VHS-Theaterabend erinnert an Alexander von Humboldt

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 Anlässlich des 250. Geburtstags des Universalgenies Alexander von Humboldt zeigt die Badische Landebühne zeigt den philosophisc
Anlässlich des 250. Geburtstags des Universalgenies Alexander von Humboldt zeigt die Badische Landebühne zeigt den philosophischen Abenteuerroman und Weltbestseller „Die Vermessung der Welt“. (Foto: Peter Empl)
Schwäbische Zeitung

Eine Bühnenfassung von Daniel Kehlmanns Erfolgsroman „Die Vermessung der Welt“ zeigt die VHS Leutkirch in der Reihe „Leutkircher Theater“ am Samstag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr in der Festhalle Leutkirch.

Es gastiert die Badische Landesbühne Bruchsal. Eine Einführung in Stoff und Inszenierung gibt es bereits um 19 Uhr im Lohboden. Das teilt die VHS Leutkirch mit.

In Erdlöcher gekrochen

Der Naturforscher Alexander von Humboldt und der Mathematiker Carl Friedrich Gauß sind zwei der bedeutendsten deutschen Gelehrten im beginnenden 19. Jahrhundert, heißt es weiter. Zwei Wissenschaftler, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten; und doch vereinte sie ein Leben lang ein und dasselbe Ziel: die Vermessung der Welt. Während sich der Empiriker Humboldt zusammen mit Aimé Bonpland durch Urwald und Steppe kämpfte, den Orinoko befuhr, in Erdlöcher kroch, die höchsten Berge bestieg und unzählige Selbstversuche machte, bewies der Analytiker Gauß die Krümmung des Raumes von seinem Schreibtisch aus. 1828 lädt Humboldt den Mathematiker zum Naturforscherkongress nach Berlin ein. Gauß, ein mürrischer Eigenbrötler und Misanthrop, hat jedoch keine große Lust, seine Heimatstadt zu verlassen.

Zwei gealterte Geistesgrößen

Da Humboldt aber hartnäckig bleibt, steigt er schließlich doch in die Kutsche. Begleitet wird er von seinem Sohn Eugen, den Gauß für einen völlig beschränkten Nichtsnutz hält. Und so kommt es, dass sich die beiden mittlerweile gealterten Geistesgrößen zum ersten Mal begegnen. Während sie darüber debattieren, wer von beiden seinem Lebensziel nähergekommen sei und was wahre Wissenschaft ausmache, verteilt Eugen Flugblätter in der großen Stadt. Er träumt von einem freien Deutschland und wird prompt verhaftet.

Hintergründiger Humor

Mit hintergründigem Humor zeichne Kehlmann in „Die Vermessung der Welt“ das Bild zweier bedeutender Männer mitsamt ihren Sehnsüchten und Schwächen – und schildert fantasievoll ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg, so die Vorschau. Die Badische Landebühne zeigt den philosophischen Abenteuerroman und Weltbestseller anlässlich des 250. Geburtstags des Universalgenies Alexander von Humboldt (1769 bis 1859).

Zahlreiche Preise

Daniel Kehlmann wurde 1975 in München geboren. An der Universität Wien studierte er Philosophie und Germanistik. 1997 erschien mit „Beerholms Vorstellung“ sein erster Roman. Kehlmann schreibt Essays und Rezensionen für verschiedene Magazine und Zeitungen und hatte Poetikdozenturen in Mainz, Wiesbaden und Göttingen inne. Er wurde mit zahlreichen Preisen, unter anderem mit dem Kleist-Preis und dem Thomas-Mann-Preis, ausgezeichnet. 2018 wurden ihm der Friedrich-Hölderlin-Preis und der Frank-Schirrmacher-Preis verliehen. Mit „Die Vermessung der Welt“ hat er einen der erfolgreichsten deutschen Romane der Nachkriegszeit vorgelegt.

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