Vom Handschellen über den Fingerabdruck bis hin zur Arrestzelle

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Fünf Mädchen sowie drei Buben besuchen am Donnerstag im Rahmen des Kinderferienprogramms das Leutkircher Polizeirevier. Geleite
Fünf Mädchen sowie drei Buben besuchen am Donnerstag im Rahmen des Kinderferienprogramms das Leutkircher Polizeirevier. Geleitet wird die Aktion von Oberkommissarin Ariane Adler. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Drei Buben und fünf Mädchen haben am Donnerstag im Rahmen des Kinderferienprogramms, das vom Jugendhaus organisiert wurde, die Leutkircher Polizei besucht. Oberkommissarin Ariane Adler beantwortete nicht nur geduldig sämtliche Fragen, sondern führte gleichzeitig durch die gesamte Wache.

Ganz unter dem Motto „Die Polizei – dein Freund und Helfer“ haben sich die Kinder auf dem Leutkircher Revier umgeschaut und von Oberkommissarin Ariane Adler Einblicke in die Polizeiarbeit erhalten. Sie beantwortete geduldig Fragen der Kinder wie „Ist Ihre Knarre geladen, wie viele Zellen gibt es hier und hocken da gerade welche drin oder gibt es neben Polizeihunden auch Polizeischweine?“. Der Wissensdurst der kleinen Teilnehmer erschien jedenfalls fast nahezu unerschöpflich.

Streifenwagen kommt gut an

Wahrlich in die Welt der Polizeiausrüstung eintauchen konnten die Kinder, als Adler ihnen die Ausstattung ihrer Uniform zeigte. Dabei durften die zehn- bis elfjährigen Teilnehmer sogar in eine Sicherheitsweste schlüpfen sowie einen Schlagstock oder Handschellen anfassen. Was es mit einem Fingerabdruck auf sich hat und wie Fotos zur Registrierung von Personen hergestellt werden, erklärten die beide Beamten Rainer Gruber und Martin Bufler. Hierbei durften die Kinder sogar selber tätig werden und ihren Daumen in die Druckerschwärze drücken. Obendrauf gab es für jeden ein persönliches Foto. Anschließend zeigte und erklärte die Beamtin die Arrestzellen des Leutkircher Polizeireviers, bevor die Kinder einen Streifenwagen besichtigten. Prompt kam hier die Frage: „Wie viel PS hat der?“. Eine Frage, die Adler nicht sofort beantworten konnte. Sie versicherte, so wichtige Angelegenheit aus dem Mund von Kindern zu klären. Eines der Mädchen stellte fest: „Also die Sitze hier, sind ja voll bequem“. Selbstverständlich gehörte zur Besichtigung des Einsatzfahrzeuges auch ganz zur Freude der Teilnehmer, das Einschalten des Blaulichtes sowie das „Tatütatas“.

Viele angehende Polizisten

„Die Hauptsache der Aktion ist für mich, den Kindern klar zu machen, dass sie jederzeit zu uns kommen dürfen und dass bei uns immer jemand für sie da ist, der ihnen hilft“, so die Oberkommissarin. Sie erklärte: „Ich freue mich immer, wenn Mädchen und Buben zu uns kommen, die sich für unsere Arbeit interessieren“. Auf die Frage, „Wer möchte denn später mal zur Polizei gehen?“, gab es viele fingergesteckte Hände. Simon Hofbaur, begeisterter „K11“- oder „Alarm für Cobra 11“- Serien-Fan erklärte: „Ich weiß noch nicht, ob ich mal zur Polizei oder zur Feuerwehr gehe oder lieber doch Cross-Fahrer werden möchte“.

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