Starke Memminger zwingen Eisbären ins fünfte Spiel

 Die Eisbären Regensburg (unten Matteo Stöhr) sind im Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga Süd gegen den ECDC Memmingen
Die Eisbären Regensburg (unten Matteo Stöhr) sind im Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga Süd gegen den ECDC Memmingen (Mark Ledlin) gehörig ins Schlingern gekommen. (Foto: Nordphoto/Imago Images)
Schwäbische Zeitung

Damit haben die wenigsten gerechnet: Der ECDC Memmingen hat im Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Oberliga Süd den 0:2-Serienrückstand gegen die Eisbären Regensburg ausgeglichen. Nach dem starken Auftritt beim 4:0-Heimsieg am Dienstagabend fahren die Memminger am Donnerstag (20 Uhr/SpradeTV) mit viel Selbstvertrauen zum Entscheidungsspiel zum großen Favoriten.

Im ersten Drittel sah es nach einer ganz knappen Geschichte aus. Beide Teams schenkten sich laut Mitteilung „keinen Zentimeter Eis“. Die Indians ließen im Spiel fünf gegen fünf nicht viele Chancen zu. Alles, was aufs Tor kam, war sichere Beute von Goalie Joey Vollmer. Im zweiten Drittel brachte Christopher Kasten die Memminger aus der Distanz in Führung. Sieben Minuten später erhöhte Marc Hofmann auf 2:0 und setzte die Regensburger damit noch stärker unter Druck.

Die Indians setzten auch im Schlussdrittel auf alle vier Reihen, die Gäste dagegen schickten vermehrt ihre Schlüsselspieler aufs Eis – diese konnten sich am Dienstag aber nicht entscheidend in Szene setzen. Die Entscheidung fiel rund drei Minuten vor Schluss, als Myles Fitzgerald nach feiner Einzelleistung das 3:0 erzielte. Jannik Herm traf schließlich in Überzahl noch zum 4:0. Die Regensburger waren frustriert, was sich durch Aggressivität bemerkbar machte. Der bis dahin kaum eingesetzte Verteidiger Leon Zitzer ließ etwa direkt nach dem Bully die Handschuhe fallen und verwickelte Leon Kittel in einen Kampf. Zitzer ist für die finale Begegnung im Viertelfinale gesperrt.

Der Aufstiegsaspirant Regensburg, der in der Hauptrunde nur fünf Niederlagen kassierte, ist kurz davor, sein Saisonziel zu verfehlen. Die Indians dagegen können ohne Druck in die Oberpfalz reisen und versuchen, die Sensation perfekt zu machen.

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