Baindt kämpft ums sportliche Überleben

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Klaus Eichler

Für den TSV Heimenkirch dürfte der 14. Spieltag der Fußball-Bezirksliga (Sonntag, 4. November, 14.30 Uhr) richtungsweisend sein. Sollte die Partie zu Hause gegen Spitzenreiter SV Weingarten verloren gehen, kann der TSV seine Titelambitionen wohl frühzeitig begraben. Dasselbe gilt für den Zweiten SV Beuren, der den starken Aufsteiger VfL Brochenzell zu Gast hat.

Der Sieg des SV Weingarten gegen Meckenbeuren forderte Tribut. Zwar strauchelte der Verfolger SV Beuren in Lindenberg, was das Polster des Führenden auf elf Punkte anwachsen ließ, der Sieg allerdings war teuer erkauft. Flavio D’Ercole und Kubilay Bozkurt kassierten die Rote Karte, leisten somit Stammtorhüter Marius Lucian Suta, der in Argental vom Platz flog, Gesellschaft auf der Tribüne beim TSV Heimenkirch. „Kubilay auf der rechten Verteidigerseite tut weh“, meint Trainer Thomas Gadek, „und um Flavio tut’s mir richtig leid, der sich mit Leistung wieder rangekämpft hat“. Der Dritte Heimenkirch steht unter Druck. „Verlieren wir, ist das jetzt schon eine kleine Vorentscheidung auf die Meisterschaft“, sagt Daniel Feistle vom TSV-Trainerteam.

Auch der Zweite SV Beuren steht zu Hause gegen den VfL Brochenzell unter Zugzwang. „Aber wir sind soweit weg vom SV Weingarten, sodass wir nicht auf Tabellenplatz eins schielen müssen“, sagt Beurens Trainer Patrick Mayer. „Zuletzt gegen Lindenberg hatten wir einen rabenschwarzen Tag, haben zum ersten Mal auf Kunstrasen zu viele Fehler gemacht“. Mit einem überzeugenden Heimsieg, der 27. Pflichtspielsieg in Serie, hat sich der VfL Brochenzell weiter Luft zur Abstiegszone verschafft. „Wir wollen versuchen in Beuren solange wie möglich die Null zu halten, das heißt defensiv gut stehen“, sagt VfL-Coach Rolf Weiland.

Nach der Zwangspause greift der SV Fronhofen beim TSV Meckenbeuren wieder ins Spielgeschehen ein. „Wir konnten mal kurz durchschnaufen“, sagt Fronhofens Trainer Gerhard Schmitz. Nach erfolgreichen Wochen musste der SV Fronhofen beim SV Beuren mal wieder als Verlierer vom Platz gehen. „Ich hoffe, das war nur ein Ausrutscher“, sagt Schmitz. Für Meckenbeuren das erste von drei Spielen gegen Aufsteiger.

Mit einer englischen Woche hätte sich der TSV Eschach um Platz zwei nochmals in Stellung bringen können. Nach dem Remis zu Hause gegen den SV Mochenwangen und der 1:4-Pleite am Mittwochabend bei der SG Argental kann der TSV diese Hoffnung allerdings frühzeitig begraben. Sollte auch die Begegnung beim Vorletzten SV Baindt, der weiter ums sportliche Überleben in der Bezirksliga kämpft, verloren gehen, ist der TSV wohl endgültig im Mittelmaß angekommen.

„Bis auf die Begegnungen gegen Lindenberg und Brochenzell haben wir keine schlechten Spiele abgeliefert“, meint Trainer Daniel Barth vom SC Unterzeil-Reichenhofen. „Gegen Mannschaften, die oben stehen, haben wir gut ausgesehen.“ Das lässt Raum für Hoffnungen im Heimspiel gegen den SV Kressbronn. Der SC ist seit fünf Spielen ohne Sieg, „wir haben eine lange Durststrecke hinter uns“, sagt Barth, der viele verletzte Spieler zu beklagen hat.

Der FC Lindenberg hat am vergangenen Spieltag den ersten Heimsieg errungen. „Der Oktober ist ein guter Monat für uns“, sagt Trainer Markus Reichart. Seit fünf Spieltagen ist der FC unbesiegt. Das soll auch beim unmittelbaren Konkurrenten SG Argental so bleiben. „Wenn wir da nichts mitnehmen, ist der Sieg gegen Beuren nichts wert“, sagt Reichart.

Viel bewegt hat der Trainerwechsel beim FC Isny noch nicht. Im Spiel eins nach der Ära Hansen unterlag der FC zu Hause Aufsteiger SV Eglofs, der erste Auswärtserfolg für Eglofs. Das Gastspiel beim SV Maierhöfen-Grünenbach, der weiterhin auf der Stelle tritt, ist Derby und Kellerduell zugleich. Für beide gilt: Nur ein Sieg hilft weiter.

Mit dem ersten Auswärtsdreier im Rücken erwartet Aufsteiger SV Eglofs den wiedererstarkten SV Seibranz, der sich nach erfolgreichen Wochen Schritt für Schritt vom Tabellenkeller befreite. „Wir sind noch nicht im Soll“, sagt SVS- Trainer Thomas Hess, „aber wieder in der Spur“.

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