Abstiegskampf pur in der Bezirksliga

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 Schlusslicht FC Isny (im Bild Stefan Huber) spielt in Eglofs.
Schlusslicht FC Isny (im Bild Stefan Huber) spielt in Eglofs. (Foto: Josef Kopf)
Klaus Eichler

Auch am 30. Spieltag der Fußball-Bezirksliga bleibt das Führungsduo außer Reichweite. Spitzenreiter SV Weingarten kann seinen Vorsprung auf den spielfreien Zweiten TSV Heimenkirch wieder auf elf Punkte ausbauen. Der Dritte SV Beuren dagegen den Abstand auf Heimenkirch verkürzen. Abstiegskampf pur herrscht dagegen auf den hinteren Rängen. Bis auf die Partie SV Mochenwangen gegen den TSV Eschach (Freitag 19 Uhr), spielen alle am Sonntag 15 Uhr.

Der Trainerwechsel in der Winterpause hat beim TSV Meckenbeuren keine Kräfte freigesetzt, schon gar keinen neuen Impuls gesetzt, das sagt zumindest die Statistik. Elf Punkte aus zehn Spielen lautet die magere Bilanz für Interimstrainer Kevin Blaser – der TSV steckt im Abstiegskampf. Die desolate Vorstellung am vergangenen Spieltag lässt wenig Hoffnung zu, ausgerechnet dem Spitzenreiter SV Weingarten auf eigenem Platz Paroli zu bieten, obwohl der im Spiel eins nach der Trennung von Thomas Gadek nicht überzeugen konnte.

Meldet sich der SV Beuren im Kampf um Platz zwei nochmals zurück? Trainer Patrick Mayer glaubt da nicht mehr daran. Beuren empfängt den FC Lindenberg, der personell zu kämpfen hat und dabei ein hammerhartes Restprogramm vor sich hat. Nach Beuren geht es gegen die Mitkonkurrenten Argental und Meckenbeuren und zum Abschluss wartet das Führungsduo. „Noch haben wir den Klassenerhalt selber in der Hand“, sagt Trainer Markus Reichart.

Nach sechs Spielen ohne Niederlage hat es den SV Mochenwangen mal wieder erwischt. „Platz drei ist aber noch möglich“, sagt Trainer Patrick Hehn vor der Begegnung gegen den TSV Eschach. Mochenwangen gehört zu den heimstärksten Teams der Liga, Eschach ist auswärts nicht immer überzeugend. Der TSV kann die kommenden Spiele als Vorbereitungsspiele betrachten, für das anstehende Bezirkspokalfinale am 30. Mai (Christi Himmelfahrt) in Bergatreute.

Da wäre der SV Seibranz auch gerne dabei gewesen. Trainer Thomas Hess trauert dem Ausscheiden im Halbfinale immer noch nach, darf aber für ein weiteres Jahr in der Bezirksliga planen. Das kann der SV Baindt noch nicht, bei dem Seibranz am Sonntag zu Gast ist. „Michael Gauder und ich haben die Mannschaft übernommen, um wieder Ruhe in den Verein zubringen“, sagt Interimstrainer Armin Lauriola, „ich will natürlich den Klassenerhalt schaffen, aber im Vordergrund steht der Verein.“ Noch hat Baindt den Relegationsplatz im Visier.

Die SG Argental bleibt das bisher einzige Team der Liga, das gegen den Spitzenreiter vier Punkte holte. „Das waren nur Bonuspunkte von denen wir uns aber nichts kaufen können“, sagt Trainer Peter Riedlinger vor der Heimaufgabe gegen den SV Fronhofen, der den Klassenerhalt längst in trockene Tücher hat. „Wir sind uns der Lage bewusst“, sagt Riedlinger, „die Tabelle lügt nun mal nicht“. Sein Team müsse in den letzten Spielen Farbe bekennen.

Ein Sieg gegen Schlusslicht FC Isny strebt der Vorletzte SV Eglofs an. „Wir hatten in dieser Rückrunde schon einige Endspiele“, sagt Trainer Florian Kirchmann, „aber am Sonntag ist verlieren verboten“. Eglofs hat sich stabilisiert, „wir bekommen derzeit wenig Gegentore“, sagt Kirchmann, „wir sind konkurrenzfähig“. Mit nur einem Sieg (4:0 beim FC Lindenberg) stellt Isny das schlechteste Auswärtsteam, was wenig Anlass zur Hoffnung gibt, das der FC die Kurve noch kriegt.

Der SV Maierhöfen-Grünenbach sitzt auf dem Abstiegsrelegationsplatz fest. „Wir sind auf einem Platz, wo wir endlich reagieren müssen“, fordert Trainer Florian Meffert. Maierhöfen braucht nicht nur einen Sieg gegen den SV Kressbronn, sondern auch die Unterstützung der Konkurrenz, um davon wegzukommen.

Auch der SC Unterzeil-Reichenhofen steht unter Zugzwang gegen den VfL Brochenzell, will der SC die Nichtabstiegsplätze oder zumindest den Relegationsplatz nicht aus den Augen verlieren. „Auch wir sind noch nicht gerettet“, sagt VfL-Coach Rolf Weiland, „aber im Moment tun wir uns schwer und das ist nicht gerade beruhigend“.

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