Autos sollen schneller fahren können

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Stau im Feierabendverkehr in der Ravensburger Karlstraße: Stadtrat Rolf Engler glaubt, dass eine geänderte Ampelschaltung dieses
Stau im Feierabendverkehr in der Ravensburger Karlstraße: Stadtrat Rolf Engler glaubt, dass eine geänderte Ampelschaltung dieses Problem lösen könnte. (Foto: Bernd Adler)
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Für eine Änderung der Ampelschaltung in der Ravensburger Karlstraße plädiert Stadtrat Rolf Engler. Derzeit sind die Ampeln hier so getaktet, dass bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h „grüne Welle“ herrscht. Engler will diese Taktung auf 50 km/h erhöhen, um Stau zu verhindern.

„Unsere Staus sind zum Teil hausgemacht“, sagt der CDU-Stadtrat mit Verweis auf die Karlstraße am westlichen Altstadtrand. Dort sei bei der Eröffnung der neuen B 30 (Umfahrung Ravensburg) vor 20 Jahren eine Ampelschaltung eingeführt worden, die staufreies Durchfahren bei einer Geschwindigkeit von 35 Kilometern in der Stunde ermöglichen sollte. Laut Engler war diese Regelung von Anbeginn als „Blockade“ gedacht, soll heißen: Durch diese niedrige Fahrtgeschwindigkeit sollten die Autofahrer motiviert werden, lieber auf die B 30 zu fahren, als durch die Innenstadt zu kriechen. Der Bedarf für diese „Verkehrsumlenkung“ hat sich nach Ansicht des Politikers aber „seit Jahren erledigt“.

Denn die derzeitige Ampeltaktung bringe in den Berufsverkehrszeiten nur unnötigen Stau, meint Rolf Engler. Autofahrer aus dem Süden (Zwergerstraße), aus dem Osten (Hirschgraben) und aus dem Westen (Meersburger Straße) behinderten sich gegenseitig beim Einfädeln in den „Flaschenhals“ Karlstraße. Engler: „Wer aus der Weststadt kommt, kann in der Meersburger Straße zu gewissen Tageszeiten kaum noch in die Karlstraße einfädeln, weil zuvor aus der Zwergerstraße eingefädelte Autos schon alles verstopfen.“ Das führe zu Staus, die in den Morgenstunden beispielsweise in Richtung Weststadt bis ans Blaue Haus reichten.

Angesichts der schlechten Luftqualität in Ravensburg müsse die Stadt daher handeln und für einen schnelleren Abfluss des Verkehrs, für weniger Abgase und für weniger Staus sorgen, so die Forderung. Der CDU-Stadtrat will daher die Ampeln in der Karlstraße so takten, dass mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h „grüne Welle“ herrscht.

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