Baum legt Zugverkehr zwischen Friedrichshafen und Ravensburg lahm

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Online-Redakteurin

Ein Baum hat am Dienstagnachmittag den Zugverkehr zwischen Ravensburg und Friedrichshafen für etwa zwei Stunden lahmgelegt. Wenige Hundert Meter vor dem Bahnhof Ravensburg lag der Baum auf den Gleisen. Das bestätigen Bundespolizei und Deutsche Bahn.

Vom Haltepunkt Weißenau kommend war der Regional-Express 4224 aus Lindau in Richtung Stuttgart unterwegs und gerade auf der Anfahrt zum Bahnhof Ravensburg Stadt, als er gegen 14.45 Uhr über den umgeknickten Baum rollte und dadurch steckenblieb. Um 14.50 Uhr wurden deshalb die beiden Gleise zwischen Friedrichshafen und Ravensburg Stadt gesperrt. An den Gleisen 1 und 2 sammelten sich die Fahrgäste, mehrere Züge fielen aus. Mit ein wenig Verzögerung richtete die Bahn dann einen Schienenersatzverkehr ein.

Die etwa 60 Reisenden im Zug sowie der Lokführer und das Bordpersonal blieben unverletzt; Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei und der Feuerwehr sowie ein Notfallmanager der Bahn waren vor Ort im Einsatz; der Zug wurde evakuiert.

Nachdem der verkeilte Baum entfernt worden war, konnte der betroffene Zug die Unfallstelle verlassen und um kurz nach 16 Uhr an den Bahnsteig in Ravensburg einfahren, wie ein Bahnsprecher bestätigt. Gegen 16.40 Uhr wurden die Gleise demnach wieder freigegeben, sodass der Zugbetrieb weitergehen konnte.

Zunächst wurde nur die Zugstrecke Niederbiegen – Ravensburg freigegeben, der südliche Streckenabschnitt (Weissenau – Ravensburg) blieb gesperrt. Denn eine Inspizierung der Strecke ergab, dass die Feuerwehr noch zwei weitere umsturzgefährdete Bäume in der Nähe fällen musste. Gegen 17 Uhr dann gab die Bundespolizei bekannt, dass der Einsatz beendet sei.

Der umgestürzte Baum war laut Polizei offenbar morsch und deshalb auf die Gleise gestürzt. Der Bahnsprecher vermutet, dass die Bäume schon vorher geschwächt waren und durch die Witterung – zum Beispiel Wind oder Regen – nachgegeben hatten.

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