Vier Teams kämpfen um den Aufstieg

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In der Vorrunde behielt der SV Gebrazhofen (rote Trikots) gegen den SV Maierhöfen-Grünenbach II im Spitzenspiel mit 4:1 die Obe
In der Vorrunde behielt der SV Gebrazhofen (rote Trikots) gegen den SV Maierhöfen-Grünenbach II im Spitzenspiel mit 4:1 die Oberhand. (Foto: Josef Kopf)
Schwäbische Zeitung
Timo Städele

Die Tabellenkonstellation in der Fußball-Kreisliga B VI verspricht eine spannende Rückrunde. Vier Mannschaften scheinen derzeit das Meisterschafts- und Aufstiegsrennen unter sich auszumachen. Der SV Maierhöfen-Grünenbach II überwinterte als Tabellenführer. Er verdankte dies aber nicht zuletzt auch den diversen Spielabsagen zum Ende des vergangenen Jahres. Erster Verfolger ist der SV Arnach, der mit einem Punkt, jedoch auch einem Spiel weniger den zweiten Tabellenplatz belegt. Mit dem TSV Wohmbrechts und dem SV Gebrazhofen sehen noch zwei weitere Favoriten ihre Chancen. Am kommenden Wochenende startet die Liga wieder aus der Winterpause.

Das Quartett zieht weitestgehend einsam seine Kreise an der Tabellenspitze der Liga. Obwohl der aktuelle Stand nur bedingt aussagekräftig ist, da noch einige Nachholspiele ausstehen, scheint alles auf einen Vierkampf bis zum Ende der Saison hinzudeuten. Der SV Maierhöfen-Grünenbach II befindet sich, wie die meisten Mannschaften, bereits in der Vorbereitung. Die Trainingsgestaltung erwies sich im Westallgäu in letzter Zeit allerdings als schwierig, da selbst der Kunstrasen schneebedeckt und gefroren war, so dass „kein anständiges Training möglich“ war. Trainer Philipp Meffert hat zumindest keine Verletzten zu beklagen und hofft, mit seinen Jungs an die Leistungen der Vorrunde nahtlos anknüpfen zu können.

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

Die Herausforderung sieht Meffert darin, „Konstanz“ in seine Mannschaft zu bringen. Er ist sich zwar sicher aus den Erfahrungen der vergangenen Saison „etwas gelernt“ zu haben, weiß aber wohl, dass es das nun auch zu beweisen gilt. Druck gibt es beim SV aber keinen. „Niemand setzt uns die Pistole auf die Brust“, ist sich der Coach sicher und bezieht sich dabei auf die vereinsinterne Erwartungshaltung hinsichtlich Aufstieg. „Auch das Relegationsspiel wäre eine tolle Sache.“ Ohnehin gilt es erst einmal abzuwarten, wie sich die erste Mannschaft in der Rückrunde schlägt, um am Thema Aufstieg überhaupt Gedanken zu verschwenden.

Andere Voraussetzungen herrschen bei Trainer Rolf Boser und dem SV Arnach. Hier würde der Aufstieg „gerne angenommen werden.“ Die Witterungsverhältnisse nahmen dem SVA die Chancen auf die Herbstmeisterschaft. Ungeachtet dessen war die Mannschaft sicher die Überraschung der Hinrunde. Obwohl jeder um die Stärke der Mannschaft weiß, rechneten doch wenige mit einer so soliden Leistung und einer wochenlangen Tabellenführung. Das Ziel „um den Aufstieg mitspielen“ ist jedenfalls realistisch. Der Trainer weiß wie wichtig es ist nun „einen guten Start in die Rückrunde“ zu haben. Das gesamte Team arbeitet jedenfalls „fleißig und eifrig“ an der Fortführung des Erfolgs. „Man wird sehen, ob es reicht oder nicht“, so die zurückhaltenden Worte von Boser. „Alles hängt davon ab, wie die jeweiligen Mannschaften aus den Startlöchern kommen.“

Absteiger TSV Wohmbrechts bezog in der Vorbereitung sogar ein Wochenende lang ein Trainingslager in Freudenstadt. Die Absichten von Trainer Christian Drondorf sind unverkennba:. „Als Absteiger will man natürlich direkt wieder hoch!“ Doch weiß der Coach auch um die starke Konkurrenz an der Ligaspitze und ist sich bewusst, dass das Ziel nur dann erreicht werden kann, wenn sein Team „nicht nachlässt und voll dabei bleibt“. Viel geholfen wäre damit, wenn die „Leistung der Vorrunde bestätigt“ werden könnte. Mit Christian Nägele (vom SV Deuchelried) und Jan Rieger (vom SV Weingarten) wurde die Mannschaft noch verstärkt. Für den TSV beginnt die Rückrunde am 18. März beim ASV Wangen.

Vierter im Bunde ist der SV Gebrazhofen. Er ist Dauergast, wenn es um den Aufstieg geht, bislang jedoch erfolglos. Das soll sich in der letzten Saison von Bernd Schmid als Trainer ändern. Zur neuen Saison wird Bernd Bräuchler das Traineramt beim SVG übernehmen und „frischen Wind“ in die Mannschaft bringen. „Das wurde gemeinschaftlich und in Einverständnis beschlossen. Umso schöner wäre es natürlich, wenn das mit dem Aufstieg doch noch klappen würde“, sagt Schmid. Verzichten muss der Coach auf unbestimmte Zeit noch auf seinen Spielführer Matthias Maucher. Torjäger Manuel Klaus verpasste zudem die Vorbereitung. „Es ist wichtig für uns, dass Manuel dann schnell fit wird“, um im nächsten Anlauf den Aufstieg endgültig zu meistern.

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