92000 Besucher kommen zur Oberschwabenschau

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 So gut besucht wie im Vorjahr: Die 52. Oberschwabenschau ging am Sonntag zu Ende.
So gut besucht wie im Vorjahr: Die 52. Oberschwabenschau ging am Sonntag zu Ende. (Foto: Felix Kästle)
Schwäbische Zeitung

Mit rund 92000 Besuchern war die Oberschwabenschau so gut besucht wie im Vorjahr,. Die Veranstalter der Messe rund um die Oberschwabenhalle sind laut Pressemitteilung zufrieden mit dem Andrang – und auch das Wetter spielte mit. Der Agrarfachtag, die großen Konzerte und das erweiterte gastronomische Angebot wurden gut angenommen, berichtet der Veranstalter.

„Die Oberschwabenschau 2019 war eine schöne Messe für alle“, ist die Bilanz von Willi Schaugg, Geschäftsführer des Messeveranstalters Live in Ravensburg. „So schönes spätsommerliches Wetter hatten wir noch selten. Die Leute haben es sich bei uns gut gehen lassen.“ Die Statistik ergab außerdem: Die Messebesucher bleiben lang. „Mindestens vier Stunden“, berichtet Messeleiter Stephan Drescher, „aber viele auch sechs oder acht Stunden.“

Am Messe-Mittwoch haben die Messe-Macher zum zweiten Mal nach 2018 einen Agrarfachtag organisiert. Fachbesucher aus nah und fern waren eingeladen zu Vorträgen, Workshops und einer Podiumsdiskussion über das Volksbegehren Artenschutz. „Rund 1000 Fachbesucher haben sich bereits im Vorfeld akkreditiert“, sagt Drescher, an den Kassen kamen am Mittwoch noch viele hinzu. Auch die Abendveranstaltungen auf der Messe sind weiterhin beliebt: Ausverkauft waren sowohl der Wiesnrausch am ersten Messeabend als auch der Heimatabend mit Gsälzbär und Pomm Fritz am Freitag. Beim großen Abend der Blasmusik am gestrigen Samstag ging es ebenfalls hoch her, erzählt Drescher.

Zufriedene Aussteller

Die Messeaussteller ziehen ebenfalls eine positive Bilanz. Tobias Haller verkauft Messer, Haushaltsartikel und Lederwaren. Er war zum 13. Mal in Ravensburg und verbringt im Jahr etwa 190 Tage auf Messen, hat also den Vergleich. Er lobt die Organisatoren, die jedes Problem schnell lösen, und auch das Publikum: „Alle sind sehr nett und freundlich – ein zufriedenes, glückliches Völkchen ist das hier in Oberschwaben!“ Die Kundschaft suche keine Schnäppchen, sondern wolle „ebbes Gscheits“. Für ihn war die Messe „überdurchschnittlich gut“.

Für Landmaschinen-Aussteller war das sonnige Wetter nicht nur ein Segen. „Die ersten paar Tage waren verhalten, da zeigte sich einfach, dass noch viele Landwirte bei der Maisernte waren“, berichtet Christoph Neyer, Geschäftsführer von Neyer Landtechnik. Ab Mittwoch sei es dann aber sehr gut gewesen. Für Neyer ist die Messe ein wichtiger Ort, um Kontakte anzubahnen und den Bedarf abzufragen. „Die Landwirte erzählen uns von der vergangenen Ernte und in welche Maschinen sie investieren wollen. In den folgenden Wochen machen wir Angebote und verhandeln Details.“ Dieses Jahr interessierten sich die Landwirte besonders für Automatisierung im Stall – also Melkroboter sowie Spaltenroboter, die im Stall herumfahren und Mist wegschieben, ähnlich wie Saugroboter im Wohnzimmer. Traktoren und Hoflader seien immer ein Thema; derzeit auch große Radlader, wie man sie zuvor nur bei Baumaschinen kannte. Neyers Bilanz: „Dank der zweiten Hälfte war es eine sehr erfolgreiche Messe mit guter Resonanz.“

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