Bergs Trainer fordert den Sieg

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Nach der Auftaktniederlage beim VfB Friedrichshafen (links Nico Di Leo) braucht der TSV Berg (Jonas Schuler) den Heimsieg gegen
Nach der Auftaktniederlage beim VfB Friedrichshafen (links Nico Di Leo) braucht der TSV Berg (Jonas Schuler) den Heimsieg gegen die SG Kißlegg. (Foto: Günter Kram)
Sportredakteur

Dass der TSV Berg nach dem verpassten Aufstieg in der Relegation in der vergangenen Saison in dieser Spielzeit unbedingt zurück in die Fußball-Verbandsliga möchte, ist kein Geheimnis. Doch das erste Spiel der Landesligasaison endete mit einer ersten kleinen Ernüchterung. Das erste Heimspiel erklärt TSV-Trainer Oliver Ofentausek daher gleich einmal zur Pflichtaufgabe.

Die Vorzeichen für die Begegnung am Samstag um 16 Uhr im Rafi-Stadion könnten unterschiedlicher kaum sein. Auf der einen Seite der TSV Berg, der Meisterschaftsfavorit Nummer eins mit zahlreichen Spielern in seinen Reihen, die in der Vergangenheit schon deutlich höher als Landesliga gespielt haben. Und auf der anderen Seite der Aufsteiger SG Kißlegg, der zwar souverän Meister in der Bezirksliga wurde, aber über wesentlich weniger individuelle Klasse verfügt als der TSV.

Am ersten Spieltag der noch jungen Saison kassierten beide Teams Niederlagen. Kißlegg verlor trotz 2:0-Führung sein Heimspiel gegen den FV Altheim mit 2:5. „Wir haben Lehrgeld bezahlen müssen“, hatte SGK-Trainer Roland Wiedmann gesagt. „Daraus müssen wir lernen, sonst wird es für uns sehr schwer.“ Die Berger verloren beim ambitionierten VfB Friedrichshafen mit 1:2 und enttäuschten dabei – vor allem auch den eigenen Trainer. „Leidenschaft, Einsatz und Kampf habe ich speziell in der ersten Halbzeit nicht gesehen“, sagt Ofentausek. „Das hatte ich so nicht erwartet.“

Kißlegg reist befreit an

Für die Begegnung gegen den Aufsteiger aus dem Allgäu gibt es für Ofentausek daher nur ein Ziel. „Wir brauchen den Heimsieg, das ist eine Pflichtaufgabe für uns“, sagt Bergs Trainer. „Egal gegen welchen Club, zu Hause wollen und müssen wir eine Macht sein.“ Dabei werden wohl Ruhe und Gelassenheit gefragt sein. Denn Kißlegg wird zunächst tief stehen, Berg wird das Spiel machen müssen. „Man hat bei der WM schon gesehen, dass die vermeintlich kleineren Mannschaften immer besser verteidigen können“, meint Ofentausek. „Wir dürfen nicht nervös werden, auch wenn es lange 0:0 steht.“ Denn für ein Tor sei seine Mannschaft immer gut. Ob es die totale Defensive geben werde, wollte Wiedmann am Donnerstag noch nicht verraten. „Das entscheiden wir als Mannschaft zusammen nach dem letzten Training“, sagt Kißleggs Trainer.

Ofentausek wird zu Beginn wohl der Mannschaft vertrauen, die auch in Friedrichshafen auf dem Platz stand. Pierre Hodapp ist nach seiner Verletzung zwar wieder ins Training zurückgekehrt. Ob es aber gleich für einen Kaderplatz reicht, ist fraglich. „Viele Änderungen wird es erst mal nicht geben“, sagt Ofentausek.

Um den Fehlstart nicht komplett zu machen, braucht Berg am Samstag den Heimsieg. Für Kißlegg dagegen gibt es im Rafi-Stadion eigentlich nichts zu verlieren. Ihre Punkte im Kampf um den Klassenerhalt muss die SGK gegen andere Mannschaften holen. „Wir können ganz entspannt nach Berg fahren“, sagt daher auch Trainer Wiedmann. „Aber wir fahren ganz bestimmt nicht nur dort hin, um zu verlieren.“

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