Betrüger nutzen die Corona-Krise für ihre Maschen

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 Kriminelle Machenschaften wie dubiosen Haustürgeschäfte oder der Enkeltrick sind oft professionell getarnt.
Kriminelle Machenschaften wie dubiosen Haustürgeschäfte oder der Enkeltrick sind oft professionell getarnt. (Foto: Polizei)
Crossmedia-Volontärin

Florian Suckel ist erreichbar unter Telefon 0751/8031042 und per E-Mail an ravensburg.pp.praevention@polizei.bwl.de. Weitere Informationen zu Betrugsmaschen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

Den aktuellen Ausnahmezustand durch das Coronavirus nutzen Betrügerbanden aus, um an Geld oder Wertsachen zu kommen. Dabei werden verschiedene Tricks angewendet wie beispielsweise der „Enkeltrick“. Der Polizist Florian Suckel, der in Ravensburg für die Kriminalprävention zuständig ist, warnt vor den Betrugsmaschen.

Die Tricks der Kriminellen sind nicht neu, erklärt Suckel. In dem neuartigen Coronavirus haben die Betrüger einen Verbündeten gefunden. Sie spielen mit der allgemeinen Verunsicherung und den Ängsten, die durch den momentanen Ausnahmezustand ausgelöst wurden. Oft fallen Senioren solchen Betrugsmaschen zum Opfer. Daher sei es wichtig, dass Großeltern von ihrer Familie aufgeklärt und für die Betrugsmaschen sensibilisiert würden, so Suckel.

Angepasster Enkeltrick

Der sogenannte Enkeltrick kursiert schon einige Jahre erfolgreich in kriminellen Kreisen. Dabei geben sich kriminelle Anrufer als Enkel in einer prekären finanziellen Situation aus. Der Trick habe sich nun insofern verändert, dass die falschen Enkel angeben, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben und vor einer teuren Behandlung stehen, für die sie dringend Geld brauchen.

Bei solchen Telefonbetrügereien sitzen meist in Osteuropa Kriminelle in richtigen Callcentern zusammen und telefonieren mehrere Tausend Opfer pro Tag ab, wie Suckel erklärt. Die Betrüger sprechen dabei akzentloses Deutsch und loten durch raffinierte Gesprächstechniken die Beziehungen zu potenziellen Verwandten aus.

Haustürgeschäfte und E-Mails

Die Polizei warnt aber neben Telefontricks auch vor dubiosen Haustürgeschäften. „Betrüger geben sich als Ärzte oder Personal vom Gesundheitsamt aus, die angeben, Covid-19-Tests durchführen zu wollen“, wie Suckel sagt. Diese seien dann entweder massiv überteuert oder die Betrüger nutzen die Situation aus, um bei den Opfern Wertgegenstände oder Geld zu stehlen.

Im Umlauf sind momentan auch E-Mails mit falschen Online Shops, die zum Beispiel überteuerte Schutzkleidung und Atemschutzmasken anbieten, die im Zweifelsfall nicht mal geliefert werden.

Vorträge zur Prävention

Die Polizei bittet darum, verdächtige Anrufe und Hausbesuche zu melden. Für Gruppen ab 15 Personen bietet das Polizeipräsidium Ravensburg kostenlose Vorträge zum Thema an. Langfristige Terminplanungen sind auch schon während der Corona-Zeit möglich, da die Termine meistens ein halbes Jahr bis Dreivierteljahr im Voraus gebucht werden müssen.

Florian Suckel ist erreichbar unter Telefon 0751/8031042 und per E-Mail an ravensburg.pp.praevention@polizei.bwl.de. Weitere Informationen zu Betrugsmaschen gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de

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