Ausschuss entscheidet über Hubschrauber-Petition vom Bodensee

 Der Rettungshubschrauber „Christoph 45“ ist aktuell in Friedrichshafen stationiert, sollte aber laut einer Untersuchung verlegt
Der Rettungshubschrauber „Christoph 45“ ist aktuell in Friedrichshafen stationiert, sollte aber laut einer Untersuchung verlegt werden. (Foto: Archiv: Hagen Schönherr)
Redakteurin

Die geplante Verlegung des Rettungshubschraubers von Friedrichshafen nach Ravensburg ist bald Thema im Petitionsausschuss des baden-württembergischen Landtages. Die Petition aus Friedrichshafen für den Verbleib des Hubschraubers „Christoph 45“ am See wird in der Sitzung am Donnerstag, 29. September, behandelt. Das teilte die Pressestelle des Landtags auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

Chefarzt aus Friedrichshafen hat Petition eingereicht

Die Verlegung des Hubschraubers „Christoph 45“ aus Friedrichshafen haben vom Innenministerium beauftragte Gutachter im Mai 2020 empfohlen. Künftiger Standort solle der Bereich Ravensburg-Bavendorf sein. Der Chefarzt Volker Wenzel des Klinikums in Friedrichshafen hatte eine von gut 30 000 Bürgern unterschriebene Petition gegen die Verlegung des Hubschraubers im Juli 2021 beim Petitionsausschuss eingereicht.

Der Petitionsausschuss trifft nicht die Sachentscheidung zur Verlegung, kann aber „die Regierung ersuchen, bestimmte Maßnahmen zu Gunsten der Petenten zu treffen“, heißt es auf der Internetseite des Landtags. „Die Regierung hat dann – in der Regel binnen zwei Monaten – über das Veranlasste zu berichten.“ Das Innenministerium hat eigentlich vor, im Herbst über den künftigen Standort von „Christoph 45“ zu entscheiden.

Ähnliche Petition aus Leonberg wurde abgelehnt

Eine ähnliche Petition, die sich gegen die Verlegung des Hubschraubers aus Leonberg wandte, hat der Ausschuss allerdings schon abschlägig beschieden. Auch diese Verlegung war eine Empfehlung aus besagter Untersuchung vom Mai 2020.

Sollte das Ergebnis auch für Friedrichshafen negativ ausfallen, will der Leonberger Oberbürgermeister Martin Georg Cohn (SPD) den Schulterschluss mit seinem Amtskollegen aus Friedrichshafen, Andreas Brand, suchen, um Wege zu finden, die Sicherung an beiden Standorten doch noch zu realisieren, wie die „Leonberger Kreiszeitung“ berichtet hat.

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