Auch baulich tut sich was im Mittelösch

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Der Bau- und Sparverein hat an der Meersburger Straße im vergangenen Herbst ein mehrjähriges Bauprojekt begonnen.
Der Bau- und Sparverein hat an der Meersburger Straße im vergangenen Herbst ein mehrjähriges Bauprojekt begonnen. (Foto: Christoph Stehle)
Schwäbische Zeitung
Christoph Stehle

Über die Einkaufsangebote hinaus geht es im Ravensburger Mittelösch nun auch um bauliche Initiativen, eventuell forciert durch die Städtebauförderung. Eine Öffnung nach Süden ermöglicht das Projekt des Bau- und Sparvereins. Ravensburgs Wirtschaftsförderer Andreas Senghas erwartet im ersten Quartal 2021 den Bescheid, ob Ravensburg „in das Städtebauförderungsprogramm 2021 mit dem Bereich Mittelöschplatz und Umfeld aufgenommen“ wird.

Solche Programme stellen Steuergelder bereit, um damit Sanierungs- beziehungsweise Umbauprojekte planerisch anzustoßen und dafür weitere private Investoren oder die Hauseigentümer zu gewinnen. Immerhin ist die Bausubstanz in diesem ältesten Teil der Weststadt großteils mehr als 60 Jahre alt. Interessant ist im Bereich Mittelösch auch die gut erkennbare Durchmischung mit Mehrparteienhäusern, Reihenhäusern, Einfamilienhäusern und vereinzelt kleineren Hochhäusern.

10 000 Menschen leben in der Weststadt

Schon vor 1960 sind Wohnbauten hangabwärts beim Sennerbad und gegenüber in der Galgenhalde entstanden. In den 1970er-Jahren folgte in der Weststadt mit dem Gebiet „Hochberg“ dann der nächste große Bauabschnitt, und seither hat es fast in jedem Jahrzehnt eine Erweiterung gegeben. Inzwischen leben rund 10 000 Menschen in der Weststadt.

Im Zusammenhang mit dem Antrag auf die Städtebauförderung hat die Stadt Ravensburg bis Ende Juli vor Ort auch eine Fragebogenaktion durchgeführt. Diese soll schon vorliegende Ergebnisse aus einem Bürger-Workshop zum Thema Mittelösch vom November 2018 ergänzen. Damals wurde bereits durchaus Handlungsbedarf festgestellt. Unabhängig von diesen Initiativen hat der Bau- und Sparverein auf der anderen Seite der Meersburger Straße im vergangenen Herbst ein mehrjähriges Bauprojekt für Wohnungen begonnen, teils als Ersatz für in die Jahre gekommene Altbauten, teils eine Ergänzung mit zusätzlichen Wohnangeboten.

Rahlentreff kann an Bedeutung gewinnen

Auf gesellschaftlicher Ebene für das Mittelösch an Bedeutung gewinnen kann dabei der bewährte „Rahlentreff“. Denn dieser Ort der Begegnung erhält nun neue und größere Räume, ergänzt um eine direkt benachbarte Sozialstation. Zugleich stellt das Bauprojekt Geschäftsführer Lothar Reger zufolge auch einen optischen Abschluss für den Mittelöschplatz gegenüber dar und eröffnet sogar eine Erweiterung. Denn dort entsteht eine öffentlich zugängliche kleine Parkanlage.

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