Strenges Brandschutzkonzept im Ferienpark Allgäu

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Wegen der Lage im Wald gelten für den Ferienpark klare Brandschutzvorgaben.
Wegen der Lage im Wald gelten für den Ferienpark klare Brandschutzvorgaben. (Foto: Simon Nill)
Florian Bührer

Mit 5000 Betten entsteht vor den Toren Leutkirchs ein „neues“ Dorf, größer als alle Teilorte. In Spitzenzeiten werden sich mehrere tausend Menschen täglich in dem 184 Hektar großen Ferienpark im Allgäu aufhalten. Für das Team des Freizeitparks und die ortsansässige Feuerwehr eine Herausforderung. Der Konzern hat in den letzten Jahren massiv in den Brandschutz investiert und rüstet nun auch die Urlauer Feuerwehr auf.

„Eine Herausforderung, aber nichts Unbekanntes“

Der Konzern habe beim Thema Brandschutz in den vergangenen Jahren massiv investiert, berichtet Holger Klute, „Operational Risk Manager Center Parcs Germany“. Zusammen mit den in der Region verantwortlichen Instanzen sei für den Ferienpark ein Brandschutzkonzept erstellt worden, das permanent durch interne Brandschutzprozeduren unterstützt werde, teilt der Technikexperte mit. Eine flächendeckende Sprinkleranlage und automatische Löscheinrichtungen in den Luftabzugshauben der Großküchen seien Belege für die hohen Brandschutzmaßstäbe, ist sich Klute sicher.

„Für die Baugenehmigung hat Center Parcs klare Auflagen erhalten“, sagt Michael Klotz, Kommandant der Leutkircher Feuerwehr, und von Anfang an habe der Brandschutz eine große Rolle gespielt. „Vorbildlich“ nennt Leutkirchs erster Feuerwehrmann die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Während der laufenden Bauarbeiten habe die Leutkircher Feuerwehr regelmäßig überprüft, ob alle Vorgaben eingehalten werden, beschreibt Klotz seine Aufgaben in den letzten Monaten. Ein neuralgischer Punkt sei das Hauptgebäude. Hier lagern größere Mengen Chemikalien wie Chlor, gibt er zu bedenken. Die Feuerwehr habe für dieses Gebäude einen detaillierten Einsatzplan erstellt. Schlaflose Nächte bereiten ihm die giftigen Stoffe aber nicht. Es würden lange nicht so viel gefährliche Stoffe gelagert wie beispielsweise bei ortsansässigen Firmen, zeigt sich der Kommandant erleichtert. Die gesamte Aufgabe sei für die Feuerwehr „eine Herausforderung, aber nichts Unbekanntes“, so sein Fazit.

Es darf gegrillt werden

Für alle Grillanhänger hat Klute gute Nachrichten. Auf den Terrassen der Ferienhäuser seien fest installierte BBQ’s verbaut, die in einem klar definierten Sicherheitsabstand zu angrenzenden und brennbaren Materialien aufgestellt würden. Einen großflächigen Brand hält Klotz für nahezu unmöglich. Sämtliche Ferienhäuser seien mit Rauchmeldern und einer Früherkennung ausgestattet. Im schlimmsten Falle rechne er mit einem Zimmer- oder Gebäudebrand. Um den Brandschutz für den Ferienpark sicherzustellen, finanziert Center Parcs der Urlauer Löschgruppe ein Einsatzfahrzeug. Damit nichts dem Zufall überlassen bleibt, werde die Feuerwehr vor Eröffnung eine umfassende Übung abhalten, versichert Klotz.

Die Erste-Hilfe-Versorgung werde im Ferienpark vom Schwimmbadteam übernommen, das zum Teil aus Rettungssanitätern bestehe. Dafür habe man eine medizinische Grundausrüstung bereitgestellt, so Klute. Auch um die Sicherheit brauche sich der Besucher keine Sorgen zu machen. Mitarbeiter der Abteilung „Guest Service“ seien rund um die Uhr vor Ort und besonders risikoreiche Bereiche würden 24 Stunden kameraüberwacht, stellt Klute klar.

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