An diesen zehn Orten der Region gehen Schüler am Freitag für Klimaschutz auf die Straße

Lesedauer: 3 Min
Klimaschutz-Demo statt Unterricht: In Ravensburg (im Bild die Demo vom 1. Februar) werden bis zu 2000 Schüler erwartet.
Klimaschutz-Demo statt Unterricht: In Ravensburg (im Bild die Demo vom 1. Februar) werden bis zu 2000 Schüler erwartet. (Foto: Florian Peking)
Redakteur Politik
Agenturen

Mit mehr als 1650 weltweiten Klimakundgebungen soll die Bewegung „Fridays for Future“ am Freitag einen bisherigen Höhepunkt erreichen. In Deutschland sind knapp 200 Proteste nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg geplant. Das geht aus einer Liste des Netzwerks #FridaysForFuture hervor. Demnach werden in mehr als 100 Staaten weltweit Demonstrationen erwartet.

Die Organisatoren wollen am Freitag so umfassende internationale Schulstreiks fürs Klima auf die Beine stellen wie noch nie zuvor. Deshalb haben sie einen „Global Strike For Future“ ausgerufen. Thunberg hatte im August 2018 damit begonnen, vor dem Parlamentsgebäude der schwedischen Hauptstadt Stockholm für eine beherztere Klimapolitik ihres Landes zu demonstrieren. Sie und ihr Schulstreik sind seitdem weltbekannt geworden, in zahlreichen Ländern der Erde demonstrieren Schüler und Studierende nach ihrem Vorbild immer freitags für mehr Klimaschutz.

Strenge Rektoren in Ravensburg, Kompromiss in Laupheim

In der Region sind „Fridays for Future“-Protestaktionen von Schülern an mindestens zehn Orten geplant: in Ravensburg, Leutkirch, Wangen, Isny, Biberach, Ulm, Laupheim, Heidenheim, Tuttlingen – sowie in Lindau. Die Reaktionen der Schulen auf die Proteste unterscheiden sich teilweise deutlich. In Ravensburg etwa – wo am 1. Februar rund 1500 Schüler auf die Straße gegangen waren – hatten die Rektoren der drei Gymnasien in der Stadt angekündigt, demonstrierende Schüler zu bestrafen, wenn sie ihre Schulpflicht verletzen.

In Wangen hingegen dulden die Schulen die Teilnahme an den Demonstrationen, sie sind teilweise auch Unterrichtsthema. Eltern müssen ihre Kinder aber vorab beurlauben oder rückwirkend entschuldigen. Versäumten Stoff sollen die Schüler selbstständig nachholen

.Auch in Leutkirch kündigte die Schulleitung des Gymnasiums einen „großzügigen“ Umgang mit Demonstranten ein. In Laupheim soll eine Kompromisslösung gelten: Die Klimaschutz-Demo soll im Gymnasium erst nach der fünften Stunde stattfinden – mit Zustimmung der Schulleitung.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen