Bekannter Hotelier: Waldhorn-Chef Albert Bouley ist gestorben

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Im Waldhorn verkehren regelmäßig Prominente. So empfing Waldhorn-Chef Albert Bouley (Dritter von links) Ministerpräsident Erwin (Foto: Siegfried Heiß)
Schwäbische Zeitung

Der Chef des bekanntesten Ravensburger Hotels „Waldhorn“, Albert Bouley, ist gestorben. Er starb im Alter von 63 Jahren. Zusammen mit seiner Frau Brigitte führte er das Sternehotel in Ravensburg und machte es weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

1950 übernahm Veronika Bouley-Dressel mit ihrem Mann Henri Bouley das Hotel-Restaurant und baute es ab 1952 in mehreren Abschnitten um. 1975 stieg ihr Sohn Albert Bouley zunächst als Küchenchef in das Familienunternehmen ein und errang als Sternekoch internationale Auszeichnungen. 1989 erhält er für seine Künste 19 von 20 möglichen Punkten des Gault Millau, des einflussreichsten Restaurantführers für Gourmets in Europa. Es folgten Modernisierungs- und Erweiterungsbauten am Haus. Internationale Stars und Politiker wie Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl logierten im Hotel. 2010 feierte das „Waldhorn“ 150. Geburtstag.

Zwar gibt es in der gesamten Familie sieben Kinder, doch hat keiner der Junioren ernsthafte Ambitionen, das Hotel am Marienplatz zu übernehmen, das die Bouleys in 38 Jahren zu einem international renommierten Gourmetrestaurant geführt haben.

Erst im Herbst haben die Bouleys sich die „Treugast“-Unternehmungsberatung aus München ins Boot geholt, um die „weiteren Geschicke des Hauses zu begleiten und die Nachfolge zu regeln“, wie sie im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung damals sagten. „Ich komme ja ins höhere Alter“, kokettiert Albert Bouley damals.

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