen oder anderen Punkt noch holen.“ Für Kißlegg ist es der neunte Anlauf zu einem Heimdreier.

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