Arne Kittels Geniestreich reicht Berg aus

Lesedauer: 4 Min
 Trifft für Berg zum Sieg: Arne Kittel (links).
Trifft für Berg zum Sieg: Arne Kittel (links). (Foto: Archiv: Christian Metz)
kro

Denkbar knapp, nämlich mit 1:0, hat der TSV Berg in der Fußball-Verbandsliga den nächsten Sieg eingefahren. Bei der TSG Tübingen war wie schon in der Vorwoche Arne Kittel der Schütze des goldenen Tores. Trotz des Sieges war Trainer Oliver Ofentausek nicht zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

„Das war heute alles andere als gut“, stellte Ofentausek nach dem Abpfiff klar. Mit einigen personellen Fragezeichen hatte der TSV die Reise nach Tübingen angetreten. Kapitän Moritz Fäßler wurde rechtzeitig fit, bildete neben Andreas Frick von Beginn an die Innenverteidigung. Davor entschied sich Ofentausek für eine Doppelsechs aus David Brielmayer und Dominik Damjanovic. Hinter der einzigen Spitze Arne Kittel begann eine offensive Dreierreihe aus Jannik Wanner, Vlad Munteanu und Andreas Kalteis. „Frick und Brielmayer haben ihr Level einigermaßen erreicht“, meinte der Trainer. „Alle anderen nicht.“ Gerade in Sachen Passspiel, Ballannahme und -verarbeitung hatte Ofentausek schon deutlich bessere Auftritte seines Teams gesehen. „Die Basics waren heute ein Desaster“, ärgerte er sich. „Und wenn die nicht passen, hilft dir auch der beste Matchplan nichts.“

Glück für Berg war, dass auch die TSG aus Tübingen keinen sonderlich guten Tag erwischte. So entwickelte sich eine spielerisch schwache, chancenarme Partie. „Das waren heute zwei schlechte Mannschaften“, so Ofentausek. „Ein Unentschieden wäre verdient gewesen.“ Dass es dazu nicht kam, sondern der TSV drei Punkte mit nach Hause nahm, lag an einem „Geniestreich“ con Arne Kittel. Er pflückte in der 52. Minute einen langen Ball hinter die Abwehr der Gastgeber mit dem Spann herunter, behielt die Ruhe und überwand TSG-Torhüter Hafiz Aslan. Es sollte der einzige Treffer des Tages bleiben.

Bemerkenswert war neben der feinen Einzelleistung auch der Zeitpunkt des Tores. Zum vierten Mal im sechsten Ligaspiel erzielte Berg ein Tor in den ersten zehn Minuten nach der Pause. Laut Ofentausek ist das kein Zufall: „Die Mannschaft ist da reif geworden, sie kann meine Kabinenansprachen mittlerweile sehr gut verarbeiten.“ Und in Tübingen, so der Coach, sei es in der Pause ordentlich laut geworden. Die Worte schienen beim Team angekommen zu sein. Und ohnehin: Auf das Glück allein wollte Ofentausek den Sieg nicht reduzieren. „Die Mannschaft hat sich den Sieg heute erarbeitet, sie wollte gewinnen und hat gekämpft bis zum Schluss“, fand der Trainer bei allen spielerischen Defiziten immerhin ein bisschen Platz für Lob. „Manchmal musst du eben auch solche Drecksspiele gewinnen.“

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen