Von Reisenden und Heimkehrern

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 Tautenhofener Kinder beteiligen sich am Sonntag im Rahmen des Galluskapellenfestes am ökumenischen Gottesdienst.
Tautenhofener Kinder beteiligen sich am Sonntag im Rahmen des Galluskapellenfestes am ökumenischen Gottesdienst. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Zahlreiche Fußgänger, Fahrradfahrer mit und ohne E-Bike haben sich am Sonntag auf den Weg gemacht, um beim diesjährigen Galluskapellenfest gemeinsam zu feiern. Der Tag begann mit einem ökumenischen Gottesdienst, der von Pfarrerin Ute Rose sowie von Anita Gretz von der katholischen Kirchengemeinde geleitet wurde.

Als ziemlich harmonisch, mit einer guten Brise Wind versehen, der die Teilnehmer trotz sommerlicher Temperaturen teilweise zum Frösteln brachte, gestaltete sich am Sonntag, der ökumenische Gottesdienst vor der Galluskapelle auf dem Winterberg, der sehr kindgerecht gestaltet wurde. Inhaltlich beschäftigten sich Ute Rose und Anita Gretz mit dem Thema: „Sich mit einem Koffer auf den zu Weg machen.“ Eröffnet wurde der Gottesdienst mit einer kleinen Einlage von Kindern des Kindergartens St. Silvester, die gemeinsam mit anderen Kindern, während der Feierlichkeit auf Papier festhalten durften, was alles in einen Koffer gehört, wenn es in den Urlaub geht.

Den Erwachsenen riet Pfarrerin Rose, sich bei einer Reise nur auf das Wesentliche zu beschränken, um offen zu bleiben für andere Dinge. Platz für Besonderheiten zu lassen, die nicht nur auf Reisen wichtig seien sondern auch im Leben. „Manchmal sind unsere Koffer einfach nicht nur zu voll, sondern auch zu schwer mit Sorgen oder schlimmen Dingen“, so Rose.

Anita Gretz las nicht nur aus dem Evangelium nach Markus, „Jesus schickt seine Jünger zu den Menschen“, sondern erzählte die Geschichte des kleinen Toms, der sich absolut unschlüssig darüber war, welche wichtigen Dinge in sein Gepäck gehören, der jedoch genau wusste, dass er Platz lassen müsse für Sachen, die er gerne vom Urlaub mit nach Hause nehmen möchte. Gegen Ende der christlichen Feierlichkeit und vor dem Abschlusssegen verlasen Gretz und Rose Fürbitten aus dem Anliegenbuch, das in der Galluskapelle ausliegt und Gedanken und Wünsche von Besuchern und Reisenden beschreibt, die auf er Suche nach Hoffnung sind.

Untermalt wurden die Fürbitten durch den gemeinsam gesprochenen Refrain „Geh mit uns auf den Weg“. Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm die Singgruppe „Amicitia", bevor im Anschluss das Allgäuer Alphorntrio den Ton angab. Für die Bewirtung sorgte der Förderverein der Galluskapelle, der auch zu einer gemütlichen Hockete einlud.

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