Öffentliches WLan in Ravensburg wird erweitert

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Seit dem Jahr 2014 bietet die Stadt in der Ravensburger Altstadt öffentliches, kostenloses WLan an.
Seit dem Jahr 2014 bietet die Stadt in der Ravensburger Altstadt öffentliches, kostenloses WLan an. (Foto: Archiv: Moritz Schildgen)
Schwäbische Zeitung
Jasmin Bühler
Crossmediale Redakteurin

Ab der Jahresmitte wird das öffentliche WLan in der Stadt Ravensburg einen neuen Anbieter haben. TWS und Teledata übernehmen die Betreuung. Ihr Versprechen: Das Netz soll leistungsfähiger werden und eine räumliche Ausdehnung erfahren – unter anderem auf den Bahnhof und Busbahnhof. Und auch die Stadt Weingarten will ihr WLan-Netz erweitern.

Seit dem Jahr 2014 bietet die Stadt in der Ravensburger Altstadt öffentliches, kostenloses WLan an. „Wer beim Bummel durch die Fußgängerzonen E-Mails abrufen oder im Netz surfen möchte, sollte nicht vom (teuren) Mobilfunknetz abhängig sein“, begründet Pressesprecher Alfred Oswald. Gemeinsam mit einer Partnerfirma – der IT-Innerebner GmbH mit ihrem WLan-System „Free-Key“ – hat die Stadt ein öffentliches WLan-Netz auf dem Marienplatz, in der Bachstraße und in einigen Seitenstraßen der Altstadt aufgebaut. „Das wurde von den Menschen dankbar angenommen“, meint Oswald. Seinen Aussagen zufolge sind die Nutzerzahlen kontinuierlich gestiegen. „Heute haben wir zwischen 30 000 und 50 000 Zugriffe pro Monat“, erklärt er.

Doch damit will sich die Stadt nicht zufrieden geben. Ein weiterer Ausbau ist geplant. „Das Netz soll noch schneller, die Zugangsleistung erhöht werden“, so der Pressesprecher. Zudem sollen weitere Gebiete in der Unterstadt und am Bahnhof mit dem kabellosen Gratis-Internet versorgt werden. „Ein großer Wunsch ist die Ausrüstung der Ravensburger Stadtbusse mit mobilem WLan für die Fahrgäste“, sagt Oswald über die zukünftigen Ziele. „Das wäre ein echter Gewinn für den öffentlichen Nahverkehr.“

Wie der Pressesprecher weiter ausführt, sei es für die Stadt am vorteilhaftesten, „dass unsere lokalen Partner TWS und Teledata das WLan-Netz betreuen“. Daher gibt es zur Jahresmitte einen Anbieterwechsel. Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH, hat Großes vor: „In einem ersten Schritt wird das bestehende WLan mit einer höheren Leistungsfähigkeit versehen. Dazu sind keine neuen Antennen erforderlich. Außerdem wird auch das Gebiet des Bahnhofes und Busbahnhofes mit WLan abgedeckt.“ In einem zweiten Schritt sollen dann laut Hertle noch nicht versorgte Straßen in der Altstadt mit WLan ausgebaut werden.

1170 Nutzer pro Tag

Die Stadt Weingarten bietet seit Anfang 2016 ebenfalls ein öffentliches und kostenloses WLan-Netz an. Nahezu in der gesamten Innenstadt ist es der städtischen Pressestelle zufolge empfangbar: in der Fußgängerzone vom Münsterplatz über die Kirchstraße bis hin zum Löwenplatz, in der Karlstraße sowie im Stadtgarten. Zusätzlich haben das Café Museum und die Volksbank in Weingarten eigene Zugänge zum System „Free-Key“. „Im Jugendhaus Weingarten wird seit rund zwei Wochen ebenfalls WLan zur Verfügung gestellt, allerdings über ein anderes System und anderen Anbieter“, sagt Carolin Schattmann, Sprecherin bei der Stadt Weingarten.

Laut Statistik des Betreibers waren in Weingarten vom 1. Januar 2017 bis 1. April 2018 insgesamt 525 991 Nutzer online. „Im Schnitt loggen sich ungefähr 1170 Nutzer pro Tag ein“, rechnet Schattmann vor. Die durchschnittliche Nutzungszeit je Nutzer und Tag belaufe sich auf 107 Minuten.

Ein Ausbau des Netzes steht bei der Stadt Weingarten weit oben auf der Agenda. Wie die Sprecherin mitteilt, sollen die Volkshochschule und die Bücherei im Laufe des Jahres mit „Free-Key“ ausgestattet werden. Das Haus der Familie sei seit einer Woche „online“, informiert Schattmann.

Offen bleibt die Frage, was nach dem Anbieterwechsel in Ravensburg mit den Plänen passiert, sich einmal in das „Free-Key“-Sytsem einzuloggen und dann in Ravensburg, Weingarten und Biberach bei einem Ortswechsel automatisch verbunden zu sein. Mit der Funktion habe der Betreiber geworben, sagt Carolin Schattmann. Voraussetzung dafür war bisher, dass User die App „Free-Key City-App“ installiert haben. Ravensburgs Pressesprecher Alfred Oswald meint zu der ortsübergreifenden Anmeldung: „Technisch gibt es immer eine Möglichkeit.“

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