Arbeitslosigkeit steigt zum Jahresende

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 Logo der Agentur für Arbeit in Ravensburg: Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist im Dezember gestie
Logo der Agentur für Arbeit in Ravensburg: Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist im Dezember gestiegen. (Foto: Symbol: Felix Kästle/DPA)
Schwäbische Zeitung

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region Bodensee-Oberschwaben ist im Dezember gestiegen. Wie die Agentur für Arbeit mitteilt, waren im Bezirk Konstanz-Ravensburg 12 082 Menschen – 5334 Frauen und 6748 Männer – ohne Beschäftigung gemeldet. Das sind 486 mehr als im Vormonat.

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Arbeitslosigkeit um 364 Menschen zugenommen. Nach Rechtskreisen gegliedert gehörten 6952 Menschen zum Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) und 5130 Menschen zum Rechtskreis SGB II (Grundsicherung).

Die Arbeitslosenquote lag demnach im Dezember bei 2,7 Prozent (plus 0,1 Prozentpunkte). Die Quote in Baden-Württemberg betrug 3,2 Prozent. Der Kreis Ravensburg gehört mit 2,3 Prozent zu den Spitzenreitern in Baden-Württemberg. Besser ist nur der Kreis Biberach mit 2,0 Prozent.

„Im Dezember hat die Arbeitslosigkeit jahreszeitlich bedingt zugenommen. Immer noch melden sich Mitarbeiter aus Hotels und Gaststätten arbeitslos. Hinzu kommen Bau- und Außenberufe, die witterungsbedingt pausieren“ erklärt Katja Thönig, operative Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Konstanz-Ravensburg laut Mitteilung. „Zahlreiche Betriebe melden bereits jetzt die freien Ausbildungsplätze für September. Die Einstellungsbereitschaft ist hoch“, betont sie. Und weiter: „Die duale Berufsausbildung hat in der Region einen hohen Stellenwert und die Unternehmen investieren gerne in den eigenen Nachwuchs. Für das aktuelle Ausbildungsjahr wurden uns bereits fast 3300 Lehrstellen gemeldet. Auch klein- und mittelständische Betriebe beginnen immer früher mit der Suche nach geeigneten Lehrlingen, um so die Besetzung der Stellen bis zum September recht-zeitig sicherzustellen“, so Thönig weiter.

Im Dezember waren laut Mitteilung insgesamt 3994 Ausländer arbeitslos gemeldet. 345 davon stammen aus den Balkan-Ländern Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien und Serbien. 113 arbeitslose Menschen sind aus der Russischen Föderation und der Ukraine. Die Staaten Afghanistan, Eritrea, Irak, Islamische Republik Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia, Arabische Republik Syrien sind statistisch in der Gruppe „Nicht-Europa" zusammengefasst. Diese Gruppe umfasst 1311 arbeitslose Frauen und Männer.

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