A-cappella-Klänge aus alter Zeit in der Liebfrauenkirche

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 Das Vocalcollegium Ravensburg gibt es seit 40 Jahren.
Das Vocalcollegium Ravensburg gibt es seit 40 Jahren. (Foto: Vocalcollegium)
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Das Vocalcollegium Ravensburg feiert am Samstag, 19. Oktober, um 19 Uhr in der Ravensburger Liebfrauenkirche unter seinem Gründer und Leiter, Kirchenmusikdirektor Rudolf Schadt, sein 40-jähriges Chorjubiläum. Mit dabei ist das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ravensburg mit Musikdirektor Harald Hepner.

Unter Rudolf Schadt pflegt das Ensemble mit seinen rund 25 Sängern überwiegend die Kunst des A-cappella-Gesangs und wird dazu mit intensiver Stimmbildung geschult. Das Repertoire reicht vom einstimmigen gregorianischen Gesang über Motetten der Renaissance und der Romantik bis zur zeitgenössischen Musik. Regelmäßig konzertiert das Vocalcollegium etwa zum Krippenspaziergang oder während der Fastenzeit in der Stadt. Konzertreisen wie in diesem Jahr nach Südfrankreich stärken das Gemeinschaftsgefühl des Chors und finden großen Anklang.

Projekte mit der Musikschule

Höhepunkte für das Ensemble waren immer wieder die Konzerte gemeinsam mit dem international tätigen Vorarlberger Dirigenten Manfred Honeck. Angefangen mit den für alle Teilnehmer unvergesslichen Konzerten des Oratoriums „Das Buch mit sieben Siegeln“ von Franz Schmidt im Jahr 2000 bis hin zu insgesamt zehn Aufführungen des Mozart-Requiems in Vorarlberg. Dazu ist das Vocalcollegium Ravensburg seit vielen Jahren durch einige spannende Projekte eng mit der Musikschule Ravensburg und ihrem Musikdirektor Harald Hepner verbunden. Das Musical „Franziskus“ in der Oberschwabenhalle, Aufführungen von Orffs „Carmina burana“, der „Mass for peace“ von Carl Jenkins oder gemeinsame Konzerte im Rahmen der Classic Camps mit Jugendlichen aus den Partnerstädten Ravensburg blieben allen Beteiligten in lebhafter Erinnerung.

Überschäumende Musizierfreude

Im ersten Teil des Jubiläumskonzerts stehen A-cappella-Motetten aus alter Zeit auf dem Programm, verbunden mit einem Werk des polnischen Zeitgenossen Henryk Górecki. In den „Litanies à la vierge noire“ des französischen Komponisten Francis Poulenc werden die Frauenstimmen des Chors von dem Vorarlberger Organisten Jürgen Natter begleitet. In überschäumender Musizierfreude vereinen sich der Chor und das Jugendsinfonieorchester der Musikschule Ravensburg dann im „Cum sancto spiritu“ aus der „Petite Messe Solennelle“ von Gioachino Rossini.

Das Orchester musiziert außerdem die 7. Symphonie von Franz Schubert, die sogenannte „Unvollendete“, bevor die Psalmvertonung „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy den besinnlichen gemeinsamen Schlusspunkt setzt.

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