Bürger verlangen Vorgehen gegen Luftverschmutzung

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stellv. Redaktionsleiter

Die Agendagruppe Oberstadt verlangt in einem offenen Brief an Ravensburgs Oberbürgermeister Daniel Rapp endlich ein Vorgehen gegen die Luftverschmutzung in der Türmestadt. „Ein weiteres Taktieren und Verzögern ist der betroffenen Bevölkerung nicht mehr zuzumuten“, heißt es in dem Schreiben.

Die unterzeichnenden Agenda-Sprecher Manfred Lenz, Dieter Fuchs und Wolfgang Kiefer fassen ihr Anliegen so zusammen: Die Diskussion um die Qualität der Atemluft und über mögliche Maßnahmen der Luftreinhaltung sei endlos, jeder rede mit und inzwischen sei auch der Geduldigste überfordert, weil schlichtweg nichts passiere. Die Situation sei seit Jahren bekannt, 2012 habe OB Rapp selbst das Regierungspräsidium darüber informiert, dass Ravensburg im Verkehr ersticke und die Bewohner sehr darunter litten - „aber wieder hat sich dieser Zustand nicht geändert“. Dabei wolle Ravensburg doch „ökologische Modellstadt“ sein. Den versprochenen Aktionsplan zur Verbesserung der Luftqualität gebe es bis heute nicht.

Die Agendagruppe Oberstadt fordert in ihrem Brief an den Oberbürgermeister daher einen runden Tisch aus Vertretern von Anwohnern, Anliegern, Händlern, Gastronomie und Verwaltung „mit neutraler Moderation“. Nicht zuletzt setzt die Gruppe auf die für 2016 angekündigten Luftmessungen durch das Landesumweltamt. Werden dabei Überschreitungen festgestellt, können Maßnahmen - von Straßensperrungen bis zu Umweltzonen - angeordnet werden, die die Stadt umsetzen muss.

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