Angekommen in der deutschen Triathlonelite

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 Am Schluchsee ist das Finale der baden-württembergischen Triathlonliga gewesen. Der DAV Ravensburg schaffte den Aufstieg.
Am Schluchsee ist das Finale der baden-württembergischen Triathlonliga gewesen. Der DAV Ravensburg schaffte den Aufstieg. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Den direkten Aufstieg in der hart umkämpften Zwischenrunde haben die Triathleten des DAV Ravensburg zwar wegen eines technischen Defekts an einem Rad verpasst. Doch im „kleinen Finale“ der Landesliga Süd am Schluchsee behaupteten sie sich über die Kurzdistanz – und schafften ihr Ziel somit doch noch.

Mittlerweile war es für zwei der vier Athleten schon das vierte Liga-Wettkampf-Wochenende in Folge und das Einrichten der Wechselzone und das Sichten der späteren Rivalen schon vertraute Routine. Das Schwimmen wurde durch die zeitversetzten Starts der Teams leicht entzerrt, sodass sich auf der harten Radstrecke nur kleine Gruppen bildeten und untypischerweise für ein windschattenfreies Rennen schon auf dem Rad jeder Platz hart umkämpft war. In der Einzelwertung standen somit die Plätze drei (Sebastian Hermann), sechs (Felix Weis), elf (Lucas Engelhardt) und 26 (Florian von Locquenghien) zu Buche, was den Sieg und auch den Aufstieg in die erste Liga bedeutete. In der kommenden Saison startet das NC3D-Team somit in der höchsten baden-württembergischen Liga und misst sich hier zum großen Teil mit der deutschen Triathlonelite.

Überraschungserfolg für Frauenteam

Das Radklamotte-Team der Frauen glänzte wie im Vorjahr mit einem Überraschungserfolg. Die ersten drei Wettkämpfe der Saison verliefen durchwachsen mit Platzierungen im guten Mittelfeld. Beim letzten und entscheidenden Wettkampf am Schluchsee sicherten sie sich den dritten Platz in der Gesamtligawertung und zeigten somit erneut, dass sie bei den besten Teams des Landes mitmischen können. Saskia Beisel, Lina Ellerkmann, Julia Gralki und Alessa Reiner starteten als sechstes Team mit einem Zeitabstand von 20 Sekunden auf das führende Team auf die 750 Meter lange Schwimmstrecke im Schluchsee. Gleich auf der Schwimmstrecke konnten die Damen die ersten Konkurrentinnen überholen und alle vier fanden sich beinahe zeitgleich in der Wechselzone wieder. Ab diesem Punkt begann für Julia Gralki die Flucht nach vorne. Auf der anspruchsvollen und hügeligen knapp 20 Kilometer langen Radstrecke konnte sie ihre Stärke ausspielen und einige Plätze gutmachen. Bei ihrer absoluten Paradedisziplin, dem Laufen, kämpfte sie sich mit der zweitbesten Laufzeit auf den dritten Platz nach vorn. Beisel und Reiner waren gemeinsam in einer größeren Radgruppe unterwegs und erreichten nach einer ebenfalls hügeligen Laufstrecke Rang 16 und 25. Lina Ellerkmann, jüngster Neuzugang und Küken des Teams, erreichte das Ziel als 41.

Nach Abschluss einer erfolgreichen Saison steht für viele Athleten des DAV Ravensburg der Heimwettkampf im Flappachbad am 3. August auf der Agenda. Hier werden wieder die Landesmeister auf der Sprintdistanz gesucht.

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