Stammtisch will Hochwasserschutz im Achtal verbessern

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Schwäbische Zeitung

Der Stammtisch „Rückhalt – Hochwasserschutz Achtal“ hat sich zum dritten Mal mit dem Thema „Mehr Hochwasser-Sicherheit im Achtal zwischen Elmeney und Lautrach“ beschäftigt. Jetzt auch mit Unterstützung aus Bayern. So bereicherte neben Hofs Ortsvorsteher Lothar Schmid auch Lautrachs Bürgermeister Reinhard Dorn die Diskussion, heißt es in einer Pressemitteilung des Stammtischs.

Nach einer Veranstaltung im November 2018 hatte Ortsvorsteher Lothar Schmid gegenüber dem Initiator Julian Aicher Landwirte genannt, die über Grundstücke oberhalb der Kreisstraße Kempten-Leutkirch zwischen Wuchzenhofen und Kimratshofen verfügen. Dort sei man unter Umständen bereit, gegen Entschädigung Wiesen bei Extrem-Hochwasser zu überfluten. Erste Gespräche habe es dazu schon gegeben. Ortsvorsteher Schmid vermutete beim Hochwasserschutz-Stammtisch: „Wenn man denen ein lukratives Entschädigungsangebot bringt, fahren die da schon mit.“ Kreisrat Aicher erklärte sich daraufhin bereit, deswegen demnächst beim Landes- und Bundeslandwirtschaftsministerium und bei Europaabgeordneten wegen Entschädigungsprogrammen anzufragen.

Lautrachs Bürgermeister Dorn erkundigte sich, ob die württembergische Seite über Daten über Flächen und Niederschlagsmengen verfüge. Dies bejahte Lothar Schmid. Solche Daten könnten helfen, die Hochwassergefahr für Lautrach genauer zu ermitteln, so Dorn. Das Achtal verläuft durch Lautrach vergleichsweise eng. Deshalb gibt es wenig Abflussfläche bei Hochwasser. Daher wäre es vermutlich sicherer, einen größeren Teil der Fluten schon oberhalb, also in Baden-Württemberg, zu stauen. Zum Beispiel mit einem kleinen Erdwall oberhalb der Kreisstraße Wuchzenhofen-Kimratshofen bei Elmeney. „Wenn Ihr was rückhaltet, müssen wir vielleicht weniger rückhalten“, sagte Dorn. Das sei im besten Fall „für alle Beteiligten sinnvoll“. Lothar Schmid sprach da von einer denkbaren „Win-Win-Situation“.

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